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Datt glänzt ja wie ne Speckschwarte…
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Bildgeschichte,Hobbytip von Michael Papendieck am 19.09.2011 um 18:55 Uhr

Hat heute etwas gedauert, das Aussenwelt-Themen-Input. Aber schlussendlich findet sich ja immer was.

Vor längerer Zeit schon, frug (<<<-Super-Wort, oder?) mich jemand, ob es denn aufwendig sei, Spiegelungen via Photoshop in Bilder einzubauen. Ich bin mir sicher, dass es eine Schweinefummelei ist, dass so hinzubekommen, dass es richtig gut aussieht. Die Gegenfrage war nur, warum derjenige gerade mich fragte. Den Spezialisten für Photoshop-Effekte.

Man mag mich fortschrittsphobisch nennen, aber an manchen Stellen bin ich doch bekennender Freund der guten alten Hardware-Lösung. Bevor ich mir also die Fingerkuppen am Rechner blutig daddle, hupf ich doch in den Stern-Träger und schnorre beim Plastikmann eine Plexiglasplatte im Matratzenformat.

Unmittelbarer Vorteil dabei ist die Tatsache, dass ich mir nicht das Hirn und den visuellen Kortex verbeulen muss, um perspektivische Verzerrung oder Reflexionsumfang zu imitieren. Was sich spiegelt, spiegelt sich eben. Da hat man doch was handfestes. Einzig die eigene Kameraposition, Größe der reflektierenden Fläche und Lichtrichtung sind ausschlaggebend wie viel da vom Spiegelbild nun zu sehen sein wird oder eben nicht.

Kunststoffplatten mit toniger Opazität sind da irgendwie besser zu handhaben als vergleichbar große echte Glasplatten. Mal abgesehen vom Gewicht, vermindert sich die Bruchgefahr bzw. deren splittrigen Folgen in Folgen rustikalen Umganges durchaus massiv.

Und dem Pratiker, dem das zu „firlefanzig“ ist, sei gesagt, dass milchglasiges Plexiglas auf weisser Hintergrundkartonrolle vor allem eines tut. Nämlich den weissen Hintergrundkarton schonen.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Malen nach Nullen und Einsen
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Bildgeschichte,Hobbytip von Michael Papendieck am 12.09.2011 um 10:52 Uhr

Angeregt durch eine Anfrage einer Künstlerin, die gerne ein Bild als Vorlage für ein Ölgemälde, kam mir heute morgen der Gedanke, dass dies doch auch mal Thema sein könnte.

Quasi der Schnittpunkt zwischen Malerei und Fotografie. Als jemand, der „früher“ selber viel zeichnete, skizzierte oder malte, lehne ich mich mal aus dem Fenster, und behaupte mal, dass die Malerei an sich, mehr visionäre Kraft wachrufen muss als simples Ablichten einer bereits bestehende Szenerie. An anderer Stelle würde ich wiederum auch zu stimmen, wenn jemand sagt, dass beides das gleiche ist. Nur die Medien sind andere.

Zugegebenermaßen fühlt man sich dann etwas gebauchpinselt, wenn man mit einem Foto einen anderen Kreativ-Mensch soweit inspiriert, dass er sich ein bereits bestehendes zum Anlass nimmt, selber Hand anzulegen.

Neben reinen Zufallsbegegnungen gibt es dabei auch – ich will nicht sagen – zwangsläufige Treffpunkte. Foren wie z.B. deviantart ist einer davon. Über die reine Fotografie hinaus tummeln sich dort Schaffende, Schauende und Machende. Nicht ganz verwunderlich also, wenn man dort angeschrieben wird, mit der Bitte, ein Foto als Vorlage für ein gemaltes Bild verwenden zu dürfen.

Drollig in dem Zusammenhang ist dabei der Umstand, dass ein Maler einen Fotografen VORHER fragt, was er davon hielte. Und sich diesem auf wohlwollender Ebene annähert. Und vor allem ein unter Umständen fallendes NEIN mit Respekt und weiterem Wohlwollen akzeptiert.

Knipser hingegen bedienen sich teilweise bis aufs Mikropixel bei anderen, und das meistens einfach nur im Gegensatz zum Maler ziemlich uninspiriert und frei von eigner kreativer Idee. Darauf angesprochen wird man darauf „hingewiesen“, dass es im Internet schon alles gibt und man doch einfach die Klappe halten solle.

