Petition gegen Rentenversicherungspflicht von Selbständigen….

Veröffentlicht in Sonderthemen von Michael Papendieck am 17.05.2012 um 13:14 Uhr

Heute will ich mich mal einem wirklich ernsten Thema widmen, das man in der Form nicht ungehört lassen darf. Auch wenn ich mich damit auf sehr dünnes Eis hier begebe

Der deutsche Bundestag und unsere allseits bekannte Arbeitsministerin bekommt an dieser Stelle mal meinen geballten Unmut ab und steht damit nur exemplarisch für diejenigen, die sich diesen ausgemachten Unfug ausgedacht haben. Mit hahnebüchner Argumentation wird hier versucht zu rechtfertigen, dass Selbständige mittels eines Gesetzentwurfes dazu gezwungen werden sollen, in eine Rentenversicherung einzuzahlen. Was das für den einzelnen bedeutet, muss ich an dieser Stelle sicher nicht im Detail auswalzen.

 

Im Rahmen einer ePetition können Gegner dieses Entwurfes mit ihrem Namen die Liste, die mittlerweile schon bei über 54.000 Eintragungen angekommen ist, wirkungsvoll verlängern und ihrem Anliegen direkt Gehör verleihen. Wehrt euch gegen diese Rentenversicherung. Seid mündige Staatsbürger. Nutzt eure Rechte!

JETZT!

Der Weg dahin ist ein Klick

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa%3Ddetails%3Bpetition%3D23835

 

Get up! Stand up! Fight for your right!

 

In diesem Sinne

 

der Papendieck

26 Kommentare für 'Petition gegen Rentenversicherungspflicht von Selbständigen….'

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  1. kurjor meinte am 18.05.2012 um 10:12

    Solidarität ist keine Einbahnstrasse !!!
    Es kann nicht sein, eingige müssen bezahlen (Arbeitnehmer unter der Beitragsbemessungsgrenze) und andere können sich erfolgreich um Ihren Beitrag zur Solidargemeinschaft drücken.
    Richtig schlimm wird es dann bei den “Scheinselbständigen” und “Künstlern” die sich ein ständig von der Solidargemeinschaft unterstützen lassen und dann im Rentenalter auf die Grundsicherung angewiesen sind.
    Immer nach dem Motto: “Ich bin frei und die anderen können für mich zahlen.

  2. Michael Papendieck meinte am 18.05.2012 um 10:33

    Wir sprechen hier von ALLEN, die selbständig sind. Es geht hier nicht darum, die “schwarzen Schafe” zu erwischen, sondern darum, dass denen, die ein eignes “Geschäft” führen, und die sowohl für ihre eigne Altersversorgung als auch für die Krankenkasse komplett aufkommen nun mit immensen Mehrkosten durch Rentenversicherungspauschalen zusätzlich in die Taschen gefasst werden soll. Existenzgründer stehen damit vor dem Aus bevor es überhaupt los geht. Das Arbeitsamt peitscht die Leute in die Selbständigkeit , um ihnen jetzt gleich wieder den Stecker zu ziehen?
    Jeder selbständige Einzelhändler, Frisör, Bäcker, Maler, Maurer, Tischler, Schlachter ist natürlich auch ein Sozialgemeinschaftsschmarotzer…..Schön zu Ende gedacht, würde ich mal sagen…

  3. Sybilla P. meinte am 18.05.2012 um 17:11

    Warum muss ich als Angestellte dann in die Rentenversicherung einzahlen? Vielleicht habe ich auch genug auf die Seite gebracht, um mich davon im Alter selbst zu unterhalten? Hm? Kannst Du, Papendieck, mir diese Ungleichheit erklären?

  4. Jürgen Hubig meinte am 18.05.2012 um 18:05

    Ja, Hr. Papendieck wir sprechen hier von allen Selbstständigen.
    Sie sollen und müssen der Rentenversicherungspflicht unterliegen. Was Sie zusätzlich an Altersvorsorge privat leisten ist Ihre Sache.
    Ihre Scheinargumentation von wegen immense Mehrkosten und die Pauschalunterstellung der “Sozialgemeinschaftschmarozerbeschuldigung” ist pure Polemik. Natürlich sind es Mehrkosten wenn ich mich pflichtversichern muss – auf jeden Fall dann wenn ich vorher überhaupt kedine Vorsorge getroffen habe.
    Zudem sind Pflichtversicherungen -egal welche- immer Mehrkosten für jeden entsprechend Versicherten.
    Existensgründer ohne Altersvorsorge, gründen Ihre Existenz tatsächlich zumindest auch auf das Risiko der Solidargemeinschaft.
    Ich zumindest unterstelle finanzielle solid geplanten Esistenzgründern und Selbstständigen kein Schmarozertum und zur soliden Planung gehört eben auch die Altersvorsorge. Diejenigen die als Existenzgründer und Selbständige keine Altersvorsorge treffen können sind eher in Not als Schmarozer

