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Bist du reif für diesen Rock…
Veröffentlicht in Allgemein,Hobbytip von Michael Papendieck am 12.03.2012 um 10:12 Uhr

„Rudi´s Resterampe“ kann ja auch beim Bildermachen immer ganz hilfreich sein. Der eine nimmt skurril geformte Schaufenster-Deko-Elemente, die alles andere als optisch leichtgängig sind und nur jemandem ins Gesamtkonzept gleiten, der ein meisterhaftes Auge für Formen und Proportionen hat.

Der andere staubt von einer verlassenen und irgendwie ein bisschen missmutigen Fastbraut einen simplen Unterrock mit Reifringen ab. Ob dabei tüllig, leinig oder mit Chi-Chi, die „Teile“ sind ja ein Quell an Einsatzmöglichkeiten. Gestülpt, gehängt, gedrückt, gezogen, um die Hüfte, Schultern, über Kopf. Wem noch was anderes dazu einfällt, der wird überrascht sein, was so ein Accessoire für ein Eigendynamik entwickelt, wenn die darin steckende Person sich mit „ihm“ angefreundet hat.

So wie bei einigen anderen fotografischen „Additiven“ ist es immer wieder spannend, was sich formenmässig aus so einem schlichten Glockenrock entwerfen lässt. Die elastischen, bisweilen etwas bockigen Ringe machen, sich selbst überlassen, bei ein wenig Drücken hier und Biegen da, ganz putzige Sachen. Und man sogar Jungs rein stopfen ;-)

Symmetrische Assoziationen, die Blütenkelch gleich, die Person selbst zum einfachen Bildelement „mutieren“ oder in eher vorgesehener Verwendung verhüllen können. Und wo ich grade drüber nachdenke…..man könnte das Ding ja mal einfach einfärben?

O.k., dann muss ich grad mal los. Farbe kaufen!

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Da wäre noch was…
Veröffentlicht in Bildgeschichte,Sonderthemen von Michael Papendieck am 01.03.2012 um 15:52 Uhr

Fällt es mir sonst nicht schwer, viele Worte zu machen, möchte ich heute tatsächlich einfach nur die Bilder sprechen lassen.

Und jedem selbst überlassen, zu urteilen, wie die Bilder auf ihn/sie wirken.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

P.S.: Thank you, guys….You allowed me to “shoot” the best male portraits I ever shot (so far, I think).

Ach, Afrika – Teil 9
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Fotos aus der Welt von Michael Papendieck am 04.01.2011 um 12:34 Uhr

Schienen wir zum Jahreswechsel dem Schraubzwingengriff der Minusgrade knapp entronnen zu sein, zieht sich die Schlinge nun doch wieder langsam zu. Anlass genug, die Gedanken in wärmere Regionen dieses Planeten schweifen zu lassen. Sicherlich verrate ich kein Geheimnis, wenn ich sage, dass sich die Perspektive auf bestimmte Dinge und die Relation im Allgemeinen etwas verschieben, wenn man sich einen längeren Zeitraum im Ausland – wo immer das auch sein mag – aufhält. Man hört´s aus Erzählungen anderer, winkt auch schon mal mit der Hand der „Übersättigung“ ab, wenn wieder „Räuberpistolen“ aus fernen Ländern zum Besten gegeben werden. Gerade, wenn sie vom Kontinent der Maximalpigmentierung stammen.

Den Hauch von Dekadenz umweht hier bei uns die Äußerung, man sei mit einer kleinen Propellermaschine mal eben für ´nen Tag wo hin geflogen. In Namibia musste ich mich schnell daran gewöhnen, am Telefon bei der Vereinbarung von Terminen, die Frage gestellt zu bekommen, ob man denn mit dem Flieger kommt. Es erschien mir moralisch schwer zu vertreten, in einem Satz den Leuten klar zu machen, dass ich für mein Projekt jedwede Unterstützung benötigte, im anderen aber sagte, dass ich mit der Cessna einfliege. Das Problem hatte aber nur ich persönlich. Nicht dass es quasi zum „guten Ton“ gehörte, aber Sachzwänge bedürfen eben einer praktischen und logischen Lösung. Und die heißt bei dem Problem „Distanz“ einfach das schnellstmögliche Transportmittel zu wählen. Und da war unsere gute alte „Papa India Tango“ einfach dann doch nur ein Packesel mit Turbo-Booster und Tragflächen.