Komisch, ist mir bei anderen Kunstschaffenden so nie untergekommen. Da entstand eher eine fächerübergreifende Kreativ-Zelle mit echtem Austausch. Frei von Gegockele und Pfauenbrust-Geschwelle. Und wo ich grad mal wieder so drüber nachdenke. Ich glaube ich werde beim nächsten Workshop wirklich mal am Anfang Zeichenblöcke verteilen und die Teilnehmer mal skizzieren lassen, was sie als „Akt-Bild“ umsetzen wollen. Wird spannend, denke ich.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

37 Tage…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte von Michael Papendieck am 08.09.2011 um 16:08 Uhr

26 Buchstaben durchgewurstet, kam mir noch kurzerhand in den Sinn, die Umlaute mit einzubeziehen. Doch während mir zu „Ü“ oder „Ö“ nach was einfiele, stünde ich bei „Ä“ eher auf dem mentalen Schlauch. Ergo sei das Lexikon der Buchstaben-Suppe hiermit für geschlossen deklariert und wir widmen uns den wirklich wichtigen Dingen.

Habe ich letztes Jahr mit unterirdischer Nachhilfe meine Einsendung noch auf den letzten Drücker via vulkan-provoziertem Online-Modus in einen Bilderwettbewerb geschoben, musste ich mich als Konsequenz der wieder erhöhten intermedialen Präsenz in diesem Jahr eher der Anfragen für zahlreiche „Wettbewerbe“ erwehren. Nicht dass man da mitmachen muss, aber eine Folge des „Sich-dort-mal-Umschauens“ war, dass ich mal wieder in andere Bilderforen gestolpert bin, die entweder bisher an mir vorbei gingen oder jetzt erst wieder wie Pixel-Pilze aus dem WWW-Boden schiessen.

Was das ganze mit dem nun folgenden Bild zu tun hat? Natürlich DIREKT eigentlich nichts. Nur habe ich es gerade mal wieder zum Befüllen eines neu angelegten Portfolios verwendet habe. Und mich dabei an Reaktionen auf dieses Bild an anderen Stellen erinnerte. Ganz ursprünglich fanden die beiden Bilder ja einzeln ihren Weg „nach draussen“. Gut sieben Wochen liegen zwischen dem hochschwangeren und dem frischgepressten Teil. Waren sich Betrachter beim kugelbäuchigen Teil noch einhellig einig, dass man die Leistung des schwangere Modells höchstens würdigen müsse, gab es beim Bild mit dem 6-wöchigen Junior schon böse Schelte.

So wurde der frischgebackenen „Muddi“ mangelnde Mutter-Kind-Bindung diagnostiziert. Psychische Störungen seien behandelbar in dem Zusammenhang, empfahlen scharfe Verachter der Idee, dass eine Mutter statt mit Kind in sich, mit Kind ausserhalb so sitzt. Mal abgesehen davon, dass im Windschatten der sich verselbstständigen Diskussion unter dem Bild wildeste Dispute zwischen weiblichen Betrachtern und den männlichen Gegenstücken klar war, dass ich dabei sowieso die verantwortungslose treibende „perverse“ Kraft mit dem Hang zum skrupel- und gewissenlosen Ausnutzen aller meiner Modelle bin. Aber das ist ja irgendwie nicht besonders erwähnenswert. Beim Shooten mit Mutter und dem sechs Wochen jungen Burschi habe ich übrigens noch nie einen so entspannten Säugling erlebt, wie besagten Burschi. Zwischendurch kurz an die Milch-Theke und mit seligem Grinsen staunte er in die neue Welt.

