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	<title>Extreme-Couch-Hopper</title>
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	<description>Von Couch zu Couch um die Welt</description>
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		<title>Interviews im Dutzend &#8211; Stäbler fragt Hopkins</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Couchsurfing]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen berichtete ich an dieser Stelle von Patrik Stäbler, der sich quer durch die Republik isst. Nun hat er in seinem Blog über mich und meine Couchhopping-Tour berichtet. Und wie ich finde, in einer äußerst unterhaltsamen Art! Zwölf Fragen hat er mir dazu gestellt. Auf die ich (natürlich) alle eine Antwort hatte. Welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor wenigen Tagen berichtete ich an dieser Stelle von Patrik Stäbler, der sich quer durch die Republik isst. Nun hat er in seinem Blog über mich und meine Couchhopping-Tour berichtet. Und wie ich finde, in einer äußerst unterhaltsamen Art! Zwölf Fragen hat er mir dazu gestellt. Auf die ich (natürlich) alle eine Antwort hatte. Welche Geschichte &#8220;mit dem Hund&#8221; Patrik in seinen Ausführungen meinte, das wird irgendwann dann in meinem Buch veröffentlicht.</strong></p>
<p><span id="more-755"></span>Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:</p>
<p><em>„Nutzt Couch­sur­fing und spart Geld!“ Es ist die­ser Satz aus dem Mund eines TV-Moderators, der die unglaub­li­che Geschichte des <a href="https://www.xing.com/profile/Daniel_Hopkins" target="_blank">Daniel Hop­kins</a>‘ ins Rol­len bringt. Die Aus­sage steht im kras­sen Wider­spruch zum <a href="http://www.deutschland-isst.info/2012/03/31/die-perfekte-welle/">Leit­ge­dan­ken des welt­wei­ten Netz­werks</a> — und das will der Jour­na­list aus Osna­brück bewei­sen. Seine Idee: eine Reise um die Welt in 80 Tagen — auf 80 Couches.</em></p>
<p><em>Hop­kins holt die Flug­ge­sell­schaft <a href="http://www.star-alliance.de" target="_blank">Star Alli­ance</a> ins Boot, bekommt die Flüge bezahlt, berich­tet in <a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/" target="_blank">Stern-Blog</a> und <a href="http://www.noz.de" target="_blank">Neuer Osna­brü­cker Zei­tung.</a> In 80 Tagen reist er durch 34 Städte, 21 Län­der und 5 Kon­ti­nente, ver­bringt 80 Sofa­nächte bei Couch­sur­fern aus aller Welt. So einer hat viel zu erzäh­len — über den Geschmack von leben­den Maden, ekel­er­re­gen­des Bier in der Süd­see und einen ver­füh­re­ri­schen Geburtstag.</em></p>
<p><em>Eine Gar­ten­laube in Osna­brück, der Brun­nen plät­schert, die Vögel zwit­schern, es däm­mert. Plopp, Daniel Hop­kins öffnet sich ein Bier. Plopp, noch eines für mich. Beck’s — die­ses Gün­ther Jauch unter den deut­schen Bieren.</em></p>
<p><em>Auf dem Holz­tisch steht ein Dut­zend wei­te­rer Fla­schen, dane­ben stiert der Hirsch vom Jägermeister-Etikett. Schnell also, bevor’s aus­ar­tet, ein Dutzend-Interview mit einem Dut­zend­sassa: Daniel Hop­kins, 34, Jour­na­list, PR-Manager, Social-Media-Experte, Vater, Osna­brü­cker, Rei­sen­der. Und „Extreme-Couch-Hopper“ — so steht’s <a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/" target="_blank">auf sei­ner Web­seite</a>.</em></p>
<p><em><strong>1. Es ist 22 Uhr, ich bin auf Rei­sen und habe keine Ahnung, wo ich schla­fen soll. Ein Tipp vom Experten?</strong></em></p>
<p><em><strong>Daniel Hop­kins:</strong> Ich würde in die nächste Bar gehen und mit den Men­schen ins Gespräch kom­men. Du brauchst natür­lich eine gute Geschichte, aber wenn du die hast, dann wird irgend­wann einer sagen: Ach weißt du was, du kommst jetzt ein­fach mit zu mir.</em></p>
<p>&#8230;</p>
<p>Und viele weitere interessante Fragen stellte mir der Münchner Redakteur. <a href="http://www.deutschland-isst.info/2012/05/04/interviews-im-dutzend-2-extreme-couch-hopper/" target="_blank">Hier geht es zum kompletten Interview mit allen 12 Fragen: Link. </a> Ich wünsche kurzweilige Lektüre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LG Daniel <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Des Couchsurfers Stopsel</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Couchsurfing]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland isst]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Henze]]></category>
		<category><![CDATA[Patrik Stäble]]></category>
		<category><![CDATA[Stopsel]]></category>
		<category><![CDATA[Wurstebrot]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit langer Zeit habe ich mal wieder einen Couchsurfer bei mir aufgenommen. Und dieser Gast hatte es in sich. Denn er befindet sich gerade auf einer ganz besonderen Mission, von der ich hier berichten möchte. Patrik Stäbler reist drei Monate lang per Anhalter durch Deutschland. Soweit nichts Besonderes. Der 32-jährige Redakteur hat seinen Streifzug durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit langer Zeit habe ich mal wieder einen Couchsurfer bei mir aufgenommen. Und dieser Gast hatte es in sich. Denn er befindet sich gerade auf einer ganz besonderen Mission, von der ich hier berichten möchte.<span id="more-731"></span></strong></p>
<div id="attachment_733" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-01.jpg"><img class="size-medium wp-image-733 " src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-01-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos: Hermann Pentermann</p></div>
<p>Patrik Stäbler reist drei Monate lang per Anhalter durch Deutschland. Soweit nichts Besonderes. Der 32-jährige Redakteur hat seinen Streifzug durch die Republik mit einer tollen Idee verknüpft. Er durchquert unsere 16 Bundesländer auf der Suche nach 18 traditionellen Gerichten. &#8220;Deutschland is(s)t&#8230;&#8221; nennt sich sein Projekt. „Es geht mir nicht nur darum, die Köstlichkeiten zu verschlingen“, erklärt mir Patrik. Es gehe ihm vor allem darum, Details über die Zubereitung und Rezepturen zu erfahren. Zudem interessiere ihn auch die jeweilige Geschichte der Traditionsgerichte. So erweiterte er in den vergangenen Wochen sein „kulinarisches Wissen“ über Schnüsch in Schleswig, Mecklenburger Rippenbraten in Wismar, Labskaus in Wilhelmshaven, Döner in Berlin und vieles mehr.</p>
<div id="attachment_741" class="wp-caption alignleft" style="width: 237px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/karte.jpg"><img class="size-medium wp-image-741" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/karte-227x300.jpg" alt="" width="227" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Patriks kulinarische Reiseroute</p></div>
<p>Auch meine Heimatstadt <a href="http://www.osnabrueck.de" target="_blank">Osnabrück </a>stand auf seiner Liste. Hier wollte er Stopsel, eine traditionelle Speise aus der Region, essen. Kontakt nahm Patrik über die Plattform <a href="http://www.couchsurfing.org" target="_blank">Couchsurfing.org</a> mit folgenden Zeilen mir auf:</p>
<p><em>&#8220;Hallo Daniel,</em></p>
<p><em>ich heiße Patrik, bin 32 und reise seit Anfang März im Rahmen eines Buchprojekts drei Monate per Anhalter durch Deutschland. Dabei mache ich mich auf die Suche nach traditionellen, landestypischen Gerichten &#8211; unter anderem will ich in Osnabrück dem Ramanken-Eintopf und Stopsel nachspüren. (Mehr Infos zu meiner Reise stehen auf www.deutschland-isst.info) </em></p>
<p><strong><em>Warum ich dich gewählt habe </em></strong><br />
<em>Zum einen will ich auf meiner Reise herausfinden, wie Deutschland isst &#8211; daher die traditionellen Gerichte. Zum anderen will ich aber auch erkunden, wie Deutschland ist. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, ausschließlich per Anhalter zu reisen und so oft wie möglich Couchsurfing zu nutzen, um Menschen und Land kennenzulernen. Doch keine Angst: Ich suche nicht Studienobjekte oder Ähnliches, sondern will einfach nur eine gute Zeit haben auf meiner Reise, gutes Essen essen und nette Menschen treffen.</em></p>
<p><em>Warum ich gerade dich anschreibe? Ganz einfach, weil dein Profil nett, entspannt und ehrlich daherkommt. Außerdem hast du vielleicht den ein oder anderen Tipp für mich, etwa welches Osnabrücker &#8220;Original&#8221; mir mehr über die traditionelle Küche der Stadt erzählen kann. Und wenn Essen &amp; Kochen gar nicht deins sind, können wir immer noch bei einem Bier unsere Reise- und Couchsurfing-Geschichten austauschen&#8230;</em></p>
<p><em>Deshalb wollte ich fragen, ob ich während meiner Zeit in Osnabrück von Freitag bis voraussichtlich Montag (27. &#8211; 30. April) dein Couchsurfing-Gast sein darf? </em></p>
