Ein Küsschen? (100.)
Veröffentlicht in Alexander,Facebook,Knuddeln von Andreas Wrede am 14.09.2012 um 10:34 Uhr

Oder: Auch nochmals in der Unterzeile – Dies ist der 1o0ste getrennte Papi, immerhin.

Worum es heute geht: Zum Kindergarten bringen ist passé, jetzt gelten morgens neue Spielregeln, sie fangen im Badezimmer an und enden definitiv nicht vor der Schule, die tatsächlich Spass macht, so ändern sich die Zeiten bisweilen zum Bessren.

Marie und Johnny sind ja nun kürzlich eingeschult worden, die Tochter auf das Gymnasium, der Sohn auf die Grundschule. Und den getrennten Papi macht es ganz glücklich, dass es den Zweien sehr gut gefällt in ihren Klassen. Die Lern-Schlagzahl auf dem Gymnasium hat sich merklich erhöht, Hausaufgaben und Tests wollen sorgfältig erledigt respektive absolviert werden. Dass Marie die neue Schule richtig Spass, ist natürlich ganz und gar fabelhaft. Der getrennte Papi kann sich noch an seinen ersten Tage auf dem Gymnasium erinnern – und es waren echt keine schönen.

Der Unterricht war noch – wie schon in der Grundschule damals – sehr frontal, zu viele Lehrer hielten sich für eine Autorität, weil sie den Schülerautoritär begegneten, ein Graus. Und in den ersten Schuljahren auf dem Gymnasium war ich grottenschlecht. Umso wunderbarer, dass die Tochter happy ist auf ihrer Schule und neue Erfahrungen und Freunde und Freundinnen gewinnt. Alexander hatte das Glück mit einigen seiner bester Freunde in die Klasse zu kommen. Und während es ihm früher ziemlich schnurz war, was er sich so anzieht zum Kindergarten, hat sich dies doch reichlich geändert. Nun wird schon darauf geachtet, dass schon mal ein lässiges Oberhemd am Abend für den kommenden Morgen ausgesucht wird, bei den Hosen ist es etwas einfacher, die Auswahl zwischen den Lieblingsjeans fällt nicht so schwer, immerhin sind’s inzwischen zwei Jeans, die zur gefälligen Auswahl stehen.

Freilich fällt der Blick morgens in den Spiegel viel kritischer aus – noch vor einiger Zeit ist er noch ganz ausgefallen bei Alexander. Die Haare sollten nach Möglichkeit schon immer sehr tippitoppi aussehen (siehe Folge 99.) Und die morgendlichen Rituale beim Gang in die Schule unterscheiden sich ebenfalls sehr von jenen im Kindergarten. Während früher noch dolle Umarmung, festes Knuddeln und einige Küsschen gewünscht waren, darf es nun wohl eine Umarmung unter Männern sein, aber ein Küsschen will Alexander nur haben, wenn’s gerade keiner sieht, bitte schön! Der getrennte Papi respektiert dies natürlich und wenn wir unter uns sind, wird wie eh und je gekuschelt und gekitzelt und ein Küsschen oder zwei dürfen es dann fürAlexander auch schon sein. Sogar ohne, dass er sich hinterher den Mund abwischt.

Dies war also die 100. Folge des getrennten Papi. Und wenn es die eine oder andere geneigte Leserin oder der eine oder andere geneigte Leser noch nicht bemerkt hat: Es gibt auf Facebook eine Seite “Der getrennte Papi” – vielleicht mag die eine oder der andere auf “Gefällt mir” drücken. Alsbald dann wieder mehr vom getrennten Papi…

 

 

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