Obige rückenbiegerische Turneinlage enstand im Übrigen gute drei Monate nach der Niederkunft der Dame. Bzgl. der Pose und des Holzbalkens im Kreuz, war ihr einziger Kommentar:
“….Hey, mach dir um meinen Rücken keine Sorgen. Ich habe mir neulich ne Melone aus der *PFIIIIIIEEEEP* gedrückt. Da ist das hier Pippifax!…”

Mehr als dreieinhalb Jahre ist das „Bildchen“ nun schon alt und es wundert mich ein wenig, dass es nach wie vor viel Feedback dazu gibt. Positiv dabei finde ich allerdings, dass die Meinung durchweg wohlwollend sind, und sich keiner herablassend über die Dame mit Kind das Maul zerreisst. Mag aber auch vielleicht daran liegen, dass das Bild in anderen Foren gezeigt wird. Dort wo die Leute eben bereit sind, Bilder zu betrachten und nicht aufgrund irgendwelcher Buddy-Seilschaften und Klüngel-Gruppen pauschal alles in der Luft zerreissen, was nicht nicht ihrer eignen kreativ-reduzierten Auf-der-Stelle-Tret-Mentalität entsprang.

So revolutionär ist das Konzept mit einem Vorher-Nacher-Bild nun wirklich nicht und fotografisch hab ich nichts anders gemacht als sonst. Wenn es dennoch Reaktionen erzeugt, die nicht Mutter oder Fotograf als „pervers“ bezeichnen, dann scheint es ja zumindest kein schlechtes zu sein und es kommt wohl eben doch auf den Grips hinter den betrachtenden Augen an. Also auf vorhandenen.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Von A bis Z…..Heute : O
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Foto-Alphabet,Hobbytip von Michael Papendieck am 23.06.2011 um 10:30 Uhr

OH. OH? OH! Was zum Henker passt zum Buchstaben „O“. Online-Gebahren perver….äh….diverser Kamerabesitzer? Oktober? Ach, neee. Objektive? O.k., technisch, aber fotografisch vielleicht nicht uninteressant.

Setze nur voraus, dass ich mit mehr als ein und demselben Objektiv fotografieren würde. Den Glorifizierer mag es in freudige Erregung versetzen, wenn ich sage, dass ich ausschließlich mit einer Festbrennweite (50/f1.8) arbeite. Der „Professional“ schüttelt den Kopf. Und ich entzaubere hier mal mit ungeschönter Wahrheit den Grund der 50mm-Dauernutzung. Ich bin schlicht zu geizig, mir eine andere „Scherbe“ zu holen! So, jetzt ist es raus! Ist ja nicht so, dass ich nicht mal hier und da ein Auge auf anderes Linsenwerk werfen würde, aber die Preise nähern sich daher Bestellnummernformat an und da geh ich den Weg nicht mit.

Drolliges Wortgewürfel kann man übrigens mit den Begriffen Objektiv und Objektivität anfangen, wie ich finde. Denn das Objektiv ist genau das Werkzeug – und mehr als Werkzeuge sind die schwarzen oder beigen Metallzylinder mit in gewölbte transparente Scheiben geschmolzenem Quarzsand nämlich nicht – das alles andere als objektiv ist. Also ist´s quasi das subjektive Objektiv. Aber lassen wir das an der Stelle.

Buchstabe „O“ war das Thema. Da fällt mir letztlich sogar ein Doppel-O ein, nämlich „Oben Ohne“. „Huiiiiiiiiiiiiiihuihui….“, der Papendieck hat jetzt schon das zweite doppeldeutige Thema angeschnitten, jetzt wird’s hier pornös. Ob das für den Stern angemessen ist? Aber das weiss man doch schon seit Chorus Line…..Tits & Ass rule!

Aber dazu später mehr. Natürlich hat die an den Haaren herbeigezogene Definition von „oben ohne“ ob der Abgerittenheit auch mäßigen Humorfaktor, das weiss ich wohl. Neben der Glatze oder einem Cabrio sind blanke Brüste wohl der standardisierte Gedanke Nummer Eins in dem Zusammenhang.

Was ich damit meine, ist allerdings eher die Anonymisierung eines Bildes durch Abschnippeln des Kopfes. Mal abgesehen davon, dass man dann ja ein Doppel-Oben-Ohne erzeugt, wenn die Dame oben ohne ist und man den Kopf abschneidet. Aber ich merke schon, dass ich heute zum Schwadronieren neige. Also….