<p><em>Viele Grüße,</em><br />
<em>Patrik&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-10.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-739" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-10-300x194.jpg" alt="" width="300" height="194" /></a><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-06.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-736" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-06-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-05.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-735" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-05-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>War doch klar, dass ich jemanden mit einer solchen Geschichte nur allzu gerne helfen wollte. Leider konnte ich ihn aber erst ab Sonntag bei mir aufnehmen, was seiner Mission jedoch keinen Abbruch tat. Ich bot ihm also an, dass ich mich auf der Suche nach einem Koch machen würde, der ihm Stopsel zubereiten würde. Über eine bekannte <a href="http://www.facebook.com/Hopkins1977" target="_blank">Social Media Plattform</a> <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  startete ich einen entsprechenden Aufruf. Und es dauerte nicht lang, da meldete sich der<a href="http://www.manu-propria.de" target="_blank"> namhafte Osnabrücker Künstler Norbert Henze</a> zu Wort. Er würde gerne für Patrik Stopsel kochen.</p>
<p>Doch, so sehr er sich auch in der Region erkundigte, es war kein Stopsel verfügbar.<em> &#8220;Da Stopsel ein Winteressen ist, kommt Patrik leider ein paar Monate zu spät“</em>, bedauert Henze. Doch er bietet dem jungen Münchener eine sehr gute Alternative: das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wurstebrot" target="_blank">Wurstebrot</a> &#8211; auch ein traditionelles Essen aus der Region. Details über die Zubereitung wird Patrik in Kürze in seinem Blog <a href="http://www.deutschland-isst.info" target="_blank">www.deutschland-isst.info</a> veröffentlichen. Das Kapitel des kulinarischen Streifzuges durch die Friedensstadt Osnabrück konnte Patrik also erfolgreich schließen.<br />
<img class="alignright size-medium wp-image-734" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/05/st-04-274x300.jpg" alt="" width="274" height="300" />Natürlich nutzen wir die Zeit am Sonntagabend, um noch ein paar gemütliche Bierchen in der lauen sommerlichen Luft in unserem Garten zu genießen. An Gesprächsstoff hat es uns wahrlich nicht gemangelt. So tauschten wir gegenseitig unsere Couchsurfing-Erfahrungen aus, befragten uns gegenseitig (fast schon nach Redakteurs Manier) über unsere Projekt bezogenen Pläne und fanden auch reichlich Gelegenheiten, um uns über private Dinge (z.B. familiäre) zu unterhalten.</p>
<p>Am Ende steht für uns beide ein weiteres Mal fest: Couchsurfing trägt enorm dazu bei, dass Menschen verschiedener Kulturen, Mentalitäten, Nationalitäten auf einer Ebene offen miteinander umgehen, die sich im &#8220;normalen&#8221; Leben fast nie ergibt.</p>
<p>Für mich war Patriks Besuch eine große Bereicherung. Darüber hinaus bewirkte er, dass ich zum ersten Mal ein Wurstebrot aß. Nach 34 Jahren Lokalpatriotismus (für mich als Osnabrücker) fast schon ein Armutszeugnis. Aber was soll ich machen, Currywurst schmeckt mir halt viel besser. Das isst Patrik übrigens heute:<a href="http://www.dieechte.de/presse_currywurstbochum.html" target="_blank"> die Currywurst in Bochum.</a></p>
<p>Guten Appetit! <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>P.S. Ich danke dem Osnabrücker Fotografen <a href="http://www.pentermann-kommunikation.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=48&amp;Itemid=56" target="_blank">Hermann Pentermann</a> für die kostenlose Bereitstellung der Fotos für diesen Blog.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Sache mit dem Taxifahrer</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 03:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Dinge, die haben so gar nichts mit dem Couchsurfing zu tun, und trotzdem habe ich das Bedürfnis sie hier in diesem Blog zu veröffentlichen. Mein Faible, Zufällen praktisch in die Hände zu fallen, hat sich ja bereits auf meiner Reise auf die Couchen dieser Welt immer wieder bemerkbar gemacht. Heute Nacht hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt Dinge, die haben so gar nichts mit dem Couchsurfing zu tun, und trotzdem habe ich das Bedürfnis sie hier in diesem Blog zu veröffentlichen. Mein Faible, Zufällen praktisch in die Hände zu fallen, hat sich ja bereits auf meiner Reise auf die Couchen dieser Welt immer wieder bemerkbar gemacht. Heute Nacht hat er mich wieder erwischt: der Zufall.<span id="more-725"></span></strong></p>
<p>Nach einer sehr angenehmen Unterhaltung bei einem langjährigen Freund &#8211; bei einigen Bier und anderen Spirituosen &#8211; entschied ich mich (verständlicherweise), mein Auto stehen zu lassen und mir ein Taxi zu rufen. Bei uns in Osnabrück gehört die Taxizentrale 32011 zu meinen Favoriten. Schon lange Zeit vermisste ich die Stimme von Frau Menke am Telefon. Die Mutter eines alten Schulfreundes, die mit ihrer wohlklingenden Stimme den Fahrgästen schon bei der Bestellung immer wieder aufs Neue ein gutes Gefühl vermittelt. Heute Nacht hatte sie endlich wieder eine Schicht belegt und ihre Stimme ertönte am anderen Ende der Leitung. &#8220;Taxizentrale, guten Abend&#8221;, erklingt es aus dem Hörer. Wie vermag ich nun die sympatische Stimme hier in schriftlicher Form zu beschreiben. Es ist fast unmöglich! Und ich möchte auf keinen Fall hiermit dazu aufrufen, es mit einem Anruf bei besagter Taxizentrale selbst auszutesten. Denn, sie sitzt schließlich nicht 24 Stunden am Telefon.</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn. Wenige Minuten später steht das Taxi vor der Tür. Ich steige ein und der freundliche Fahrer fragt mich nach meinem Ziel. Wenn ich mich noch recht erinnere, ist sein Name Guiseppe. Nagelt mich nicht darauf fest. Ich gebe mein Ziel an und sage: &#8220;Sag doch bitte eben Frau Menke Bescheid, dass ich gut im Taxi angekommen bin!&#8221; Er zögert nicht, gibt einen Zahlencode in sein Kommunikationsgerät ein und wir warten auf Antwort. Während dessen fragt er mich: &#8220;Soll ich reden oder möchtest du?&#8221; &#8220;Ach, mir egal. Wir beide&#8221;, sage ich. Und da ertönt sie auch schon wieder. Die wohl mit Abstand am meisten sympatische Stimme Osnabrücks: &#8220;34.1.&#8221;, schallt es aus den Lautsprechern des Wagens. &#8220;Ja, ich wollte nur sagen, der Daniel ist gut im Taxi angekommen&#8221;, sagt Guiseppe. Und ich füge hinzu: &#8220;Ich bin bei einem sehr netten Fahrer gelandet. Vielen Dank, Frau Menke.&#8221; Es folgt ein freundliches &#8220;Gute Fahrt&#8221; und die kurze Konversation ist beendet.</p>
<p>So kommen wir zwei Nachtschwalben ins Gespräch über Frau Menke. Ich erkläre Guiseppe, dass ich sie aus meiner Jugendzeit kenne. Dass ich mit ihrem Sohn den einen oder anderen Streich verbrochen habe. Und nun kommen wir zum eigentlichen Zufall: Es war im November 2005 als das Osnabrücker Land ein Schneechaos heimsuchte. Damals habe ich meine Redakteursausbildung in Vechta absolviert und habe mich mit dem Zug auf den Heimweg nach Osnabrück gemacht. Ich erinnere mich noch, dass wir sehr langsam fahren mussten, weil der Schnee die Strecken blockierte. Zwischendurch sind wir sogar ausgestiegen und haben dem Zugführer dabei geholfen, Bäume von der Strecke zu sägen.</p>
<p>In Osnabrück angekommen, glich der Hauptbahnhof einer Totenstadt. Keine Menschenseele in Sicht, der Bahnhofsvorplatz komplett von Schnee bedeckt, kein Bus oder Taxi in Sicht. Ich rief damals meine hochschwangere Frau an und berichtete vom Dilemma. Schließlich gab es für mich keine Möglichkeit von der Innenstadt in den Südkreis der verschneiten Stadt zu kommen. Also machte ich mich zu Fuß auf den Weg zu meinem besten Freund Christian, etwa eine halbe Stunde Fußmarsch vom Bahnhof entfernt. Durch knietiefen Schnee. Auf der gesamten Strecke begegnete mir kein Fahrzeug, nicht ein mal ein Räumfahrzeug für das in Massen vorhandene Weiß.</p>
