Ein fetter, roter Elefant aus Südafrika!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 12.10.2012 um 15:16 Uhr

2009 Schneider “Vet Rooi Olifant” (Rotwein, Südafrika)

Heutige Empfehlung ist ein Wein, der zwar aus dem südafrikanischen Stellenbosch stammt, jedoch von einem Winzer aus der Pfalz erdacht wurde: Markus Schneider. Dass dieser VDP-resistente Mann in Deutschland gute Weine machen kann weiß der Weinlakai schon lange (ich empfahl vor vier Jahren bereits seinen “Ursprung”), doch warum halst sich der Mann durch die entgegengesetzten Jahreszeiten Südafrikas nun für das gesamte Jahr Dauerstress auf? Wer Markus Schneider kennt, weiß warum: Er kann nicht anders. Stets ruh- und rastlos sucht er nach neuen Erfahrungen und Herausforderungen in Sachen Wein. Wenn es spannend scheint, auch gerne ganz im Süden unseres Längengrades. Dieses leidenschaftliche  Engagement merkt man dem “Olifant” an.  Der Wein begeistert auf Anhieb und passt stilistisch bereits gut in die kälter werdende Jahreszeit. Der empfohlene Händler lockt zudem mit 5-EUR-Rabatt bei einem Einkauf ab 50,- EUR.

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“Killer Value” aus Terra Alta!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 14.09.2012 um 13:14 Uhr

2011 Herencia “Altés” (Rotwein, Spanien)

Der heute empfohlene Wein, aus der eher unbekannten Region “Terra Alta” im südöstlichen Katalonien, sollte am besten noch vor dem vollständigen Durchlesen meines Artikels gekauft werden. Denn seine erstaunlich positiven Attribute werden ihn sehr rasch aus dem Lager des empfohlenen Händlers verschwinden lassen. Robert Parker “himself” bezeichnet den Wein als “killer value” und vergleicht die Intensität und Fülle des Altés mit einem Wein für 50+ US-Dollar. Diese Aussagen machten mich natürlich neugierig und nun darf ich, geradezu geschockt,  bestätigen, dass hier für lächerliche 5,49 EUR ein Wein zu haben ist, der in Sachen Preis/Leistung fast alles bisher da gewesene in den Schatten stellt.

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Weißwein aus Südtirol: ein Stoan im Brett!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 28.08.2012 um 10:25 Uhr

2011 Tramin “Stoan” (Weißwein, Italien)

Die heutige Empfehlung stellt ein gewisses Wagnis dar: Ein Weißwein mit einem Preis von über 10,- EUR dürfte einige Leser erschrecken. Bei einem Rotwein wäre das sicherlich nur begrenzt der Fall und so möchte ich heute eine Lanze für gute und wirklich hochwertige Weißweine brechen. Noch dazu ist der südtiroler “Stoan” bei dem genannten Händler für den Preis “ab Hof” zu bekommen – anderswo zahlt man fast 20,- EUR für den Wein. Der “Stoan” ist ein Verschnitt aus mehreren Rebsorten und dieses Cuvée hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Chardonnay, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer kommen hier zum Einsatz. Auf den ersten Blick eine wilde Mischung, denn insbesondere Chardonnay und Sauvgnon Blanc sind “completely different animals”. Aber genau diese außergewöhnliche Komposition macht den “Stoan” zu einem faszinierenden und ganz eigenständigen Wein. Und besonders Leser, die einen säurearmen Wein bevorzugen, kommen hier voll auf ihre Kosten.

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Ein Joint, ein Vampir und ein super Wein!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 24.07.2012 um 11:14 Uhr

2009 Tarantinto ”El Cacho” Crianza (Rotwein, Spanien)

Es gibt gewisse Dinge, die mich beim Weinkauf spontan skeptisch machen. Dazu gehören besonders auffällig gestaltete Etiketten, etwas zu gewollte Namenschöpfungen und eine dahinter stehende Marketingstory, die den Wein selbst in den Hintergrund zu drängen scheint. Wenn hinter solch einem Projekt auch noch ein Weinhändler steckt, bimmeln meine Alarmglocken auf voller Lautstärke. Daher waren meine Vorbehalte recht groß als ich der heutigen Empfehlung  begegnete: Der Name „El Cacho“ steht im Spanischen umgangssprachlich für Joint und dies untermauert ein Joint-rauchender Vampir auf dem Etikett. Der Name des Projektes „Tarantinto“ ist eine brechstangenartige Anspielung auf den US-amerikanischen From-Dusk-Till-Dawn-Regisseur und zudem wurde der Wein in enger Kooperation mit einem Weinhändler entwickelt, der diesen auch exklusiv vertreibt. Oje? Eigentlich schon, doch der Wein ist “leider geil”.