Während man sonst das Land im Wortsinne mit der Allrad-Hippe „erfährt“, eröffnen sich einem völlig andere Dimensionen und Eindrücke, wenn man im Messerflug zwischen den Gipfelspitzen der Spitzkoppe – dem „Matterhorn“ Namibias – hindurch brummt oder bei fahrstuhlartiger Blau-Thermik mit Geiern um die Wette kreist.

Schnell stellt man auch fest, dass hier manche Dinge, die bei uns nahezu überreglementiert sind, dort einfach im Reich des „Auge-Zudrückens“ liegen und man so ungetrübten Genuss über den meist nie vorhandenen Wolken hat. Haut es einen morgens wie auf einem bockenden Bronco am Fish River Canyon durch die Fallwinde, so gleitet man am frühen Nachmittag wie auf Schienen durch einen fast blau-schwarzen Himmel in 8000 Fuß Höhe.

Natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen, einige Teile der Strecken selber am Steuerhorn herum zu lenken. Die Landungen habe ich aber immer meinem extrem umsichtigen und souveränen Freund Jürgen überlassen, der die Kiste selbst unter widrigen Umständen immer heile auf den Boden brachte und dem ich auf diesem Wege meinen größten Respekt zolle und mich nach all den Jahren auch immer noch herzlichst bedanke für seine Freundschaft und seine Art, die Dinge zu handhaben. Ohne ihn wären einige, aber entscheidende Dinge gar nicht erst möglich gewesen.

Gut, extra auf einer Straße landen, weil wir zu faul waren nach großem Tee-Konsum in die Piss-Ente zu strullen, gehört in das Kapitel „Don´t try this at home“. Mit dem Arsch des Fliegers in Akazien zu stecken, weil die Landebahn – voll mit Warzenschweinlöchern und ein paar ganz clever platzierten Termitenbauten – doch recht kurz war, ist auch etwas, das unter hiesigen Bedingungen zart die Definition „haarsträubend“ verdient.

Das Angsthasen-Spiel mit Aufeinanderzufliegen ist auch eher was für lebensverneinende Jagdflieger aus WK Zwoo. Wobei den Piloten der Galaxy das auch wenig gestört hat, dass wir gerade im Landeanflug waren und er die Hebel nach vorn drückte.

Spätestens, wenn man über den 180 PS des Motors der 172´er via Funk den botswanischen Fluglotsen im Okavango-Delta versteht, weiß man, dass man Englisch kann. Naja, er geriet etwas in Schweiß, weil wir statt bei 20 Meilen erst an der 10-Meilen-Zone unsere genaue Position hatten und angaben. Kann ja keiner was dafür, wenn das Navi „hängt“. Und laut Karte sollte unter uns Sumpf sein. Wobei ja bei 20.000 Quadratkilometern Größe von dem Binnendelta die Optik irgendwie etwas „verwässert“. Ich glaube ja bis heute, dass den Airbus-Piloten aus Südafrika unsere Anwesenheit in der Luft nicht wirklich gejuckt hat. Aber ist schon beeindruckend quasi auf Augenhöhe mit so einem „Bomber“ rumzukurven.

Und wenn ich eins gelernt habe von den Jungs da unten, wenn man in Kontakt mit Behörden kommt. Lächeln, nett sein und dumm stellen. Solange nix passiert ist, verpufft in eruptiven Schimpf-Tiraden die Wut eines an einen Silberrücken erinnernden Tower-Wächters so schnell wie sie entstanden war. Und wie auch bei der selleriefressenden haarigen Verwandtschaft mit den großen Eckzähnen galt die Devise: „NICHT in die Augen schauen!“ Unter keinen Umständen. Sonst passiert das gleiche, wie an den Virungas. 250 Kg geballte King-Kong-Power entladen sich in ohrenbetäubendem Geschrei, Brusttrommeln und Kopfmassagen mit Fäusten so groß wie Baseball-Fanghandschuhen. Und so wurden wir also zu „Charly“ zitiert – damit ist im Flieger-Jargon der Tower gemeint – um knierutschend Abbitte zu leisten, und durften uns, um 100 Euro erleichtert, wieder trollen.