<p>Bei Christian angekommen, wagte ich dennoch einen Anruf bei der Taxizentrale. Zunächst war kein Durchkommen, aber nach etwa einer halben Stunde, endlich ein Freizeichen. &#8220;Taxizentrale, guten Morgen&#8221;, ertönte es aus dem Hörer. Mittlerweile war es schon weit nach Mitternacht und die Stimme von Frau Menke hatte etwas Beruhigendes. &#8220;Ach, Frau Menke, ich muss irgendwie nach Sutthausen. Meine schwangere Frau wartet dort auf mich und kein Taxi in Sicht.&#8221; Frau Menke sicherte mir jedoch zu, es werde bald ein Taxi für mich ankommen. Wie versprochen, stand 15 Minuten später ein Taxi vor der Tür und mit Schrittgeschwindigkeit (ehrlich, sehr viel schneller war das nicht) machten wir uns auf den Weg zu meinem damaligen Zuhause zu meiner damaligen Frau mit dem damals noch ungeborenen Filius Liam.Doch am Anfang unserer Straße gab es kein Weiterkommen. Der Schnee war einfach zu hoch. Das Taxi blieb stecken.</p>
<p>&#8220;Ich kann den Rest auch zu Fuß weitergehen&#8221;, sagte ich damals und half dem Taxifahrer noch, das Auto wieder in die Spur zu bringen. So landete ich dank &#8220;32011&#8243; und der freundlichen Taxistimme in dieser verschneiten Dezembernacht vor mehr als sechs Jahren doch noch Zuhause.</p>
<p>Als ich diese Geschichte dem Taxifahrer heute erzählte, sagte er mir: &#8220;Das war am Damenweg, stimmt&#8217;s?&#8221; Und ich erstaunt: &#8220;Ja, woher weißt du das?&#8221; Nun, wie sich herausstellte, war mein heutiger Chauffeur der selbe Taxifahrer wie im Jahr 2005, der mit mir diese Geschichte im chaotischen Osnabrück erlebte. Er erzähle noch heute die Geschichte anderen und erinnere sich noch genau an den Fahrgast jener Nacht, der sehnsüchtig von seiner schwangeren Frau erwartet wurde.</p>
<p>Und uns beide führte im Grunde genommen die sympatische Stimme von Frau Menke wieder zusammen. Jahre nach dem Schneechaos 2005 und am ersten wirklich warmen Tag dieses Jahres. Der sommer trägt so manche Zufallsblüte.</p>
<p>Ich wünsche Euch in diesem Sinne einen entspannten Sonntag. Die Vögel zwitschern draußen schon. Eigentlich das Zeichen zum Aufstehen. Nun, ich versuche stattdessen die Augen zu schließen und träume von der 32011-Stimme, die da sagt: &#8220;Taxizentrale, gute Nacht!&#8221; <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Fußball-Couchidee für einen guten Zweck</title>
		<link>http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/die-fusball-couchidee-fur-einen-guten-zweck/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 15:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Sport & Motor]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wieder habe ich eine neue Couchsurfing-Idee. Dieses Mal bitte ich jedoch um Euer Feedback, bevor ich mit der Idee bei den Vereinen unserer Fußballbundesliga vorstellig werde. Kurz: Ich möchte zugunsten eines Guten Zwecks mit der Couch auf die heiligen Rasen von BVB, FCB &#38; Co. Was haltet Ihr davon und habt Ihr vielleicht sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und wieder habe ich eine neue Couchsurfing-Idee. Dieses Mal bitte ich jedoch um Euer Feedback, bevor ich mit der Idee bei den Vereinen unserer Fußballbundesliga vorstellig werde. Kurz: Ich möchte zugunsten eines Guten Zwecks mit der Couch auf die heiligen Rasen von BVB, FCB &amp; Co. Was haltet Ihr davon und habt Ihr vielleicht sogar noch Vorschläge, wie man das Vorhaben anfüttern könnte?</strong></p>
<p><span id="more-718"></span></p>
<div id="attachment_719" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/04/couchflughafen.jpg"><img class="size-medium wp-image-719   " src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/04/couchflughafen-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Mit der Couch................................................. Foto: Friso Gentsch | www.eye-work.de</p></div>
<p>Stellt Euch folgendes Szenarium vor: Während der Hamburger SV gegen FC Bayern spielt, steht am Spielfeldrand oder einer anderen &#8220;attraktiven&#8221; Stelle eine (in den Farben des Heimatvereins gebrandete) Dreier-Couch. Auf diesem Sofa sitzt eine prominente Persönlichkeit und meine Wenigkeit. Wir verfolgen gemeinsam das Spiel, unterhalten uns über mitunter privaten Dinge und begegnen vielleicht dabei noch anderen interessanten Menschen. <strong>Aber, Moment mal! Was ist denn mit dem dritten Platz auf der Couch?</strong></p>
<p>Dieser dritte Platz wird im Internet auf einer eigens eingerichteten Aktionsseite (Blogbeiträge werden nach wie vor hier bei stern.de veröffentlicht) versteigert. Der Meistbietende bekommt den Zuschlag, verfolgt gemeinsam mit uns das Spiel und kann sich mit ins Spiel einbringen. <strong>Der Erlös aus den versteigerten Plätzen in den 18 Bundesligastadien geht am Ende der Saison komplett an eine gemeinnützige Institution (z.B. Kindersportstiftung)!</strong></p>
<div id="attachment_720" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/04/stadiongentsch.jpg"><img class="size-medium wp-image-720" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/04/stadiongentsch-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">...ins Stadion................................................. Foto: Friso Gentsch | www.eye-work.de</p></div>
<p>Nun gibt es eine Reihe von Dingen, die für eine erfolgreiche Umsetzung organisiert werden müssten. So müsste ich einen (oder mehrere) <strong>Sponsoren</strong> aus der Möbelbranche finden, der die Sofas kostenlos zur Verfügung stellen (und später optional dem Verein überlassen). Darüber hinaus benötige ich (wirklich namhafte) <strong>A-Prominenz</strong>, die das Vorhaben unterstützt und sich gerne mit mir aufs Polster am Spielfeldrand setzen. Im Gespräch mit den Vereinsvorständen können wir eventuell noch ein <strong>&#8220;Meet&amp;Greet&#8221;</strong> mit Spielern oder anderen bekannten Vereinsfunktionären für den dritten Mann im Bunde organisieren. <em>Umso mehr &#8220;das Paket&#8221; umfasst, desto höher der Erlös beim Bieterverfahren.</em></p>
<p>Die Begegnungen auf der Stadion-Couch findet alle 14 Tage in einem anderen Stadion der 1. Bundesliga statt. Auf dieser Blogpräsenz veröffentliche ich dann jeweils einen Artikel über die Begegnung. Darüber hinaus ist parallel noch die Ausstrahlung eines Podcast denkbar. Vielleicht sogar ein Audio-Live-Stream direkt aus dem Stadion (für all jene, die sich mein unqualifiziertes Gequatsche zu Fußballtaktiken Spiel begleitend zur Belustigung reinziehen möchten *grins).</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass mit relativ wenig (finanziellem) &#8220;Einsatz&#8221; eine tolle Idee umgesetzt werden kann. Dabei geht es weniger um die Höhe des Erlöses für den oder die gemeinnützigen Institutionen. Vielmehr darum, dass im Zuge meiner Berichterstattung selbstverständlich auch der Guten Zweck ausführlich beschrieben wird und somit ein Stückweit in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.</p>
<p><strong>Wie sagt man so schön? Sport verbindet! Diesem Slogan möchte ich mit meinem Vorhaben Materie verleihen! </strong></p>
<p>In den kommenden Tagen würde ich gerne mit der &#8220;Akquise&#8221; beginnen und hoffe, dass sich die Vereine für mein Projekt begeistern. Was meint Ihr? Wie gefällt Euch die Idee? Was sollte ich noch mit einbauen? Meint Ihr, die Vereine begrüßen eine solche Aktion? Ich freue mich auf Euer Feedback!</p>
<p>Euer Daniel</p>
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		<title>Des Couchsurfers ärgste Feindin</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 07:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder viel Zeit ins Land gezogen. Mein letzter Beitrag ist eine Weile her. Und das hatte einen Grund. Ich bin des Couchsurfers ärgsten Feindin begegnet: der Rücken-Operation. Mit dem kleinen &#8220;Bruder&#8221; der Rücken-Operation habe ich ja bereits vor über anderthalb Jahren Bekanntschaft machen dürfen. Der Rückenschmerz ist mir ein unliebsamer Wegbegleiter seit meinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist wieder viel Zeit ins Land gezogen. Mein letzter Beitrag ist eine Weile her. Und das hatte einen Grund. Ich bin des Couchsurfers ärgsten Feindin begegnet: <span id="more-702"></span>der Rücken-Operation.</strong></p>
<div id="attachment_706" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/428349_2882068659340_1488805554_32382453_298603303_n.jpg"><img class="size-medium wp-image-706" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/428349_2882068659340_1488805554_32382453_298603303_n-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Narbe nach der Begegnung mit der ärgsten Feindin</p></div>
