Wie meine facebook-Leser wissen, wurde ich in letzter Zeit ein bisschen arg auf Trab gehalten und hoffe, ab jetzt wieder regelmäßig auch hier zum Schreiben zu kommen.
Neue Labels, Interviews, ungewöhnliche Shops, besonders skurile Kunden und lässiger Street-Style sind nur ein paar der Dinge, die ich Euch gern näherbringen würde.
Den Anfang macht Düsseldorf.
Aufgrund der Follow Up, waren wir gleich nach meinem “Urlaub” in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu Gast.
Von den Firmen vor Ort berichte ich ein ander Mal. Heute zeige ich euch meine Endrücke von der herllich konsumigen Kö. Einmal pro Halbjahr ist ein solcher Ausflug interessant, aber auch ausreichend.
Zu Fuß geht es von meinem Düsseldorfer Lieblingsrestaurant, “Sila Thai“, nach einem hervorragenden Mittagstisch mit höllisch scharfer Ente, aus der Bahnstraße hoch zur Königsallee.
Unsere erste Station ist die, im Schatten vom übermächtigen und überschätzten Eickhoff stehende, Boutique “lunatic“!
Das Besondere an “lunatic” ist nebem dem außergewöhnlichen und treffenden Namen, die gelungene Vereinigung unterschiedlichster Stile.
Widergespiegelt auch von den individuell und trotzdem verständlich gestalteten Schaufenstern.
…aufgrund der Spiegelung leider etwas unscharf, aber ich liebe den Rock!
…und noch ein großartiges Unterteil in Kombination mit derber Daune.
Nicht mein Stil, aber eine konsequent gestaltete D&G-Puppe. Ohne Stewardessen-bzw. Perlenpaula-Tuch könnte ich sogar damit leben.
…sucht einfach diesen Schriftzug in der Berliner Allee.
Vor dem nächsten Window-Shop-Stop musste ich auf mittelhohen Hacken zwei entspannt gestylten Mädchen auf die andere Straßenseite hinterherhetzen. Da in Düsseldorf und speziell auf der Kö (insbesondere zu Messezeiten) oft Gülcan-Look-alikes (oder Gülcan selber bei, man staune…. “Prada” ) und Frauen von… anzutreffen sind, fielen die beiden Mädels mir besonders positiv ins Auge.
…das Wetter war gruselig, weshalb mit sofort von Weitem das softe, helle Jeanshemd (oder Tencel?) und der kittfarbene Egg-Shape-Oversize-Mantel (rechts) aufgefallen sind. Zudem springe ich immer auf Ponys und “Knüddelfrisuren” an.
Besonders gut hat mir der neu interpretierte Eighties-Look mit blickdichter Strumpfhose, Pencil-Skirt mit reingestecktem grauen, lässigen T-Shirt, schwarzen Velour-Keilabsatz-Schnürern und windverwehter Pony-Frisur gefallen. Zudem das stückgefärbte Tuch in grünen Flaschentönen, sowie die hellgrauen flachen Schnürer und das Lächeln der Beiden trotz Miesepeter-Wetter.
Woher ich weiß, dass das Tuch stückgefärbt ist? Weil ich, wie es der Zufall so will, hier auf zwei Designerinnen gestoßen bin, die teilweise in Eigenkreation unterwegs waren.
Mehr von den Beiden findet ihr auf der folgenden website:
Danke nochmal und mir gefallen am besten die Hosen auf Eurer Seite. Verkäuflich, aktuell und genau das richtige Bisschen anders. Danke und viel Erfolg weiterhin!
Zwei Minuten später hatte mein Auslöser ein weiteres dankbares Foto-Motiv erspäht. Obwohl ich gar nicht auf der Suche nach Street-Styles war.
Ein junges, zuckerhübsches, natürliches Mädchen in einer meiner favorisierten Farbkombinationen blau & schwarz!
…wieder die viel gelobte blickdichte Strumpfhose in schwarz; coole, etwas abgeranzte Ankle-Boots, leuchtend blaues Seiden-Kleidchen mit Paisley-Muster und simpler schwarzer Wollmantel mit grober Manschette. Dazu die schönen Beine und das nette Lächeln, perfekt.
Auch hier ein dickes Danke für das kurze Stehenbleiben. Leider habe ich Deinen Namen nicht notiert und somit schlimmerweise verpeilt…. Falls die Fotos für Dich interessant sein sollten, schreib mir einfach eine Mail. Danke und ich wünsche Dir einen genauso stylischen Herbst, wie der hier festgehaltene Vorgeschmack hoffen lässt.
Als nächstes blieb mein Blick an den Fenstern von American Apparel hängen.
Ungeachtet dessen, dass der CEO Dov Charney ein Sexist sein soll und schon des Öfteren wegen sexueller Belästigung angeklagt wurde, verkauft sich die Marke hervorragend und läuft und läuft und läuft…
Die Schaufenster waren dynamisch, jung und neu. Das aktuelle Haar-It-Piece, hervorgerufen durch Lady Gaga, die Schleife in sämtlichen Ausführungen, gehörte in Japan schon zum alltäglichen Straßenbild und wurde hier perfekt arrangiert.
Jetzt haben wir ca. eine Hälfte der Kö geschafft.
Im kommenden Post zeigt Karl, wie er den Haarschleifentrend interpretiert, Jades setzt dem Ganzen zwar nicht die Krone, aber die Öhrchen auf, meine Düsseldorfer Lieblingsgalerie hilft uns über trübe Tage hinweg, Eickhoff und Iris Berben sind das neue Dream-Team und ein paar Muscheln hab ich auch gesammelt.
Also lasst euch vom zweiten Teil des regnerischen Düsseldorf-Tages überraschen.
Coming soon… Rainy Day in Düsseldorf (live 2010)…
Viel Spaß mit der bunten Tüte Premium/Bread & Butter – Berlin.
…wie tiefsinnig…weiß aber immer noch nicht worum es an diesem Stand ging…
Das Standschild wirkte so vertrauenerweckend, die unfassbar einfallslose Strickware leider nicht…Erwähnte ich nicht bereits, dass das Land neue Stricker braucht????