Lustig sind auch vorbeizischende Tandem-Fallschirm-Springer, wo der an den Bauch Geschnallte mit einer Splatterfahne sein übiges Frühstück als senkrechte Spur seiner Selbstüberschätzung in den morgendlichen Himmel über Swakop zeichnet. Und die Helmkamera dokumentierte es mit zornig unterlegter Heavy-Metall-Musik zum Hinterher-mit-nach-Hause-Nehmen. Leute gibt´s !

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Ein habbich noch…
Veröffentlicht in Allgemein,Sonderthemen von Michael Papendieck am 30.12.2010 um 13:59 Uhr

Zum Glück muss ich mir nicht die Haare blondieren, ein Ohr abstehen lassen und im mainstreamigen Moderatoren-Armani-Anzug auf Bild-Niveau die Ereignisse des Jahres 2010 Revue passieren lassen. Ich klicker mich einfach durch die Suchfunktion und schaue, was mir die letzten 12 Monaten an Pixelwerken so auf die Festplatte haben diffundieren lassen. Und wie es sich für ´nen Fotoblog gehört, will ich dabei auch einfach nur die Bilder „sprechen“ lassen. Naja…..wobei, die Bilder ja irgendwie immer nur das Ergebnis dessen sind, was sonst so um einen herum so passiert.

Begonnen mit spontanem Ausstieg aus dem damaligen Studio, musste für das eigene Freizeitgeknipse improvisiert werden. Neben dem umgeräumten Wohnzimmer war schnell mal wieder „draussen“ angesagt.

Der April 2010 bescherte das zweite Buch zum Thema Akt. Und natürlich den Startschuss für das hiesige Geblogge.

 

Der Mai den zweiten Preis beim Trierenberg Super Circuit, den ich eigentlich gar nicht mitmachen wollte, aber der Eyjafjallajökull auf Island eine Fristverlängerung „provozierte“. Auf den letzten Drücker und auch noch falsch einsortiert und auch schon in Vergessenheit geraten spülte der Preis einen warmen Regen in Richtung neue Kamera.

 

Ein paar Online-Veröffentlichungen und ein schickes, wertiges Portfolio im Hochglanzmagazin.

 

Weil man ja sonst nix zu tun hat, stampften wir das OKERWEK in den genau heißesten Wochen des Jahres – ja, auch wenn es mir beim Blick aus dem Fenster auch schwer fällt mich daran zu besinnen, es gab zwischen dem Packeis des Winters 09/10 und der jetzigen Polarattacke tatsächlich so etwas wie eine warme Jahreszeit – aus dem Boden. Parallel war auch noch der eigene Umzug, so dass mir die farbverkleisterte Latzhose Anfang September in Rahmen einer kleinen ambulanten OP entfernt werden konnte.

 

Und dann war endlich wieder Studiogeknipse im Großformat angeblasen. Reiten, Schießen, Peng, Peng, Peng! Den ganzen Tag. Herrlich! :-)

 

Der Herbst war dann auch schon schnell da und die Workshop-Zeit war eingeläutet. Novum hierbei. Endlich mal ein männliches Modell. Und das wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein.

 

Und während sich andere mit dem feuchtkalten Novemberwetter rumbalgten, waren Master Hoppe und meinereiner schwer am Schwitzen, um den Sack Flöhe namens „Wicked-Essensemble“ für den ambitionierten Charity-Kalender in den Kasten zu bekommen.

 

Achja….und ein bisschen Tanzgehupfe und Tuchgeturne war auch mal wieder fein.

Hab ich was vergessen? Wenn ja, weiß ich grad nicht was.

Aber auf alle Fälle steht 2011 im Zeichen des Vollformats!