<p>Mit dem kleinen &#8220;Bruder&#8221; der Rücken-Operation habe ich ja bereits vor über anderthalb Jahren Bekanntschaft machen dürfen. Der Rückenschmerz ist mir ein unliebsamer Wegbegleiter seit meinem <a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/albtraum-in-thailand-nightmare-in-thailand/" target="_blank">Unfall in Thailand </a>gewesen. Er hielt mich vom Schlafen ab, drosselte meine geistige Leistungsfähigkeit und hatte sogar negativen Einfluss auf meine Libido. Nachdem die Ärzte in Berlin zunächst meine vier gebrochenen Rückenwirbel als eine &#8220;harmlose Wirbelsäulenprellung&#8221; diagnostizierten und ich mir drei Monate lang eine überaus schmerzhafte Krankengymnastik über mich ergehen lassen musste (so schmerzhaft, dass ich zuweilen das Bewusstsein bei den Behandlungen verlor), hatte ich schließlich in Osnabrück das Glück, an eine Physiotherapeutin zu gelangen, die sich nach kurzer Zeit weigerte, mich weiter zu behandeln. &#8220;Da kann etwas nicht stimmen. Du musst dich unbedingt noch einmal untersuchen lassen&#8221;, riet sie mir.</p>
<p>Gesagt, getan. Der Orthopäde, <a href="http://www.mvz-martinistrasse.de/" target="_blank">Dr. Herberger</a>, hatte nur meine Körperhaltung gesehen und sofort gesagt: &#8220;MRT machen!&#8221; Dabei stellte er schließlich fest, dass vier meiner Rückenwirbel gebrochen waren. Für die offensichtliche Fehldiagnose &#8220;Wirbelsäulenprellung&#8221; der Kollegen in Berlin hatte er deutliche Worte. Aber darauf wollen wir hier nicht weiter eingehen.</p>
<p>Viel schlimmer war jedoch, dass wir insgesamt noch ein Jahr versuchten, den angerichteten Schaden zu heilen, eine Schmerzlinderung zu erwirken. Andere, passende Krankengymnastik (bei der nicht bei jeder Behandlung auf Neue die gebrochenen Wirbel bewegt werden), Schmerzspritzen in den Rücken, ein starres Korsett &#8211; nichts half.</p>
<p>In der Zwischenzeit suchte ich auch immer wieder weitere Spezialisten auf, die sich meinen &#8220;besonderen Fall&#8221; anschauen sollten. Unisono fällten sie ein Urteil: Alle alternativen Möglichkeiten vor einer Operation ausschöpfen, Sie sind doch noch so jung. Nun, lange Rede, kurzer Sinn: Sämtliche Möglichkeiten waren Anfang des Jahres ausgekostet und ich mit meinen Nerven am Ende. Schließlich setzten die Schmerzen meiner Psyche hart zu. Also blieb mir nur eine Möglichkeit, den Rückenschmerz loszuwerden. Ich musste seine &#8220;Schwester&#8221; an mich ranlassen.</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/implant.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-703" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/implant-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a>Mein Glück im Unglück: Ich wurde im Münsteraner Franziskushospital bei <a href="http://www.wirbelsaeulenchirurgie-muenster.de/st-franziskus-hospital/index.php?page=team" target="_blank">Professor Dr. Liljenqvist</a> und dem Oberarzt Dr. Schneider operiert. Liljenqvist gehört zu den besten Wirbelsäulenspezialisten der Republik. Natürlich konnten sie mir keine Garantie auf Heilung geben. Aber selbst eine Fifty-Fifty-Chance stellte für mich eine erfreuliche Perspektive dar. Ende Februar erfolgte die OP. Klar, dass ich jetzt noch immer starke Schmerzen habe, aber mit jedem Tag fühle ich mich besser.</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/nuance.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-704" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/nuance-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Einzig die Schreiberei fällt mir schwer. Ich darf nicht länger als 60 Minuten am Stück sitzen und die Bewegungen mit den Armen, die beim Schreiben immer wieder die Richtung wechseln müssen, sind nicht besonders angenehm. Allerdings habe ich einen kleinen Helfer geschickt bekommen. Das Paket erreichte mich noch in der Woche nach der OP. Der Inhalt: Ein <a href="http://www.nuance.de/for-individuals/by-product/dragon-for-pc/premium-version/index.htm" target="_blank">Spracherkennungsprogramm von Nuance</a>. Mein Freund und Mitstreiter der<a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/help-we-need-somebody/" target="_blank"> &#8220;80 Stunden durch Deutschland&#8221;</a>-Tour, <a href="http://daslebenistmeinponyhof.digital-dictators.de/" target="_blank">Alex Kahl</a>, hatte das Unternehmen darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich für einige Wochen nicht in der Lage sein würde zu tippen und das doch eine gute Gelegenheit für mich wäre, das Produkt zu testen. Da das Programm mir eine erhebliche Hilfe bei meinen Korrespondenzen ist und nicht zuletzt auch diesen Beitrag verfasst hat, finde ich es auch gerechtfertigt, es hier lobend zu erwähnen. Es funktioniert astrein. Lediglich den Namen &#8220;Liljenqvist&#8221; hat es nicht auf die Reihe bekommen, da musste ich nachhelfen. <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/Schrauben.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-705" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/Schrauben-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Nun, wie dem auch sei. Nun sitze ich hier also. Mit neuem Schmuck im Körper (zehn Schrauben und zwei Haltestangen), der einen Implantate-Ausweis von Nöten macht. Und ich widme mich neuen privaten Projekten. Eines dieser Projekte hat sogar wieder mit Couchsurfing zu tun. Jetzt, wo die ärgste Feindin des Couchsurfers nach ihrem kurzen Besuch hoffentlich auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist und ihr &#8220;Bruder&#8221; sich in den kommenden Tagen und Wochen voraussichtlich auch immer mehr zurückzieht, plane ich an dem größten Couchsurfing-Event Deutschlands. Hierzu werde ich in wenigen Wochen entsprechende Präsentationen halten und gegebenenfalls Städtevertreter Osnabrücks dafür begeistern. Und wenn die nicht wollen, findet sich bestimmt eine andere Stadt für die außergewöhnliche Idee. <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Mehr verrate ich bald hier in meinem Blog, wenn die ersten Entscheidungen gefallen sind.</p>
<p><a href="http://www.onlinebuerger.de"><img class="alignleft size-medium wp-image-708" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2012/03/onlinebuergercomic-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a>Zudem widme ich mich nun dem Projekt Onlinebürger. Über die geplante Plattform <a href="http://www.onlinebuerger.de" target="_blank">Onlinebuerger.de</a> wollen wir Menschen in Deutschland für Politik interessieren und ihnen eine Plattform bieten, sich zu informieren, zu unterhalten, sich auszutauschen – vor allem aber <strong>selbst politisch aktiv zu werden</strong>. Und nicht dass jetzt jemand auf den Gedanken kommt, es sei &#8220;so etwas wie die Piratenpartei&#8221;. Ist es nicht! Wir haben ein weltweit einzigartiges System entwickelt, mit dem wir Bürger wesentlich mehr politischen Einfluss nehmen können, ohne die Gesetze dafür ändern zu müssen. In den kommenden Wochen haben wir diverse Termine mit potentiellen Investoren. Denn leider ist das Startkapital mit knapp 250.000 Euro recht hoch (allein die Programmierung der Homepage kostet etwa 40.000 Euro). Wir hoffen dennoch, dass wir bald durchstarten können und die Idee nicht &#8220;verpufft&#8221;. Eine erste (selbst gebastelte) Infoseite haben wir bereits aufgesetzt und auch eine <a href="http://onlinebuerger.de/unterstutzen/" target="_blank">Spendenmöglichkeit</a> eingerichtet. Wir freuen uns über jede noch so kleine finanzielle Unterstützung.</p>
<p>Ihr seht, ich habe viel um die Ohren und ich freue mich darauf. Vor allem aber auch, weil ich künftig wieder mehr interessante Dinge hier zu berichten habe. Jetzt muss ich aber auch noch die Zeit finden, um die restlichen Interviews der &#8220;80 Stunden durch Deutschland&#8221;-Tour nieder zu  schreiben. Aber auch die werde ich finden. Wenn der kleine Bruder der ärgsten Feindin des Couchsurfers nicht mehr allzu deutlich präsent ist&#8230; <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Für heute ist aber erstmal Schluss mit der Schreiberei, ähm, mit dem Diktieren. Ich hoffe, es war trotz der Länge des Textes kurzweilig für Euch. Ich bin ein wenig aus der Übung.</p>
<p>Lieben Gruß aus dem Krankenlager in Osnabrück</p>
<p>Daniel</p>
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		<title>Die Nacht der guten Vorsätze?!</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 19:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Hopkins]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorsätze]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Mal fällt es mir besonders schwer auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. Gibt es doch so viele Dinge, die unerledigt geblieben sind. All die Vorsätze, die ich vor genau 365 Tagen gemacht habe, sind &#8211; bis auf wenige Ausnahmen &#8211; verpufft im Nichts. Damit ich nicht Gefahr laufe, dass meine Aussagen zu guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieses Mal fällt es mir besonders schwer auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. Gibt es doch so viele Dinge, die unerledigt geblieben sind. All die Vorsätze, die ich vor genau 365 Tagen gemacht habe, sind &#8211; bis auf wenige Ausnahmen &#8211; verpufft im Nichts. Damit ich nicht Gefahr laufe, dass meine Aussagen zu guten Vorsätzen auch in diesem Jahr unbeachtet bleiben, habe ich mich entschieden, mir an dieser Stelle einiges von der Seele zu reden.</strong></p>
<p><span id="more-695"></span>Gerade zum Jahresende komme ich ins Grübeln. So sehr, dass es mir in den letzten Tagen förmlich den Schlaf geraubt hat. Wieso ist das Jahr 2011 so suboptimal für mich gelaufen? Wen oder was habe ich besonders vernachlässigt?</p>
<p>Bei der Ursachenforschung sind mir nicht nur die mahnenden Worte meiner engsten Freunde dienlich. Aufgrund meiner schon fast exhibitionistischen Art, mein Leben auf Social Media Plattformen wie <a href="http://www.facebook.com/Hopkins1977" target="_blank">Facebook</a>, <a href="https://plus.google.com/u/0/117882566053014557015/posts" target="_blank">Google+</a>, <a href="https://twitter.com/#!/onlinebuerger" target="_blank">Twitter</a>, <a href="https://de.foursquare.com/onlinebuerger" target="_blank">Foursquare</a> und anderen zu dokumentieren, kann ich auf eine Vielzahl von Reaktionen in Form von positiv und negativ gestimmten Kommentaren zurückgreifen. Das Fazit, das ich aus der Analyse des Feedbacks ziehe, ist ebenso deutlich als auch richtungsweisend (sollte es zumindest für mich sein): <strong>Daniel, Du hast eine massiv gestörte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Work-Life-Balance" target="_blank">Work-Life-Balance</a>. Du musst Dein Leben radikal ändern!</strong></p>
<p>Ja, es ist richtig. Ein Arbeitstag á la <a href="http://www.sprachnudel.de/woerterbuch/9+to+5" target="_blank">9-to-5</a> ist mir fremd. Mein Beruf als PR-Manager bringt es mit sich, dass ich oft auch am Wochenende im Einsatz bin. Als Social Media Experte muss ich im Namen von Kunden auch in den Abendstunden reagieren und auf dringende Fragen oder Aktionen im Internet reagieren. Und das mache ich überaus gerne. Allerdings übertreibe ich es zuweilen. Aus freien Stücken. Dabei ist das Priorisieren von Aufgaben nicht gerade mein Steckenpferd. So muss die erste Einsicht – und somit ein erster Vorsatz für 2012 – lauten: <strong>Du musst nicht alles sofort erledigen! Lerne, Prioritäten zu setzen!</strong></p>
<p>Die Verbesserung meiner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Work-Life-Balance" target="_blank">Work-Life-Balance</a> ist aber nur ein Aspekt von vielen, die mir in diesem Jahr bewusst wurde. Es fing dieses Jahr auch schon denkbar schlecht für mich an. Im Februar offenbart mir mein Orthopäde, dass ich vier gebrochene Rückenwirbel habe. Die unsäglichen Schmerzen, die ich bis dahin schon ein knappes halbes Jahr mit mir geführt habe, rührten von meinem Unfall im September 2010 her <a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/albtraum-in-thailand-nightmare-in-thailand/" target="_blank">(ich berichtete)</a>. Monat für Monat quälte ich mich durch den Alltag. Stets auf Linderung der Schmerzen hoffend. Unzählige Arztbesuche und Behandlungen beim Physiotherapeuten – nichts half. Nun bleibt mir nur noch die Operation. Die Warteliste beim Experten für Wirbelsäulenbrüche in Münster ist jedoch lang. Erst Ende Januar 2012 habe ich einen Termin fürs Vorgespräch.</p>
<p>Ich hoffe jedoch, dass ich nach der OP wieder meinen Couchsurfing-Aktivitäten nachkommen kann. Dann hätte ich an dieser Stelle auch wieder mehr zu berichten. Mein zweiter Vorsatz lautet also: <strong>Wieder mehr Couchsurfen. Auch auf meinen Dienstreisen.</strong></p>
<p>Mein dritter &#8211; und wohl für viele Leser meines Blogs der interessanteste – Vorsatz: <strong>Endlich das Buch über meine Weltreise-Erfahrungen als Extreme-Couchsurfer fertigstellen!</strong> Das Projekt liegt mir besonders am Herzen. Leider kamen oben genannte „Hindernisse“ (Unfall, mangelnde Work-Life-Balance, etc.) auf, so dass ich in diesem Punkt bisher kläglich versagt habe.</p>
<p>Bei meinem persönlichen Jahresrückblick kann ich aber auch über positive Dinge freuen. So startete ich meine neue Arbeitsstelle als PR Director bei <a href="http://www.die-etagen.de" target="_blank">Die Etagen GmbH</a> in Osnabrück, meiner Heimatstadt. Durch die räumliche Nähe zu meinem Sohn Liam bleibt mir mehr Zeit für ihn. Zeit, die ich in diesem Jahr besonders genossen habe. Im Zuge meiner Hauptaufgaben übernahm ich zeitgleich den Posten des Pressesprechers und PR-Managers der <a href="http://www.dennerle.de" target="_blank">Dennerle GmbH</a>, die mir insbesondere für ihren <a href="http://www.facebook.com/dennerle" target="_blank">Social Media PR Bereich</a> freie Hand gegeben haben. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir mit der Agentur das Unternehmen zur erfolgreichsten Firma in der Aquaristikbranche in Sachen Social Media führen.</p>
<p>Zudem kam die erfreuliche Nachricht, dass <a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/ritas-zustand/" target="_blank">Rita</a> (für jene, die sie nicht kennen: Sie war meine Freundin zu meiner Zeit in Brasilien) ihre lebensbedrohliche Krankheit überwunden hat. Ihr Leben stand auf Messers Schneide. <strong>Ihr Lebenswille hat sie letztlich gerettet.</strong></p>
<p>Ein weiterer Punkt ist das Kurzprojekt <a href="http://80-stunden-weltreise.digital-dictators.de/" target="_blank">„In 80 Stunden um die Welt!“</a>. Dabei fuhr ich mit meinen Mitstreitern <a href="https://twitter.com/#!/probefahrer" target="_blank">Alex Kahl</a> und <a href="https://twitter.com/#!/kofferleben" target="_blank">Oliver Regehr</a> 80 Stunden lang durch die Republik, um möglichst viele Menschen mit verschiedenen Nationalitäten zu besuchen und zu interviewen. Ziel waren 30 Nationalitäten. Das war offensichtlich ein zu ambitioniertes Ziel. Am Ende standen 21 Menschen mit 18 verschiedenen Nationalitäten auf unserer Liste. Trotzdem können wir das Projekt als Erfolg feiern. Die Erfahrungen, die wir sammelten, sind unbezahlbar. Darüber hinaus erzielten wir ein hohes <a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article13742404/Einmal-Deutschland-und-zurueck.html" target="_blank">Medieninteresse</a> (mehrere Radiointerviews, Zeitungsartikel, etc). Allerdings handelte es sich auch um ein sehr schwieriges Arbeitsprojekt, das all unsere Kräfte abverlangte und ein hohes Maß an Planungssicherheit verlangte. Das wurde den interessierten Lesern vielleicht nicht immer ganz deutlich. Ups, da fällt mir doch noch ein Vorsatz für 2012 ein: <strong>Das Projekt mit allen Berichten und noch zu veröffentlichen Videomitschnitten gänzlich zum Abschluss bringen!</strong></p>
<p>Weitere „private“ Projekte liegen in der Pipeline. Neben dem eigenen Buchprojekt stehen weitere interessante Vorhaben auf meiner Liste. Die sind allerdings nur realisierbar, sofern ich den Punkt „Work-Life-Balance Verbessern“ sofort umsetze. Mehr zu den neuen Vorhaben kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen. Noch sind sie „geheim“. Und wer weiß, vielleicht tut sich ja auch in Sachen Liebe etwas bei mir. Man(n) soll ja nicht die Hoffnung aufgeben. <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In wenigen Stunden schlägt die Uhr Mitternacht. Dann ist es soweit… Ich starte <strong>SOFORT</strong> mit der Umsetzung meiner Vorsätze. Ob sich mein Leben dann tatsächlich drastisch zum Positiven ändert, bleibt abzuwarten. Ich bin aber zuversichtlich. Und in Zukunft bin ich jedem Leser dankbar für die freundliche Erinnerung, meine guten Vorsätze einzuhalten. Was habt Ihr eigentlich für (gute) Vorsätze getroffen?</p>
<p>Ups, der Text ist schon wieder viel zu lang geworden. Bleibt mir an dieser Stelle nur, Euch allen einen erfolgreichen Start ins Neue Jahr zu wünschen. In der Hoffnung, dass es uns alle besser trifft als das vergangene Jahr. Vor allem aber wünsche ich Euch Gesundheit und viel Liebe.</p>
<p>Frohes Neues Jahr!</p>
<p><em>Daniel</em></p>
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		<title>Fleißige Freunde aus Vietnam</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 08:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Nguyen-Trong Quan (genannt Quan) kam November 1991 zu uns ins Land. Seine Heimatstadt ist Thai Binh in Vietnam. „Das einzige was ich damals auf Deutsch sagen konnte war ,Guten Tag´ &#8211; mehr nicht“, erinnert sich der heute 43-jährige Familienvater. Er sei damals als Gastarbeiter in der Tschechoslowakei gewesen und schließlich nach Deutschland gekommen. Auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/screenshot.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-688" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/screenshot-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Nguyen-Trong Quan (genannt Quan) kam November 1991 zu uns ins Land. Seine Heimatstadt ist Thai Binh in Vietnam. „Das einzige was ich damals auf Deutsch sagen konnte war ,Guten Tag´ &#8211; mehr nicht“, erinnert sich der heute 43-jährige Familienvater. Er sei damals als Gastarbeiter in der Tschechoslowakei gewesen und schließlich nach Deutschland gekommen. Auf der Suche nach neuer Arbeit.</strong></p>
<p><strong></strong><span id="more-687"></span>„Ich war sehr neugierig auf das Land. Aber auch sehr nervös“, sagt Quan. Er habe Glück gehabt, weil er in Pirmasens in der Firma Dennerle einen guten Arbeitgeber gefunden habe. „Das war keine Selbstverständlichkeit. Denn auch damals gab es in der Region nur sehr wenige Arbeitsplätze.“ Sein neuer Chef <a href="http://dennerle.com/de/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=70&amp;Itemid=259" target="_blank">Heinz Dennerle</a>, habe ihm und seiner jungen Familie auch bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung geholfen. „Wir sind ihm und unseren Vermietern sehr dankbar“, sagt Quan. „Wir haben durch sie ein neues Zuhause gefunden, wo wir uns sehr wohl fühlen.“</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/quan1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-689" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/quan1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Doch das Wohlbefinden hierzulande könne nicht vom Heimweh ablenken, das ihn plagt. „Ich vermisse meine Familie, meine Geschwister, sehr. Vor drei Monaten waren wir das letzte Mal dort und der Abschied fiel uns sehr schwer.“ Darüber hinaus fehle ihm auch der Kontakt zu den ehemaligen Kollegen. Denn, wie er uns erklärt, war er mitnichten arbeitslos als er damals in die Tschechoslowakei kam. Quan gehörte zu einer Auswahl von Vietnamesen, die aufgrund ihrer „Zuverlässigkeit und des Fleißes“ ins Ausland vermittelt wurden. Damals arbeitete er als Glasbläser. Heute in der Logistik eines <a href="http://www.dennerle.com/" target="_blank">Unternehmens für Wasserpflanzen sowie weitere Teich- und Aquaristikprodukte</a>. Der äußerst sympathische Vietnamese leibt seine Arbeit, sagt er. Vor allem, weil er sich „integriert fühle“.</p>
<p>Ein Zustand, der sich schon sehr schnell eingestellt habe. Obwohl es anfangs große Sprachschwierigkeiten gab. „Ich habe zwar zwei Sprachkurse besucht, aber das war irgendwie zu wenig. Nur selten mal abends, weil ich ja auch tagsüber arbeiten musste. Aber ich hatte im Alltag viel Unterstützung durch Kollegen und auch meinen Nachbarn. Sie helfen mir auch heute noch bei für mich komplizierten Begriffen.“ Zuhause spricht Quan mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen (6 und 19 Jahre alt) Vietnamesisch. Ein Stück Heimat bewahren, wie er sagt.</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/viet1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-690" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/viet1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Kontakt zu seinen Liebsten in der vietnamesischen Heimat hält Quan via Internet. Er tut’s wie viele unserer Interviewpartner: per Skype und anderen Live-Chat-Programmen. Vor allem sein älterer Sohn nutze die Gelegenheit, um sein Vietnamesisch „in Schuss zu halten“. Der Nachwuchs spreche hervorragend Quans Heimatsprache, verkündet er uns stolz.</p>
<p>Währenddessen steigt uns bereits ein angenehmer Duft in der Nase. Quans Frau hat eine riesige Portion Nudeln nach original vietnamesischer Rezeptur zubereitet. Eigentlich sind wir viel zu spät dran, müssen weiter. Nach Indien. Aber der Magen knurrt. Und es riecht einfach verdammt lecker. Quan will noch ein vietnamesisches Bier anbieten, doch wir können uns dagegen wehren – schließlich gilt: Don’t drink and drive!</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/IMG_6038.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-691" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/IMG_6038-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Beim gemeinsamen Essen wird uns dann im Gespräch noch eines sehr deutlich: Quan bekommt nichts „geschenkt“. Er und seine Frau finanzieren die Familie ohne staatliche Zuschüsse. „Deswegen reisen wir auch nur selten nach Vietnam“, sagt Quan. Die Flüge für eine vierköpfige Familie seien sehr kostspielig. „Und was wir fürs Leben brauchen, haben wir“, sagt er. Was barucht man mehr, um glücklich zu sein. Egal, in welchem Land.</p>
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		<title>Zwischen Heimweh und Fernsucht</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich kam Cristina vor sechs Jahren nur nach Deutschland, um der Hochzeit ihrer Schwester beizuwohnen. Doch sie verliebte sich bei der Gelegenheit unsterblich in ihren heutigen Mann und blieb &#8211; bis heute. An den ersten Tag in Deutschland  kann sich die 41-Jährige noch sehr gut erinnern. &#8220;Es war ein Sommertag. Wir hatten 30 Grad und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Brasil1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-679" title="Brasil1" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Brasil1.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Eigentlich kam Cristina vor sechs Jahren nur nach Deutschland, um der Hochzeit ihrer Schwester beizuwohnen. Doch sie verliebte sich bei der Gelegenheit unsterblich in ihren heutigen Mann und blieb &#8211; bis heute.</strong></p>
<p>An den ersten Tag in Deutschland  kann sich die 41-Jährige noch sehr gut erinnern. &#8220;Es war ein Sommertag. Wir hatten 30 Grad und sind auf ein Weinfest gegangen. Das war das erste Mal, dass ich ein solches Fest hier besucht habe&#8221;, sagt sie. Neben Wein böte unser Land noch viel mehr Annehmlichkeiten. &#8220;Deutschland ist so schön&#8221;, betont Cristina. Sie führe mit ihrer Tochter ein sehr viel besseres Leben als in Brasilien. Angefangen bei den Arbeitsbedingungen und den Verdienstmöglichkeiten. &#8220;Hier verdiene ich mehr Geld&#8221;, sagt Cristina. Sie arbeitet bei der Firma <a href="http://dennerle.com/de/" target="_blank">Dennerle</a> in Vinningen. Europas größter Anbieter für Wasserpflanzen und namhafter Hersteller für weitere Aquaristik- und Teichprodukte.</p>
<p>Dazu muss gesagt werden, dass wir den Kontakt zu Cristina auch über <a href="http://dennerle.com/de/" target="_blank">Dennerle </a>herstellen konnten. Daniel (also ich) betreut das Unternehmen als PR Manager. Darüber hinaus hat Dennerle sich entschieden, sich als Unterstützer bei unserem Projekt einzubringen. So konnten wir etwa einige <a href="http://dennerle.com/de/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=85&amp;Itemid=131" target="_blank">Nano Cubes</a> für einen <a href="http://80-stunden-weltreise.digital-dictators.de/2011/10/21/nano-cube-ersteigern-und-dabei-gutes-tun/" target="_blank">Guten Zweck</a> versteigern (die Aktion brachte einen Erlös von knapp 450 Euro). &#8211; <em>Dies sei an dieser Stelle nur erwähnt, damit nicht gleich der Verdacht &#8220;versteckter Werbung&#8221; aufkommt. Ich mache hier also ganz offen &#8220;Werbung&#8221; für das Unternehmen, weil es uns bei dem Projekt sehr unterstützt hat. </em> <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Brasil4.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-681" title="Brasil4" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Brasil4.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Zurück zu Cristina. Ein weiterer Faktor, der für Deutschland und gegen ihre Heimat Belo Horizonte in Brasilien spricht ist, dass &#8220;mein Kind hier in Sicherheit spielen kann&#8221;, sagt sie. In ihrem Heimatland sei die Kriminalitätsrate noch immer erschreckend. Die Gefahr, dass dem Nachwuchs beim Spielen etwas geschehe entsprechend hoch. Darüber hinaus lobt Cristina das deutsche Bildungssystem (Hört! Hört!). &#8220;In Brasilien sind die staatlichen Schulen leider nicht so gut wie die Privatschulen. Und die wiederum müssen teuer bezahlt werden. Nur die wenigsten Menschen können sich das leisten. Hier in Deutschland ist das System wesentlich besser. Die Schulen hier sind seeeehr gut&#8221;, betont sie. Die Kinder bekämen hier vieles gestellt, was in Südamerika extra bezahlt werden müsse. Schwimmunterricht. Ärztliche Kontrollen. Lehrmittel. &#8220;Ich liebe Deutschland von Beginn an&#8221;, sagt sie.</p>
<p>Für ihre mittlerweile 13 Jahre alte Tochter war der Start in unserem Land nicht so einfach. Als sie als Siebenjährige an die Weinstraße zog, hat sie &#8220;große Probleme gehabt&#8221;. Sie habe ihre Freunde sehr vermisst, das deutsche Essen habe ihr nicht geschmeckt und die Sprache bereitete ihr auch Probleme. &#8220;Heute ist das glücklicherweise anders&#8221;, freut sich Cristina. &#8220;Meine Tochter hat viele Freunde hier gefunden, isst sehr viel und sehr gerne deutsches Essen und auch die Sprache beherrscht sie sehr gut. Ja, man kann sagen, dass sie sehr gut integriert ist.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Brasil3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-682" title="Brasil3" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Brasil3-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Doch auch <a href="http://www.kochmeister.com/r/63458-schweinshaxe-mit-sauerkraut.html" target="_blank">&#8220;Haxe mit Sauerkraut&#8221;</a> kann nicht über die Sehnsucht nach Freunden und Familie in Brasilien hinweg trösten. &#8220;Ich habe immer Heimweh nach Brasilien. Aber ich wohne hier. Mein Mann ist Deutscher. Ich muss also noch mindestens ein paar Jahre hier bleiben.&#8221; Das heiße aber nicht, dass sie sich in Deutschland nicht wohlfühle. Das habe sie ja schon betont. &#8220;Ich habe jetzt zwei Zuhause. Wenn ich in Brasilien bin, vermisse ich Deutschland. Und umgekehrt&#8221;, sagt sie. Jedes Land habe seine Vor- und Nachteile. &#8220;Ein Besuch bei der Bank ist zum Beispiel hier wesentlich entspannter. Du kannst ganz frei reingehen und Dich beraten lassen. In Brasilien musst Du erst durch eine Sicherheitsschleuse, wirst von bewaffneten Männern beobachtet, ziehst eine Nummer und musst Dich in eine ellenlange Schlange einreihen. Du brauchst dort viel Zeit. Oder auch der Vergleich mit den öffentlichen Bussen ist gut. In meinem Heimatland ist das eine Katastrophe. Immer voll und längst nicht so bequem und komfortabel wie in Deutschland. Außerdem ist dann immer noch die Frage, ob der Bus in Brasilien pünktlich ist und tatsächlich an der Haltestelle anhält, um dich mitzunehmen.&#8221;</p>
<p>Fragen, die sich Cristina vielleicht in knapp zehn Jahren wieder täglich stellen muss. Denn sie und ihr Mann haben große Pläne. &#8220;Mein Mann geht in neun Jahren in Rente und wir haben uns überlegt, ob wir dann sechs Monate im Jahr in Brasilien und sechs Monate in Deutschland leben&#8221;, sagt sie. (Das war übrigens bis vor einem Jahr auch Daniels Plan. Im Monatswechsel wollte er in beiden Ländern leben, um auch der Betreuung seines Sohnes gerecht zu werden. Er hatte während seiner Zeit in Rio de Janeiro aber schnell realisieren müssen, dass er es sich finanziell nicht leisten kann.)</p>
<p>Für längere Zeiträume sollte eine Finanzierung für Cristina und ihren Mann allerdings kein Problem darstellen. Vor allem kann sich Cristina regelmäßig auf das &#8220;Fernweh&#8221; und der damit verbundenen Rückkehr nach Deutschland freuen: &#8220;Denn dann gibt es wieder Haxe mit Sauerkraut&#8221;, sagt sie und lacht.</p>
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		<title>Brasilianisches Blut in der Fußball-Arena</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 08:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgende Geschichte kam zustande, weil Marvin Kleinemeier unseren Ausführungen über unser anstehendes Reiseprojekt auf einer spontanen Session beim vergangenen Barcamp in Bielefeld lauschte. Der Mitarbeiter der  Paderborner Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleitungsmanagement (gpdm) betreut das Projekt &#8220;arena4you&#8221; (das wir in einem gesonderten Beitrag noch genauer beschreiben werden) und vermittelte uns somit den Kontakt zu einem brasilianischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die folgende Geschichte kam zustande, weil <a href="http://www.twitter.com/rumdiarist" target="_blank">Marvin Kleinemeier</a> unseren Ausführungen über unser anstehendes Reiseprojekt auf einer spontanen Session beim vergangenen Barcamp in Bielefeld lauschte. Der Mitarbeiter der  Paderborner Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleitungsmanagement (gpdm) betreut das Projekt &#8220;<a href="http://arena4you.de/" target="_blank">arena4you</a>&#8221; (das wir in einem gesonderten Beitrag noch genauer beschreiben werden) und vermittelte uns somit den Kontakt zu einem brasilianischen Veranstaltungstechniker in der <a href="http://www.commerzbank-arena.de/startseite" target="_blank">Commerzbank Arena in Frankfurt</a>. Mehr noch: Marvin empfing uns in Frankfurt und lotste uns durch den Termin. (Danke hierfür noch einmal, Marvin!)</em></p>
<div id="attachment_671" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/brasil4.jpg"><img class="size-medium wp-image-671" title="brasil4" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/brasil4-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Leider unscharf <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p><strong>Für Jean Pereira war das neue Leben in Deutschland anfangs eine große Umstellung. &#8220;Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Habe Zuhause in Belo Horizonte Theater gespielt und hatte einen sehr großen Freundeskreis&#8221;, sagt der Brasilianer. Hier in Deutschland musste er von Null anfangen. &#8220;Die ersten zwei Jahre habe ich noch gezweifelt, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist.&#8221; </strong></p>
<p>Er konnte nicht ein einziges Wort Deutsch und wegen der bürokratischen Verhältnisse durfte er auch noch nicht zur Schule gehen. Das war 2001. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten hat er durchgehalten, ist hier geblieben. Auch seiner Familie zuliebe. Denn seiner Mutter zog es schon ein paar Jahre vorher nach Deutschland. &#8220;Sie hat auf meine Cousine aufgepasst, war also Babysitter. Dann hatte sie sich in einen deutschen Mann verliebt und ist hier geblieben.&#8221; Er sei dann später nachgekommen. Wir er denn unsere Sprache gelernt habe. &#8220;Nun, wie gesagt, ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Ich habe nebenher noch Spanisch und Italienisch gelernt. Insgesamt sind es jetzt fünf Sprachen. Dafür bin ich aber auch total schlecht in Mathe und Physik&#8221;, sagt der 25-Jährige. Das sei insbesondere für die Ausbildung zum Fachmann für Veranstaltungstechnik in der Commerzbank Arena eine Herausforderung gewesen. &#8220;Wenn man Formeln in die Hand gedrückt bekommt, die man nicht versteht, aber befolgen soll, das ist das Schwierige daran&#8221;, sagt er.</p>
<div id="attachment_672" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/brasil3.jpg"><img class="size-medium wp-image-672" title="brasil3" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/brasil3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Marvin Kleinemeier</p></div>
<p>Das Thema leitet uns auch sogleich ein in die Unterschiede zwischen Brasilien und Deutschland. &#8220;Die Mentalität unterscheidet sich sehr.&#8221; Die Deutschen seien eher zurückhaltend im Wesen. Die Südamerikaner hingegen gastfreundlicher und offener. &#8220;Die Deutschen denken außerdem immer an Morgen, also an die Zukunft. Die Brasilianer hingegen denken mehr an das Heute. Was manchmal auch schlecht sein kann, denn die geben ihr Geld auch immer sofort aus und legen es nicht für die Zukunft auf die hohe Kante&#8221;, sagt Jean. Letztlich gelte für seine Landsleute aber der Spruch: Arm, aber glücklich! Die Deutsche Mentalität sei aber schließlich die erfolgreichere. Und damit vielleicht auch erstrebenswertere.</p>
<p>Kann er sich noch an seienn ersten Tag in Deutschland erinnern? Jean muss lachen: &#8220;Ja, es hat geregnet. Es war eher ein englandmäßiges Wetter.&#8221; Doch die veränderten klimatischen Bedingungen &#8211; in Brasilien herrschen fast ganzjährig tropische und subtropische Temperaturen &#8211; machen ihm nichts aus. &#8220;Meine Arbeitskollegen frieren sehr viel öfter als ich.&#8221; Es ist also nicht unbedingt das Wetter, das er vermisst. Auch nicht die brasilianischen Telenovelas. Denn die werden Zuhause von der Familie rauf und runter gesehen. Vielleicht noch ein bisschen das brasilianische Essen. Denn das gibt es seltener als damals.</p>
<div id="attachment_673" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/brasil6.jpg"><img class="size-medium wp-image-673" title="brasil6" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/brasil6-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Marvin Kleinemeier</p></div>
<p>Was ihn doch ein wenig stört hierzulande, &#8220;ist, dass ich immer mit anderen Augen betrachtet werde. Die meisten halten mich für einen Türken oder Araber, was oft mit Vorurteilen einhergeht. Aber ich ann und will ja auch kein Schild, auf dem &#8220;Ich bin Brasilianer&#8221; steht, tragen.&#8221; Denn das sei das Erstaunliche: Sobald er mit seiner gebürtigen Identität aufwartet, schauen die Menschen meist interessiert. &#8220;Brasilien ist ein Land, das mit vielen schönen Dingen in Verbindung gebracht wird.&#8221; Mit Fußball zum Beispiel. Aber dafür sei bei ihm kein Talent vorhanden. Jean arbeitet trotzdem im Fußballstadion. Und die Arbeit mache ihm Spaß. &#8220;Es ist abwechslungsreich hier. Hier müssen ja nicht nur Spiele organisiert werden. Sondern auch Konzerte und andere Großveranstaltungen. Ich fühle mich wohl hier. In Deutschland und mit meiner Arbeit&#8221;, sagt er.</p>
<p><strong>Jean, muito obrigado para a conversação!</strong></p>
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		<title>Italienische Kultur für den Westerwald</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 08:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Hopkins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle & Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolf Pracht ist Stammgast im Restaurant von Nanni und Maria Sagheddu im beschaulichen Puderbach. &#8220;Die beiden haben die italienische Kultur in den Westerwald gebracht&#8221;, sagt er. Die Geschichte der beiden Sardinier ist eine sehr lange und man könnte sicher ein Buch darüber schreiben. So interessant ist sie. Das Interview in ihrer Pizzeria &#8220;Il Nuraghe&#8221; war mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/nanni3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-664" title="nanni3" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/nanni3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wolf Pracht ist Stammgast im Restaurant von Nanni und Maria Sagheddu im beschaulichen Puderbach. &#8220;Die beiden haben die italienische Kultur in den Westerwald gebracht&#8221;, sagt er. Die Geschichte der beiden Sardinier ist eine sehr lange und man könnte sicher ein Buch darüber schreiben. So interessant ist sie. Das Interview in ihrer Pizzeria <a href="http://www.pizza-nuraghe.de/" target="_blank">&#8220;Il Nuraghe&#8221;</a> war mit Abstand das längste, das wir auf unserer Reise geführt haben. Wir versuchen mal, die wichtigsten Punkte in diesem Blogbeitrag in gekürzter Form zu umreißen</strong>. <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Kennengelernt haben sich die beiden in Sardinien. Maria war 17 Jahre alt als der damals 24-jährige Nanni einige Installationsarbeiten für ihren Vater im sardischen Elternhaus übernahm. &#8220;Es war Liebe auf den ersten Blick&#8221;, sagen beide unisono. Bei den Renovierungsarbeiten passiert Nanni ein Missgeschick. Ihm fällt eine Zange auf den Boden, was eine Macke in den frisch gelegten Fliesen hinterließ. Marias Vater behielt 20.000 Lire ein und sagte: &#8220;Du bekommst das Geld, wenn die Macke behoben ist.&#8221; Das war kurz vor der Abfahrt der gesamten Familie nach Deutschland. Ausgerechnet am Tag der Abfahrt taucht Nanni am Haus der Familie auf. &#8220;Der Vater rief noch aus dem oberen Stockwerk: Der bekommt kein Geld von mir.&#8221; Nanni war aber gar nicht an den 20.000 Lire interessiert. Er wollte mehr. Er wollte seine Tochter Maria.</p>
<p>Die Familie reiste nach Deutschland und Nanni drei Jahre später nach. &#8220;Ich wollte bei Maria sein. Sie näher kennen lernen&#8221;, sagt er. Und die drei Jahre Trennung überstehen sie auch. Der großen Liebe tut es keinen Abbruch. Weihnachten macht Nanni seiner geliebten Maria im Kreise ihrer Familie einen Heiratsantrag. Doch zusammenziehen dürfen die beiden da noch nicht. So will es die sardische Tradition. &#8220;Unverheiratet durfte man in unseren Familien nicht zusammenziehen&#8221;, erklärt der heute 57-Jährige.</p>
<p><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/nanni2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-665" title="nanni2" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/nanni2-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>In der Zwischenzeit ereilt Marias Familie ein Schicksalsschlag. Ihr Haus brennt völlig ab. &#8220;Wir standen plötzlich mit leeren Händen da&#8221;, erinnert sich Maria. Da habe sich erstmals sehr deutlich die Hilfsbereitschaft der deutschen Mitbürger gezeigt. &#8220;Der ehemalige Chef meines Vaters hat uns sofort eine neue Wohnung organisiert. Fast jeder im Ort hat geholfen und uns mit dem Nötigsten versorgt: Kleidung, Möbel, Lebensmittel. Wir konnten gar nicht dankbar genug sein.&#8221; Ein erstes deutliches Anzeichen dafür, dass die Italiener im Kreise der Deutschen akzeptiert wurden. Als eine von ihnen. Maria hat Tränen in den Augen, als sie von den Improvisationskünsten ihres Vaters berichtet. &#8220;Er hat nicht nur damals in den schweren Stunden viel, sehr viel für unsere Familie getan.&#8221;</p>
<p>Und dann wird geheiratet. &#8220;Wir waren 650 Personen und feierten auf drei Etagen im Rohbau meines Bruders&#8221;, sagt Nanni. Und Maria erinnert sich noch an das Versprechen ihres frisch Angetrauten: &#8220;In den Flitterwochen wollten wir eigentlich nach Rom. Stattdessen haben wir gearbeitet. Nach 25 Jahren Ehe haben wir es endlich nach Rom geschafft.&#8221; Ja, Nanni hat viel gearbeitet. Als Installateur in einem Krankenhaus in Wolfsburg, später hat er auch in der Gastronomie geholfen. Eines Tages wollte er zusammen mit seiner Frau ein eigenes Restaurant eröffnen. &#8220;Meine Kollegen haben damals sehr über die Kochkünste meiner Frau geschwärmt&#8221;, berichtet der 57-Jährige. Und an dieser Stelle sei auch gesagt, dass wir an diesem Tag die mit weitem Abstand BESTEN Nussecken ever gegessen haben. Maria gab sie uns als Wegzehrung mit. &#8220;Komplett selbst gemacht&#8221;, sagt sie. Dafür alleine lohnt es sich schon, in deren Restaurant in Puderbach aufzuschlagen.</p>
<p>Wie auch immer, Nanni erzählt uns von seinem Glück, wie er an das heutige Restaurant gekommen sei. &#8220;Wir haben sehr viel Arbeit in die Renovierung des Restaurants gesteckt. Zeit und Geld. Plötzlich sollte das Haus zwangsversteigert werden, weil der Vermieter in massiver Finanznot geriet. Und wir sahen schon unsere Felle davon schwimmen. Doch die hiesige Bank gewährte uns einen Kredit über 316.000 Euro und unsere Existenz war gesichert&#8221;, erklärt Nanni. Heute führen sie laut Stammgast Pracht &#8220;das erfolgreichste und beliebteste Restaurant in der Region&#8221;.</p>
<div id="attachment_666" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Nanni1.jpg"><img class="size-medium wp-image-666" title="Nanni1" src="http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/files/20//2011/12/Nanni1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Stammgast Wolf Pracht (er schlug uns Nanni uns seine Familie als Teilnehmer vor)</p></div>
<p>Und das nicht nur wegen des hervorragenden Essens. Alleine schon das Ambiente des italienischen Gasthauses vermittelt südländisches Lebensgefühl. An der Decke der im Vorbau befindlichen Eisdiele &#8211; die in zweiter Generation vom Sohn geführt wird &#8211; befindet sich ein von Hand gefertigtes Fresko. Nicht alles aus Italien kann Familie Sagheddu in den Westerwald bringen. Es sind die Dinge, die sie selbst auch sehr vermissen: das schöne Wetter, die Gelassenheit, die Geselligkeit.</p>
<p>Aber dafür schätzen die zugezogenen Italiener aus dem Westerwald die deutsche Pünktlichkeit, Genauigkeit und Klarheit, wie sie sagen. Ja, wir fühlen uns voll integriert. Die Leute aus der näheren Umgebung seien stolz darauf, dass sich die Sagheddus in ihrer Mitte wohlfühlen. In Sachen Integration seien keine Wünsche mehr offen. Der einzige Wunsch, der Maria Sagheddu umtreibt, ist: &#8220;Ich wünsche mir für meinen Sohn eine Frau, die ihm den Rücken freihält. Und mit ihm viele Enkelkinder für uns in die Welt setzt.&#8221; &#8211; Und wir überlegen, ob wir den Titel unseres Projektes in &#8220;Schwiegertochter gesucht!&#8221; ändern sollen.</p>
<p>Grazie! Für ein sehr interessantes und ausgiebiges Gespräch. Und natürlich für die super leckeren Nussecken (wir haben selbst gemachte Nussecken als Proviant mit auf den Weg bekommen &#8211; suuuuper Lecker!)! Wir kommen wieder. Versprochen! <img src='http://www.stern.de/blogs/extreme-couch-hopper/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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