  5. Pronto meinte am 18.05.2012 um 18:39

    “Warum muss ich als Angestellte dann in die Rentenversicherung einzahlen?” – Ja warum? Und warum zahlen Sie – im Gegensatz zum Selbständigen – nicht die Krankenversicherung allein und haben ein festes Einkommen? Wer nicht betroffen ist, hat immer gut reden. Wenn alle, wirklich alle in eine gesetzliche KV und RV einzahlen würden, wäre es ja o.k. Aber warum es Sinn machen soll, einen Selbständigen, der sich einigermaßen über Wasser halten kann mit zusätzlichen Beiträgen von 300 Euro zu belegen, wenn er dann “dicht machen” und sich vollends an den Topf der “Solidargemeinschaft” hängen muss – das entzieht sich der Logik. Wenn Sie unbedingt wollen, steigt damit der Hartz-IV-Bezug. Wer noch “kann” stockt dann auf (dann zahlt das Jobcenter auch z.B. die KV). Dann zahlt das Amt für alles. Ist das etwa besser?

  6. Sybilla P. meinte am 18.05.2012 um 21:09

    Ich zahle, weil ich gesetzlich dazu verpflichtet bin. Und ich kann mein “festes Einkommen” genauso verlieren wie alle Selbstständigen ihre Kunden. Das ist in den vergangenen Jahren vielen Angestellten passiert (Schlecker z.Bsp.). Das sind wirklich Scheinargumente, sorry …

  7. Pronto meinte am 18.05.2012 um 22:19

    …und zahlen Sie es, wenn Sie Ihre Arbeit und Ihr festes Einkommen verlieren? Zahlen Sie Zwangsabgaben an Berufsgenossenschaften, IHK oder Kammern? Haben SIe Abgaben und Kosten zu tragen, selbst wenn das Geschäft monatelang lau läuft? Glauben Sie wirklich, erfolgreiche Unternehmer wären auf die “ALG-Rente” angewiesen und denken Sie, dass Selbständige, die wenig verdienen, dies nur tun, um sich eine “attraktive Mindestrente” zu sichern? Argumente sind nicht deshalb Scheinargumente, weil Sie Ihre Sicht der Dinge nicht stützen. Ich würde mir, wenn ich nicht angestellt bin, auch keine Äußerungen über Ihr Arbeitseinkommen oder Ihren Beitrag zur “Solidargemeinschaft” (ja, wenn es passt, verwendet man das Wort gern) erlauben. Wenn Sie es wirklich solidarisch wollen, sollten Sie für die Bürgerversicherung sein. Die würde alle einbinden und wäre gerecht.

  8. Conductor meinte am 19.05.2012 um 11:01

    Ich habe den größten Respekt vor denjenigen, die sich heutzutage noch verselbstständigen und das enorme Risiko der eignen Existenzvernichtung auf sich nehmen.

    Ich finde diejenigen, die nicht selbstständig sind und keine Ahnung davon haben, was es bedeutet als Kleinunternehmer oder Mittelständler selbstständig zu sein, sollten einfach mal die Klappe halten. Hier schlägt wohl ein völlig verschobenes Weltbild zu. Vom Selbstständigen dem die gebratetenen Hähnchen direkt ins Maul fliegen, der das Geld mit vollen Händen zum Fenster raus wirft und eher in Ferraries und Porsches investiert als für sein Alter vorzusorgen.

    Wenn die Selbstständigkeit in Deutschland sooo toll ist, dann verselbstständigt Euch doch! Holt Euch die gebratenen Hähnchen und zahlt alles das wozu andere Euch zwingen (nebenbei ohne eine Leistung zu erbringen). Führt Euer Leben so wie es andere (u.a. auch unsere lieben Festangestellten) von Euch verlangen. Bin schon mächtig gespannt, wie erfolgreich Deutschland dann sein wird mit den ganzen selbstständigen “Experten”. Da würden einige staunen, was sie dann alles latzen dürfen und vor allem für was!