 

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Die taucht was…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Fotos aus der Welt von Michael Papendieck am 18.11.2010 um 11:02 Uhr

Je nach Kameramarke wird es des einen Leid, des anderen Freud sein. Von Eingeweide zerreißend bis stumpfer Schadenfreude ein bunter Strauß voll Melodeien. Was war da los, am Oberlauf des Orinoco, im Jahre des Herren, anno MMVIII?

 

Prinzipiell war August und das Wetter war „nett“. Nach längerer drückender Hitze mal wieder ein Tag, der nicht mit schwüler Atmosphäre aufwartete. Ein guter Tag, um mit der Kamera durch die grüne Hölle am Fluss zu streifen. Mein ortskundiger Führer und Lokalmatador Don Stefano versprach mir einzigartige Motive. Dass sich die Einzigartigkeit in ganz anderer Art manifestierte war zum Zeitpunkt unseres Abmarsches noch nicht abzusehen.

So streiften wir entlang eines kleinen Rinnsales durch hügeliges Gelände, welches einen Nebenfluss mit allerlei Felsformationen säumte. Die Landschaft war vollgesogen wie ein Schwamm, der es an kaum einer Stelle ausließ, seine nasse Fracht aus allen Ritzen zu entladen. Anlass genug, an einem beschaulichen Wasserfällchen durch die Kamera die feinen Einzelheiten der dortigen Flora mal genauer zu betrachten.

 

Und so nahm dann auch das Schicksal seinen Lauf. Um noch dichter an das begehrte Motiv heranzukommen, missachtet man ja gerne die simpelsten Offensichtlichkeiten. Überall Wasser. Und logischerweise am Fuße eines Wasserfalls hört Wasser auf zu fallen und beginnt sich tümpelig, teichartig oder gar seeformatig zu sammeln. Stellt man nun seine Kamera, die durch ein Telemakro arg kopflastig wird, auf ein Stativ sehr dicht an besagte „Gewässerkante“, und damit meine ich SEHR dicht, kommt es zu Verknüpfungen widriger physikalischer „Phänomene“, die im Endergebnis alles andere als fröhlich machen.

Mit anderen Worten. In gefühlter Superzeitlupe nahm meine Netzhaut am Rande eine leichte Kippbewegung wahr. Diese gipfelte in einer Komplettrotation mit eindrehtem Hecht und zweifachen Salto vorwärts. Man korrigiere mich, aber hätte die Kamera mit dem Rücken zum Wasser gestanden, spräche man von einem Auerbach, oder? Kann aber auch falsch sein. Ein dumpfes, aber spritzerreiches „Pflummmsch“ gab die endgültige Gewissheit, dass da jetzt was ist, das SO nicht sein sollte. Leichte feine Blubberbläschen stiegen im klar bewässerten Teich auf und markierten die Stelle, an der der schwarze leblose Körper meiner Kamera auf dem Grund zu liegen kam. Und das alles in EXTREMST-Zeitlupe. Sagte ich das schon? Ab dann wechselte die Zeitwahrnehumg. Explosionsharpunenartig peitschte meine Hand dem versunkenen Schatz hinterher und riss ihn am Gurt aus seinem Beinahegrab hervor.

 

Und was soll ich sagen. Kamerabodies sind NICHT wasserdicht. Es lief nämlich in breitem Strahl munter aus ihr heraus. Der menschliche Geist macht manchmal seltsame Sprünge. Denn anstatt sich ein Monogramm in den Arsch zu beißen, bliebt mir lediglich eine königliche Selbstbelustigung ob der offensichtlichen Dämlichkeit der Aktion übrig. Nur der Geistesgegenwärtigkeit Don Stefanos ist es zu verdanken, dass dieser Moment auf Film gebannt wurde.

Pragmatisch wie der Harzer Waldläufer so ist, folgte ohne weitere Überlegung die umgehend eingeleitete Notfallrettung. Akkus raus. Objektiv abschrauben. Den Schoppen Tümpelwasser ausgießen. Die Kamera am Gurt über Kopf rustikal auszentrifugieren. Anschließend den Body und das abgesoffene Telemakro bei 50 Grad auf mittlerer Schiene im offenen Umluftherd 2 h von warmer Luft „umschmeicheln“ lassen. Über Nacht stehen lassen. Das Kondenswasser der folgendes Abkühlung im Display ist erwartungsgemäß und lässt sich am nächsten Tag mit ähnlichem H2O-Exorzismus binnen einer weiteren Stunde Warmbelüftung austreiben.