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Ein weißer Slowene, fast geschenkt!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 14.06.2012 um 16:03 Uhr

2010 Puklavec & Friends Furmint (Weißwein, Slowenien)

Heutige Empfehlung stammt aus Slowenien und besteht zu 100% aus der Rebsorte Furmint. Slowenien? Furmint? Genau. Diese beiden Tatsachen qualifizieren den Wein bereits per se als Weinlakai-Empfehlung. Denn ich bin mir sicher, dass kaum ein Leser bereits Erfahrungen mit Land und Rebsorte sammeln konnte. Neben dieser “edukativen” Eigenschaft verfügt der Furmint von Puklavec&Friends aber auch über ein erstaunlich gutes Preis-/Genussverhältnis. Durch das Sonderangebot des empfohlenen Händlers kommt hier für schlappe 4,75 EUR ein Wein ins Glas, der eine schöne und vor allem außergewöhnliche Fruchtaromatik hat sowie durch feine Mineralik und frischer Säure besticht. Mit anderen Worten: Dieser Furmint ist der perfekte Terrassenwein. Aber Achtung, Vorratskäufe sind nicht unendlich möglich, von dem Wein sind für diesen Preis nur noch rund 800 Fl. verfügbar.

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Ein Argentinier mit Verwöhnaroma!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 15.05.2012 um 11:43 Uhr

2011 O. Fournier Urban Uco (Rotwein, Argentinien)

War die vorletzte Empfehlung ein feiner Bordeaux und die vergangene eine südafrikanische Fruchtbombe, so ist heutiges Tempranillo-Malbec-Cuvée namens Urban Uco die Schnittmenge beider Stilistiken. Die Trauben für den Wein wachsen auf 1.100 Metern Höhe und das dort herrschende Klima liefert ideale Bedingungen: Warme Temperaturen tagsüber sorgen für eine gute Reife bzw. schöne Frucht und die kühlen Nachttemperaturen bewahren die Säurestruktur und die damit verbundene Frische im Wein. Der Urban Uco ist zwar dennoch eindeutig “neue Welt” und überzeugt hauptsächlich durch seine schöne Frucht, doch bietet er eben auch jede Menge Finesse. Sein Preis-/Leistungsverhältnis ist unfassbar gut und Jay Miller vom Wine Advocate meint: “This stunning overachiever may be the finest value in my Argentina tastings. Buy it by the case”.

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Der Weinlakai mit einem Plan B!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 25.04.2012 um 16:40 Uhr

2010 De Trafford “Plan B” (Rotwein, Südafrika)

In meiner vergangenen Empfehlung schwärmte ich von einem vornehmen, ja aristokratischen Bordeaux. Heute kommt alles ganz anders: Der “Plan B” ist eine Fruchtbombe nach allen Regeln der Kunst. Allerdings unterscheidet er sich von vielen anderen Weinen dieses Typus’ durch die Tatsache, dass er nicht “over the top” ist. Der Wein bewegt sich auf der feinen Linie zwischen Alkoholmonster und Fruchtschmeichler und liefert dabei einen außergewöhnlichen und nachhaltig beeindruckenden Trinkspaß. Er stammt von dem südafrikanischen Weingut De Trafford – einem kleinen Juwel mit einer Mini-Produktion und maximalen Qualitätsstandards. Sie sollten also schnell sein, denn Werte von über 1.500 verkauften Flaschen, wie bei dem zuletzt empfohlenen Bordeaux, sind leider Utopie: Vom “Plan B” wurden insgesamt nur 350 Kisten (!) produziert und so wundert es nicht, dass bei dem empfohlenen Händler nur 25 davon (300 Fl.) zu haben sind. Und das ist wohlbemerkt die Gesamtmenge für ganz Europa!

