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	<title>Café au lait</title>
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	<description>Lisa Louis erobert Paris</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Apr 2012 20:37:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Den Front-National-Rock&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 20:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;haben die Anhänger der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen vergangenen Sonntag aufs Parkett gelegt. Und ich musste dem Spektakel beiwohnen. Ob ichs nun wollte oder nicht. Die rund fünfhundert Menschen um uns herum brechen in ohrenbetäubenden Jubel aus. Meine Journalisten-Kollegin Katya und ich schauen auf, dann sehen wir sie auch, die Zahlen auf der überdimensionierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;haben die Anhänger der rechtsextremen Kandidatin <a href="http://www.marinelepen2012.fr/" target="_blank">Marine Le Pen</a> vergangenen Sonntag aufs Parkett gelegt. Und ich musste dem Spektakel beiwohnen. Ob ichs nun wollte oder nicht.</p>
<p><span id="more-367"></span></p>
<p>Die rund fünfhundert Menschen um uns herum brechen in ohrenbetäubenden Jubel aus. Meine Journalisten-Kollegin Katya und ich schauen auf, dann sehen wir sie auch, die Zahlen auf der überdimensionierten Leinwand: 19 Prozent. Eine andere Umfrage sagt Marine Le Pen gar 20 Prozent der Stimmen voraus!</p>
<p>Unsere Kinnladen fallen herunter. Mit Kopfschütteln beobachten wir das wilde Fahnenschwenken in der Mitte des Saales. Menschen fallen sich gegenseitig in die Arme, werfen Letztere in die Luft, schreien ihre Freude laut heraus. Etwa zehn Minuten trubelt die Menge so vor sich hin, dann taucht plötzlich <strong><em>sie</em></strong> höchstpersönlich auf: Marine Le Pen läuft mit in die Luft gestreckten Armen über die Bühne in Richtung Stehpult. Unter strahlend blondem Haar grinst sie ihr leicht oberlippenloses Lächeln, scheint am Gipfel der Freude angekommen &#8211; zumindest vorläufig. &#8220;Dies ist erst der Anfang&#8221;, ruft sie ins Mikrofon. Wieder lauter Jubelgesang. Dann spricht sie von all den Franzosen, die sich mithilfe des Front Nationals nun endlich auf ihre Wurzeln besinnen könnten. &#8220;Wir werden die <a href="http://www.u-m-p.org/" target="_blank">UMP</a> zum explodieren bringen!&#8221;, ruft sie und die Anwesenden kreischen laut.</p>
<p>Le Pen ist nämlich der Meinung, die Partei des Präsidenten <a href="http://www.lesechos.fr/economie-politique/election-presidentielle-2012/front-national/0202013114404-les-scenarios-de-marine-le-pen-pour-l-apres-presidentielle-312947.php" target="_blank">werde auseinanderbrechen</a>, sollte Präsident <a href="http://www.lafranceforte.fr/" target="_blank">Nicolas Sarkozy</a> nicht wiedergewählt werden &#8211; nach aktuellen Umfragen das wahrscheinlichste Ergebnis des zweiten Wahlgangs am kommenden Sonntag. Dann könnte es sein, dass der rechte Flügel der <a href="http://www.u-m-p.org/" target="_blank">UMP</a> sich dem Front National anschließt, während die weniger radikalen Parteimitglieder eine neue Partei gründen oder aber zu einer Zentrumspartei wie dem <a href="http://www.mouvementdemocrate.fr/" target="_blank">Modem</a> hinzustoßen.</p>
<p>Mir läuft bei dieser Vorstellung ein kalter Schauder über den Rücken&#8230;noch mehr Front-National-Anhänger&#8230; Ich starre weiterhin auf die nun wieder wild tobende Menschenmenge.</p>
<p>Irgendjemand hat die Musik voll aufgedreht. Lieder wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rasputin_%28song%29" target="_blank">Rasputin</a>, Musik aus den Siebzigern oder arabische Klänge dröhnen aus den Lautsprechern. Jung und alt bewegt sich mehr oder weniger geschmeidig über die Tanzfläche. Im Takt oder auch nicht. Mit Fahnen in der Hand und teilweise im <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bildstrecke-im-stechschritt-ueber-den-roten-platz-1.754080" target="_blank">Stechschritt</a>. Mit dabei sind einige im sehr strengen Stil gekleidete Männer mit Seitenscheitel, aber auch völlig lässige, normal gekleidete, unscheinbare Mister Jedermanns.</p>
<p>Um die Tanzfläche herum stehen Journalisten. Photographen drücken wie wild geworden auf den Ablöser. Kameramänner gehen näher ran, um den obskuren Tanz auch ja nicht zu verpassen. Auch ich schieße schnell ein paar, wenn auch leicht verschwommene Photos&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1249" rel="attachment wp-att-1249"><img class="aligncenter" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/IMG_0400-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1247" rel="attachment wp-att-1247"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1247" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/IMG_0401-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>&#8220;Irgendwie erinnert mich das hier son bisserl an ein Treffen der &#8216;derniers de la classe&#8217;&#8221;, raunt mir ein befreundeter Kameramann ins Ohr. Les derniers de la classe kann man in etwa mit &#8220;die Übriggebliebenen&#8221; übersetzen.</p>
<p>Ich nicke nur stumm.</p>
<p>Letzten Endes soll Marine Le Pen <em>nur</em> 17,9 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang davon tragen. Damit schlägt sie aber immer noch um einen Punkt den Rekord ihres Vaters 2002. Und man muss sich nun fragen, wer wohl die 6,4 Millionen Franzosen waren, die für den Austritt aus dem Euro und die Anti-Immigrationspolitik der knapp 42-Jährigen gestimmt haben&#8230;</p>
<p>L.</p>
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		<title>Zu richtigen Rugby-Women&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 20:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Les Bleus]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nix zu tun]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Rugby]]></category>
		<category><![CDATA[Stade de France]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; sind Karine und ich heute geworden. Dabei zählten wir 80 Minuten zuvor noch zur Art der Rugby-Muffel&#8230; &#8220;Kennst Du die Regeln?&#8221; fragt mich Karine, als wir in Richtung Stade de France laufen. &#8220;Öhh&#8230;&#8221; sage ich nur und Karine und ihr Freund Nicolas lachen. &#8220;Na, das kann ja heiter werden&#8221;, meint er und zwinkert mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sind Karine und ich heute geworden. Dabei zählten wir 80 Minuten zuvor noch zur Art der Rugby-Muffel&#8230;</p>
<p><span id="more-360"></span></p>
