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Im Zeichen der Sonne…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte von Michael Papendieck am 27.01.2011 um 16:46 Uhr

Vielleicht liegt es am allgemeinen Sonnenscheinmangel oder daran, dass ich heute morgen meine Katze der Tortour des Duschens und Einschäumens unterziehen musste, dass ich mir eine meiner favorisierten Knipsdamen zum Anlass nahm, mir über die Thematik mit der Kombination von Fotograf und Modell Gedanken zu machen.

Vielleicht auch die Frage, die mir jemand zu einem Foto stellte. Die Frage nach dem Aufwand der Vorbereitung. Und damit war nicht der technische Aspekt gemeint. Improvisiert? Oder gar schon mal geprobt?

So kristallisiert sich dabei heraus, dass ausser einer Terminabsprache und den im Vorfeld stattfindenden Mailwechseln über Art und Weise des Shooting nichts stattfindet, was man wirklich Vorbereitung nennen könnte. Erstaunlicherweise hat man trotz „steriler“ elektronischer Unpersönlichkeit ein ziemlich Trefferquote in Sachen „Chemie-Deckungsgrad“. Allerdings hat man auch schon mal schnell nach dem dritten Schriftwechsel heraus gefunden, wenn man auf jemanden trifft, der im ruhigsten Fall einfach ein falsche Vorstellung dessen hat, was man mit dem Stichwort „Aktfotografie“ meinen könnte.

Ihr meint, das wäre doch klar? Nein, nein. Das wäre zu offensichtlich. Der einen oder anderen, die auf der Homepage und/oder zwischen anderen dargereichten Beispielen der eignen Arbeit herumstöberte, fällt nicht auf, dass dort in einer Ausschreibung das Wort „Akt“ zu lesen steht oder 95 % der Bilder, Personen zeigen, die alles andere als üppig bekleidet sind. Nur weil es in Großbuchstaben in der Überschrift steht, muss man es doch nicht bemerken. Nebensächlichkeiten, die nur aufhalten. Und Lesevermögen oder den Mangel an selbigem sieht man ja schließlich auf Bildern nicht. Also, was will ich überhaupt? :-)

Umso mehr staunte ich vor drei Jahren, als ich beim „Routine-Rundgang“ durch die Neuanmeldungen der Region, in skeptischer Vorahnung ein Pseudonym las, dass normalerweise einen Teenager verrät, der festgestellt hat, dass er das eine oder andere Fotoforum zum Ausgleich des postpubertären Aufmerksamkeitsdefizits nutzen kann, in dem er/sie sich als sog. „Modell“ anmeldet. GNTM sei dank, dass sich auf einmal jede Rotzgöre, die nur aus einer genetischen Laune der Natur heraus halbwegs proportioniert gewachsen ist, meint, bisweilen gestandene Fotografen mit Starallüren zu überschütten.

So in diesem Falle aber nicht. Des Deutschen, seiner Orthografie und der Interpunktion mächtig, teilte die junge Dame – gerade zarte 18 – in Sätzen, die sogar aufwendig verschachtelte Relativsätze aufwies, mit, dass ihr banale Schmink-und-Verkleidungs-Knipsereien am wohlgeformten Heck vorbei gehen. Abstrakte Bildideen und die Reduktion auf kunstvolle Körperbilder stünden in ihrem Fokus. Anlass genug also, der Lady mal auf den exhibitionistischen Zahn zu fühlen.

Und wie ginge das besser, als sich mit ihr zu verabreden und einfach mal die Bilder machen, nach denen es sie „dürstete“. Frisch angefixt von einer skulpturalen Bildersprache durch den Kollegen Hoppe wurde bei der Frau „Sonnenkatze“ eine Tür aufgestoßen, die – wenn ich mir ihren „Werdegang“ in dem Bereich so anschaue – mittlerweile nicht nur ausgehängt, sondern vielmehr die Zarge gleich mit herausgenommen wurde.

Spräche ich von symbiotischem Aufeinandertreffen klänge das arg schwülstig, aber in die Richtung geht das aber. Selten ergibt es sich, dass sowohl hinter der Kamera als auch davor, einhellige Übereinstimmung darüber herrscht, wie man denn dieses oder jenes angeht, umsetzt, oder gar sein lässt. Intuitive Interaktion, war mal ein Begriff, den ich mal wen von sich geben hören sagen haben tat. Getan, gesägt, getun….*gnsmpf*.