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Bordeaux 2009: die ultimative Empfehlung!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 28.03.2012 um 15:30 Uhr

2009 Château La Vieille Cure (Rotwein, Frankreich)

In der aktuelle Ausgabe des Wine Advocate schwärmt Robert Parker über die hohe Qualität des erst vor Kurzem auf die Flasche gefüllten Bordeaux-Jahrgang 2009. Dieser Bericht sorgte für solch immense Aufmerksamkeit, dass die Website des Advocate zeitweise völlig zusammenbrach. Unglaublichen 19 Weinen verlieh Parker die “volle Punktzahl” von 100. Im Vergleich: Im international hochgelobten Jahrgang 2005 waren es gerade einmal zwei 100-Punkte-Weine. Leider bringt dieser Hype und die schon seit Jahren vorherrschende Preisentwicklung im Bordelais einen großen Nachteil mit sich: Es gibt so gut wie keine Weine mehr, die ein wirklich attraktives Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Die mit 95 bzw. 18 oder mehr Punkten dekorierten Weine bewegen sich meist ausserhalb des Irdischen und es werden drei- bis vierstellige Eurobeträge eingefordert. So ist die heutige Weinlakai-Empfehlung eine Riesenausnahme und nur bei dem genannten Händler für noch unter 20,- EUR zu bekommen.

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Rioja ohne Holzinfarkt!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 08.03.2012 um 19:44 Uhr

2005 Viña Herminia Reserva (Rotwein, Spanien)

Fast zwei Monate ohne Weinlakai-Empfehlung ist eine lange Zeit und ich danke den Lesern, die mich via E-Mail auf diesen Missstand hinwiesen. Böse Absicht war es nicht, vielmehr eine unendlich scheinende Phase des “Nicht-Riechen-Könnens”, die als harmloser Schnupfen Anlauf nahm. Ein Zustand, der einem nicht nur als begeisterter Weintrinker zusetzt. Insbesondere durch die hypochondrische Furcht man könne den Geruchssinn nicht zurückgewinnen. Aber genug von mir. Nun funktioniert der Riechkolben wieder, daher zum eigentlichen Thema: Weine aus dem spanischen Rioja können fantastisch sein. Doch leider ist der Markt von Weinen überschwemmt, die der traditionsreichen Gegend wenig Ehre bereiten. Diese durch den Einsatz von neuem Holz völlig betäubten Exemplare sind uniform und weder fähig den Charakter der Rebsorte Tempranillo zu zeigen noch die Stilistik der Gegend zu repräsentieren. Heutiger Reserva der Viña Herminia ist ein glanzvolles Gegenbeispiel zu diesem “Negativ-Archotyp” und für knapp über 10,- EUR sowie 93 Punkten des Wine Spectator eine echte Empfehlung wert. Aber: Es gilt schnell zu sein, der 2005er ist fast ausverkauft!

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Nur das Beste im neuen Jahr!
Veröffentlicht in Allgemein,Empfehlungen von Der Weinlakai am 16.01.2012 um 16:54 Uhr

2010 Michel Gassier “Cercius” (Rotwein, Frankreich)

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das neue Jahr und bin davon überzeugt mit der heutigen Empfehlung dazu positiv beitragen zu können. Der “Cercius” stammt vom Winzertalent Michel Gassier, der ihn für den US-Importeur Eric Solomon exklusiv für den amerikanischen Markt vinifizierte. So können wir uns glücklich schätzen, dass ein deutscher Händler eine kleine Charge davon “abzweigen” konnte. Der Wein erhielt von Robert Parker (persönlich) 93 Punkte und ist dennoch für nur 9,95 EUR/Fl. zu haben. Mr. Parker vergleicht diesen Côtes du Rhône mit einem Châteauneuf-du-Pape und resümiert: “Wow, is this an exciting wine!”. Der Weinlakai hat den Wein verkostet und ist ebenfalls beeindruckt. Insbesondere die Aromavielfalt und die tolle Extraktsüße haben mich restlos begeistert.

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