Alexander und Marie erzählen, was sie am Wochenende erlebt haben.
Worum es diesmal geht: Eine Lieblingsladen, eine Oper, die auch Kinder verstehen, unser Schnittchenabend, im Schauspielhaus in einem schwarzen Raum, ein eiskalter Spielplatz, lustige Nudeln, zum Kaputtlachen, Maries Hausaufgaben, die tapferen Star Warser von Alexander.
Am Wochenende haben wir mit Papi ganz schön viel gemacht, wir sehen ihn ja nicht immer und da macht er immer ganz schön viel Programm oder sozusagen auch viel schönes Programm. Manchmal überrascht er uns damit und manchmal sagt er uns vorher, wo wir zusammen hingehen. Diesmal hat er uns gesagt, dass wir in die Kinderoper in der Stadt gehen. Aber vorher durften wir noch in unseren Lieblingsladen etwas Kleines einkaufen. Bruderherz Alexander hat sich ein Plastikschwert ausgesucht – das war jetzt irgendwie komisch, er hat nämlich schon so jede Menge. Aber dann war’s auch wieder nicht wirklich überraschend, weil Jungs eben gerne damit spielen und Alexander findet Ritter, vor allem Weltraum-Ritter, ziemlich cool.
Schwesterherz Marie durfte sich auch etwas aussuchen und sie hat sich für Hüpfknete entschieden. Die ist lila und und ganz leicht und sie fühlt sich an wie Papier und sie ist eben nicht aus Papier. Man kann daraus zum Beispiel einen Ball kneten und der springt echt hoch, echt. Und diese Knete macht überhaupt keine Flecken, nicht am Boden und nicht an den Händen und nicht an den Wänden. Wir haben dann beide sehr gern damit gespielt und wir nehmen sie mit zu Mami, damit wir dort weiterspielen können in dieser Woche. Mami wird die Knete bestimmt auch super finden, logisch.
Dann waren wir in einer Kinderoper mit Papi, sie heißt Das Zauberflötchen, in echt heißt sie eigentlich Die Zauberflöte, die hat ein Musiker geschrieben namens Wolfgang Amadeus Mozart. Den Namen kennen wir vom Kinderkanal, dort läuft ab und zu eine Serie, Little Amadeus, die finden wir immer gut, weil die Musik schön klingt und der kleine Amadeus immer so pfiffige Ideen hat und er hat eine liebe Familie und liebe Freunde. Jedenfalls spielt Das Zauberflötchen auf ein Paar Planeten und auf einem Raumschiff und im Weltall. Und der Tamino wird von der Königin der Nacht fortgeschickt, um ihre Tochter Pamina zu finden. Wenn er sie findet, darf er sie heiraten. Es ist aber gar nicht so einfach, schließlich ist der Weltraum ganz schön groß und das Raumschiff ist ein ziemlich rumpeliges Ding.
Tamino hat aber Hilfe von einem Vogel der Papageno heißt, der ist wirklich lieb, manchmal aber auch ein bisschen ängstlich und er möchte sich gerne verlieben. Denn Tamino und Pamina verlieben sich gleich ineinander und zwar ziemlich doll. Nach einigem Hin und Her kriegen sich dann Pamina und Tamino. Die Königin der Nacht ist dabei gar nicht nett, aber zum Glück hat Papageno so eine Art magisches Glockenspiel, damit hilft er ihnen aus der Patsche. Als das Glockenspiel zum Schluss zu hören ist, kommt dann noch Papagena auf die Bühne und sie verliebt sich in Papagena und umgekehrt auch. Die Kinderoper hat uns wirklich gut gefallen, nur die Sitze waren etwas unbequem und es hätte etwas wärmer sein können.
Am Abend haben wir dann einen gemütlichen Schnittchenabend zuhause bei Papi gehabt, dazu gab es Birnen (für Alexander geschält) und Äpfel (für Marie nicht geschält) und wir haben auch einige Schokobons gegessen. Schwesterherz ist dann auf dem Sofa eingeschlafen, sie war so müdchen und Papi hatte ihre eine Wärmflasche an die Füße gelegt, Manno, das war superwarm. Bruderherz hat noch ein bisschen gespielt, Polizei oder so, und ist dann auch ins Bettchen gegangen, Papi hat ihn in den Schlaf gestreichelt und nach drei, vier Minuten war er weg.
Am nächsten Tag haben wir erst gefrühstückt mit Brötchen und warmer Milch und dann sind wir ins Schauspielhaus gegangen, Papi wohnt da nämlich in der Nähe, das ist praktisch. In dem Theater gibt es einen ganz schwarzgestrichenen Raum mit drei langen Bänken, die mit rotem Stoff bezogen sind. Da hat eine Schriftstellerin aus einem ihrer Bücher von den Drei !!! vorgelesen, so eine Stunde lang. Das war aber eher was für Mädchen, den die drei Ausrufezeichen sind Mädels, Alexander hat tapfer zugehört, jedoch eher Bahnhof verstanden. Schön war das Akkordeonspiel von einem Mädchen zum Anfang und zum Ende der Lesung. Hinterher sind wir auf den Spielplatz von der St. Georg-Kirche gegangen und haben zusammen auf dem Klettergerüst gespielt. Nur war es so eisekalt, dass wir nach nicht einmal eine halbe Stunde dort geblieben sind.
Dann sind wir erst mal nach Hause zu Papi gegangen, um uns mit Tee aufzuwärmen und Schwesterherz hat sich wieder eine Wärmflasche gegönnt. Als wir dann wieder schön aufgewärmt waren, haben wir Nudeln gegessen und Bruderherz hat dabei viel lustigen Quatsch veranstaltet und wir haben viel gelacht. Und dann musste Marie noch Hausaufgaben mit Papi machen, Alexander hat dabei Star Wars gespielt, er nennt die Yedi-Ritter immer Star Warser. Natürlich ist Alexander ein tapferer Weltraum-Ritter, der immer für das Gute kämpft und zum Schluss gewinnen die Guten. Das finden wir alle Drei richtig. Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi…