Also was ich eigentlich sagen wollte. Im Zusammenhang mit dieser Thematik nannte jemand das beschriebene „Phänomen“ genau so. Intuitive Interaktion eben. Aber keine Angst, ich fang jetzt nicht damit an, dass das wie beim Tanzen in einem auf einander eingespielten Paar ist, wo jeder den Schritt des anderen vorweg ahnen kann, aber dennoch sofort bereit ist, wenn eine andere Richtung vorgegeben wurde, dieser zu folgen, um gleich darauf wieder intuitiv den nächsten Schritt zu machen, bevor er gedacht wurde. Also, so sag ich es dann mal nicht.

Der Naturkundler kann nur den Begriff Symbiose verwenden. Zwei Individuen gehen eine „Verbindung“ ein, bei der jeweils der eine vom anderen profitiert. Darf man das eigentlich eine Win-Win-Situation nennen? Naja, ist ja auch wumpe. Ich denke, es ist halbwegs klar was ich meine. Und wenn nicht, auch nicht schlimm. Da bleibt jedem einzelnen nur die Selbsterfahrung. Madame wird sich freuen!

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Ein habbich noch…
Veröffentlicht in Allgemein,Sonderthemen von Michael Papendieck am 30.12.2010 um 13:59 Uhr

Zum Glück muss ich mir nicht die Haare blondieren, ein Ohr abstehen lassen und im mainstreamigen Moderatoren-Armani-Anzug auf Bild-Niveau die Ereignisse des Jahres 2010 Revue passieren lassen. Ich klicker mich einfach durch die Suchfunktion und schaue, was mir die letzten 12 Monaten an Pixelwerken so auf die Festplatte haben diffundieren lassen. Und wie es sich für ´nen Fotoblog gehört, will ich dabei auch einfach nur die Bilder „sprechen“ lassen. Naja…..wobei, die Bilder ja irgendwie immer nur das Ergebnis dessen sind, was sonst so um einen herum so passiert.

Begonnen mit spontanem Ausstieg aus dem damaligen Studio, musste für das eigene Freizeitgeknipse improvisiert werden. Neben dem umgeräumten Wohnzimmer war schnell mal wieder „draussen“ angesagt.

Der April 2010 bescherte das zweite Buch zum Thema Akt. Und natürlich den Startschuss für das hiesige Geblogge.

 

Der Mai den zweiten Preis beim Trierenberg Super Circuit, den ich eigentlich gar nicht mitmachen wollte, aber der Eyjafjallajökull auf Island eine Fristverlängerung „provozierte“. Auf den letzten Drücker und auch noch falsch einsortiert und auch schon in Vergessenheit geraten spülte der Preis einen warmen Regen in Richtung neue Kamera.

 

Ein paar Online-Veröffentlichungen und ein schickes, wertiges Portfolio im Hochglanzmagazin.

 

Weil man ja sonst nix zu tun hat, stampften wir das OKERWEK in den genau heißesten Wochen des Jahres – ja, auch wenn es mir beim Blick aus dem Fenster auch schwer fällt mich daran zu besinnen, es gab zwischen dem Packeis des Winters 09/10 und der jetzigen Polarattacke tatsächlich so etwas wie eine warme Jahreszeit – aus dem Boden. Parallel war auch noch der eigene Umzug, so dass mir die farbverkleisterte Latzhose Anfang September in Rahmen einer kleinen ambulanten OP entfernt werden konnte.

 

Und dann war endlich wieder Studiogeknipse im Großformat angeblasen. Reiten, Schießen, Peng, Peng, Peng! Den ganzen Tag. Herrlich! :-)

 

Der Herbst war dann auch schon schnell da und die Workshop-Zeit war eingeläutet. Novum hierbei. Endlich mal ein männliches Modell. Und das wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein.

 

Und während sich andere mit dem feuchtkalten Novemberwetter rumbalgten, waren Master Hoppe und meinereiner schwer am Schwitzen, um den Sack Flöhe namens „Wicked-Essensemble“ für den ambitionierten Charity-Kalender in den Kasten zu bekommen.

 

Achja….und ein bisschen Tanzgehupfe und Tuchgeturne war auch mal wieder fein.

