Oder: Ein schöner Familien-Tag, verbunden mit einem wahrhaftigen Traum.
Worum es heute geht: Ein Wunsch der Kinder, ein wunderbarer Film über Menschen und Tiere, ganz viel Popcorn und Studentenfutter, Händchenhalten im Dunkeln und hinterher ein überraschender Gast zum Abend.
Zum Vater-Tag hatten sich Alexander und Marie gewünscht, dass wir zu Viert etwas unternehmen. Der getrennte Papi hatte von dem Film “Wir kaufen einen Zoo” gehört, Karten besorgt und traf dann seine Kinder und die Mama am Kino. Sozusagen eine Familienzusammenführung als Geschenk zum Vatertag, wie schön. Der Film, den wir uns anschauen, ist eine wahre Geschichte. Ein Journalist, der seine Frau durch Krankheit verloren hat, beschließt einen Neuanfang für seine kleine Tochter und den größeren Sohn. Er sucht ein Haus und landet im Nowhere außerhalb von San Diego.
Das verwunschene Haus hat nur einen Haken – wer es erwirbt, muss auch die Tiere des Zoos, auf dem Gelände einst beheimatet war, und einige Mitarbeiter übernehmen. Und unser moderner Held wagt diesen Schritt, zieht mit seinen Kindern auf’s Land und versucht, den Zoo in einer gemeinsamer Anstrengung wieder in Schuss zu bringen. Nun bestimmen etwa ein Bär, Löwen, Tiger, Pfauen oder Schlangen das Leben der kleinen, aber verschworenen Gemeinschaft. Natürlich hat es auch Konflikte – wie jener zwischen Vater und Sohn, aber über die Herkules-Aufgabe mit vielen komischen und tragisch-komischen Momenten werden sie ausgelebt und angegangen. Und der Papa kann mit dem Trauma des Verlustes seiner Lebensliebe Schluss machen – indem er es offen anvisiert.
Mit Popcorn und Studentenfutter haben wir zu Viert einen tollen Kinonachmittag, an dem auch die eine oder andere Träne anteilnehmendes Mitgefühls fließt und des öfteren drückt Alexander meine Hand. Ich dachte vorher, vielleicht sei “Wir kaufen einen Zoo” etwas zu elegisch für ihn? Weit gefehlt, er ist wie wir anderen Drei schwer beeindruckt von dieser Geschichte, die von der Wirklichkeit geschrieben wurde und bis heute gut weitergeht. Der Zoo wurde schließlich wieder eröffnet und über einen Satz im Abspann freuen sich alle Zuschauer im Kino, die gar nicht aufstehen mögen: Die Zoo-Macher überlegen, ihren Tier-Bestand um Giraffen zu erweitern. Ach, es geht doch nix über ein Happy End!
Hinterher fragt Alexander, ob er – quasi außerplanmäßig – die Nacht über zum getrennten Papi mitkommen kann. Klar kann er und so wollen wir uns noch einen bunten Jungs-Abend machen, der nächste Tag ist ja ein freier. Aber als wir so auf dem Sofa lümmeln und kuscheln, werden wir ganz schön schnell ganz schön müde und gehen früh ins Bett. Zwei Tobe-Runden werden noch eingelegt und der Super-Vater-Tag findet ein eher frühes Schlaf-Ende. Alsbald wieder mehr vom getrennten Papi…