<p>&#8220;Kennst Du die <a href="http://www.german-rugby.de/reglg-0.html" target="_blank">Regeln</a>?&#8221; fragt mich Karine, als wir in Richtung <a href="http://accueil.stadefrance.com/" target="_blank">Stade de France</a> laufen.</p>
<p>&#8220;Öhh&#8230;&#8221; sage ich nur und Karine und ihr Freund Nicolas lachen. &#8220;Na, das kann ja heiter werden&#8221;, meint er und zwinkert mir zu.</p>
<p>Um uns herum: ein bunter Strauß an <a href="http://www.rbs6nations.com/en/matchcentre/match-centre_fixtures-results.php" target="_blank">Rugby</a>-Fanatikern, deren Zugehörigkeit generell nicht zu verkennen ist&#8230;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1238" href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1238"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1238" title="IMG_0253" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/IMG_0253-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1236" href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1236"><img class="aligncenter size-full wp-image-1236" title="IMG_0247_face0" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/IMG_0247_face0.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a>&#8230;auch wenn Manche dann doch auf Nummer sicher gehen will, dass er nicht dem falschen Team zugeordnet wird&#8230;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1237" href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1237"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1237" title="IMG_0251" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/IMG_0251-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>(man achte auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baguette" target="_blank">Baguette</a> unter dem Arm&#8230;)</p>
<p>Gemeinsam mit uns drängen sich all diese Fans in die zum Glück überdachten Zuschauerränge des Stadions. Relativ schnell lassen Karine, Nicolas und ich uns von der guten Stimmung im Stadion mitreißen, singen brav &#8220;<a href="http://www.leparisien.fr/sports/rugby/rugby-le-reve-de-grand-chelem-s-envole-pour-les-bleus-04-03-2012-1889157.php" target="_blank">Allez Les Bleus</a>&#8221; und die <a href="http://www.assemblee-nationale.fr/12/evenements/rouget-de-lisle/marseillaise-paroles.asp" target="_blank">Marseillaise</a> mit. Oder eher gesagt, ich singe die ersten drei Worte der Nationalhymne mit &#8211; dann gucke ich zu, wie die Französken um mich rum voller Inbrunst das doch leicht blutige Lied vor sich hin schmettern und bei den Worten &#8220;Aux Armes, citoyens!&#8221; (Zu den Waffen, Bürger!) begeistert die Fäuste in die Luft werfen.</p>
<p>Es geht los und der Ball fliegt übers Spielfeld. Doch genauso abrupt wie es angefangen hat, kommt das Spiel nach nur zwei Minuten auch schon wieder zum scheinbaren Stillstand. Einer der Bleus (französischen Spieler) hat sich den Ball unter den Arm geklemmt, aber anstatt in Richtung gegnerisches Tor zu laufen, liegt er nun flach auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rasen" target="_blank">Rasen</a>. Und auf ihm drauf   die Hälfte der <a href="http://www.irishrugby.ie/index.php" target="_blank">irischen Spieler</a>. Von hier oben sieht es aus, als könnte das länger dauern &#8211; sehr viel scheint sich in dem Menschenberg nicht zu tun.</p>
<p>&#8220;Ich habe einmal ein Baseball-Spiel in den USA gesehen&#8221;, sagt mir da Karine ins Ohr, &#8220;mein Gott, war das langweilig&#8230;.&#8221;</p>
<p>Das Menschenknäuel auf dem Spielfeld liegt immer noch still. Die restlichen französischen und irischen Spieler stehen drum herum, die Arme in die Hüften gestemmt. Dann fliegt er plötzlich wieder, der Ball, und ein anderer der Blauen düst in Richtung gegnerische Pfähle. Jedenfalls für etwa fünf Sekunden. Dann wiederholt sich die Szene von eben &#8211; wenn auch diesmal mit anderen Protagonisten.</p>
<p>Nach der dritten dieser Balgereien kommt das Ärzte-Team auf das Feld gerannt und verarztet die erste Platzwunde unter einem irischen Auge.</p>
<p>&#8220;Ich versteh&#8217; das nicht&#8221;, meine ich zu Karine, &#8220;wieso macht man sonen Sport &#8211; wo es einfach nur ums Prügeln geht?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja&#8221;, versucht sie zu erklären, &#8220;vielleicht geht es um das Teamgefühl&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber da spiel ich doch lieber Fußball, wo nicht ständig einer auf einen einprügelt!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja&#8221;, sagt sie und zuckt ratlos mit den Schultern.</p>
<p>Unten auf dem Spielfeld macht Irland Punkt um Punkt. Um uns herum häufen sich die Buh-Rufe.</p>
<p>Mein Blick fällt auf die Dutzenden von Aufpassern, die um das Spielfeld herum sitzen. Sie sollen wohl <a href="http://www.willipedia.net/tag/flitzer/" target="_blank">Flitzern</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hooligan" target="_blank">Schlimmerem</a> vorbeugen. Die Armen, denke ich nur, da sind sie schon beim Spiel dabei und müssen doch in die falsche Richtung gucken&#8230;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1239" href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1239"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1239" title="IMG_0264" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/IMG_0264-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>In dem Moment werde ich abrupt aus meinem Gedankengang herausgerissen: Die Frankreich-Fans um mich herum springen in die Höhe und johlen &#8211; allen voraus Karine! Die Bleus haben endlich mal ein paar Pünktchen gemacht&#8230;</p>
<p>Doch nach dem Lichtblick kommt die lange Durststrecke, an dessen Ende die Irländer mit mehr als 10 Punkten führen.</p>
<p>Erst nach der Pause gehts endlich bergauf: Die Französken rennen, werden umgerannt, stehen auf, werden getackelt, tackeln, punkten.</p>
<p>Bei jedem noch so kleinen Sieg jubeln Karine, Nicolas und ich. Unsere Schreie werden immer lauter &#8211; auch wenn Karine und ich teilweise kurz nachfragen müssen, was genau passiert ist und warum wir eigentlich gerade jubeln&#8230;</p>
<p>Auf einmal höre ich Karine neben mir quieken und als ich ihrem Blick folge, sehe ich drei Mitglieder des Frankreich-Teams beim Aufwärmen: zwei von ihnen rennen abwechselnd gegen ein rotes Lederpolster, das ein Dritter hält. Bei jedem Aufprall quiekt es wieder rechts von mir, und Karine hüpft vor Freude auf ihrem Platz hoch und runter.</p>
<p>Kurze Zeit später erwische ich mich dabei, wie ich, gemeinsam mit Karine, laut röhre als die Bleus wieder einmal einen Meter weiter in Richtung des gegnerischen Tors kommen. Dann setzen wir zwei Grazien uns hin, tackeln uns gegenseitig mit den Schultern und grunzen kurz. Nicolas, der rechts neben Karine sitzt, guckt uns mit großen Augen an und stutzt. Dann wirft er den Kopf zurück und lacht laut.</p>