Hab ich was vergessen? Wenn ja, weiß ich grad nicht was.

Aber auf alle Fälle steht 2011 im Zeichen des Vollformats!

 

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Fotografieren ist keine Hexerei…
Veröffentlicht in Bildgeschichte,Sonderthemen,Technik etc. von Michael Papendieck am 08.11.2010 um 11:18 Uhr

Aus gegebenem Anlass sei heute nur mal ein kurzer Anriss dessen publiziert, womit Master Hoppe und meinereiner sich ein paar Tage beschäftigt haben.

Hexenmeister Hoppe hat mit dem Ensemble des Musicals „WICKED-Die Hexen von OZ“ ein prächtiges Kalendershooting durch gehämmert. 13 Bilder, teils mit dezidierter „Choreo“ galt es auf Film zu bannen. Ich will an der Stelle auch gar nicht viel berichten, da das Spannende daran die Bilder sein werden, die es im fertigen Kalender zu sehen geben wird. Man darf sich auf reinste Hoppe-Fotografie freuen, denke ich. Also weiß ich. Ich war ja dabei.

(Einer musste ihm ja das Licht einstellen, die Kamera anschalten, die Objektivdeckel abmachen, Kaffeeholen und das Posing erklären. Machen wir ja immer so, wenn wir zusammen arbeiten. Nie macht derjenige das selber, was man hinterher sieht auf den Bildern. Wenn man anderen Glauben schenken darf, die zwar nicht dabei sind, aber es GANZ genau wissen, nech?)

Professionelle Körperbeherrschung und den Drang vor eine Kamera konnte man bei den Jungs und Mädels beinahe schon voraussetzen. Was allerdings wirklich nachhaltig beindruckt hat, war die Disziplin und das Höchstmaß an individueller und allgemeiner Organisation, die der „Planungsstab“ da präsentiert hat. Robert, Terence und Nuno : Danke, Gracie, Graças!!!

Zweieinhalb Tage Powerplay und am dritten Tag Einzelknipsereien mit den Leuten, die nach den anderen Tagen die Nase immer noch nicht voll hatten von Shootings. Gutaussehende und bewegliche Mädels bin ich ja gewöhnt. So viele vorzeigbare Männer, die es vor eine Kamera zieht, auf einem Haufen, war quasi das Eldorado für uns Körper- und Kopf-Knipser.

Ach, und………..Danke Marc fürs Mitnehmen…. And thanks to all the “Wicked People”.

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Who let the dogs out…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Technik etc. von Michael Papendieck am 04.10.2010 um 12:04 Uhr

Irgendwann im letzten Jahr hab ich da mal mit rumprobiert und der Herr Hoppe hat´s gestern wieder losgetreten. Des Menschen bester Freund. Nicht der Whiskey, nein, der Hund. Kennen Sie William Wegman und seine Weimaranerhündin? Der eine oder andere bestimmt. Aber Sie kennen jetzt des Master Hoppe´s „Drogenhund“, die kleine dicke französische Bulldoggen-Lady mit dem Gesicht, was nur eine Mutter lieben kann.Und den kohlefressenden Bobby. Dass er schwarz ist, liegt aber nicht am Kohlekonsum, sondern eher einfach an der Rasse, nech? Klingt komisch. Ist aber so.

 

Wenn das Okerwerk Hundewochen ausruft, mag vielleicht des einen oder anderen südasiatischen Spezialitätenkochs Herz höher schlagen, aber bei uns geht alles politisch korrekt zu.

Dem Herrn Hopp sein Dank für die "Spende" :-)

 (Anmerk. d.Verf. : Bevor jetzt Entrüstungsstürme losbrechen und mir klischeehafte Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen wird. Die Wau-Wau-Tagesplatte in Kombination mit dem Mietz-Burger und Hamster-Schaschlick hat Marco Polo seinerzeit im Oktober 1317 wieder in Fahrt gebracht und die Seidenstrasse mit Snacks versorgt. Take-away fürs Mittelalter….Otternasen, kandierte Buchfinkenhirne, Wolfszitzen-Chips…man kennt das ja aus einschlägigen Historienfilmen.)

 

Eingefleischte Tierliebhaber und Köter-Knipser raufen sich die Haare, wenn sie solche Fotos sehen. Richtig fotografiert man gefälligst Hunde ja nur galoppierend mit flatternder Schlabberzunge und wehenden Ohren auf der Rumtoll-Wiese oder in der Plüschwanne umringt von Quietsche-Knochen und Apportier-Hanteln.

