Seifenkiste & Co. (91.)
Veröffentlicht in Allgemein,Peace,Raumfahrer,Tür zum Glück von Andreas Wrede am 11.03.2012 um 11:36 Uhr

Oder: Kleine Geschichten zum Eingang und für den Ausgang.

Worum es heute geht: Sonnenuntergänge, Osterhasen, Weihnachtsmänner, Luke Skywalker, eine dicker, grüner Frosch, die tibetische Flagge, das Peace-Zeichen, eine tolle Collage, Aufkleber von The Selby und noch dies & das.

Der getrennte Papi hat die wunderbarste Haustür “überhaupt”. Das finden jedenfalls Alexander, Marie und der getrennte Papi. Den zusammen haben wir diese Tür im Laufe der Zeit mit so vielen Aufklebern, Basteleien und Bildern versehen, das kaum noch etwas Platz darauf findet –  nur noch sehr kleine Bilder, Basteleien und Aufkleber. Selbstverständlich haben sie alle ihre eigenen kleinen Geschichten. Etwa die Bilder von Marie für ihren getrennten Papi. “Sonnenaufgänge sind doch immer so schön, davon kann Papi nie genug,” sagt Marie. Auf einem Bild reiten wir alle Drei in Richtung Sonnenuntergang.

Die Osterhasen und Weihnachtsmänner hat Alexander im Kindergarten gebastelt, sie sind ganz bunt und fröhlich und lachen den ganzen Tag, na ja, natürlich auch die ganze Nacht: logisch. Selbstverständlich hat es auf unserer Tür jede Menge Star Wars-Aufkleber, etwa mit Luke Skywalker und Jedi-Meister Yoda – also nur Gute, Böse wie Darth Vader oder so wollen wir nicht an der Tür haben. “Das würde uns kein Glück bringen,” finden Marie und Alexander. Den dicken, grünen Frosch hat Marie in der Schule mal gebastelt und bemalt, den ihre Klasse ist schließlich die Frösche-Klasse.

Die tibetische Flagge hat der getrennte Papi auf die Tür gebracht. Sehon bevor er vor Jahren einmal zu einer Privat-Audienz mit dem Kundün – so nennen die Tibeter (Böpa) Seine Heiligkeit, den 14. Dalai Lama – eingeladen war, hat sich der getrennte Papi für die Autonomie von Tibet eingesetzt. “Alle Menschen sollen frei sein, egal wo sie auf der Welt leben,” sagen Alexander und Marie. Dazu passt das neongrüne Peace-Zeichen, das wir auf dem Hamburger Dom uns ausgesucht haben, zusammen mit einem in Pink, als wir ein Kamel-Rennen zusammen gewonnen haben, das hat seinen Platz im Wohnzimmer.

Nicht zu vergessen ist noch eine wunderschöne Collage, die Alexander und Marie für den getrennten Papi mit ganz vielen bunten Bildern von sich auf dem iPad kreiert haben. Und weil der getrennte Papi ein Riesen-Fan von The Selby is in your place ist, hat er aus diesem fabelhaften Buch die Aufkleber auf seine Haustür geklebt: den Rad- und den Raumfähre, die Seifenkiste, den Schmetterling, die Tomatenstaude, das Hippie-Oberhemd oder ein Frauen-Bein-Paar. Das haben wir – Alexanders’ Idee – direkt unter den Türknauf angebracht. “Sieht echt lustig aus,” meinen die Kids.

Was ist noch so auf der Tür zu sehen? Etwa ein Postillon, ein altmodische Sofa, Herzen (ist doch klaro), Drachen, Tiger, Wickie, ein Karl Marx-Kopf (“Get rich or buy trying”) aus dem sehr empfehlenswerten Sticker-Magazin Klebstoff # 3, ein rote Blume aus Pappmaché oder ein Polaroid von Alexander mit dem Weihnachtsmann (Sie erinnern sich: Der getrennte Papi hat ja die Telefonnummer von Santa Claus). Wahrscheinlich müssen wir alsbald verstärkt die Haustür des getrennten Papi von innen verschönern, jetzt hängen dort bereits ein güldener und ein türkisfarbener Stern. “Ein guter Anfang,” Marie und Alexander klatschen in ihre Hände. Alsbald dann wieder mehr vom getrennten Papi…