<p>Als wenig später einer der Irländer zu Boden geht und erst einmal liegen bleibt (er steht nach einigen Minuten wieder auf, scheinbar unversehrt), springt Karine in die Höhe und ruft &#8220;genau, zeigts Ihnen!&#8221;. Diesmal lachen Nicolas und ich gemeinsam.</p>
<p>In der 79. Minute steht es 17 zu 17 und Nicolas meint: &#8220;Lass uns jetzt schon einmal gehen, dann erwischen wir den <a href="http://www.ratp.fr/fr/ratp/c_20562/rer/" target="_blank">RER</a> (Vorstadtzug) vor den Menschenmassen.&#8221; Also hüpfen wir schnell von der Bühne und in Richtung Haltestelle. Als wir in den Zug einsteigen, liest Nicolas von seinem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone" target="_blank">Smartphone</a> laut das Endergebnis vor: Gleichstand. &#8220;Allez les Bleus&#8221; singe ich leise und lasse mich auf meinem Sitz nieder, mit einem Lächeln auf den Lippen&#8230;</p>
<p>L.</p>
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		<title>Leute kennenzulernen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 22:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Metro]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nix zu tun]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;finden manche in Paris ja sehr schwierig. Das kann ich von mir nicht behaupten. Leicht verschlafen laufe ich über den Metro-Bahnsteig. Es ist kalt in Paris und seit Tagen ist meine Nase verstopft. Deswegen macht es mir an diesem Morgen auch nichts aus, auf einem der orangenen Plastiksitze Platz zu nehmen. Gegen den unangenehmen Geruch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;finden manche in Paris ja sehr schwierig. Das kann ich von mir nicht behaupten.<span id="more-357"></span></p>
<p>Leicht verschlafen laufe ich über den <a href="http://www.ratp.fr/">Metro</a>-Bahnsteig. Es ist kalt in <a href="http://de.parisinfo.com/">Paris</a> und seit Tagen ist meine Nase verstopft. Deswegen macht es mir an diesem Morgen auch nichts aus, auf einem der orangenen Plastiksitze Platz zu nehmen. Gegen den unangenehmen Geruch, der sie gewöhnlich umweht, bin ich heute ja schließlich immun.</p>
<p>„Hey“, krächzt es da von links. Mein Kopf über meinem dicken Wollschal dreht sich in Richtung des Sitzes neben mir. „How are you?“, sagt von dort ein dunkelhaariger Mitt-Dreißiger und grinst mich an. Die halben Zähne in seinem Mund sind ganz schwarz von ich-weiß-nicht-was-und-will-es-auch-gar-nicht-wissen.</p>
<p>„Mir geht’s gut“, sage ich auf Englisch und lächele höflich zurück.</p>
<p>„Ich kann Dich riechen“, sagt er und – oh, nein – grinst wieder.</p>
<p>„Hmm“, nicke ich nur und nehme es mal als Kompliment.</p>
<p>„Was machst Du beruflich?“, fragt es da wieder von links.</p>
<p>Ich antworte, dass ich Journalistin bin. „Und was machst Du?“ frage ich zurück. Ich zeige auf den <a href="http://www.bz-berlin.de/kultur/film/killer-mit-gitarrenkasten-article471415.html">Gitarrenkasten</a> neben ihm auf dem Boden und frage: „Bist Du Musiker?“</p>
<p>„Äh, darüber kann ich nicht sprechen“, flüstert er. Und dann: „Ich bin nur ein paar Wochen hier, auf einer Mission&#8230;“ Dann guckt er schnell nach links und rechts über den Bahnsteig. Als ob ihn jemand beschatten würde. Ich folge seinem Blick zu einem Teenager, der leicht entnervt auf seinem Smart-Phone herumdrückt. Am anderen Ende des Bahnsteigs stützt sich eine Oma auf ihren Stock.</p>
<p>„Ich bin aus den <a href="http://www.usa.gov/">USA</a>“, fügt er hinzu. Dann greift er in den Trolley-Koffer zu seinen Füßen und holt eine 0,5-Liter-Bierdose heraus. Sie zischt leise, als er sie öffnet. Er nimmt einen Schluck und setzt die Dose auf dem Boden ab. Dann zündet er sich eine Zigarette an.</p>
<p>„Aber Gitarre spielst Du doch auch“, bohre ich nach, nun neugierig geworden. Vor uns fährt quietschend die Metro in die Haltestelle ein.</p>
<p>Der junge Mann ringt einige Sekunden mit einer Antwort. Ich stehe auf und laufe langsam auf die sich öffnenden Türen zu. Da wird er ganz hektisch und ruft: „Kann ich mitkommen? Kannst Du kurz warten?“ Und er zeigt auf seine Zigarette.</p>
<p>„Nee“, meine ich, „ich muss doch zur Arbeit.“ Dann hüpfe ich in die Metro. Als die Bahn abfährt, lächele ich ihm kurz zu. Er winkt zum Abschied.</p>
<p>L.</p>
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		<item>
		<title>Das mit der Regelhörigkeit&#8230;</title>
		<link>http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/das-mit-der-regelhorigkeit/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 16:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Nix zu tun]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Ticket]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Zugfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;nehmen Deutsche – jedenfalls zuhause gebliebene &#8211; ja besonders ernst. Immer. Anders als ausgewanderte Deutsche, die sich schon eher einmal den Regeln ihrer Wahlheimat anpassen. Dachte ich. Bis ich neulich eines Besseres belehrt wurde. Mit froher Erwartung stehe ich auf meiner Weihnachtsmarkt-Reise in die Heimat an einem Schalter in einem hier einmal anonym bleibenden deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;nehmen  Deutsche – jedenfalls zuhause gebliebene &#8211; ja besonders ernst. Immer.  Anders als ausgewanderte Deutsche, die sich schon eher einmal den Regeln  ihrer Wahlheimat anpassen. Dachte ich. Bis ich neulich eines Besseres  belehrt wurde.<img title="Mehr …" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-352"></span></p>
<p>Mit froher Erwartung stehe ich auf meiner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmarkt" target="_blank">Weihnachtsmarkt</a>-Reise in die Heimat an einem Schalter in einem hier einmal anonym bleibenden deutschen Bahnhof.</p>
<p>„Das  Sparticket gilt genau für zwei Stunden“, sagt die Dame mir gegenüber  leicht schwerfällig. „Für Ihren Zug reicht das aber nicht – der braucht  nämlich zwei Stunden und eine Minute.“</p>
<p>Ungläubig schaue ich sie an, verzweifelt von der deutschen Regelhörigkeit, runzle die Augenbrauen und setze zur <a href="http://www.lexpress.fr/actualite/societe/la-france-qui-rale-et-qui-frissonne_841754.html" target="_blank">Motztirade à la Française</a> an. Weiter als „Also, das können Sie doch nicht ernst&#8230;“ komme ich  dabei aber nicht. Dann unterbricht mich meine Kundenberaterin, schüttelt  energisch den Kopf mit der schwarzgefärbten Kurzhaarfrisur – nur an  einer Seite sind einige Strähnen in leuchtendem Lila gefärbt. „Jetzt  warten sie doch mal, ich war doch noch gar nicht fertig&#8230;“, meint sie.  Und schweigt.</p>