 

Naja…jeder wie er mag, sach ich ma. Wir portraitieren die Viecher eben so, wie wir jeden anderen auch portraitieren. Und was soll ich sagen. Das geht sogar richtig gut. Bisweilen einfacher als das sperrige Modell-Material. Vorteil bei den Tieren. Mit Leckerchen kann man sie so herrlich bestechen. Wobei mir da einfällt. Das mit den Leckerchen muss ich beim nächsten Shooting mit so einem ausgehungerten Mode-Püppchen auch mal probieren. Könnte ja ganz hilfreich sein, wenn sie dann auch mal n Happen zu essen bekommt. Also meine Damen. Die elitären Ansprüche mal runter schrauben. Bei uns posen die haarigen Ladies und Gentlemen schon für ne Handvoll Frolic oder Brekkies. Mit zauberhaften Ergebnissen, wie ich meine.

Wobei sich das eher auf das Tier an sich bezieht als auf unsere unfehlbare Fotokunst *räusper* :-)

In diesem Sinne….Wuff!

Es grüßt der Papendieck

Neues aus der Hobbythek…
Veröffentlicht in Bildbearbeitung,Hobbytip,Technik etc. von Michael Papendieck am 30.09.2010 um 09:37 Uhr

Eine Anfrage eines geneigten Lesers will ich mal zum Anlass nehmen eine neue Sparte zu eröffnen. Und als Kind der Siebziger und frühen Achtziger bleibt mir als eine Art Hommage an den Herren mit dem Zwirbelbart und dem CH-Fehler nur eine Benennung. Es folgt der Hobbytip.

Die Frage war nach dem Aufwand und der Bauart des gezeigten Wasserbeckens. Vorweg sei gesagt, dass es sicherlich mind. 32 andere Arten gibt, das zu bewerkstelligen, aber ich beschränke mich mal auf die, wie sie Master Hoppe ausgetüftelt hat.

 

Die Skizze zeigt es unterstützend, was da so verwendet wurde. Vier Baubohlen wurden im Quadrat hochkant gestellt mit dicken Winkeln zusammen „gespaxt“. An jede Ecke wurde ein stabiles Kantholz von 3 Meter Länge senkrecht platziert, um später einer schwarze Moltonbahn als Aufhängung zu dienen. In das Bohlen-Quadrat wurde eine handelsübliche Teichfolie (4x4m) gelegt. Und dabei einfach über die Ränder übergeschlagen. Befestigen sollte man das VORHER nicht, denn durch das eingefüllte Wasser zieht sich die Folie ja noch genau in Form und würde sonst spannen und das Konstrukt nach innen rein kippen lassen. Das Gewicht des eingefüllten Wasser zieht die Folie schon an die passenden Stellen.

 Beim Thema Gewicht. Eine Grundfläche von 3×3 Metern (also 9 qm) befüllt auf 15 bis 20 cm Wasserhöhe ergibt souveräne 1,8 Kubikmeter Wasser. Für die ungeübten Hobbymechaniker und Physikverweigerer. Das sind 1,8 Tonnen Wasser. In Worten : Eintausendachthundert Kilogramm H2O!

Da sollte man im Zweifel einen Statiker fragen, denn selbst bei nur 10 cm Füllhöhe ist´s noch fast ne Tonne!

Und wo wir schon beim Thema Wasser sind. Man sollte auch bedenken, dass man das Zeug da nicht nur rein bekommt, sondern auch wieder raus! Wichtig beim „rein“ ist vor allem die Temperatur. Man beachte, dass dort ein Modell drin sitzen wird. Und die 12 Grad Leitungstemperatur sind vielleicht nur für Oxana aus Nowosibirsk „badewannenwarm“. Da müssen schon 40 Grad im Vorlauf sein, damit bei der Menge und Fläche für einen angemessenen Zeitraum des Befüllens und des Shootings noch aushaltbare Verhältnisse herrschen.

Auch nicht unwichtig im Zusammenhang mit Wasser. Strom. Es heißt zwar, dass man bei leichten Depressionen ein Bad mit ätherischen Ölen und bei schweren eins mit Fön nehmen soll, aber wenn man halbwegs fürsorglich seinen Modellen gegenüber sein will, ist die Sicherheit nicht zu verachten.

