Oder: Eine Unterwasser-Reise ist lautlos schön und schön lautlos.
Worum es geht: Ein Beschluss wird gefasst, ein Gefährt wird gesucht, eine Liste wird gemacht, ein Koffer wird gepackt, einige Kuscheltiere müssen zuhause die Stellung halten, ein geheimnisvoller Eingang und eine Geschichte will dann ihren Lauf nehmen.
Alexander, Marie und der getrennte Papi liegen zusammen auf dem Sofa und sie erzählen sich Geschichten, die auf dem Lande, in der Luft und auch auf dem Wasser spielen. Und wie sie sich so Geschichten erzählen, fassen sie einen wahrhaft phantastischen Beschluss: Sie wollen zu Dritt eine abenteuerliche Reise unternehmen. Aber in was für einem Gefährt? Vielleicht in einem Heiß-Luftballon wie es ihn in “80 Tagen um die Welt” von Jules Vernes gibt, “aber das kann manchmal ziemlich kalt werden da hoch oben,” meint Alexander und der getrennte Papi und Marie stimmen ihm einmütig zu.
“Vielleicht schnappen wir uns ein Segelflugzeug,” meint der getrennte Papi, aber die Kinder finden das, dies wäre zu Dritt vielleicht doch ein wenig zu eng. Marie sagt: “Wir sind noch noch nie unter Wasser gereist, es muss für diese Reise ein U-Boot sein!” Da sagen wir alle begeistert “Ja, ein U-Boot und knallgelb ist es für uns.” Und wer malt es auf? Natürlich Marie, denn sie kann von den Dreien am besten malen. Es wird einen Steuerraum geben, das U-Boot muss ja manövriert werden; einen gemeinsamen Schlafraum mit einer großen Hängemappe, in die wir zu Dritt bequem hineinpassen. Selbstverständlich ein kleines Bad zum Saubersein und Zähneputzen; ein Vorratsraum darf nicht vergessen werden für Lebensmittel und - okay – einige Süssigkeiten für die Reise, Gummibärchen, Kekse und Schokolade.
Und vorne und hinten und an den Seiten werden Bullaugen eingezeichnet, damit Alexander, Marie und der getrennte Papi immer nach draußen schauen können und stets einen guten Blick haben. Wer weiß denn schon, was und wer ihnen unterwegs begegnen wird? Vielleicht singende und sprechende Seepferdchen, wilde Unterwaserungeheuer und lustige Meeresgestalten, die noch nie Menschen zu Gesicht bekommen haben. Also, das steht mal fest: Das wird jetzt eine verdammt spannende Reise, bleibt nur noch, eine Liste zu schreiben, was wir alles mitnehmen wollen. Es muss halt in einen Koffer passen, in einem U-Boot ist nicht viel Platz. Einige Kuscheltiere können nicht mit auf die Reise, aber zuhause muss ja auch jemand nach dem Rechten schauen. Zum heutigen Schluss ist dann noch die Frage zu klären, wo das U-Boot an der Hamburger Elbe zu Wasser gelassen werden kann, damit unsere Geschichte ihren Lauf nehmen kann. Alexander weiss um einen geheimnisvollen Eingang in der Nähe der “Strandperle” am Strand. Dazu dann mehr morgen vom getrennten Papi in der Fortsetzung…