<p>Gefühlte  Stunden später setzt sie wieder an. „Wir haben gehört, dass die  Schaffner sich einen Spaß daraus machen, genau auf dem letzten Teilstück  noch einmal zu kontrollieren.“</p>
<p>„Oh“, sage ich, „naja, dann kaufe ich eben das reguläre Ticket&#8230;“</p>
<p>Wieder  energisches Kopfschütteln. „Das kostet 28 anstelle von 13 Euro“,  entgegnet sie. „Das ist ja schon ein großer Unterschied.“</p>
<p>„Aber Sie haben doch gerade gesagt &#8230;“</p>
<p>„Jetzt  warten Sie doch mal.“ Wieder Schweigen. Und Augenbrauen-Runzeln. „Sie  könnten dem Schaffner auch einfach sagen, sie würden eine Station vorher  aussteigen. Das kommt dann genau hin von der Zeit her. Von mir haben  Sie das aber nicht gehört&#8230;“</p>
<p>„Aber ich dachte, der Schaffner kontrolliert gerne mal auf dem letzten Teilstück&#8230;“, sage ich wieder.</p>
<p>„15  Euro sind ja schon viel“, wiederholt sie. Und fügt hinzu: „Sie könnten  sich auch schlafen stellen. Oder sagen, sie hätten den Halt verpasst.  Aber das alles hab ich Ihnen nicht gesagt.“</p>
<p>„Nee“, meine ich, „ich nehme dann mal das teurere Ticket.“ So schnell wird man wieder deutsch.</p>
<p>„Das  müssen Sie schon selbst wissen“, sagt die Frau, tut aber nichts. Sie  guckt mich nur erwartend an. „15 Euro sind ja schon viel Geld“, meint sie wieder. Die Finger liegen still auf dem Schreibtisch vor  ihr. In Richtung Tastatur bewegt sich da nix. Mit zur Seite geneigtem Kopf guckt sie mich an. Ihre Kugelohrringe tänzeln leicht hin und her.</p>
<p>Ganz verdattert gucke ich sie an. <em>Naja, irgendwie ist es ja lächerlich</em>, säuselt der <a href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://us.123rf.com/400wm/400/400/steyno/steyno1010/steyno101000015/7925333-teufel.jpg&amp;imgrefurl=http://de.123rf.com/photo_7925333_teufel.html&amp;usg=__Cfvt21WUJeCd2mMg0VreNWjtPqc=&amp;h=1104&amp;w=1200&amp;sz=81&amp;hl=de&amp;start=23&amp;zoom=1&amp;tbnid=s83t56WFuf9DUM:&amp;tbnh=146&amp;tbnw=168&amp;ei=Vvv1Tt6uBYbZsgaD0xU&amp;prev=/search%3Fq%3Dteufel%26start%3D23%26num%3D10%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26biw%3D1241%26bih%3D700%26output%3Dimages_json%26tbm%3Disch&amp;um=1&amp;itbs=1&amp;iact=hc&amp;vpx=107&amp;vpy=231&amp;dur=13&amp;hovh=215&amp;hovw=234&amp;tx=139&amp;ty=109&amp;sig=110714447968798867612&amp;sqi=2&amp;page=2&amp;ndsp=22&amp;ved=1t:429,r:7,s:23" target="_blank">Betzelbub</a> auf meiner rechten Schulter, <em>es ist doch nur eine Minute länger als erlaubt</em>.</p>
<p><em>Aber wenn Du erwischt wirst, musst Du 40 Euro zahlen</em>, sagt das zweite <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teufel" target="_blank">Teufelchen</a>, diesmal von der linken Schulter.</p>
<p>„Na gut, dann nehme ich jetzt das günstige Ticket“, bringe ich schließlich heraus.</p>
<p>Zustimmend  nickend dreht sich die Dame in Richtung Computer und rund 45 Minuten  später ruckelt mein Zug langsam aus dem Bahnhof heraus. <em>Ich steige an der Station XXX aus</em>,  wiederhole ich lautlos vor mir selbst, fühle mich halb als Verbrecherin  im Land der schier, aber nur schier ungebrochenen Regeln&#8230;</p>
<p>„Fahrschein bitte“, tönt es eine halbe Stunde später durch meinen Waggon.</p>
<p>Doch  nicht ich ziehe die Aufmerksam des Schaffners auf mich: „Das ist aber  nicht das richtige Ticket – das ist für die falsche Richtung“, sagt er zu einem 16-jährigen Mädel auf der Sitzreihe gegenüber von  mir.</p>
<p>„Ach echt?“ säuselt sie mit unschuldigem <a href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.gnadenquelle.de/images/Engel_15.gif&amp;imgrefurl=http://www.gnadenquelle.de/engel_3.htm&amp;usg=__jhewMj7PRjXLXXzSrg2fO0C7YKA=&amp;h=300&amp;w=251&amp;sz=34&amp;hl=de&amp;start=155&amp;zoom=1&amp;tbnid=dP85vNmN8nhntM:&amp;tbnh=148&amp;tbnw=125&amp;ei=2vv1ToeMGYqWswb-560R&amp;prev=/search%3Fq%3Dengel%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26hs%3D0OV%26sa%3DN%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26biw%3D1241%26bih%3D700%26tbm%3Disch&amp;um=1&amp;itbs=1&amp;iact=hc&amp;vpx=539&amp;vpy=322&amp;dur=625&amp;hovh=240&amp;hovw=200&amp;tx=134&amp;ty=136&amp;sig=110714447968798867612&amp;page=8&amp;ndsp=24&amp;ved=1t:429,r:11,s:155" target="_blank">Engelsblick</a>. „Dabei habe ich extra nachgefragt&#8230;“</p>
<p>„Wo sind sie denn eingestiegen?“</p>
<p>„An der Station XX“, sagt sie.</p>
<p>„Stimmt  ja gar nicht“, tönt es da von gegenüber von ihr. Ein Mann in grauem  Anzug, mit schwarz-umrandeter Brille und rotem Schal greift in das  Gespräch ein. „Sie sind doch schon eine Station früher eingestiegen!“</p>
<p>„Und da galt ihr Ticket noch auf keinen Fall“, ergänzt der Schaffner und fügt hinzu: „Lügen wollen wir hier ja mal nicht.“</p>
<p>Dann nimmt er die Daten das Mädels auf. Und die von ihrem Freund, der ebenfalls das Schummel-Ticket gekauft hat.</p>
<p>„Weiß gar nicht, was Sie das wohl angeht“, knurrt der dem Spielverderber zu.</p>
<p>„Natürlich geht mich das was an!“ schießt der empört zurück.</p>
<p>„Aber Sie hat doch keiner gefragt!“</p>
<p>„Mir ist egal, ob mich jemand fragt oder nicht – meine Meinung tue ich trotzdem kund! Schließlich bin ich deutscher <a href="http://www.steuerzahler.de/Home/1692b637/index.html" target="_blank">Steuerzahler</a> und da möchte ich, dass auch jeder für sein Ticket zahlt.“</p>
<p>„Der  Herr hat schon Recht“, unterstützt ihn der Schaffner. „Sie werden hier  öffentlich befördert und Andere zahlen dafür. Wenn Sie keine Fahrkarte  kaufen, nennt sich das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bef%C3%B6rderungserschleichung" target="_blank">Erschleichen einer öffentlichen Dienstleistung</a>.“</p>
<p>Sagts und kontrolliert meine Fahrkarte. Ohne Kommentar. Die zwei Teufelchen auf meinen Schultern jubeln lautlos.</p>
<p>Doch  richtig aufatmen kann ich erst, als ich genau zwei Stunden und eine  Minute nach Abfahrt an meinem Reiseziel ankomme und auf den rettenden  Bahnsteig springe.</p>
<p>L.</p>
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		<item>
		<title>In einer richtigen Jetsetter-Bar&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 14:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Champagner]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Jetsetter]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;haben wir gestern die nicht vorhandene Tanzfläche gerockt. Und sind dabei selbst zu Jetsettern geworden. Fast. Es ist schon tiefster Winter in der Bar Charlie Birdy Boétie: Von der Decke hängen in Wellen weiße Tücher, darin schweben weiße Luftballons. Auf dem Boden der rosa-schwarz dekorierten Kneipe sind glitzernde Kunststoffschneeflocken verteilt. Einer der Kellner trägt passend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;haben wir gestern die nicht vorhandene Tanzfläche gerockt. Und sind dabei selbst zu Jetsettern geworden. Fast.<img title="Mehr …" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-349"></span></p>