    Und was noch viel wichtiger ist, stellt schnell Mitarbeiter ein, damit die Solidargemeinschaft ebenfalls leben kann, natürlich mit Mindestlohn, der Selbstständige wirds schon haben… Wen interessierts schon, wo das ganze Geld her kommt!
    Nur mal nebenbei bemerkt stellt der Mittelstand die meisten Arbeitsplätze, zumindest noch…

    Meint Ihr tatsächlich, dass die Selbstständigen, die aktuell nicht vorsorgen, keinen Bock haben oder zu geizig sind? Merkt Ihr es noch?

    Erklärt mir doch mal bitte jemand, wie ein Selbstständiger bei einem Freibetrag von angedachten 400 EUR / Monat eine gesetzliche Rentenversicherung von mind. 450 EUR zahlen soll? Und das ist NUR die Mindest-Rente, die von Frau von der Leyen festgelegt wurde. Keine Krankenversicherung (Pflicht), keine Kammern und IHK (Pflicht) keine Berufsgenossenschaft (Pflicht) etc etc etc

    Wie soll bspw. eine Neugründung noch funktionieren, wenn das Unternehmen nicht vom 1. Monat an genau alle diese Beträge erwirtschaftet UND den Selbstständigen noch ernährt? Das sowas klappt ist eine Illusion! Wir sorgen lediglich dafür, dass die Unternehmenskultur in Deutschland durch immer größere Zwangskosten langsam aber sicher den Bach runter geht. Und liebe “Solidargemeinschaft”, das werdet Ihr dann auch merken, falls Ihr dazu in der Lage seid…

    Die Welt ist nicht so, wie sie uns von Politikern (mit zigtausenden EUR Einkommen) erzählt wird. Für einen Politiker sind 450 EUR Vorsorge ein Klacks, nicht wahr? Und wieso sollte es das dann für andere nicht sein?

  9. Smintlemon meinte am 19.05.2012 um 12:12

    hat sich denn einer der hier Schreibenden mal den Gesetzesentwurf genau durchgelesen ?

  10. Pronto meinte am 19.05.2012 um 15:22

    Was wollen Sie damit sagen? Dass nur Sie sich hinreichend informiert haben?

  11. Michael Papendieck meinte am 20.05.2012 um 16:53

    Huii….Endlich mal ne Diskussion hier :-)

    Aber wir stellen einfach mal gegenüber..

    Ein Angestellter bezahlt gesetzlich verpflichtet zu dem Einkommen prozentual abgestimmten Beiträge in die KK, RV, und ALV…letztere aber nur zu 50 %. Denn der Arbeitgeber bezahlt bei den Sozialversicherungen 50 % dazu.

    Aber wer ist denn der Arbeitgeber…vielleicht ein selbständiger Tischlermeister, der seinem Gesellen neben dem monatlich Gehalt, auf das er sich verlassen kann, egal wie die Auftragslage ist, eben besagte andere 50 % bei den Sozialversicherungen dazulegt.

    Der Hase liegt im Pfeffer bei der Nummer Prozentualer Anteil gegen Pauschale.

    Unabhängig von meinem Einkommen als Selbstständiger bezahlt man MINIMUM eine Pauschale bei den Krankenkassen von 250 bis 300 €…bei der geplanten Rentenversicherung min. 300 Euro…und die muss dann der Tischlermeister zusätzlich noch erwirtschaften. Das marschiert nicht in die eigne Tasche. Die Kasse will, die Versicherung will. Und wenn der Meister in Ruhestand geht, bekommt er KEINE Rente, wenn er nicht freiwillig schon eingezahlt hat.

    Verdient ein Angestellter, Steuerklasse 1, brutto 1400 Euro, bleiben nach allen Abzügen – wenn es doof läuft, nach Steuer und den 14,3 % für die KK und den 19,6% RV den 3% Arbeitslosenversicherung ca. 800 netto über.

    Betrachten wir das gleiche für einen Selbständigen, der dann 300 Pflichtpauschale für KK und RV ablatzt – und im übrigen im Falle einer Geschäftsschliessung nicht einen Cent Arbeitslosengeld bekäme – bleiben vor Steuer allein nur noch 800 Euro über…dann kommt Vorsteuer-Pauschale, Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft, Unfallversicherungen usw. dazu…von einem Werkstattwagen wollen wir gar nicht erst sprechen.