Gerade im Zuge dem penetranter werdenden Drang, sich öffentlich zu präsentieren, treibt es die eine oder andere blank vor eine Linse. Was läge da natürlich näher, als den Kopf wegzulassen, damit „nicht gleich jeder erkennt“ , wer da abgelichtet wurde. O.k., Mädels, wenn ihr natürlich eure in Falcon-Crest-Schriftsatz in den Unterarm gemeisselte Namens-Diarrhoe eures Nachwuchses dabei in die Kamera haltet, dann dürft ihr euch nicht wundern, wenn das noch unromatischer tätowierte chronisch eifersüchtige Testosteronauffangbecken aus dem offenen Vollzug ausbüxt, um euch die Lichter dicht zu kloppen.

Oder wenn die Versicherungsfachangestellte ihren wider erwarten straffbrüstigen Sachbearbeiterkopf-Transport-Körper präsentiert und mit dem Strudelfilter das Gesicht für den Facebook-Upload verzwirbelt, dann ist ein geschickt gesetzter Bildschnitt immer die VIEL besser Lösung.

Was ich damit sagen will? Ich hab´s ehrlich gesagt vergessen, aber währen dich so tippe, denke ich es ging um den Versuch zu erklären, dass man Bilder nicht nur am Rechner schneiden kann, sondern dass man Bildschnitte durchaus mal mit dem Mut zum Risiko durchaus schon beim Fotografieren festlegen sollte. Denn es „entschleunigt“ das ganze. Ohne entsprechenden genaues Hinschauen und Entscheiden wird’s sonst nämlich Gurke. Ob es dabei Grundregeln gibt, nach den man Schnitte setzt? Naja, es geistern diese Sachen herum wie „…nicht durch Gelenke schneiden…“ oder Proportionsgesetzmäßigkeiten wie die harmonische Teilung – also dem Goldenen Schnitt. Aber wenn man mal einfach so durch Magazine blättert, dann fällt auf, das Bildschnitte eben einfach nur Bildschnitte sind und keine Wissenschaft.

(Anm. d. Verf. : Magazine sind übrigens diese buntblättrigen, meist DIN-A4-formatigen Flatterteilchen, in denen die Bilder derer, die die ganze Zeit über Schnitte wettern, die „man so nicht macht“, nie zu sehen sein werden, weil das Zeug, was sie abliefern, keine Sau interessiert. Ich weiß, für mein Zeug auch nicht. Aber ich tu nicht so, als gehörte es dort hin. Aber auch das nur am Rande.) :-)

Hiermit sei also ausgerufen, die Kamera mal mit Absicht zu benutzen. Mit der Absicht, Ausschnitte zu finden. Mit der Absicht, den Blickwinkel zu ändern. Mit der Absicht, eine Absicht erkennen zu lassen.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Akrobat, schööööööööööööön!
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte von Michael Papendieck am 14.04.2011 um 11:20 Uhr

…sagte mal jemand bekanntes mit einer roten Nase.

Oder so ähnlich. Heute mal einfach eine kleine fotografische Belanglosigkeit mit optischer Demonstration von Modellfähigkeiten. Beliebigkeit darf gerne im Spiel sein, aber Spass gemacht hat es dennoch, sich zum „Voyeur“ individuellen Könnens zu machen.

Nach gut einem Jahr „Kunst-Tanz-Werk-Blog“ mit fast 100 Artikeln, bin ich einfach mal so ganz dreist, und verabschiede mich mal für einen kurzen Zeitraum in den Bereich der „Sprachlosigkeit“, um konzeptionell Selbstrecherche zu betreiben und ein paar neue Dinge auszuprobieren.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Mir sinn annerschd….
Veröffentlicht in Bildgeschichte,Fotoaktion,Hobbytip,Workshops von Michael Papendieck am 29.03.2011 um 13:02 Uhr

1000 km mehr auf der Uhr, aber um ein Paar Freunde reicher, ging das letzte Wochenende beim Workshop in der Fotofabrik Gaggenau schnell rum. Anstatt den Workshop in der heimatlichen Butze abzuhalten, war diesmal „work&travel“ angesagt.

So verschlug es mich diesmal gen Süden. Hinein ins mehr als frühlingshafte Badische, wo man am Fuße des Schwarzwaldes durch die Baumblüten durchzogene oberrheinische Tiefebene schuckelt. Für enthusiastische Fussball-Fans habe ich als Braunschweiger quasi schon mal einen Antrittsbesuch gemacht, wenn dann nächstes Jahr der KSC gegen „Unser Eintracht“ kicken muss.