<p>Es ist schon tiefster Winter in der Bar <a href="http://www.charliebirdy.com/" target="_blank">Charlie Birdy Boétie</a>:  Von der Decke hängen in Wellen weiße Tücher, darin schweben weiße  Luftballons. Auf dem Boden der rosa-schwarz dekorierten Kneipe sind glitzernde Kunststoffschneeflocken verteilt. Einer der Kellner trägt passend  dazu Skihose, -mütze und –brille. Der DJ hat sich lediglich für  Schneejacke und –mütze entschieden. Auch wenn dem Rest der Anwesenden  schon im T-Shirt zu warm ist – zumindest gilt das für mich.</p>
<p>Das Ambiente wird im Internet als <a href="http://www.timeout.fr/paris/charlie-birdy-boetie" target="_blank">„Mischung aus britischem Gentlemen-Klub im Kolonialstil und New Yorker Bar im Penthouse-Stil“</a> beschrieben. Mich erinnert das Ganze eher an eine dieser angesagten  Discos im Zentrum Londons, in denen der Großteil der Mädels Rock durch  Gürtel ersetzt. Mit einem Unterschied: die Madames tragen hier zweier solcher Gürtel &#8211; einen oben und einen unten.</p>
<p>Eine ganze Reihe solcher Exemplare sitzen in meinem Rücken: 1,80m große <a href="http://www.google.com/imgres?um=1&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;sa=N&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;biw=1014&amp;bih=610&amp;tbm=isch&amp;tbnid=imwdNykCz9NwiM:&amp;imgrefurl=http://blog.travelpod.com/travel-photo/jonclark2000/africa-05-06/1137676560/gazelle.jpg/tpod.html&amp;docid=fNGnbjlo0zUw4M&amp;imgurl=http://images.travelpod.com/users/jonclark2000/africa-05-06.1137676560.gazelle.jpg&amp;w=417&amp;h=600&amp;ei=bkfSTv2jFYqd-waNk826Dg&amp;zoom=1&amp;iact=rc&amp;dur=360&amp;sig=113297244903865652657&amp;page=7&amp;tbnh=121&amp;tbnw=84&amp;start=108&amp;ndsp=17&amp;ved=1t:429,r:4,s:108&amp;tx=71&amp;ty=34" target="_blank">Gazellen</a> mit noch einmal mindestens sieben zusätzlichen Stiletto-Zentimetern.  Allesamt sind sie unnatürlich braun für diese doch kalte Jahreszeit. Sie  überragen bei weitem die Herren des Tisches, deren säuberlich rasierte  Brust unter entweder weit aufgeknöpftem Hemd oder tief ausgeschnittenem  T-Shirt hervorschimmert. Sie ist geschmückt von mehr oder weniger dicken  Goldketten. Die Haare auf dem Kopf sind entweder abrasiert oder  mithilfe von anderthalb Tuben Gel<a href="http://www.cosmiq.de/qa/show/1819713/Was-ist-die-typische-Zuhaelterfrisur/" target="_blank"> in geschmeidigen Wellen nach hinten gekämmt.</a></p>
<p>Was  wir in diesem Laden machen, fragen sich wohl nicht nur die Jetsetter  hinter uns. Unser Tisch voller hauptsächlich libanesischer Zottel ist  da, um Ranas und Ellies Geburtstag zu feiern. „Hier kann man sowohl  essen, als auch danach tanzen“, stand in der Einladung. Und so ist das  ja auch – selbst wenn es leicht an einer Tanzfläche mangelt.</p>
<p>Die Superstars hinter mir scheint das nicht zu stören. Immer wenn das Lied „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=FchMuPQOBwA" target="_blank">Happy Birthday to you</a>“  ertönt, springen die Amazonen kreischend auf, werfen ihre Arme in die  Luft und wackeln mit den in wenig Stoff gehüllten Hintern. Die Monsieurs  der Schöpfung schmeißen sich dann an sie, umfassen sie fest und wackeln  mit ihnen. Ihr Mund ist dabei verdächtig nahe am Hals der jungen  Göttinnen – weiter hoch reichen sie ja nicht.</p>
<p>30 Sekunden später ist das Spektakel wieder vorbei und sowohl Gazellen als auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gnom" target="_blank">Goldkettchen-Gnome</a> sitzen brav auf ihren Stühlen und gucken süffisant oder gelangweilt vor sich hin.</p>
<p>Wir  indes spielen erfreut mit den Luftballons, die immer wieder den weißen  Tüchern entfleuchen. Antoine neben mir versucht krampfhaft, mich mit  seinem Deutsch zu beeindrucken – zum Beispiel mit Sätzen wie „Welche  Farbe haben meine Schuhe?“ oder auch „Ich bin Ingenieur und möchte  deutsch lernen“.</p>
<p>Beim Dessert dreht das  Charlie-Birdy-Boétie-Team auch für Rana und Ellie das Geburtstagslied  auf und voller Freude hüpfen wir auf unseren Stühlen auf und ab.</p>
<p>Die  Geburtsamazone im Hintergrund (denn eine von ihnen feiert  an diesem Abend Geburtstag, wie auch ich inzwischen mitbekommen habe)  kreischt wild, als sie eines nach dem anderen ihre Geschenke auspackt.  Quiekend hält sie schwarze Lederhandtasche nach schwarzen Stiefeln  in die Höhe, hüpft dabei zehn Sekunden an Ort und Stelle hoch und runter  und geht dann zum nächsten Geschenk über.</p>
<p>Wir haben  inzwischen auch Geburtstagskuchen und Digestif hinter uns gebracht und  warten auf den Anpfiff zum Tanz. Als der nicht kommt, springe ich  irgendwann auf, reiße zwei der anderen Zottel mit mir in Richtung der  kleinen freien Fläche zwischen den Tischen und wild juckeln wir zu  Technomusik zwischen den Gästen hin und her. Viel Spaß haben wir dabei,  ignorieren die leicht peinlich angerührten Blicke der anderen Anwesenden  – was auch einige der anderen Zottel mit einschließt.</p>
<p>Und doch: Ein paar der Trendsetter stimmen schließlich ein in unseren Zottel-Tanz. Selbst wenn sie an <a href="http://www.gbpicsonline.com/mr-bean.html" target="_blank">unsere Lässigkeit</a> dabei natürlich nicht heranreichen&#8230;</p>
<p>L.</p>
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		<title>Silent Disco,&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 13:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;also stille Disko, ist ein Konzept, dass sich immer mehr im kleinen Frankreich verbreitet. Dabei hören nur die Tänzer selbst die Musik &#8211; über Kopfhörer. Die Nachbarn&#8230; &#8230;werden nicht gestört. Wie neulich im Grand Palais in Paris. Hier klicken, um Video anzusehen. (Leider mit kleinen Übergangsproblemen und einem Fehler am Ende &#8211; sorry, aber konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;also stille Disko, ist ein Konzept, dass sich immer mehr im kleinen <a href="http://de.franceguide.com/" target="_blank">Frankreich</a> verbreitet. Dabei hören nur die Tänzer selbst die Musik &#8211; über Kopfhörer. Die Nachbarn&#8230;<span id="more-341"></span></p>
<p>&#8230;werden nicht gestört.</p>
<p>Wie neulich im <a href="http://www.grandpalais.fr/fr/Accueil/p-93-Accueil.htm" target="_blank">Grand Palais</a> in <a href="http://de.parisinfo.com/" target="_blank">Paris</a>.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=H8uimjZBibo" target="_blank">Hier klicken, um Video anzusehen.</a></p>