Also primär geht´s natürlich um das teure Equipment, was es zu schützen galt, aber lasst es euch gesagt sein. Einen abgesoffenen Blitzkopf könnt ihr auf den Elektronikschrott werfen, ein durchgegrilltes Modell wird man echt schwer los in der heutigen Zeit.

 

Also, was ist zu tun. Ich denke, ich verrate keine Geheimnisse, wenn ich sage, dass man sein Galgenstativ und vor allen dem Blitzkopf ausreichend sichert gegen „In-das-Becken-Reinfallen-usw.“. Steckdosen u. ä. sind aus dem Spritwasserbereich zu bringen. Extremen Wellengang sollte das Modell dann auch vermeiden. Sonst ist die ganze Bude voll gesifft und das will ja auch keiner, nech?

 

Dann kann´s eigentlich schon losgehen. Das „zenitale Licht hilft, die Umgebung im Dunkel „absaufen“ zu lassen. Weitergehende Bearbeitung am Rechner tut ihr Übriges. Um eventuelle „helle Reste“ auf dem Hintergrundmolton und durchschimmernde Falten in der Folie verschwinden zu lassen, ein kleiner Tipp. Man füge in PS einfach eine Tonwertebene ein, schiebe deren Weißregler fast nach ganz links in den Schwarzbereich. Damit überhellt man extrem und die kleinen nervigen hellen Punkte im Schwarz werden sichtbar. Die Dinger einfach wegretuschieren auf der Bildebene und anschließend die eingefügte Tonwerteben einfach wieder raus kicken. Und es bleiben einem dämliche Kommentare in Foto-Gemeinschaften erspart, wo Leute die Bilder anderer herunterladen und bei 400%-iger Vergrößerung sezieren und nach Pixel-Verrutschungen drogenhundartig durchschnüffeln.

 

Die Frage, ob man so etwas ohne viel Aufwand hinbekommt, mag damit vielleicht nicht so ganz umfassend beantwortet sein. Denn, ob etwas aufwändig erscheint oder nicht, obliegt der Eigenwahrnehmung. Für mich stellte es kein Aufwand dar. Hat ja der Hoppe gebaut *ätsch*

Nein, mal im Ernst. Es ließ sich binnen 30 Minuten wieder auf- und abbauen. Das einzig langwierige war das Befüllen bzw. das Entleeren. Ansonsten galt die Devise:

„…”Motivation ist der Quotient aus Eigennutz und Zeitaufwand multipliziert mit der Wurzel aus Effizienz plus Attraktivität des Angebotes.”

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

P.S.: Übrigens vielen Dank, Hermann, für das Nachfragen. So oder so ähnlich würde ich mir das öfter wünschen.

Okerwerk trifft Staatstheater…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Technik etc. von Michael Papendieck am 28.09.2010 um 12:01 Uhr

Wie letzte Woche angekündigt, bin diese Woche „a bisserl“ hinten dran. Nicht die Unlust, sondern der Zeitmangel zeichnet dafür verantwortlich, dass ich heute erst „Laut“ gebe.

Nach langer Durststrecke in Sachen „Tanzmaus-Präsenz“ konnte ich gestern endlich mal wieder was Schickes mit einer jungen Dame inszenieren und quasi „en passant“ das Blitzgereffel im Studio angemessenen einschießen.

An der Stelle auch einen kleinen Gruß an „Sponsor“ und Master Hoppe : „Das Zeug blitzt echt wie der Teufel, wenn es muss. Goil!“

 

Ich will nicht zu viel verraten, aber vielleicht lassen die paar kleine „Vorgucker“ erahnen, was da demnächst aus dem Okerwerk geperlt kommen wird.

Technisch war es jetzt mal wieder keine Hexerei. Einmal den großen Schirm für schön hell und weich, ne dicke Softbox für nicht so hell und einen Spot für hart und hell. Immer wieder drollig, was man mit einer Lampe so alles anfangen kann. Ich komme langsam wieder in Fahrt!

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck…

Woarmbahde-Tach…
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Technik etc. von Michael Papendieck am 09.09.2010 um 10:20 Uhr

Ist zwar schon „a bisserl“ her, aber im Bezug auf das deutlich werdende El-Nino- Phänomen  da draußen, dachte ich mir, dass die Beschäftigung mit Wasser unter kontrollierten Bedingungen auch nicht uninteressant wäre.

