Emil lässt seine Mutter für eine ganze Weile nicht mehr los. Gerade sieht er sie zum ersten Mal seit einem Monat. Die Mutter lacht, ihr laufen Tränen der Freude über die Wangen, und Bairon und ich fühlen uns ein bisschen fehl am Platz. (weiterlesen …)
Marie-Ange lacht laut, schenkt mir ihr schönstes Lächeln und ich kann nicht anders, als zurück zu lächeln. „Louis, du stellst so viele Fragen, iss lieber deine Mango!“ Marie-Ange ist 16 Jahre alt, genau wie ihre Schwester Ange-Marie (sie heißen wirklich so!) und ihr Bruder Jean. Sie sind Drillinge. „Aus deinen Haaren kann man keine Dreadlocks machen, Louis“, sagt sie und lacht schon wieder. (weiterlesen …)
Heute morgen haben mich die Ärzte des Zentral-Krankenhauses von Haiti
angerufen und gesagt, sie hätten nicht mehr genug Sauerstoff und andere
Ressourcen, um Marevie ausreichend zu versorgen. Gleich an meinem
ersten Tag in Haiti hatte ich das stark unterernährte Mädchen ins
Krankenhaus gebracht. Sie war etwa ein Jahr alt und wog vier
Kilo!(nachzulesen in: "Louis, das ist jetzt Deine Tochter") (weiterlesen …)
Sechs Uhr früh, noch ist es dunkel, der Hahn kreischt zum fünften Mal,
und ich schleppe mich aus dem Bett, kippe mir Wasser aus einer Schüssel
über den Kopf und mache mich auf den Weg ins Büro. Die 50 Emails sind
schnell überflogen: alles Updates von Cluster-Meetings und Anfragen von
anderen NGOs. (weiterlesen …)
Letzte Woche, am 25. Februar, hatte ich berichtet, dass der Fahrer
Luckner, der für SOS hier in Haiti seit vielen Jahren arbeitete,
angeschossen worden war, als jemand versuchte, sein Auto zu stehlen.
Wir haben viele Tage nichts von Luckner gehört. Inzwischen wissen wir
ein wenig mehr. (weiterlesen …)
18°35’44.30"N 72°15’6.69"W. Das sind die Koordinaten des
SOS-Kinderdorfs hier in Santo. Das ist ziemlich wichtig, denn hier gibt
es so gut wie keine Straßennamen, und die Hilfsorganisationen finden
sich gegenseitig nur über die Koordinaten. Ich habe ein wenig
gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte, aber mittlerweile frage
ich schon ganz automatisch nach den Koordinaten und nicht nach der
Adresse. (weiterlesen …)
Dieser Text ist von Louis Klamroth, der ab sofort das blog übernimmt. Die Autoreninformation folgt in Kürze. — Hier im SOS-Dorf gibt es einen Kindergarten, in den jeden Morgen 250
Kinder stürmen. Hier malen, singen, spielen und lernen die Kinder. Da
ich auf dem Weg von meinem Schlafplatz zum Büro am Kindergarten vorbei
muss, schaue ich morgens oft kurz rein. Die Kinder schreien zu
Begrüßung immer laut "Blanc", da meine Haut und meine Haare so weiß
sind. (weiterlesen …)
Dieser Text ist von Louis Klamroth, der ab sofort das blog übernimmt. Die Autoreninformation folgt in Kürze.
Die meisten Menschen hier in Haiti leben seit dem Erdbeben buchstäblich
im Müll. Tausende leben dicht gedrängt in improvisierten Zelten, in der
Innenstadt stinkt es, und Toiletten gibt es auch fast keine. Unter
einer kleinen Plane schlafen oft zehn Menschen, und Essen wird in den
Müllbergen gesucht. Die hygienischen Verhältnisse sind unvorstellbar
schlecht.
Dieser Text ist von Louis Klamroth, der ab sofort das blog übernimmt. Die Autoreninformation folgt in Kürze.
An meinem ersten Tag in Haiti bin ich mit einer Gruppe
Sozialarbeiterinnen in ein Community Center gefahren, um Essen
auszuteilen. Alle der rund 100 Kinder wirkten fröhlich und sangen ein
Begrüßungslied. Ein Kind aber regte sich kaum und lag auf dem Schoß
eines anderen. Ich ging zu den beiden hin und bemerkte, das Marevie
viel, viel zu dünn war. Marevie ist ungefähr ein Jahr alt und wiegt 4
Kilo.
Dieser Text ist von Louis Klamroth, der ab sofort das blog übernimmt. Die Autoreninformation folgt in Kürze.
Gestern war ein schwerer Tag. Ich bin wie immer um 6:00 Uhr aufgestanden,
habe meinen Zimmernachbarn Edgardo, den Finanzchef von SOS-Guatemala,
geweckt, und dann haben wir uns auf den Weg zum Flughafen gemacht.
Überall am Straßenrand sieht man Menschen, die sich mit Hilfe von
Planen eine kleine Behausung gebaut haben.
Oft tun sie sich zusammen und bauen sich so ein kleines Zeltdorf auf.