<p>(Leider mit kleinen Übergangsproblemen und einem Fehler am Ende &#8211; sorry, aber konnte es beim besten Willen nicht besser zum Laufen kriegen&#8230;)</p>
<p>L.</p>
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		<title>Den künftigen Queen-Sänger&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur & Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Freddie Mercury]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nix zu tun]]></category>
		<category><![CDATA[Queen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;habe ich heute, wider Erwarten, in einem Park im Londoner Soho-Bezirk kennengelernt. Zumindest sieht der neue Freddie selbst das so. &#8220;Magst Du Queen?&#8221; fragt mich der junge Mann, der neben mir auf der Parkbank sitzt. Überrascht schaue ich zu ihm hinüber. Ich bin gerade für ein paar Tage in London und lerne tagsüber meinen neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;habe ich heute, wider Erwarten, in einem Park im Londoner Soho-Bezirk kennengelernt. Zumindest sieht der neue Freddie selbst das so. <img title="Mehr …" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-337"></span></p>
<p>&#8220;Magst Du <a href="http://queenonline.com/" target="_blank">Queen</a>?&#8221;  fragt mich der junge Mann, der neben mir auf der Parkbank sitzt.  Überrascht schaue ich zu ihm hinüber. Ich bin gerade für ein paar Tage  in <a href="http://www.visitlondon.com/de/" target="_blank">London</a> und lerne tagsüber meinen neuen Arbeitgeber besser kennen (das  Unternehmen, nicht den Chef). Nur durch Zufall bin ich heute Abend, nach  der Arbeit, am <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Soho_Square" target="_blank">Soho Square</a> vorbeigekommen und habe gesehen, dass es hier wohl gerade Live-Musik  gibt. Aus dem Lauschen hat mich seine Frage jäh herausgerissen.</p>
<p>&#8220;Äh, ja&#8230;&#8221;, antworte ich. &#8220;Wieso?&#8221;</p>
<p>Da guckt er mich mit leuchtenden Augen und überzeugtem Grinsen an und sagt: &#8220;Ich bin der neue Queen-Sänger!&#8221;</p>
<p>&#8220;Der neue Queen-Sänger?&#8221; Ich runzele leicht zweifelnd die Augenbrauen.</p>
<p>&#8220;Naja, also &#8211; der künftige Queen-Sänger!&#8221;</p>
<p>&#8220;Aha&#8230;&#8221;, meine ich und frage: &#8220;Ja&#8230;äh&#8230;bist Du denn schon in Kontakt mit denen?&#8221;</p>
<p>&#8220;In Kontakt?&#8221;, sagt er. &#8220;Inwiefern?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja, wissen die schon etwas von ihrem Glück?&#8221;</p>
<p>Er  rutscht leicht unbehaglich auf der Parkbank herum. &#8220;Nein, aber bald&#8221;,  sagt er und nickt, plötzlich wieder scheinbar völlig von seiner Sache überzeugt. Dann fügt er schnell  hinzu: &#8220;Hier, hör mal!&#8221; Er hält mir seine Kopfhörer hin.</p>
<p>Dann lausche ich einem seiner Queen-Remakes: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tc5rwMC6Fds" target="_blank">Breakthru</a>.</p>
<p>&#8220;Hmm, jaa&#8230;&#8221;, sage ich. &#8220;Gut hört sich das ja schon an, aber ganz so wie <a href="http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=778&amp;RID=1" target="_blank">Freddie</a> dann doch nicht&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Echt, findest Du nicht?&#8221;, fragt er. Ich mache nur eine zweifelnde Handbewegung.</p>
<p>&#8220;Aber meinst Du, ich kann es schaffen? Kann ich damit Erfolg haben?&#8221;</p>
<p>&#8220;Also, ich finds gut &#8211; aber ein Musikexperte bin ich nicht&#8221;, sage ich. &#8220;Wie willst Du denn an die rankommen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Naja, also <a href="http://www.brianmay.com/" target="_blank">Bryan</a> spielt manchmal hier in der Gegend&#8221;, antwortet er. &#8220;Jetzt muss ich mir  nur noch etwas Besonderes einfallen lassen &#8211; damit er auch mein Demotape  anhört. Irgendne tolle Performance oder so&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Aha&#8221;, meine ich und stelle mir das gerade bildlich vor.</p>
<p>Dann  springt Mister künftiger Superstar plötzlicher von unserer gemeinsamen  Parkbank auf und streckt mir seine Hand entgegen. &#8220;Ich muss gehen&#8221;, sagt er.</p>
<p>Leicht verdutzt schüttele ich die und frage noch schnell: &#8220;Wie heißt Du denn eigentlich?&#8221;</p>
<p>&#8220;Eugene&#8221;, sagt er und fügt hinzu: &#8220;Aber &#8211; im Internet findest Du mich unter<a href="http://soundcloud.com/mfahrenheit" target="_blank"> Mister Fahrenheit</a>.&#8221;</p>
<p>Und er ist weg.</p>
<p>L.</p>
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		<title>Die Hochzeit meiner besten Freundin&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 20:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur & Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Trauzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;war perfekt vorbereitet. Bis auf ein kleines Details: mich, ihre Katastrophen-Trauzeugin. Schuld bin ja eigentlich nicht ich, sondern das hier: Eine für meine Freundin völlig gewöhnliche Szene am Küchentisch: Pü, alias Sophie, was Connys und Philipps rund einjährige Tochter ist, verweigert die Nahrungsaufnahme. Die 30 Minuten Gejammer und Geweine zuvor &#8211; da hungrig &#8211; sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;war perfekt vorbereitet. Bis auf ein kleines Details: mich, ihre Katastrophen-Trauzeugin.<span id="more-333"></span></p>
<p><img title="Mehr …" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Schuld bin ja eigentlich nicht ich, sondern das hier:</p>
<p>Eine für meine Freundin völlig gewöhnliche Szene am Küchentisch: Pü,  alias Sophie, was Connys und Philipps rund einjährige Tochter ist,  verweigert die Nahrungsaufnahme. Die 30 Minuten Gejammer und Geweine  zuvor &#8211; da hungrig &#8211; sind schier vergessen.</p>
<p>Voller Inbrunst presst das kleine Persönchen nun die Lippen zusammen  und schüttelt den Kopf. Erst als Philipp und ich abwechselnd auf unseren  Stühlen hoch und runter hüpfen, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DK0sB4fa3kY" target="_blank">Grimassen schneiden</a>, &#8220;Huhu&#8221; schreien und ähnliche, nicht ganz unserem Alter angemessene Kunststücke aufführen, entspannt sich das <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Wonneproppen" target="_blank">Wonneproppen</a>-Kind.  Für einige Sekunden starrt es uns staunend an &#8211; natürlich ein Ausdruck  stummen Beifalls und Bewunderung und keinesfalls eine &#8220;Was um  Himmels willen sind denn das für Clowns?&#8221;-Miene&#8230;</p>