Anlass war aber natürlich der Workshop in Sachen „Grundlagen im ästhetischen Akt“. Und neugierig wie ich nun mal so bin, bin ich ja immer ganz gespannt, wie andere ihr Studio „equippen“. Und der fahrbare Licht-Galgen im Baustil einer Robin-Hood-Aufbaumel-Apparatur ist schon ne echt geile Nummer. Und wenn das Ding selbst ´nen Harzer hält, dann ist das Hinhängen eines Modells ja easy.

Früher selber benutzt, dann durch rustikalen „Missbrauch“ geschrottet, war ich auch ganz freudig erregt, eine 2 x 3 m große Milch-Plexyglasplatte vorzufinden. Ich muss unbedingt mal wieder einkaufen fahren, denke ich :-)

Bestens organisiert vom Familien-Unternehmen Hofbauer blieben keine Wünsche offen an dem Wochenende und unser Modell Kristin aus Heilbronn hat den „Rookies“ gezeigt, wie einfach „Fine Art Nude“ sein kann, wenn man sich nur mal die Zeit lässt, mit Bedacht im Thema „Ein-Funzel-Lichtaufbau“ Raum zu lassen für wohlüberlegte Posings.

Von der Studio-Jungfrau bis zum langjährigen Berufsfotografen waren alle mit Spass dabei, weil Akt zwar eine gewissenhafte Sache ist, aber bestimmt keine ernste. Bei weitem erhebe ich ja dabei nicht den Anspruch aus dem Heiligen Gral der Erkenntnis getrunken zu haben, aber das Wesentliche versuche ich immer zu vermitteln.

Nämlich die Augen offen zu halten. Nicht blosses Technik-Gewichse oder Klischee-Nackich-Geturne. Wer denkt, dass er /sie mit einer 16 GB-Speicherkarte voll Bilder nach Hause dackeln kann, der unterschätzt den Aspekt des „Arbeitens“. Im individuellen Einzelshooting kann jeder gerne zuhause mit seinem Modell shooten bis der Spiegel klimpert, aber bei so einer Veranstaltung geht’s aber auch schwerpunktmäßig um fotografische „soft skills“.

„Reds´ du nisch mit de´ Frau, dann nix gut Bild!“

Mit ein bisschen optischer Akklimatisierung in Sachen unklassischen klassischen Akt, schärft sich der Blick doch recht schnell dafür und die Beschäftigung mit der Dame vor der Kamera wird zum eigentlichen Thema. Und dann kann man auch mal im 15-Minuten-Zeitfenster ein paar „Lichttests“ raushauen, und dabei dennoch ein paar Treffer landen. Gerne auch mit der “Hausherrin”, die abends selber noch mal ran musste :-)

Wer´s nicht glaubt, einfach mal ausprobieren. Ist eh besser als nur lesen oder im Internet surfen.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

P.S.: Auf diesem Weg noch mal mein allerherzlichsten Dank für die tadellose Organisation in der Foto-Fabrik Gaggenau ans Team Hofbauer, Maggiore, Hofbauer, und an Kristin, die ins kalte Wasser musste mit mir, die Teilnehmer und auch zusätzlich nochmal für die herzliche „Bemutterung“ von Babs. Wer noch mehr Making-ofs und Ergebnisse vom Workshop sehen möchte, kann dies auf der Seite der Foto-Fabrik tun unter http://www.foto-fabrik-gaggenau.de .

Noch lange nicht Sense…
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Fotoaktion,Hobbytip von Michael Papendieck am 10.03.2011 um 12:28 Uhr

Bevor sich mal wieder wer ADHS-mässig gelangweilt fühlt, wenn ich einen neuerlichen Zwischenstand zur Fotoaktion “Knipsen für den Weltfrieden“, heute nur ein kleiner Mini-Kurz-Short-Ganz-Wenig-Umfang-Beitrag zum Thema “absurde Accessoires”

In stiller Plünderungsaktion fand die Sense ihren Weg in meinen Besitz, um gleich darauf in schrillem Neon-Pink lackiert zu werden. Warum pink? Im Rahmen einer Schwarz-Weiss-Umwandlung findet sich im Körper und der Umgebung ( so hoffte ich) keinerlei natürlichen Neon-Pink. Ergo kann man an den entsprechenden Regler beim Umwandeln zuppeln und das “Gerät” von schwarz bis weiß gestalten.

