2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich)
Es hört sich verrückt an: 94 “echte” Parker-Punkte für schlappe 7,95 EUR. Und in der Tat ist das Preis-/Leistungsverhältnis dieses Weines aus der südfranzösischen Appellation Côtes du Ventoux mehr als gut. Das “Cuvee des Terrasses” von Pesquié ist zudem ein alter Bekannter des Weinlakais, denn in der Vergangenheit empfahl ich bereits den 2007er. Damals noch einen Euro günstiger und mit 91 Punkten dekoriert, machte der 2007er bereits deutlich, dass dieser Wein auf die “Watchlist” für jeden Weinschnäppchen-Jäger gehört. So unterstütze ich die folgende Aussage von Robert Parker über das Weingut zu 100%: “… one of my all-time favorite producers in France”.
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2009 Descendientes de J. Palacios “Pétalos” (Rotwein, Spanien)
Es ist bereits der vierte Wein aus der spanischen Rebsorte Mencía, den ich meinen Lesern seit dem Weinlakai Start im Januar 2008 empfehle. Hierbei deckten die Weine fast das gesamte Preisspektrum ab: von 9,95 EUR bis hin zu 69,95 EUR pro Flasche. Überraschenderweise stellten die Weine für ihren Preis immer einen exzellenten Gegenwert dar. Heutiger Wein von Kult-Winzer Palacios stellt keine Ausnahme dar. Aus meiner Sicht überflügelt der 2009er “Pétalos” sogar den in Vergangenheit empfohlenen “Vico“, der preislich deutlich über dem heutigen Wein lag und ebenfalls 93 Punkte erhielt.
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2009 Château de Segries Clos de l’Hermitage (Rotwein, Frankreich)
+++ AUSVERKAUFT +++
Fast exakt zwei Jahre sind vergangen seitdem ich diesen Wein aus Côtes du Rhône als 2007er-Jahrgang empfohlen habe. Der Artikel ist hier zu lesen. Die damals verfügbaren 100 Kisten sowie 50 zusätzlich beschaffte 6er-Pakete waren im Nu ausverkauft. Kein Wunder, denn der 2007er war und ist großartig. So ist es für mich eine besondere Freude, heute den Jahrgang 2009 erneut meinen Lesern vorstellen zu können. Insbesondere, da ich den 2009er Clos de l’Hermitage dem 2007er sogar vorziehe. Wieder gibt es den Wein von Ex-Formel1-Fahrer Jean Alesi in der Original-Holzkiste, und trotz Preiserhöhung des Châteaus über die letzten zwei Jahre müssen die Weinlakai-Leser bei dem genannten Händler keinen Cent mehr als zuvor bezahlen. Und alle Leser, die langsam das Gefühl bekommen, der Weinlakai empfehle nur noch 6er-Pakete, täuschen sich.
2006 Wynns Coonawarra Estate Cabernet Sauvignon (Rotwein, Australien)
+++ AUSVERKAUFT +++
Australische Rotweine, insbesondere Shiraz und Cabernet Sauvignon, sind in vielen Fällen perfekte Kandidaten, um Einsteiger in die Materie Wein restlos zu begeistern. Gründe dafür sind die intensive, marmeladige Frucht und der kräftige Eindruck am Gaumen, die viele sonnenverwöhnte Australier aufweisen. 16% Alkohol und mehr sind hierbei keineswegs die Ausnahme. Dieser Stil von Wein ist auf der einen Seite zwar sehr faszinierend, doch wird man ihm auch schnell überdrüssig. Die Frucht wirkt bereits im Laufe des Konsums einer einzigen Flasche anstrengend und hinterlässt häufig einen unangenehmen Eindruck von (Extrakt-)Süße. Mal davon abgesehen, dass der hohe Alkoholgehalt oft schlecht eingebunden ist und mit der Zeit ein Brennen im Hals hinterlässt. Englischsprachige Weintrinker nennen solche Weine “hot”. Aber bevor ich mich in diesen Schilderungen verrenne: Heutiger Australier ist ein tolles Beispiel dafür, dass es Down Under auch anders geht. Für den Weinlakai keine grundsätzliche Überraschung, doch hatte ich noch nie einen so guten Australier in diesem Preisbereich im Glas. Abgerundet wird diese Jancis-Robinson-Entdeckung durch eine klasse Sonderaktion, die der empfohlene Händler exklusiv den Weinlakai-Lesern anbietet: ein versandkostenfreies 5+1-Paket!
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2010 Hecht & Bannier Languedoc Rosé (Roséwein, Frankreich)
Meine heutige Empfehlung sollte in der Lage sein, den Sommer 2011 heraufzubeschwören. Es ist ein Sommerwein par excellence und noch dazu ein wahrer “Preis-/Punktebrecher”. Natürlich ist die vergebene Punktzahl (91) und der dazugehörige Preis (5,90 EUR) erst einmal eine recht vage Aussage, doch weckt sie beim Weinlakai immer eine Art Grundinteresse. Da ich das Weingut Hecht & Bannier durch seine vorzüglichen Rotweine kenne, hatte ich bereits eine positive Vorahnung. Bei der Verkostung des Weines wurde diese dann mit Nachdruck bestätigt. Der pinke Wein aus dem südfranzösischen Languedoc hat alles was ich von einem guten Rosé erwarte: eine leckere, aber nicht zu aufdringliche Frucht, eine tolle Frische und eine umwerfende Mineralität. Und zu guter Letzt hat er keinerlei Restsüße – eine Eigenschaft, die ich bei einem Rosé als zwingend empfinde. (weiterlesen …)
2005 Katogi & Strofilia Xinomavro (Rotwein, Griechenland)
Auch wenn heutige Empfehlung dem Ursprungsland nicht gänzlich aus der Krise helfen kann, so wirft dieser Wein zumindest mal wieder ein gutes Licht auf das gebeutelte Griechenland. Es ist der zweite griechische Wein, den der Weinlakai empfiehlt. Und auch wenn der letzte Grieche des Weinguts Vaeni mit 3,99 EUR unsagbar gut war, so waren die 90 Punkte des Wine Spectators doch recht gutwillig. Bei heutigem Wein, der sowohl die gleiche Rebsorte als auch das gleiche Anbaugebiet wie vorangegangener Grieche hat, sieht die Sache schon anders aus: Die seitens des Wine Advocate (Mark Squires) vergebenen 91 Punkte passen genau. Der Wein besticht insbesondere durch seinen herrlich auf den Punkt gereiften Charakter. Der bereits sechs Jahre alte Wein verfügt über ein tolles Aroma mit feiner Frucht, kaum spürbaren Tanninen und einem seidigen Mundgefühl. Kein Wunder also, dass der Wine Advocate diesen Xinomavro von Katogi & Strofilia als einen der drei besten Rotweine Griechenlands bewertet. Für 7,99 EUR die Flasche ein klares Statement.
2008 Di Majo Norante Ramitello (Rotwein, Italien)
Heutige Empfehlung wird sicherstellen, dass ich bei meinen Lesern aufgrund der langen Unterbrechung nicht gänzlich in Ungnade falle. Ja, der Wein hat tatsächlich 92 Parker-Punkte. Ja, er kostet wirklich nur 7,50 EUR und ja, dieser Italiener ist unglaublich gut. Er ist nicht der erste Wein, den ich vom Weingut Di Majo Norante empfehle. Bereits der Terre degli Osci war ein Preis-Leistungskracher. Zudem hatte ich den Süßwein des Hauses mit auf der letzten Weinlakai-Verkostungstour. Der Ramitello setzt nun in Sachen “Hochgenuss zum Tiefstpreis” neue Maßstäbe. Preislich zwar ein Alltagswein, doch zeigt er neben einer tollen Frucht auch Größe und Komplexität. Ich behalte meinen Blutdruck im Auge und werde mich nicht zu historischen Superlativen aufschwingen, doch wer diesen Wein nicht kauft ist selbst schuld. Nicht zuletzt, da er bei vielen deutschen Weinhändlern mehr als 10 EUR kostet. Und “by the way”: Es ist purer Zufall, dass der Wein bei dem Händler der letzten Empfehlung wieder am günstigsten zu haben ist. Nach wie vor gibt es beim Weinlakai keine Absprachen mit Händlern.
2009 Weingut Dr. Siemens Pinot Blanc (Weißwein, Deutschland)
Die ausländische Weinkritik hat schon lange bemerkt, dass Deutschland die besten Rieslinge der Welt produziert. Dieses Renommee überstrahlt aber allzu gerne die Qualität von anderen, hervorragenden Weinen aus deutschen Landen. So war es für den Weinlakai eine Genugtuung in der Januar-Ausgabe des Parker-Blattes “Wine Advocate” zu lesen, dass auch einige andere Rebsorten mehr als passabel abschnitten. Dem deutschstämmigen David Schildknecht war der heute empfohlene Weißburgunder (Pinot Blanc) satte 90 Punkte wert. Eine erstaunlich gute Bewertung für einen deutschen Nicht-Riesling. Doch es kommt noch besser: Der Weinlakai hat einen Händler recherchiert, der den Wein für sensationelle 6,90 EUR pro Flasche anbietet. Natürlich habe ich den Wein vorab verkostet und muss die Bewertung von 90 Punkten unterstreichen. Er ist frisch, kraftvoll, herrlich aromatisch und nicht zuletzt etwas für Weintrinker, die eine Abwechslung von dem säurebetonten Stil eines Rieslings suchen.
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2008 Vinha Paz Dão (Rotwein, Portugal)
Für die heutige Empfehlung war mal wieder etwas Detektivarbeit gefragt: Nur ein einziger deutscher Händler führt diesen portugiesischen Rotwein aus der Region Dão; und zwar als Direktimport. Um zu überprüfen, ob das damit zusammenhängende Preismonopol nicht zum Nachteil meiner Leser ist, hat der Weinlakai natürlich europaweit verglichen. Glücklicherweise hält der Preis dem Vergleich stand. Mehr noch: Er macht den Wein zu einem klasse Schnäppchen. So viel Kraft und “männlichen” Charakter hatte ich seit langer Zeit nicht mehr im Glas. Der Wine Enthusiast vergibt 90 Punkte und ist dabei meiner Meinung nach noch recht konservativ. Nicht nur hat er jede Menge Reifepotential, er avanciert auch durch seinen kräftigen und fruchtigen Stil zum perfekten Begleiter von rustikalen Fleischgerichten vom frisch reaktivierten Grill.
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