<p>Wie auch immer, Pü öffnet kurz den Mund, gerade lang genug, damit Conny mit einem lauten &#8220;Hmmmm&#8221; den Löffel Möhrenbrei mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haushuhn" target="_blank">Huhn</a> hineinschieben kann.</p>
<p>So geht das gefühlte 30 TAGE lang, bis Frau Pü endgültig den Brei  verweigert und aus dem schwarz-weiß karierten Kinderstuhl gehoben wird.  Philipp trägt sie eine Zeit lang durch die Wohnung, dann müssen Conny  und Philipp plötzlich noch mal eben etwas durchsprechen und drücken mir  das Ümmelpü auf den Arm. Leicht hilflos trage ich es in der Küche hin  und her, tröte dann die nächsten 20 Minuten fröhlich &#8220;<a href="http://www.google.com/imgres?q=esel&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=zmp&amp;sa=X&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;biw=1066&amp;bih=581&amp;tbm=isch&amp;prmd=ivns&amp;tbnid=c6KIkAye5QMTrM:&amp;imgrefurl=http://www.wasenhof.at/esel.html&amp;docid=FFjEoGTezrR7kM&amp;w=600&amp;h=800&amp;ei=KB1RTqvlGNHJswa70cHEAw&amp;zoom=1&amp;iact=rc&amp;dur=422&amp;page=1&amp;tbnh=131&amp;tbnw=106&amp;start=0&amp;ndsp=15&amp;ved=1t:429,r:2,s:0&amp;tx=77&amp;ty=54" target="_blank">Iaaaa</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.schulbilder.org/bild-frosch-i14025.html" target="_blank">Quaaak</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.google.com/imgres?q=pferd&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=LT&amp;sa=X&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;biw=1066&amp;bih=581&amp;tbm=isch&amp;prmd=ivnsu&amp;tbnid=GYWs4yXrTcDcTM:&amp;imgrefurl=http://www.malvorlagen-bilder.de/malvorlage-pferd-2.html&amp;docid=DN2zq2wJPlnsJM&amp;w=600&amp;h=900&amp;ei=ZB1RTr37MtHIswbwlaGxAw&amp;zoom=1&amp;iact=hc&amp;vpx=334&amp;vpy=208&amp;dur=285&amp;hovh=275&amp;hovw=183&amp;tx=100&amp;ty=135&amp;page=1&amp;tbnh=135&amp;tbnw=90&amp;start=0&amp;ndsp=16&amp;ved=1t:429,r:7,s:0" target="_blank">Wihii</a>&#8221;  vor mich hin, bis mein neues Lieblings-Baby endgültig das Interesse an  mir und den Tierbildern vor uns verliert, ein ohrenbetäubendes &#8220;Mamaaaa&#8221;  von sich gibt und losweint.</p>
<p>Am Ende des Tages liege ich erschöpft auf der Couch, mein Bett für  diese vorletzte Nacht vor der Hochzeit, bevor die Braut und ich in eine  Hotelsuite umziehen. Mit dem Bräutigam wird die Braut erst am Tag der  Zeremonie wieder vereint.</p>
<p>Und als ich so da liege, verspüre ich ein leichtes Ziehen im  Rücken&#8230; Ich denke mir nur: &#8220;Normal, schließlich habe ich den ganzen  Tag lang &#8211; ungewohnten &#8211; Sport mit Pü gemacht&#8221; und entschlummere sanft.</p>
<p>Doch am nächsten Morgen sind die Schmerzen nicht weg, sondern werden stärker und stärker.</p>
<p>Abends lege ich mich früh ins Bett, nehme zwei Dolipran und versuche,  zu entschlummern. Doch so richtig funktioniert nicht, und als Conny  gegen zwölf mit ihrer Cousine Ute reinkommt, ist aus dem leichten  Stechen ein brennender Schmerz geworden. Ich humpele auf die beiden zu  und frage Conny mit schmerzverzerrtem Blick, ob sie wohl noch eine  Dolipran hat. Da greift Ute (eine gelernte Pharmazeutin) meine Hand,  guckt mich mitfühlend an und meint, &#8220;Lisa, ich glaub, Du hast einen <a href="../../../ruecken/erkrankungen/hexenschuss-lumbago-rueckenschmerzen-symptome-therapie-658714.html" target="_blank">Hexenschuss</a> oder sowas&#8221;.</p>
<p>Kurze Zeit später liege ich mit sich zusammenkrampfenden  Rückenmuskeln auf dem Boden. Meine Beine sind auf dem Bett abgestützt,  die Braut hält mit besorgtem Blick meine Hand. Ute ruft einen <a href="http://www.amazon.de/LEGO-4979-Duplo-Krankenwagen/dp/B000HHHTPA" target="_blank">Krankenwagen</a>.</p>
<p>Und während ich so vor mich hin vegetiere, bricht Conny auf einmal in  Lachen aus. &#8220;Sorry&#8221;, meint sie und auch ich muss lachen &#8211; was die  Schmerzen in meinem Rücken zunächst verzehnfacht und dann leicht  abschwächt (der Entspannungseffekt scheint den Krämpfen  entgegenzuwirken). &#8220;Aber das ist einfach zu skurril &#8211; so hab ich mir das nun wirklich nicht vorgestellt&#8230;&#8221;</p>
<p>Wenige Minuten später kommen die Rettungsmänner durch die Tür. Einer  von ihnen &#8211; jung und gutaussehend, doch gerade ein Einfamilienhaus  bauend (wie ich später erfahre) und deswegen wohl doch kein potenzielles  Opfer (wo kriegt die <a href="http://www.bravo.de/" target="_blank">Bravo</a> nur immer ihre Traum-Lovestories her? Eine bessere Vorlage als &#8220;Sie  trafen sich bei einem (Nicht-)Bandscheibenvorfall vor der Hochzeit&#8221; gibt  es ja wohl kaum&#8230;) &#8211; setzt sich auf die Bettkante und fragt besorgt  &#8220;Na, was haben wir denn für Schmerzen?&#8221;. Ich beschreibe es, während  weitere Krampfblitze meinen Rücken durchfahren. Die zwei jungen Retter  heben mich schwupps auf ihre Trage (die ich übrigens irrtümlicherweise  immer wieder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahre" target="_blank">Bahre</a> nenne).</p>
<p>Als ich an der Rezeption vorbeigefahren werde, sieht das Personal  hinter der Theke nur meinen rechten Arm unter dem Laken hervorwinken.  Ich rufe kurz &#8220;Tschühüss&#8221; und es geht rein in meinen ersten (!)  Rettungswagen, in dem selbst im Patienten-Teil Musik zu hören ist.</p>
<p>Im Krankenhaus angekommen, erlebe ich allerdings den <a href="http://www.kurzefrage.de/fun-entertainment/167341/Was-ist-der-sogenannte-Zahnarzteffekt" target="_blank">Zahnarzt-Effekt</a>: Die vorher höllischen Schmerzen sind so gut wie abgeebbt, ich kann wieder laufen, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bandscheibenvorfall" target="_blank">Bandscheibenvorfall</a>-  und Nierencholikdiagnose sind negativ. So dass irgendwann, gegen halb  drei Uhr morgens &#8211; Ute hat übrigens die ganze Zeit über tapfer die  Stellung gehalten &#8211; der gutaussehende, junge Chirurg durch die Tür  gerauscht kommt und sagt: &#8220;Frau Louis, Sie sind ein so unauffälliger  Patient. Wir können nun wirklich nichts mehr für Sie tun.&#8221; Dann drückt  er mir Schmerztabletten und ein muskellösendes Mittel in die Hand und eh  ichs mich verseh, sagt er &#8220;Auf Wiedersehen&#8221;, und Ute und ich, die ich  noch immer im (wenigstens brandneuen) Schlafanzug bin, nehmen ein Taxi  in Richtung Hotel.</p>