Damit die Schwarzseher unter uns auch was mitbekommen ;-)

In diese Sinne, es grüßt in Knäppe

der Papendieck

P.S.: Die Fotoaktion läuft nachwievor. 74 Einreichungen gibt es und es dürfen gerne noch ganz viel mehr werden.

Kätzchen…
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Hobbytip,Technik etc. von Michael Papendieck am 28.02.2011 um 15:17 Uhr

Nach einigem unmotivierten Rumgeknipse und mässig kreativem Kompensationsgemache bedarf es manchmal einfach der Besinnung auf “alte Werte”. Überdehnt vom tageslichtgetragenen Zelebrieren von der nackten Schönheit war es für den Augenmuskel durch inszenierte Bilder-Wellness höchste Zeit.

Man nehme dazu das Modell, mit dem man auf einer Welle surft. Dazu das Licht, dass man eigentlich am Leckersten findet. Mache sich mal die Mühe, sich ein paar unaufdringliche Accessoires zu besorgen. Und dann gebe man dem simplen Spass am Machen seinen Raum. War auch ein guter Anlass beim Thema Bildbearbeitung mal wieder etwas auszuprobieren. Ein paar Friemeleien in Sachen Hautmanagement kann man sich drolligerweise sparen, wenn man es in ein Duplex umwandelt. Kann man physikalisch sicher erklären, ich freu mich grad mal nur, dass es den Effekt hat, den es hat :-)

Ist sonst die Ausbeute getragen von dem “Muss”, kommt man so tatsächlich mal zu dem Luxusproblem, sich nicht entscheiden zu können.

Um so schöner also, wenn man weiss, dass ein paar “Kätzchen-Schätzchen” im Bilder-Ordner schlummern. Für schlechte Zeiten quasi.

In diesem Sinne

es grüßt der Papendieck

Das macht Schule….
Veröffentlicht in Allgemein,Bildbearbeitung,Hobbytip,Technik etc.,Workshops von Michael Papendieck am 17.02.2011 um 10:42 Uhr

Großkampftag am vergangenen Wochenende. Am Samstag und Sonntag war mal wieder Workshop angesagt. Von alten Häsinnen, die ihren Tellerrand bewusst erweitern wollten bis hin zu jungfräulichen Erst-Tätern in Sachen Studio und Aktfotografie waren ein bunter Strauss an Melodeien dabei.Mit sehr ansehnlichen Ergebnissen wie ich finde.

Der eine ins kalte Wasser geworfen durch das Weihnachtsgeschenk in Form des Seminars, die nächste fühlte sich in ihrer Arbeit „festgeknipst“ und war begierig auf neue Einflüsse. Der „klassische“ Werdegang vom Analog-Draufhalter in Jugendtagen über konzeptionelle Dunkelkammerarbeit und Strandung im Digitalzeitalter war vertreten.

Genauso wie der digitale Neueinsteiger und „Ich-mach-alles-Enthusiast“ oder der „Ich-krich-ne-Krise-mit-dem Licht-Haderer“. Erfrischend bunt gemischt in Sachen „Laufbahn“ und Geschlecht, waren aber alle in einem Punkt beieinander. Die Lust am Machen und am Sehen.

Wir beschäftigten uns mit dem Notwendigsten in Sachen Theorie, überliessen es aber dem Auge, die Dinge zu erkunden und die Ergebnisse zu beurteilen. Dem Zweifler mag das Arbeiten mit einer Lichtquelle zu „primitiv“ erscheinen. Doch 6 Stunden Workshop reichen nicht mal im Ansatz, alle Facetten und Spielarten der Eine-Funzel-reicht-Nummer adäquat auszuloten. Wer was anderes behauptet ist entweder verdammt schnell und gut oder doof :-)

Zwei hervorragende Modelle machten es den Teilnehmern bei Fragen und beim Ausprobieren mit ihrer Erfahrung und ihren nicht zu übersehenden Qualitäten einfach, sich dem Thema Akt im klassischen Sinne zu nähern, aber auch mit simplen Accessoires sich in Richtung Inszenierung zu bewegen. Und dabei ging es eher um Spiel mit Form und Licht, denn um erotisch motivierte Darstellung weiblicher Attribute. Wobei das ja eh im Auge des Betrachters usw. , sie wissen schon…..