 

Das Kind im Manne und der Konstrukteur am Werke bewerkstelligten nämlich damals die Präsenz eines herzigen Accessoires im Studio. Neben der reinen Platzlichkeit für Vehikel offenbart der viel Raum Spielereien, die man sonst nur von Making-Of-Videos der Kollegen kennt. Wohl dem aber, der diese Videos aufmerksam studiert und ´nen Heimwerker-King Hoppe hat, der solche Sachen kurzerhand und mit Sachverstand bauen kann. Demnächst muss man also nicht nur Knipser und Frauenversteher sein, nein, auch Bademeister, Tischler oder Poolbauer ist gefragt.

 

Recht simpel war der Konstrukt, weil es ja nicht so teuer sein sollte. Testbecken-Bau war angesagt. Baumeister Bob Hoppe hat´s angepackt und mit Baubohlen, Kanthölzern und einer schwarzen Teichfolie sowie ein Aufspanngestell für meterlange Molton-Bahnen war das Grundgerüst für ein anschauliches Wasserbecken überraschend schnell installiert. Mit Durchlauferhitzermordender Langatmigkeit musste dann lediglich noch körperwarmes Wasser in das Bassin, dass nach vorsichtiger Überschlagsrechnung satte 1800 Liter fasste. Naja, man muss auch mal schenken können. Ist ja zum Wohle der planschenden Dame, so dass diese sich kein Treibeis in der Blase oder schwerwiegendere Einschränkungen gesundheitlicher Art holen.

 Das Schleudertrauma erzeugende Wasser-aus-den-Haaren-Schlackern ist natürlich keine Welturaufführung, aber darum geht es bei solchen Experimenten sowieso nicht. Manche Dinge muss man auch trotz “Abgucken” doch dann mal selber probieren. Und wenn´s nur dazu dient, zu wissen, wie man so ein Ding baut. Dümmer macht´s einen ja nicht und das eine oder andere coole Bild wird dort bestimmt noch seinen Weg auf die Speicherkarte finden.

 

Man muss dabei eigentlich relativ wenig achten. Einige Dinge obliegen der eignen Toleranz in Sachen Ordnungssinn. Eine Sache hingegen galt es auf jeden Fall und nachhaltig zu beachten. Die Kombination Wasser und elektrisch betriebene Geräte ist nachwievor eine, die NIEMAND schadensfrei über die Bühne gebracht hat, bringt oder bringen wird. Wer sein Modell, das Equipment und sich wenigstens halbwegs mag, sollte bedenken, wie er Blitzköpfe installiert bzw. sichert und wo sich selbige dabei befinden.

 Je nach angestrebtem Endergebnis  – also nicht in Sachen Garstufe, sondern in fotografischer Hinsicht – platziert man einen extra gegen Hinabklatschen gesicherten Blitzkopf mit Striplight nicht direkt ÜBER dem Modell, wenn es solche Headbanger-Spritz-Einlagen liefert, sondern eher schräg oben davor. Dann kann da nix schief gehen.

 

Das Maß an Reflexionen – eigentlich klar ersichtlich, wenn man in Physik beim Thema Optik nicht gänzlich abwesend war – steuert man dabei über seinen eignen Blickwinkel zur Oberfläche in Abhängigkeit der Lampenposition. Zum Zusammenhang der Bewegung und der Glätte der Wasseroberfläche muss ich – glaube ich – ja nichts extra erwähnen.

In diesem Sinne

Ran ans Werkzeug. Bastelstunde für Große.

Es grüßt (und lobt den Hoppe)

der Papendieck

P.S.: Das Ganze kann man auch ohne größeren Aufwand unter natürlichen Bedingungen erst mal testen. Kleine, „begehbare“ Tümpelchen findet man eigentlich immer irgendwo. Aber bitte nicht in Naturschutzgebieten, gelle? Man muss sich nur Gedanken machen, ob man eine „eingefrorene“ Optik der Wassertropfen etc. will oder dynamisches Verschlieren, welche die Bewegungen optisch unterstützt.

Frisch ans Werk…
Veröffentlicht in Bildgeschichte,Interviews etc.,Sonderthemen,Technik etc. von Michael Papendieck am 30.08.2010 um 11:23 Uhr

DAS OKERWERK…estudio fotográfico rendido!