<p>An Hotel-Rezeption angekommen frage ich kurz nach einem neuen  Schlüssel &#8211; mit dem Satz &#8220;Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern, aber ich  wurde hier eben auf einer Bahre..äh&#8230;Trage hinausgefahren &#8211; da hab ich  doch glatt meine Zimmerkarte vergessen&#8230;&#8221; Oben treffen wir Conny, die  selbst jetzt, um halb drei Uhr morgens, noch immer aufrecht im Bett  sitzt. &#8220;Ich bin völlig durch den Wind&#8221;, sagt sie und guckt uns mit müden Augen an. &#8220;Ich war sogar im Schlafanzug unten an der Bar ein Bier  kaufen.&#8221; Drei Stunden Schlaf für die Braut vor der Hochzeit &#8211; und alles  wegen mir.</p>
<p>Den schönsten Tag ihres Lebens hatte sich Conny irgendwie anders  vorgestellt. Ich mir übrigens auch: nur die Schmerzmittel retten mich  über den Tag. Selbst wenn ich abends ein noch besseres Mittel gegen  Rückenschmerzen finde: tanzen. Das mache ich dann auch, gleich neben  meiner Lieblings-Braut. Bis sechs Uhr morgens.</p>
<p>L.</p>
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		<title>Jeder kann Musik machen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 13:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur & Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Fête de la Musique]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; jeder! Das ist das Motto der Fête de la Musique &#8211; auch in Paris. Was dabei herauskam, könnt Ihr hier sehen&#8230; &#8230;in einem kleinen (Amateur-)Video-Zusammenschnitt für alle, die es dieses Jahr nicht in die Stadt der Liebe geschafft haben. VIDEO ANSEHEN L.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; jeder! Das ist das Motto der <a href="http://www.fetedelamusique.culture.fr/" target="_blank">Fête de la Musique</a> &#8211; auch in <a href="http://de.parisinfo.com/" target="_blank">Paris</a>. Was dabei herauskam, könnt Ihr hier sehen&#8230;<img title="Mehr …" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>&#8230;in einem kleinen (Amateur-)Video-Zusammenschnitt für alle, die es dieses Jahr nicht in die Stadt der Liebe geschafft haben. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KKNWgliMeMc" target="_blank">VIDEO ANSEHEN</a></p>
<p>L.</p>
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		<title>Die Franzosen das Fürchten lehren&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 21:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Le Manoir]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Zombie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;möchte Adil Houti, Chef des neuen Horrormuseums &#8220;Le Manoir&#8221; in Paris. Ich habe mich da einmal hineingewagt. Schon von der Straße aus ist lautes Gekreische zu hören. Durch das hohe Kalkstein-Tor kommt ein Zombie in weißem Hemd und schwarzem, halb zerrissenen Anzug geschlurft. Das linke Bein zieht er nach. Er knurrt leise, kommt immer näher, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;möchte Adil Houti, Chef des neuen Horrormuseums &#8220;<a href="http://lemanoirdeparis.fr/accueil/" target="_blank">Le Manoir</a>&#8221; in <a href="http://de.parisinfo.com/" target="_blank">Paris</a>. Ich habe mich da einmal hineingewagt.<img title="Mehr …" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-318"></span></p>
<p>Schon von der Straße aus ist lautes Gekreische zu hören. Durch das hohe Kalkstein-Tor kommt ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zombie" target="_blank">Zombie</a> in weißem Hemd und schwarzem, halb zerrissenen Anzug geschlurft. Das  linke Bein zieht er nach. Er knurrt leise, kommt immer näher, schnüffelt  an meinem Haar. Dann schnellen seine Zähne nach vorne, verfehlen nur um  Millimeter mein Ohr, das ich erschrocken zurückziehe.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1160" href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1160"><img title="100_0233" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/100_0233.jpg" alt="" /></a></p>
<p>&#8220;Wartest Du noch auf jemanden?&#8221; knurrt Archibald und starrt mich an, mit seinen unnatürlich blauen Augen.</p>
<p>Ich nicke nur, kann mir ein Kichern nicht verkneifen.</p>
<p>&#8220;Gut&#8221;, sagt er und schlurft weiter, zu dem Pärchen neben mir. Die  junge Frau schreckt zusammen, als er auf einmal von hinten an ihrem Haar  schnüffelt.</p>
<p>In dem Moment kommt Louisa über die Straße auf mich zu gehüpft. &#8220;Oh,  ich habe jetzt schon Angst&#8221;, sagt sie und lacht. Aber ein ganz  entspanntes Lachen ist es nicht. Und als wir uns durch den hohen Eingang  auf die Kassen zubewegen, hakt sie sich leicht verkrampft bei mir ein.</p>
<p>Archi bleibt bei den Wartenden &#8211; schnüffelnd und knurrend&#8230;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1161" href="http://www.stern.de/blogs/caf_au_lait/?attachment_id=1161"><img title="manoir_klein" src="http://www.weissercappuccino.de/wp-content/manoir_klein.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Für das neue Horrormuseum hat Direktor Houti 13 schreckliche  Geschichten über Paris ausgegraben. Bekannte Episoden sind dabei wie zum  Beispiel das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Phantom_der_Oper" target="_blank">Phantom der Oper</a> oder auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gl%C3%B6ckner_von_Notre-Dame" target="_blank">Quasimodo von Notre Dame de Paris</a>. Aber auch unbekanntere Stories sind vertreten &#8211; zum Beispiel die von dem Barbier und dem Konditormeister, die 1387 auf der <a href="http://www.insecula.com/musee/M0073.html" target="_blank">Île de la Cité</a> ihr Unwesen trieben: Ersterer schnitt Studenten &#8211; und zwar  ausschließlich ausländischen &#8211; die Kehle durch, damit Letzterer sie in  seinen Torten und Kuchen verarbeiten konnte. &#8220;Ein französischer <a href="http://www.sweeneytoddmovie.com/" target="_blank">Sweeney Todd</a> sozusagen&#8221;, kommentiert Louisa, die Engländerin ist und für <a href="http://www.independent.co.uk/" target="_blank">The Independent</a> schreibt.</p>
<p>Geschichte für Geschichte arbeiten wir uns durch das Museum vor, zusammen mit einer vierköpfigen Familie, dessen Jüngste uns  kollektiv am meisten Spaß bereitet: mit ihren lauten Schreien und dem  fluchtartigen Wegrennen, wenn mal wieder eines der Monster ihr  nachsetzt.</p>
<p>Aber auch mich lässt der Schrecken nicht unberührt. Denn auch extrem entspannte Unterwelt-Flanierer wie ich werden wohl so das eine oder andere Herzrasen erleben &#8211; bei alle den blutigen Monstern und Arme, die plötzlich aus dem Nirgendwo  nach einem greifen&#8230;</p>
<p>Und das ist noch gar nichts, wie uns Museumschef Houti <a href="http://youtu.be/yQuwn0R33kg" target="_blank">später erklärt</a>.</p>
<p>Als nächstes will Houti übrigens ein Horrormuseum im Süden Frankreichs aufmachen. Die Station danach: <a href="http://www.berlin.de/" target="_blank">Berlin</a>.</p>
<p>L.</p>
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