Spannend von meiner Seite ist dabei wie unterschiedlich so ein Tag „abläuft“ und welche Ergebnisse sich jeder einzelne dabei heraus arbeitet. Nun bin ich in der Tat kein Vorkauer, versuche aber soviel wie möglich den besagten Zwischenraum zwischen den Zeilen zu füllen und zu erläutern.

Technisch ist man schnell an einem Punkt, wo das Prinzip klar ist. Die sog. „weichen Fertigkeiten“ – neudeutsch „softs skills“ sind es, die den Unterschied ausmachen, warum der eine zuhause ein blosses Foto von einer nicht angezogenen jungen Dame macht und der andere durch unmittelbare Kommunikation mit der Person vor der Kamera genau den entscheidenden „Unterschied“ erzeugt.

Um die obligatorischen Lichttests komm ich ja immer nicht herum. Das schöne dabei ist, dass manchmal gerade wegen des Hauruck-Faktors ganz „nette“ Sachen dabei herauskommen, die bisweilen aber auch mal gegen die Bilder der Teilnehmer abstinken können.

Irgendwie hab ich grad so eine “bläuliche Phase” wie mir scheint?

Klar ist dabei auch, dass man in der Kürze der Zeit nicht vom Nektar der Erkenntnis schlürft und ich bei weitem nicht der Messias des abstrakten Aktes bin, aber so ein Workshop dient dazu, sich mit Dingen zu beschäftigen, die sonst nicht auf dem Zettel stehen. Nämlich die Interaktion mit dem Modell in einer gewissen Form und die Interaktion mit den „Mitfotografanten“. Oft genug murkst man im stillen Kämmerlein vor sich hin und beisst sich fest. Vielleicht lernt man nix epochal neues, aber man tut die Dinge einfach mal anders.

So wie ich das demnächst auch machen werde. Nämlich nicht die „eingeschliffenen“ Workshops in der heimischen Blitzbude machen, sondern quasi „auf Tournee“ gehen. Karlsruhe – genauer gesagt Gaggenau – und Dresden sind da im März Stationen, worauf ich schon sehr gespannt bin und dann auch von „unterwegs“ berichten werde.

In diesem Sinne

Es grüßt und bedankt sich bei den Modellen und den Jungs & Mädels vom Wochenende  - auch fürs “Überlassen” einiger Ergebnisse

der Papendieck

P.S.: Wer genaueres über die Auswärtsspiele wissen möchte, kann sich gerne per Mail melden.

Schlaucheritis…
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Hobbytip,Technik etc. von Michael Papendieck am 10.02.2011 um 10:48 Uhr

Bevor ich Motzkowski genannt werde, heute einfach mal wieder ein paar Ergebnisse aus einem Shooting der vergangenen Tage.

Wenn man ein Accessoire häufig benutzt – man erinnere sich : das STOFFLÄPPCHEN – kommt man irgendwann an einen Punkt, wo zu dem Thema alles gesagt erscheint. Bis zu dem Zeitpunkt, wo eine junge Dame das Teil in die Finger bekommt, und es zu neuem Leben erweckt.

„Alte Häsinnen“ tun sich bisweilen schwer mit dem Geschlauche, weil sie bildtechnisch schon ziemlich durch konditioniert sind, und „Andersartigkeiten“ gerne gesehen werden, aber nicht bei sich selber.

Die unverknipsten oder ganz kreativen – oder in Kombination beider Eigenschaften – die unverknipsten kreativen, treten dann bei einem neues „Bastel-Potential“ los, das zeigt, dass Bilder eben doch nicht nur aus einem Hirn entspringen, sondern mehr als oft eine echte Co-Produktion sind.

Und so fliegen die Schalter von abstrakt über skulptural bis hin zu nicht geplanter „softer“ Stimmung um und auch wieder zurück.

Unterm Strich bleibt mal wieder:

Es kommt eben doch drauf an, wen man VOR der Kamera hat ;-)

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck