Erwartet man jetzt was spektakuläres, weil es der letzte Buchstabe im retrograden Alphabet ist? Das gute „Aaaaaaaa“? A wie Afrika wäre was. A wie Alleskönner? Nicht gut, meint ihr, weil ich dann sowieso über mich schriebe? A wie Available light. Hatten wir schon. Indirekt. Ich könnte zum A wie Abschluss, etwas über A wie Arschgeigen schreiben. O.k., geht auch nicht. Ist auch wieder zu egoman. A wie Anaconda? Zu lang. Apfel-A? Zu gesund. Dann nehme ich doch mal A wie Automobiles.
Wenn man hier im KFZ-Mordor von „Carrus Populi“ sein fotografisches Unwesen treibt, kommt man nicht umhin, eine A wie Allianz einzugehen. Naja, müssen müsste man nicht, aber können kann man. Wenn man wollen will. Immerhin bekommt man dann Kraftfahrzeuge vor die Linse gekutscht, die in Sachen Modernität schon mal ganz weit vorne sind. Über eine gepflegte designtechnische Langweile auf 4 Rädern mag man dabei streiten, zumal sich seiner Zeit im Stern schon der zuständige Ressortschreiber über das Fahrzeug der 6. Generation und dem Namen eines Schlag- und Ziel-Ballspieles auf Rasen umfassend ergoss. Man kann ja nicht immer nur die Rosinen aus dem Kuchen picken, nicht wahr?
(Anm. d. Verf. : Nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht. Das Gefallen diverser Fahrzeuge aus einem Hause, repräsentieren lediglich eine unsachliche und rein emotionale Momentaufnahme hinsichtlich simpler Äußerlichkeiten. Technische Vorzüge und Qualitäten zu beurteilen, läge mir dabei gänzlich fern und liegt nicht in meinem Kompetenzbereich. Aber man darf ja auch mal schön unsachlich sein. Ist ja der Vorzug des ironischen Kommentars.)
Meine höchstpersönliche Affinität zu Gefährten aus dem Sternen-Tempel ist da vielleicht auch nicht ganz unschuldig, dass ich kühlerfigur-freie Autos eher unscheinbar empfinde. Als Naturwissenschaftler könnte ich das lückenlos aus dem ethologischen Fundus heraus erklären, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Fazit darauf jedenfalls ist, dass ich also überhaupt nichts dafür kann, wenn ich den Blick über Benzhauben als einen Aspekt der frühkindlichen Prägung zur Entschuldigung vorbringe
Fakt ist jedenfalls, dass das Ablichten der Vehikel so eine eignen „Gesetze“ hat. So sind spiegelnde Flächen natürlich schon sehr cool, allerdings nervt es auch, wenn man bei einem Oldtimer-Treffen versucht, die barocken Chromgeschwülste am Hintern eines 56´er Chevy´s stimmig in den Sucher zu zwängen und ein merkbefreiter Endsechziger ständig sein weihnachtsmannbart-befranstes Hypertonie-Antlitz in jeder Biegung und Wölbung mit ins Bild platziert. Da man bei solchen Gelegenheiten eher selten Autos in der Totalen abgelichtet bekommt, hilft oft nur die Konzentration auf fotogene Details. Hardcore-Stempler können auch gerne alles drum herum wegstempeln. Ich versuche in dem Falle – wenn lokal möglich – den eitlen Oldtimerbesitzer immer dort zu erwischen, wo er erwischbar ist. Nämlich bei seiner Eitelkeit und als Ergebnis hab ich dann einen Termin, wo nur genau SEIN Auto der „Star“ eines Shooting werden könnte. Kinder, kleine Tiere und alte Autos….dafür machen die „Besitzer“ alles
Schlägt man dabei den Leuten vor, dass Coupé, den Super-Sportler oder die Kult-Karre noch ganz besonders und individuell in einem Studio ins Rechte Licht zu rücken, dann hat man die Karre so gut wie auf´m Chip….oder Film….oder so.
So kann man zwischen kommerzieller Bildsprache und individueller Perspektive hin und her tüfteln. Und vielleicht hat man auch mal die Möglichkeit, bei einer Sprit-Vernichtungs-Kampagne namens Autorennen, in der Boxengasse herum zu lungern und die Kamera schweifen zu lassen. Nur eine Sache sollte man dabei bedenken. Unbedingt wirklich gute Ohrenstöpsel einpacken! Das ist da nämlich nicht nur laut. Das ist infernalisch! Mir ist am nächsten Tag tatsächlich die Krone aus´m Zahn gefallen.