 

Nicht, dass man ohne nicht könnte, aber länger anhaltende Studiolosigkeit kann einen schon etwas runter ziehen. Irgendwie geht immer was, aber mit ist doch irgendwie geiler.

 

Und so kam es, dass die Kollegen Hoppe und Pietschmann und meiner einer mit der Nase auf dem Boden unser Umfeld Spürhund artig nach einer passenden Räumlichkeit durchkämmt haben.

 

Erstaunliche Feststellung dabei war, dass Braunschweig echt viel Industrieflächen hat, die ich vorher noch nie so wahrgenommen hatte. Leider ist das alles nur nicht wirklich bezahlbar. Der V-Mann Sascha hat aber mal wieder seine Verbindungen genutzt, und nach ein paar Blindschüssen, kristallisierte sich DAS Objekt der Begierde heraus.

 

Aber wie es immer so ist, kam es erstens anders, und zweitens als man dachte. Der Raum, dieser, jener, welcher und am Ende wurde es doch ein anderer. Viel Bürokratie, zähes Verhandeln und letztlich einvernehmliche Einigung setzten die Landmarke dort, wo sie jetzt ist. Im Mai war der Handschlag getätigt. Mitte Juli (Neeeee, war nicht warm!) ging es ans „Frisch machen“.

 

Alte Leitungen kappen. Rausreißen. Kabel ab. Boden glätten. Tür zumauern. Neue Tür rein hacken. Lampen weg. Heizung hin. Dreck raus. Material rein. Flächen von knapp 500 qm mussten geweißt werden. Ölflecken, Staub und andere „Schlotze“ waren echte Gegner.

 

Diskussionen über Bodenbelag, Konstruktionspläne für Hohlkehle, Farbauswahl des Laminats, der Vorhänge, der Spülbürste und Art der Wandbeleuchtung und diverse Fahrten zu mittlerweile allen Baumärkten der Stadt waren logische Konsequenz.

 

Achja, falls jemand Interesse hat. Die beste Bratwurst gibt´s beim Brutzel-Stand vorm Hornbach. Sagt Herr Hoppe. Und der hat ALLE Buden durch. UND!!! Niemals, und ich sage es gerne nochmal , NIEMAS Samstagnachmittag zum schwedischen Möbelhaus. Nie, nie, nie….*bäh*. Alle, die da sind, kaufen nämlich nicht ein. Sondern die „gucken nur mal“. Da sag nochmal einer, dass in Deutschlang immer weniger Kinder geboren werden. Ich hatte eher den Eindruck, alle Hechel-Gruppen der Region treffen sich kurz vor der Niederkunft in der blau-gelben Bude zwecks Wurf-Synchronisation. Ist bestimmt auch so ein archaisches genetisches Relikt, dass alle zur gleichen Zeit Welpen bekommen, damit die Masse das Überleben sichert. Aber was soll´s. Da muss man durch.

 

Der Wechsel zwischen großen Fortschritten und lästigem Kleingefummel ließ zwischendurch das Mütchen schwer schwanken. Von „Ich hab kein Bock mehr“ bis „Das wird richtig gut“ hörte man alle „Graustufen“ vom Kollegen Hoppe. Der „Ranschaffer“ und Kollege Pietschmann erfreute sich aufgrund des organisatorischen Mehrstresses eines ständigen Viren-Updates und war teilweise mit der Kanne Fenchel-Tee in der einen und dem Pinsel in der andern Hand zu sehen.

 Beim Anbau simpler Gardinenleisten wünschte man sich das NTV-Filmteam von „Jobs am Limit“ dazu, und weiß nun, was es heißt, in 5 Meter Höhe auf einer Schlacker-Leiter über Kopf in brutalsten Stahl-Beton ein Loch mit schreiender Schlagbohrmaschine zu wuchten.

 

Und ohne die Hilfe von Fachleuten, wie dem Lieblings-Tischler Paelecke, dem farbenfrohen Maler Beyerstedt und dem Spaltmass-Fetischist und Tool-Master Levin sowie dem Trockenbau-Zauberer Olli wäre es nie so pico bello geworden.

