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Ich packe meinen Koffer und da ist drin….
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Bildgeschichte,Technik etc. von Michael Papendieck am 24.05.2012 um 09:52 Uhr

Wer jetzt denkt, es geht um Reisen oder ähnliches, den muss ich an dieser Stelle „a bisserl“ enttäuschen. NATÜRLICH geht es mal wieder nicht um das, was die Überschrift so hergeben könnte. Aber das ist ja hinlänglich bekannt :-)

 

Worum geht es also dann? Um ein Buch. Und um was für ein Buch? Ein schönes. Hoffentlich. Denn der „Schönheitsgrad“ hängt natürlich davon ab, ob das, was ein potentieller Leser erwartet, dort auch wieder zu finden ist.

Das Konzept ist nicht neu, User-generierte Themen oder Inhalte mit einzubeziehen. Der Kollege Bully Herbig traf so seine Entscheidung, ob „Schuh des Manitu -Teil 2“ oder „(T)Raumschiff Surprise“ gedreht wird. Und da dachte ich mir, was dort im Großen funktionierte, sollte doch im kleinen auch zu ansehnlichen Ergebnissen führen. Ne?

 

Was ist also der „Auftrag“? Oder vielmehr die Frage an die geneigte hiesige Leserschaft?

Im Wesentlichen zielt meine Frage darauf ab, heraus zu bekommen, was der einzelne, einige oder gar viele für „behandelswert“ hielten, wenn es darum geht, ein Buch zum Thema Porträtfotografie zu gestalten.

Dabei soll es jetzt weniger um Layouts oder Aufbau gehen, sondern eher um die jeweiligen Facetten, die man zu dem Thema bedenken, behandeln, bearbeiten oder gar weglassen könnte. Also von motivischen Tricks und Kniffen über technische „Must-have´s“ bis hin zu Bildbeispielen, die auch einfach nur mal so zum Ansehen sind.

 

Wer sich also berufen fühlt, dazu ein paar Gedankensplitter hier zu lassen, sei herzlichst eingeladen, eben dieses auch zu tun. Sei es stichwortartig oder in Prosa. Ich bin gespannt :-)

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

10 % sind Standard…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildbearbeitung,Bildgeschichte,Fotoaktion von Michael Papendieck am 21.03.2011 um 10:47 Uhr

Oh, mein Gott. Was für eine Umstellung. Bin ich doch sonst eher gewohnt, dass meine Modelle mit wenig auskommen – also klamottentechnisch – war es mal eine echte Herausforderung, Bilder zu machen, wo die Damenwelt akkurat gekleidet vor die Linse trat.

Und vor allem auch bravurös gestyled und ge-make-uped. Und dann auch noch Licht, was ich sonst gar nicht benutze. Dauerlicht! War schon ein wenig irritierend, wenn´s nicht blitzt beim Auslösen. Und ich bin froh, dass das neue Gerät auch bei etwas höheren ISO-Zahlen brav in Sachen Rauschen die Pixelfüße still hält.

Ich will an der Stelle erstmal noch nicht so viel verraten, im welchem Rahmen, die Bilder entstanden sind, denn das soll Thema eines der nächsten Artikel werden. Hier einfach nur zwei „Teaser“ für die Freunde des größeren Aufwandes am Modell. Nicht dass die Ladies das nötig hätten, aber ich glaube, ich bin ein bisschen auf den Geschmack gekommen, hin und wieder mal ne Pinsel-Else sich austoben zu lassen.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Ein Mann – Ein Blitz
Veröffentlicht in Allgemein,Hobbytip,Technik etc. von Michael Papendieck am 25.11.2010 um 09:50 Uhr

Ein wenig erstaunt las ich doch neulich, dass „Leute“ verwundert waren, als der Kollege Alexander Heinrichs sein Video-Tutorial in Sachen „Ich nehme NUR eine Lampe“ vorstellte. (@Alex…Is schick geworden übrigens).