Akkus wieder rein. Und? Und? Sie geht!!!!!!

Noch. Und sie geht bis heute. Unmittelbare „Schäden“ waren lediglich Wasserränder auf dem Sensor, die sich aber mittels eines handelsüblichen Reinigungs-Kits wunderbar entfernen ließen. Nur das Telemakro hat einen kleinen Knacks. Bei vollem Zoom im Makrobereich kommt diese kleine, aber nervige Fehlermeldung [Error99]. Naja. Einmal aus- und wieder einschalten, dann geht´s wieder. Man darf das Zeug auch nicht zu sehr verzärteln. Ist halt Werkzeug, nech?

Sollte also jemand der Meinung sein, seine Kamera mal aufs Gründlichste durchwaschen zu wollen, dem sei eine gute Stelle am Fuß des kleinen Wasserfalls empfohlen. Wir bieten im nächsten Jahr übrigens wieder Exkursionen mit abschließendem Tauch-Trip an. Bei Interesse bei mir oder Don Stefano melden.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Ab gehter, der Peter…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Hobbytip,Technik etc. von Michael Papendieck am 15.11.2010 um 11:12 Uhr

Ladenhütergleich verlässt das „Unternehmen Männer-Porträt-Workshop“ normalerweise den Status der Ankündigung hin zur realen Umsetzung eher selten bis gar nicht. Nun hat es also dann doch mal tatsächlich geklappt. Am letzten Samstag war es an der Zeit, mal Gesicht zu zeigen. Sowohl für meinen „Teamkollegen“ Peter als Knipsvorlage. Als auch für die Teilnehmerinnen und den Quotenmann. An der Stelle geht der Dank an alle, die da waren.

Drollig bei der ganzen Sache: Immer wieder „beschwerten“ sich die Damen, dass kein Workshop mit einem Mann als Modell angeboten wurde. Ist das Thema konkret, haben sie Beißhemmungen. Umso erfreulicher, dass von den 5 Teilnehmern tatsächlich 4 Mädels zur Kamera griffen. Eine Dame sogar zu meiner, weil sie selbst gar keine besitzt, aber soviel Spaß und Interesse an der Sache hatte, dass sie „trotzdem“ kommen wollte.

In arbeitsamer Atmosphäre arbeiteten wir ein paar „Lehrbucheinstellungen“ durch, um dann im zweiten Teil durch Herumtüfteln mit den Lampen das Thema Porträtfotografie im Studio über das normale Standartbild hinaus mit etwas mehr Leben zu füllen. Für mich eher neu bei so einem Workshop war, dass jemand tatsächlich Skizzen machte und mitschrieb. Bin ich so gar nicht gewöhnt. Zeigte aber auch, dass jemand auch echtes Interesse hatte und dass ich nicht nur völligen Unfug erzähle. Auch ein wenig ungewohnt war, dass verhältnismäßig wenig fotografiert wurde.

Klar, packt ´ne Puppi ihre Hupen aus, rattern die Kameras ohne Pause. Steht dagegen ein smarter junger Mann vor der Kamera, fangen auf einmal die Leute an sich tatsächlich auch mal mit ihrem Modell zu beschäftigen. Und sprechen dann auch nicht mehr von „DEM Modell“, sondern kennen sogar Namen und erinnern sich an die Benutzung der richtigen Personalpronomen. Denn bei Aktworkshops sprechen die Leute teilweise nur von „ihr“ und fragen MICH, ob ich „ihr“ nicht mal sagen könne, dass sie doch etwas nach rechts soll und die Pose verändern müsse.

Vielleicht lag´s auch an der hohen Frauenquote? Würde mich also mal interessieren, ob ein Aktworkshop bei dem nur Frauen teilnehmen, anders abläuft. Ist mal ´ne Idee. Aktworkshop für Frauen. Ich denk mal drüber nach.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck