1. Mai 2012 – Klassenkampf der Rente mit 67!
Mit Einführung der »Rente ab 67« verlängert sich für jeden von uns die Lebensarbeitszeit ab sofort bis 2024 pro Jahr um einen Monat. Bis 2029 sind es dann 2 Monate pro Jahr. Wer heute 55 ist, muss also nicht bis 65 arbeiten, sondern bis 65 und 10 Monate. Ist es an der Zeit, alte Traditionen wieder aufleben zu lassen? 1. Mai, Kampftag der Arbeiterklasse? Nieder mit der Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung, den versteckten Rentenkürzungen? Wohl kaum, denn gleichzeitig steigt die Lebenserwartung im selben Zeitraum jedes Jahr um ca. 3 Monate. Und damit fehlt unserer Empörung das überzeugende Argument. Eigentlich eher ein fairer Deal und gesellschaftlich sowieso unabwendbar. Von mir aus könnten wir allerdings ab sofort ein Jahr länger arbeiten. Dann würden die Generationen, die jetzt in Rente gehen und ordentlich abgeräumt haben, auch schon ihren Beitrag leisten. Und von mir aus kann der Haymarket Riot, Mutter aller Klassenkampftage, dann auch gleich ausfallen. Blödes Gejammer

Guten Tag Herr Zapp,
ich habe da noch eine viel bessere Idee – Menschen wie Sie, beruflich finanziell gut abgesichert sind (die Wahrscheinlichkeit, dass dies bis zu Ihrem gesetzlichen Rentenalter so bleiben wird, ist garantiert weit oberhalb von Null, im Gegensatz zu der Mehrheit der deutschen ArbeitnehmerInnen), arbeiten bis zum letzten Lebenstag.
Für Menschen wie Sie – kein Rentenalter. Arbeiten bis zum Schluss. Und da Sie ja nicht körperlich schwer arbeiten müssen, dürfte das auch kein Problem für Sie werden. Das bisschen “Kopfarbeit” – *abwink*, dass werden Sie auch noch mit 80 Lebensjahren leisten können. Garantiert
)
Guter Beitrag!
Wer möchte nicht mir 50 bei vollen Bezügen in den Ruhestand gehen? Es muss sich nur jemand finden, der es bezahlt. Griechenland hat es vorgemacht, andere europäische Staaten wünschen sich die Vollversorgung wieder herbei und machen die deutsche Europolitik schlecht. Sollten sich Hollande in Frankreich und Rot-Grün in Deutschland durchsetzen, wird es kein Halten mehr geben. Nach dem Motto \lass uns essen und trinken, morgen wird die Welt untergehen\, versuchen viele Menschen ihrem Selbstmitleid einen Sinn zu geben. \Alles Currywurst\, sagt die SPD im NRW-Wahlkampf, obwohl sie es besser wissen müsste. Die Aussicht auf ein paar Jahre Regierung lässt sie (die SPD) die eigenen Überzeugungen als hindernden Balast über Bord werfen.