Erstaunt auch wegen der – na, nennen wir es mal – Erkenntnis, dass wohl viele, die auch gerade beginnen, sich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen, sich selber eher mit der Verwendung von vielen Lampen (Blitzköpfen) herumquälen. Warum nur? Meinen sie, dass sei „en vogue“? Steht die Benutzung von einem Wald an Blitzern für die professionelle Fotografie? So dämmert es mir, wenn ich im Hinterkopf die Aussagen einiger Leute habe, die da sagen, dass sie Studiofotografie Banane finden. Alles Firlefanz! Gestelltes Zeug, das jeder kann! Ich habe fast die Vermutung, dass gerade die „Aussicht“ auf die nicht unkomplizierte Koordination mehrerer Lichtquellen in einem Bild eher abschreckt als dann tatsächlich motiviert. Hinzu kommt, dass niemand gleich eine komplette Blitzanlage mit 3 oder 4 Blitzen sein eigen nennt, bzw. auch schnell Frust aufkäme, wenn das Zeug nicht das „versprochene“ Licht macht, wie man es von Fotos anderer kennt.

So wird dann in verschiedenen Studio-Workshops aufwendig gezeigt, wie man ein Set mit 3 oder noch mehr Lampen aufbaut. Super, wenn man es kann. Oder will. Aber wer kann genau das mit heimischen Bordmitteln reproduzieren? Da passen dann didaktischer Ansatz (wenn es denn einen gibt und es nicht nur Ego-vergrößernde Trommelei ist) und gestellte Frage nicht wirklich zusammen. Umso schöner, wenn man sich einfach mal mit Absicht beschränkt (oder es eh immer so macht). Die kritischen Fotoexperten-Hyänen werden geifernd aufjaulen und sich die „over-equipten“ Technik-Pfoten reiben und mit Häme verkünden, dass es ja vollkommen klar ist, dass ich die „Ein-Licht-Hypothese“ propagiere, weil ich zu blöd bin , mit mehreren Funzeln gleichzeitig um zu gehen.

Wer´s schon so gut kann, braucht ja nicht hinschauen, die Kommentare des interessierten Publikums in Sachen Lichtsetzung sprechen eine andere Sprache. Wenn man sich nun dafür entschieden hat, nur einen Studio-Blitzkopf (Blitzleistung 500 Ws plus/minus) zu nehmen (oder nehmen muss), kristallisieren sich – und man möge mich gerne korrigieren an der Stelle – eigentlich immer zwei wesentliche Fragestellungen heraus:

1.) Welchen Lichtformer flansche ich da vorne dran?

2.) Wie soll mein Hintergrund mitbeleuchtet werden?

 Frage 1 lässt sich damit flott beantworten, dass es drauf ankommt, was man wie fotografieren will. Und dass es davon abhängt, welchen Lichtformer ich zur Verfügung habe. Und dass die Antwort auf Frage 2 auch eine Rolle spielt. Wem das jetzt zu platt ist, dem sei folgendes ergänzend gesagt:

Fangen wir einfach mal mit der Verfügbarkeit verschiedenster Lichtformer an. Bevor ich mich in Hätte-Könnte-Wollte verfranse, zäumen wir das Pferd mal von der anderen Seite auf. Ich gehe also mal davon aus, dass allerlei Zeugs vorhanden ist und ich erklär einfach mal anhand bereits gemachter Bilder, wie sie entstanden sind. Ohne zu viel vorweg zu nehmen, denke ich mal, dass es klar ist, dass man, wenn ich ein großes Objekt mit viel Licht fotografieren will, auch keinen Lichtformer verwende, der Lichtkegel von der Größe eines Suppentellers produziert, nech?

Einleuchtend – schöner Begriff im Zusammenhang mit Lichtsetzung, oder? – ist auch, dass je nach Lichtformer, dessen Einfallswinkel auf Objekt und Hintergrund und der Abstand zum selbigen, Lichtverläufe unterschiedlich sind. Mit anderen Worten. Steht mein Modell dicht an einem Hintergrund, kommt da Licht drauf. Soll das nicht so sein, geh ich mit Lampe und Modell vom HG weiter oder ganz weg. Klar soweit?

Also…Fall 1 : Highkey-Hintern…

 

A) Position des Blitzkopfes?

B) Welcher Lichtformer?

C) Abstand zum Hintergrund?

Der Blitzkopf befand sich auf Gesäßhöhe, ca. 45 Grad von schräg vorne, ca. 3 Meter vom Arsch entfernt. Es war eine großflächige Softbox aufgesetzt. Es geht auch ein großer Schirm. Hauptsache, man hat eine große Leuchtfläche, die viel Licht auf den Körper und möglichst viel Licht auf den weißen Hintergrund wirft, von dem das Modell 2- 3 Meter entfernt stand.

Fall 2 : Punk-Barbie…

 

A) Position des Blitzkopfes?

B) Welcher Lichtformer?

C) Abstand zum Hintergrund?

Der Blitzkopf befand sich an einem Galgenstativ ca. 45 Grad schräg oben vorne, ca. 1,5 Meter über dem Modell. Als Lichtformer diente eine Reflektorschüssel (ca. 25 cm Durchmesser) mit einem Wabeneinsatz, um Bühnenspot ähnliche Lichtverhältnisse mit harten Schatten zu erzeugen. Das Modell befand sich ca. einen halben Meter von der Hohlkehle (in dem Fall hängender weißer Hintergrundkarton entfernt, Der Blitzkopf scheint recht steil auf Modell und Hintergrund (siehe Schattenverlauf). Trotz weißem Karton entsteht ein sauberer Grauverlauf, der maßgeblich dem begrenzten Lichtaustritt aus dem kleinen „bewabten“ Reflektor zu zuschreiben ist.

Fall 3 : Mantel-Mädchen…

 

A) Position des Blitzkopfes?

B) Welcher Lichtformer?

C) Abstand zum Hintergrund?

Der Blitzkopf befand sich an einem Galgenstativ schräg oberhalb unmittelbar vor dem Modell – quasi genau über mir- also in ca. 1,80 m Höhe in einem Abstand von ca. 2 Metern. – Ja, ich weiß, ich bin größer als 1,80 m, aber man kann ja auch den Kopf einziehen, gelle? – Lichtformer war hier eine Softbox mit Lamellen (60cm x 120cm, hochkant gedreht), die Leuchtfläche ca. 45 Grad zum Modell gerichtet. Abstand zum weißen Hintergrund ca. 4 Meter.

Fall 4 : Close-Up Porträt…

 

A) Position des Blitzkopfes?

B) Welcher Lichtformer?

C) Abstand zum Hintergrund?

Auch hier befand sich der Blitzkopf an einem Galgenstativ schräg oberhalb unmittelbar vor dem Modell – quasi genau über mir- also in ca. 1,80 m Höhe in einem Abstand von ca. 1,5 Metern. Lichtformer war auch hier eine Softbox mit Lamellen (60cm x 120cm, quer gedreht), die Leuchtfläche ca. 60-70 Grad (also recht steil von oben) zum Modell gerichtet. Abstand zu einem packpapierfarbenen Hintergrund ca. 2 Meter.

Da Licht von oben natürlich um die Augen bissi duster macht, wurde hier zusätzlich ein Faltreflektor von unten benutzt (Position ca. Bauchhöhe).

Fall 5 : Knüppel-Liesel…

 

A) Position des Blitzkopfes?

B) Welcher Lichtformer?

C) Abstand zum Hintergrund?

Auch hier befand sich der Blitzkopf wieder mal an einem Galgenstativ schräg oberhalb unmittelbar vor dem Modell – soweit unter die Decke wie es ging – in einem Abstand von ca. 2 Metern. Lichtformer war die obligatorische Softbox mit Lamellen (60cm x 120cm, quer gedreht), die Leuchtfläche ca. 60 bis 80 Grad (also recht steil von oben) zum Modell gerichtet. Abstand zu der dunkelroten Wand ca. 1,5 Meter.

So.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Volle Kanne, Janne…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Interviews etc. von Michael Papendieck am 22.07.2010 um 10:03 Uhr

So ein Umzug bringt ja dann doch allerhand zu Tage. Unter anderem lässt man sich ersatzbefriedigungsmäßig gerne davon abhalten, die wirklich wichtigen Sachen auszusortieren. Und man stöbert in alten Archiven, die an der fotografischen Festplattengletscherzunge mit geschliffene Dinge Endmoränen gleich ans Licht bringen.

Unter anderem der Sammelordner von einer jungen Dame, mit der ich in den vergangenen 3 Jahren – ja, Janne, du liest richtig, DREI mittlerweile – so wie sich das quasi statistisch herstellt, am häufigsten Shootings gemacht habe.

Allen gemein ist die Tatsache, dass irgendwie keines geplant war und immer spontan von eben auf jetzt zustande kam. Das begann schon beim ersten Aufeinandertreffen. Ihr Fotograf hatte damals das Studio gemietet und um ein wenig „support“ in Sachen Lichtbastelei gebeten. Das Ganze endete dann in einer improvisierten Session, bei der mit den simpelsten Mitteln und Accessoires auch noch heute coole Teilchen bei herausgekommen waren.

Eigentlich eher im Beauty- und Glamourbereich unterwegs juckte es Janne aber auch mal in den Fingern, sich körpertechnisch auszutoben. Und dabei als eins der wenigen Modelle, welches keine Aktfotos macht, am Ende im Kochbeutel des Nackichkeit landete.

Dass sie dabei auch stets das Motto „Versuch macht kluch!“ ihr eigen nennt, bewies sie später noch in weiteren Aktionen. Sei es im Bereich Glamour, wo ein Hähnchen-Pullover auf dem Kopf saß….

oder Outdoor im mannshohen Schneidegras mit Walnuss großen Bremsen, die blutrünstigerweise ihre Verfolgung aufnahmen.

Ob als Sportskanone, puppengleiche Anmalfläche, Stechinsektenköder, kuschelwütige Kissen-Lolita, Hühnerhabicht, Sommermädchen oder Mercedes-Deko, über eines kann man sich auf jeden Fall im Klaren sein. Langweilig wird´s mir ihr nie.

Und die ersten sechs Shootings, waren ja nur die erste Hälfte des Dutzends, nicht wahr, Frau Janne ?

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck und sagt „Danke, Janne!“

Sonnenkorn…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte von Michael Papendieck am 28.06.2010 um 12:04 Uhr

Was macht ein Studioknipser im Sommer? Röööchtöööch! Fotos!

Und wo? Draussen!

Der spontanen Nachfrage vom Modell und der Hilfe eines der unkompliziertesten Freunde wegen, musste ich „leider“ das schöne Wetter nutzen und mit Frau, Auto und Kamera bewaffnet in die sonnendurchfluteten Weiten der südostniedersächsischen Great Plains mit den langsam honiggelb werdenden Getreidefeldern tingeln.

Einfach mal beim technischen Definitionsgequatsche Fünfe grade sein lassen und mit der Kamera „Atmo-Bilder“ schiessen.

Gegen die Sonne, überstrahlt, arg duster, fehlfokussiert, mit der Streitaxt geschnitten, aber einfach nur Spaß am Bilder machen.

Mittels ein bisschen digitaler Nachbearbeitung in Sachen atmosphärischer Farbgebung die Sache pimpen und die Collagen ergeben sich irgendwie von selbst.

Also…in diesem Sinne….Ein Bett im Kornfeld…..ist immer noch frei….

Bis demnächst in diesem Kino. Es grüßt der Papendieck.