    Wenn dann also 500 überbleiben, dann ist das schon viel.

    Dann lassen wir auch mal säumige Kunden aussen vor, die die Rechnungen nicht zahlen wollen, während der Angestellte ziemlich genau weiss, dass am Monatsende das neue Gehalt kommt. Und dann gibt es vielleicht einen Hilfsarbeiter, der auf 400-Euro-Basis dort arbeitet. Nehmen wir jetzt noch die ca. 11% SV-Abgabe dazu, die man für denjenigen zahlt, kommen wir langsam in die roten Zahlen. Wenn wir da nicht eh schon sind.

    Da lobt ich mir doch den ruhigen Schlaf eines Festangestellten, der weiss, dass am Monatsende die Lohnabrechnung zwar zwickt im Auge, aber immerhin immer in gleicher Höhe reinkommt.

    War Weihnachtsgeld und eine geregelte Urlaubsmenge schon ein Thema?

    Ich denke mal, dass diejenigen, die hier Polemik und Schmarotzertum ins Feld führen, a.) ihre Hausarbeiten nochmal machen sollten – und zwar am Schreib- und nicht am Stammtisch und b.) mal zu ihrem Chef gehen und sich mal ernsthaft erklären lassen sollten, was es bedeutet “selbständig” zu sein.

  12. Terese meinte am 20.05.2012 um 22:28

    Ich habe das Gefühl hier wird ziemlich am Thema vorbei diskutiert. Es geht ja wohl nicht darum wem es besser oder schlechter geht während man noch berufstätig ist, egal in welcher Form. Wir sind uns alle darüber einig, dass ein Selbstständiger das größere Risiko trägt – aber eben auch die größeren Chancen! Dennoch finde ich es wichtig, dass auch Selbstständige vom ersten Tag an darüber nachdenken, dass sie eines Tages eben nicht mehr berufstätig sein werden (sein können) und dass sie dann eine Versicherung brauchen werden. Und da dies scheinbar ohne Gesetzt nicht ausreichend in den Köpfen der Leute verankert ist, greift hier die Regierung ein und legt dies fest. An und für sich finde ich dies tatsächlich richtig. Fraglich ist nun wie das Gesetzt im Detail umgesetzt wird und ob es nicht gerade für den Start eben auch Ausnahmen geben sollte…
    Aber stellen wir uns den Worst Case vor: Man dümpelt über 10 Jahre nur so rum und schafft es nicht wirklich Fuß zu fassen, hat in dieser Zeit Null vorgesorgt und liegt dann tatsächlich als Rentner (angenommener Start der Selbstständigkeit hier mal eben 55 Jahre) dem Staat auf der Tasche. Solidarisch korrekt?
    Klar, die ganzen 10 Jahre Hartz 4 wären auch furchtbar gewesen – aber vielleicht hätte man ja auch eine Anstellung gefunden?

  13. Michael Papendieck meinte am 20.05.2012 um 22:39

    Sicher hat der Selbstständige mehr Chance auf mehr….aber auch das volle Risiko. Und dafür, dass ein Angestellter den bequemen, risikoarmen Weg geht – immer schön auf Nummer Sicher – soll der andere belangt werden.

    Nichts gegen eine RV, aber bitte zu gleichen Konditionen. Entweder alle eine Pauschale oder alle einen prozentualen Anteil. Das ist des Pudels Kern!

    Und wie soll man dem Staat auf der Tasche liegen als Rentner, der nie eingezahlt hat.

    Gerne nochmal…Vorm Argumentieren die Hausaufgaben machen!

  14. Melanie meinte am 21.05.2012 um 09:03

    Wie wäre denn die Variante, das man entweder eine Pauschale zahlt oder diese erlassen bekommt durch Nachweis einer privaten Rentenversicherung?

    Ich gebe zu, ich habe nicht wirklich viel Ahnung von der Thematik, aber so wäre eine Rentenversicherung da.

  15. Michael Papendieck meinte am 21.05.2012 um 09:09

    Natürlich freue ich mich über die rege Beteiligung hier. Ich muss aber nochmals darauf hinweisen, dass es kein direkter Aufruf zum Debattieren hier war, sondern dazu, sich als Mitzeichnender in die Petitionsliste einzutragen, wenn man verhindern möchte, dass der Bundestag über unsere Köpfe hinweg und ohne Anhörung der “Betroffenen” diesen Gesetzesentwurf in die Runde wirft.

  16. R. Schwarzer meinte am 21.05.2012 um 12:16

    @ M.Papendieck

    So viel Verständnis ich für die teilweise prekären Situationen Selbständiger habe…in D wird niemand dazu gezwungen, sich selbsständig zu machen. Solange Menschen bereit sind, sich unter prekären Situationen selbbständig zu machen, wird sich an der Situation nichts ändern….l

  17. Fisch2355 meinte am 21.05.2012 um 13:57

    das wir einige treffen: Die Hebammen, die schon jetzt kaum die Haftpflichtversicherung bezahlen können; all die Kleinstunternehmer, die durch Outsourcing in die Selbstständigkeit getrieben wurden ( z.B. Paket-Hermes Subunternehmer ); oder all die Start-Ups, die noch nicht richtig Fuss fassen konten, oder, oder, oder …
    Dieser Schnellschuss dürfte nach hinten losgehen.

  18. greebo meinte am 21.05.2012 um 14:01

    Ich arbeite im Bereich SGB XII – Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung… viele meiner “Kunden” sind ehemalige Selbständige, die entweder gar keine Altersvorsorge getroffen haben, die horrenden Beiträge der privaten Krankenversicherung nicht mehr wuppen können oder denen aufgrund einer Insolvenz die private Altersvorsorge weggepfändet wurde.

    Sicher ist eine private Krankenversicherung und selbstbestimmte private Altersvorsorge eine schöne Sache, aber eben nur dann, wenn auch im Alter das Einkommen ausreichend ist.
    Früher wurde Altersvorsorge dadurch gesichert, dass man den Betrieb verkaufte. Nur funktioniert das heute nicht mehr, weil sich gar kein Käufer findet.

    Meines Wissens sind derzeit nur Landwirte, die einzigen Selbständigen, die Pflichtbeiträge in die Rentenkasse einzahlen müssen.

    Ich werde Ihre Petition nicht unterschreiben sondern plädiere für Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung.

  19. su ass et meinte am 21.05.2012 um 14:03

    Unsolidarisches Pack! Bürgerversicherung für alle.

  20. Michael Papendieck meinte am 21.05.2012 um 14:56

    Wer wäre denn der Arbeitgeber, wenn alle irgendwo angestellt wären und keiner selbständig wäre????

    Gerne also nochmal…

    Nichts gegen eine Pflichtversicherung. Aber die Ungerechtigkeit besteht in der Diskrepanz zwischen prozentualem Beitrag und einer Pauschale ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Umsätze etc.

    Und wenn ich den Einwand von R.Schwarzer lese, frage ich mich, was passieren würde, wenn er seine Unterstellung, dass man selber Schuld und quasi schön “dämlich” sei, wenn man selbständig arbeitet, dem Frisör, Bäcker, Klempner, Landwirt, Tischler, Arzt usw. ins Gesicht sagte.

    Ohne die “Risikobereitschaft” von Menschen mit Selbstbewusstsein und Rückgrat bleibe die Gesellschaft ziemlich schnell auf der Strecke.

  21. Michael Papendieck meinte am 21.05.2012 um 16:28

    P.S.: Es muss auch niemand irgendetwas unterschreiben, hinter dem er/sie nicht steht.

  22. @Michael Papandieck meinte am 21.05.2012 um 16:48

    Ich sprach nicht davon, dass sich niemand mehr selbsständig machen soll…ich sprach von prekär- Selbsständigen. Man sollte doch bei Gründung einer Firma meines Erachtens auch unbedingt die Alterssvorsorge mit einkalkulieren. Kommt man dann zu dem Schluss, dass eine adäquate Altersvorsorge nicht möglich ist, dann sollte man die Finger von der Sache lassen.

    Das wäre ebenso, als kaufte man sich unter völliger Ausschöpfung des Kreditrahmens eine gebrauchte Immobilie, und würde davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren schon keine Reparaturen kommen werden…

    Worin besteht e.g. der Sinn, sich als “Selbstständiger” einem modernen Sklavenhandel auszuliefern, und sich für Ausbeuterunternehmen wie DHL etc. bei einem “Lohn” auf Sozialhilfeniveau ausbeuten zu lassen? Erst wenn die Leute anfangen, sich dagegen zu wehren, idem sich niemend mehr einer solchen “Selbsständigkeit” ausliefert, werden auch in diesem Bereichen wieder auskömmliche Löhne gezahlt.

    Existenzgründer schrauben beispielsweise die Preisspirale herunter, indem sie günstiger anbieten, als rennomierte Unternehmen, um an Aufträge zu gelangen…letztendlich verursachen sie ihre schlechhte finanzielle Situation damit selbst. Auf der anderen Seite würden sie sonst wahrscheinlich keine Aufträge bekommen—eine Zwickmühle.

    Ich würde das Thema wie folgt anpacken…..eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für Existenzgründer in den ersten fünf Jahren. Danach beispielsweise über drei Jahre stufenweise ein Anstieg bis auf das Volle Niveau. Einen Mindestbeitrag von 300€uro pro Monat halte ich für angemessen…es soll ja durch die Beiträge ein Anspruch entstehen, der auch eine auskömmliche Rente garantiert.

    Wenn man es dann nach 5+3 Jahren nicht geschafft hat, dann klappt es danach auch nimmer…dann sollte man sich überlegen, ob es das Richtige war- mit der Selbstständigkeit.

  23. Michael Papendieck meinte am 21.05.2012 um 17:00

    Alles gut und schön. Aber die Pauschale ist fehl am Platze. Warum bezahlt ein “normaler” Arbeitnehmer einen dem Einkommen angepassten Anteil, ein Selbstständiger soll aber mit einer genickbrechenden Pauschale belastet werden?

    Ach, und die Existenzgründer sind selber schuld, wenn sie nix verdienen? Konkurrenzfähig zu sein oder zu bleiben ist also angewandter Blödsinn und nur etwas für Leute , die eigentlich nicht arbeiten wollen?

    Ich vergas…..schuld ist das schmarotzende Pack, das sich keinem geregelten Job unterwerfen will. Langschläfer, Gammler und Taugenichtse, die keine Zucht und Ordnung in Kindertagen erfahren haben. Und dienen müssen diese Zivilversager auch nicht mehr.

    Auf der Tasche des Staates liegen nicht die zukünftigen alten Ex-Selbständigen, sondern MOMENTAN die HARTZ-IV-Leute, denen keinen angemessenen Jobs zur Verfügung stehen. Das ganze System krankt an nicht vorhandenen Mitteln, und völliger Blindheit gegenüber den Tatsachen. Anti-Zyklisch Denken ist bei so etwas ein Minimum an Gebot.

    Sorry, aber jetzt geht mir grad der Hut hoch…

    Bei solch einer Argumentation wird jedwede weitere Diskussion redundant!

  24. R.Schwarzer meinte am 21.05.2012 um 19:43

    Warum denn diese Polemik…bitte meine Ausführungen aufmerksamer lesen…ich habe doch geschrieben, dass eine Existenzgründung den Jenigen, der eine Firma gründet, in eine Zwickmühle bringt…um konkurrenzfähig zu sein, muss er mit dem Preis herunter. Auf der einen Seite verursacht er seinen schlechten Verdienst damit…auf der anderen Seine würde er sonst keine Aufträge bekommen…was ist denn falsch an dieser Aussage, dass jedwede Diskussion nun \redundant\ ist? Da liest wohl jemand die Beiträge nur halbherzig, bevor ihm die Hutschnur platzt….

  25. Michael Papendieck meinte am 21.05.2012 um 19:58

    Weniger nicht zu Ende gelesen oder halbherzig als mehr über den unverständlichen Text gestolpert. Mit der jetzigen neuerlichen Kommentierung wird´s verständlich. Vorher las es sich nämlich gänzlich anders. Danke für´s “Korrigieren” :-)

  26. Selbständiger Freiberufler meinte am 22.05.2012 um 10:42

    Ich bin in doppelter Hinsicht selbständig (sowohl Freiberufler als auch Firma mit Angestellten) und habe es aufgegeben, mit Nicht-Selbständigen über die Selbständigkeit zu diskutieren.
    Ein Nicht-Selbständiger kann die Sorgen, Nöte und Probleme von Selbständigen niemals verstehen, außer er macht sich ebenfalls selbständig.
    Und dann wird er auch verstehen, warum ich die Petition unterzeichnet habe.

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