 

Und eigentlich haben auch ganz viele andere ihren nicht unwichtigen Beitrag geleistet. Allen voran des Kollegen Hoppes Frau, vor allem durch aufmerksame Dokumentation des Schaffensprozesses und durch Duldung der ständigen Nachtschichten des Geehelichten.  Genauso wie unser knipsendes Mädchen im Bunde, Janet Bilitza, die auch munter mitgewischt hat und zukünftig mitmischen wird. Die anderen grad nicht Erwähnten fühlen sich bitte nicht übergangen, sondern lediglich nur nicht namentlich erwähnt.

 Nachdem dann quasi als Finale die Hohlkehle gestrichen und der Boden abschließend versiegelt war, konnte man tatsächlich das Ende absehen. Und das wichtigste angegangen werden.

 

Das vorgezogene Weihnachts-Paket vom freundlichen Blitzgeräte-Hersteller wollte aus den Kartons. Das Equipment witterte seinen natürlichen Lebensraum und drängte in die Freiheit. Und was soll ich sagen. Wir brauchen ein größeres Studio. Wir haben keinen Platz! :-)

 

Hier nur mal ein paar Fakten: – 140qm Studio- Hohlkehle 6m breit, 6m tief, 5m hoch- zwei Visa Arbeitsplätze- 5 verschiedene Setups und PROFOTO Rent-Equipment.

Ich würde mal sagen : „Feuer frei!“

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Christina kocht ´nen Kessel Buntes
Veröffentlicht in Allgemein,Bildgeschichte,Interviews etc. von Michael Papendieck am 20.05.2010 um 10:36 Uhr

Heute gibt´s was Buntes auf die Augen. Und aus diesem Grund möchte ich heute eine weitere Reihe starten, in der ich Menschen in meinem Umfeld vorstellen möchte, die mit Fotografie im unmittelbaren oder erweiterten Sinne zu tun haben.

Beginnen möchte ich mit Christina. Christina Nietert. Ihres Zeichens Makeup-Artistin – sie mag es mir verzeihen – Visagistin, Hairstylistin, „Maquilleuse par excellence“. Und manchmal auch selber Modell.

Eher durch Zufall tauchte sie im Sommer 2007 im Studio auf, weil die ursprünglich gebuchte „Visa“ verhindert war und als Vertretung Christina schickte. Anfänglich musste sie tatsächlich eher als Modell „hinhalten“, denn in ihrer eigentlichen Funktion. Schnell waren wir aber im experimentellen Teil der Beauty-Fotografie gelandet, sodass es im Laufe der Zeit immer bunter wurde. Und wenn ich nicht selber die Kamera in der Hand hatte, dann tüftelten wir im Trio an irgendwelchem „Chi-Chi-Kram“ herum. Die Friemelei veranlasste Marc Hoppe sogar, sich objektivtechnisch in Unkosten zu stürzen, um mit Hilfe von Zwischenringen ein sündhaft teures Makro zu „umgehen“.

Planschereien mit Wasser, umherfliegender Dekosand, gerupfte Hühner, Drahthauben, Wäscheleinen, Bambusrinde, Gelleefrüchte, Kaugummikugeln und viel, viel bunte Farbe. Und Zeit. Und Spaß am Herumexperimentieren. Das ist das Reich von Christina.

Ohne die wirklich beeindruckenden Ergebnisse verschiedenster Bildbearbeiter zu schmälern, bin ich ein Verfechter des wirklichen „Machens“. Das „Nachschminken am Rechner“ ersetzt nämlich nie die Arbeit einer guten Makeup-Artistin. Glaubt ihr nicht? Zeig ich euch.

Und noch viel mehr bekommt man auf der Webseite von Christina zu sehen.

Guckst du hier : http://www.visionsofmakeup.com

Und wenn sie gerade mal nicht die Pinsel für Mode-Kampagnen, Fernsehsender oder Theater- und Filmarbeiten schwingt, dann tobt sie als Modell für verschiedenste Projekte vor der Kamera herum. So wie hier z.B. bei einem gemeinsam gegebenen Workshop im Rahmen einer „Convention“ eines großen deutschen Foto-Forums in Hamburg im Sommer 2008.

Und mal schauen, ob ich den Herrn Hoppe fürs nächste Mal überreden kann, hier etwas von sich zu erzählen und zu zeigen.

Bis demnächst in diesem Kino. Es grüßt der Papendieck.