Positiver Nebeneffekt. Als ich dem Zahnarzt bei der spontanen Wiederinstandsetzung des Beißwerkzeuges von der (vermeintlichen) Ursache berichtete, hatte ich eine Woche später ein „Date“ mit seinem luftgekühlten Boxer aus den 70´ern. Und ob nun vier oder sechs Pötte. Der Sound is´´ ma einfach geil. Sach ich ma so.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Wenn mir jemand einen MB 500 SEC in Goldmetallic besorgen könnte. Über Infos dazu würde ich mich freuen.
Mit der kleinen Bauernkutsche in die große Stadt. Oder so ähnlich. Man verzeih mir das Ka-Eff-Zett-lastige, aber irgendwie bot sich das frühlingshafte Strahlemann-Wetter an, die Karre mal nicht nur als rollbaren Witterungsschutz gegen winterliche Unbilden zu betrachten.
Und wenn die ganzen Snob-Bubis, den weissen Pseudo-Segel-Pulli mit dem dunkelblauen Kragenstreifen, lässig um die Schulter geworfen, Mamas Cabrio aus dem Hause „Carrus Populi“ weltwichtig durch die ohnehin schon verstopfte „Innenstadt“ kutschen, akribisch darauf achtend, dass man auch den arisch gemeisselten Blondschopf-Scheitel in der klaren Aprilluft blinken sieht, ja, dann kann ich auch meine Eins-Komma-Drei-Tonnen Schwabenstahl schneepflugartig durch die ausgehfeine Landeier-Ansammlung drücken.
Mit Wonne war ich so herrlich dekadent unökologisch. Solange es noch geht eben. Da muss ich mein urbanes Arbeitsgerät doch für verschwenderische 50 Cent einfach in einem Parkhaus rumfahren und mit Absicht nicht wirklich parken. Wie ein Alien wird man betrachtet, wenn man nur die Karre von einem passenden fotogenen Platz zu anderen jongliert. Kurz aussteigt, das Auto fotografiert, wieder einsteigt und das ganze wiederholt. Nur um an anderer Stelle das ganze noch einmal zu tun.
Zweifelnde Blicke, die zwischen dem eignen, vehement vom Munde abgesparten Vorzeige-Werksfahrzeug mit dem Charme eines 200-Meter-Strandabschnittes Dänemarks im tiefsten November und dem angedengelten High-Rider mit dem lautmalerischen Mädchennamen des Erfinders der selbigen Marke hin- und her schwappen und sich fragen, was denn an ihrem Statussymbol wohl so uninteressant sei, im Verhältnis zu dem impala-metallic-farbenen Sternträger im Brotkasten-Design. Naja. Ein Blick genügt, denke ich mal, nech ?
Nach 15 Minuten die Stahlnase durch die Betonspirale wieder nach unten gekurbelt, ein paar drollige Bildchen im Kasten, ging´s dann ab ins Café. Bringt ja nix nur wie die von ihren biologischen Vorgesetzten gesponsorten Bachelor-Studenten mit dem Klein-Cabrio im Eduscho-Look davor rum zu gurken.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Versprochen! Jetzt kommt erstmal nix mit Autos und so.
Die Diva muss weg. Also galt es zu handeln, bevor die schmucke 6-Zylinder-Karosse von dannen zieht. Konsequenz daraus. Rein in das Baby und die 41-jährige Lady noch einmal ins rechte Licht rücken.
Dafür gibt es – nach meiner bescheidenen Meinung – kaum etwas besseres, als leicht diesigen Abendhimmel. Knallsonne macht dabei zu harte Reflexe. Konturen, Linien und Details kommen aber bei der größten Softbox der Welt namens „fast geschlossene Wolkendecke“ also 7/8 quasi – einfach grandios zur Geltung.
Und mit einem Riesenhaufen Kohle bekommt man jede Diva willig. Neben dem kleinen technischen „Wippchen“, dass die feinschottrige dunkle Umgebung so herrlich abschattet, modelliert die schwarze „Naturhohlkehle“ sämtliche Rundungen und Details zu einem optischen Leckerbissen nach.
Ich fürchte, ich werde da mal wieder öfter hinkutschen müssen und das eine oder andere „Ka-Eff-Zett“ auf Zelluloid bannen.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Ach, ehe ich es vergesse. Kennt jemand jemand, der ´nen 500 SEC in Goldmetallic hat?




