Swarowski, Cristallizing-Stand. Hat mich magisch angezogen…die Farbpottidee hatten sie zwar schon letztes Jahr, aber es wär zu schade gewesen, diese tolle Deko nur einmal zu benutzen.
…hiervon hat es uns magisch weggeschoben. Trotz gutem, spaßig-chilligem Elektrosound war die Lautstärke an dieser Stelle einfach zu ohrenbetäubend. Wie die Beiden sich unterhalten konnten ist mir schleierhaft…
Direkt daneben schloss sich der absolut cool gestaltete Adriano Goldschmied-Bereich an, der auch trotz Elektro-Lärm immer proppenvoll war. Warum wird mir ewig ein Rätsel bleiben, da die Jeans schlicht überteuert sind.

…die Deko war perfekt für einen Jeanser. Der Name dagegen erinnert an Szene-Eisdealer oder den Künstlernamen eines überbordent maskulinen Schnulzensängers.
…wer sich wie ein siegreiches Topmodel fühlen möchte…
…kann gleich bei Ella Singh das passende Kleid erwerben…
In unseren Läden übrigens nicht mehr, da wir die Marke vor Jahren aus dem Programm genommen haben und es bis dato keinen triftigen Grund gibt, diesen Vorgang wieder rückgängig zu machen.
An diesen Outfits ist mal wieder von allem zuviel…zuviel Tüll, zuviel Spitze, zuviel Assymetrie, zuviel Glitzer, zuviel Glanz und drinnen meist auch zuviel Gloria. Die trägt diese Firma nämlich ganz gerne bei offiziellen Festivitäten.
Da hilft nur noch die Vermummungstaktik!
Affenmaske von Kinky Rocker. Dabei geht es bei der Brand eigentlich um Schmuck.
Ähnlich gruselig kam Lena Hoschek daher, wurde aber, wie zu erwarten, gut besprochen. Erscheint mir neben ein paar “Gute-Laune-Kleidern” doch immer sehr schwer verkäuflich.
Außer vielleicht in Bayern, an Freunde der 50er Jahre, Reaktionisten aus Pleasantville und Doris Day – Fans. Ach, das ist dann schon mindestens ein Käufer allein aus meinem Bekanntenkreis.
Liebe Frau Hoschek vielleicht besser mit einem Liebesjodler auf den Lippen zurück an die Kochstelle ihrer Wahl! Bei dieser Sissi-Mode müsste man wirklich beide Augen zudrücken und dazu bin ich z.B. nicht bereit. Andere anscheinend schon.
Schon besser. Zudem noch nachhaltig und made in Germany. Doppelplus. Die Kollektion als Ganzes ist noch ein bisschen unausgegoren (wie man auch auf dem Bild sieht: Shirt, neben Schal, neben Hochzeitskleid).
Sicher und cool ist inzwischen Dawid Tomaszewski. Großartige Abendkleider, nein Roben!

Dawid Tomaszewskis Kollektion trägt einfach eine herausragende Handschrift!
Jetzt ein Exkurs zu den echten Messegesichtern. Models, Einkäufer und interessierte Besucher.
L.A.-Look ist so dermaßen passé, dass wir dringend ein neues Wort für passé brauchen!
Frisur Berlin, Gesicht super natürlich, Shirt L.A.-Style von Rich & Royal (Waaah, der Name!!!!!!!). Hmm, anderes Wort für passé… da hätten wir:
phillippleinig, jadedbyknightlike und veronaartig! Und als Klassiker für DEFINITIV NICHT ANGESAGT: edhardyesk!
Ich bevorzuge den vermeintlich intellektuelleren, europäischen bzw. nordeuropäischen Stil.
Zurückhaltender, subtil sexy, klar, straight und manchmal etwas abgedriftet märchenhaft, wenn das intellektuell bedeutet, von mir aus.

Sehr skandinavisch. Designer Remix.
Extrem angesagt und omnipräsent. Der begehrte Chanel-Nagellack. 505 Particulière. Die Wartelisten sind inzwischen unnötig, da er wieder erhältlich ist. Die Ebay- und Amazon-Preise waren mittlerweile auch zu absurd. Ich bin übrigens gerade bei “türkis”, “gelb” und matter Koralle angekommen. Nacheinander nicht gleichzeitig.
Ebenso Dauerbegleiter sämtlicher Frauenbeine, ob nun geeignet oder ungeeignet, sind geschmückte, benietete Gladiatorensandalen(siehe oben), die aber nicht allzu hoch gewickelt werden.
Berlin schickt “Grüße aus Paris”. Zumindest optisch.


Höchst französisch und très chick, obwohl das Label mit Frankreich so gar nichts zu tun hat.
So Berlin. Berlin, Berlin und nochmals Berlin.
…Standfoto: vier Stunden vor Showbeginn…
Genialer Look! Entspannter, dichter Pony…türkiser Nagellack…Shirt mit Augenzwinkern und Opas goldene Fake-Uhr. Herrlich!
Ha! Two Angle amüsiert mich. Immer wieder. Obwohl es so direkt und nicht sehr hintergründig ist. Garfield ist und bleibt ein echter “Hottie”.


























