Bevor sich mal wieder wer ADHS-mässig gelangweilt fühlt, wenn ich einen neuerlichen Zwischenstand zur Fotoaktion “Knipsen für den Weltfrieden“, heute nur ein kleiner Mini-Kurz-Short-Ganz-Wenig-Umfang-Beitrag zum Thema “absurde Accessoires”
In stiller Plünderungsaktion fand die Sense ihren Weg in meinen Besitz, um gleich darauf in schrillem Neon-Pink lackiert zu werden. Warum pink? Im Rahmen einer Schwarz-Weiss-Umwandlung findet sich im Körper und der Umgebung ( so hoffte ich) keinerlei natürlichen Neon-Pink. Ergo kann man an den entsprechenden Regler beim Umwandeln zuppeln und das “Gerät” von schwarz bis weiß gestalten.
Damit die Schwarzseher unter uns auch was mitbekommen
In diese Sinne, es grüßt in Knäppe
der Papendieck
P.S.: Die Fotoaktion läuft nachwievor. 74 Einreichungen gibt es und es dürfen gerne noch ganz viel mehr werden.
Nach einigem unmotivierten Rumgeknipse und mässig kreativem Kompensationsgemache bedarf es manchmal einfach der Besinnung auf “alte Werte”. Überdehnt vom tageslichtgetragenen Zelebrieren von der nackten Schönheit war es für den Augenmuskel durch inszenierte Bilder-Wellness höchste Zeit.
Man nehme dazu das Modell, mit dem man auf einer Welle surft. Dazu das Licht, dass man eigentlich am Leckersten findet. Mache sich mal die Mühe, sich ein paar unaufdringliche Accessoires zu besorgen. Und dann gebe man dem simplen Spass am Machen seinen Raum. War auch ein guter Anlass beim Thema Bildbearbeitung mal wieder etwas auszuprobieren. Ein paar Friemeleien in Sachen Hautmanagement kann man sich drolligerweise sparen, wenn man es in ein Duplex umwandelt. Kann man physikalisch sicher erklären, ich freu mich grad mal nur, dass es den Effekt hat, den es hat
Ist sonst die Ausbeute getragen von dem “Muss”, kommt man so tatsächlich mal zu dem Luxusproblem, sich nicht entscheiden zu können.
Um so schöner also, wenn man weiss, dass ein paar “Kätzchen-Schätzchen” im Bilder-Ordner schlummern. Für schlechte Zeiten quasi.
In diesem Sinne
es grüßt der Papendieck
Großkampftag am vergangenen Wochenende. Am Samstag und Sonntag war mal wieder Workshop angesagt. Von alten Häsinnen, die ihren Tellerrand bewusst erweitern wollten bis hin zu jungfräulichen Erst-Tätern in Sachen Studio und Aktfotografie waren ein bunter Strauss an Melodeien dabei.Mit sehr ansehnlichen Ergebnissen wie ich finde.
Der eine ins kalte Wasser geworfen durch das Weihnachtsgeschenk in Form des Seminars, die nächste fühlte sich in ihrer Arbeit „festgeknipst“ und war begierig auf neue Einflüsse. Der „klassische“ Werdegang vom Analog-Draufhalter in Jugendtagen über konzeptionelle Dunkelkammerarbeit und Strandung im Digitalzeitalter war vertreten.
Genauso wie der digitale Neueinsteiger und „Ich-mach-alles-Enthusiast“ oder der „Ich-krich-ne-Krise-mit-dem Licht-Haderer“. Erfrischend bunt gemischt in Sachen „Laufbahn“ und Geschlecht, waren aber alle in einem Punkt beieinander. Die Lust am Machen und am Sehen.
Wir beschäftigten uns mit dem Notwendigsten in Sachen Theorie, überliessen es aber dem Auge, die Dinge zu erkunden und die Ergebnisse zu beurteilen. Dem Zweifler mag das Arbeiten mit einer Lichtquelle zu „primitiv“ erscheinen. Doch 6 Stunden Workshop reichen nicht mal im Ansatz, alle Facetten und Spielarten der Eine-Funzel-reicht-Nummer adäquat auszuloten. Wer was anderes behauptet ist entweder verdammt schnell und gut oder doof
Zwei hervorragende Modelle machten es den Teilnehmern bei Fragen und beim Ausprobieren mit ihrer Erfahrung und ihren nicht zu übersehenden Qualitäten einfach, sich dem Thema Akt im klassischen Sinne zu nähern, aber auch mit simplen Accessoires sich in Richtung Inszenierung zu bewegen. Und dabei ging es eher um Spiel mit Form und Licht, denn um erotisch motivierte Darstellung weiblicher Attribute. Wobei das ja eh im Auge des Betrachters usw. , sie wissen schon…..
Spannend von meiner Seite ist dabei wie unterschiedlich so ein Tag „abläuft“ und welche Ergebnisse sich jeder einzelne dabei heraus arbeitet. Nun bin ich in der Tat kein Vorkauer, versuche aber soviel wie möglich den besagten Zwischenraum zwischen den Zeilen zu füllen und zu erläutern.
Technisch ist man schnell an einem Punkt, wo das Prinzip klar ist. Die sog. „weichen Fertigkeiten“ – neudeutsch „softs skills“ sind es, die den Unterschied ausmachen, warum der eine zuhause ein blosses Foto von einer nicht angezogenen jungen Dame macht und der andere durch unmittelbare Kommunikation mit der Person vor der Kamera genau den entscheidenden „Unterschied“ erzeugt.
Um die obligatorischen Lichttests komm ich ja immer nicht herum. Das schöne dabei ist, dass manchmal gerade wegen des Hauruck-Faktors ganz „nette“ Sachen dabei herauskommen, die bisweilen aber auch mal gegen die Bilder der Teilnehmer abstinken können.
Irgendwie hab ich grad so eine “bläuliche Phase” wie mir scheint?
Klar ist dabei auch, dass man in der Kürze der Zeit nicht vom Nektar der Erkenntnis schlürft und ich bei weitem nicht der Messias des abstrakten Aktes bin, aber so ein Workshop dient dazu, sich mit Dingen zu beschäftigen, die sonst nicht auf dem Zettel stehen. Nämlich die Interaktion mit dem Modell in einer gewissen Form und die Interaktion mit den „Mitfotografanten“. Oft genug murkst man im stillen Kämmerlein vor sich hin und beisst sich fest. Vielleicht lernt man nix epochal neues, aber man tut die Dinge einfach mal anders.
So wie ich das demnächst auch machen werde. Nämlich nicht die „eingeschliffenen“ Workshops in der heimischen Blitzbude machen, sondern quasi „auf Tournee“ gehen. Karlsruhe – genauer gesagt Gaggenau – und Dresden sind da im März Stationen, worauf ich schon sehr gespannt bin und dann auch von „unterwegs“ berichten werde.
In diesem Sinne
Es grüßt und bedankt sich bei den Modellen und den Jungs & Mädels vom Wochenende - auch fürs “Überlassen” einiger Ergebnisse
der Papendieck
P.S.: Wer genaueres über die Auswärtsspiele wissen möchte, kann sich gerne per Mail melden.
Auf Neu-Deutsch sogenannte „sequels“ verheißen ja bisweilen nicht immer eine Steigerung der Spannung oder Qualität, wenn man da nur mal an Matrix denkt. Häufig ist im ersten Anlauf alles gesagt, was zu sagen ist, der zweite Aufguss hat ein paar Extravaganzen in der Hinterhand, aber ab dann ist die Luft doch einfach raus.
Beim Fotografieren hat man es irgendwie einfacher. Vielleicht. Hier tritt keine (so schnelle) Ermüdung durch das Gesetz der Serie ein, sondern erfordert durch sich selbst schon eine stete Ansammlung weiterer Teile. Allerdings bedarf es aber auch eines guten Konzeptes, damit es auch tatsächlich eine Aussage hat. Man denke nur an das großartige Projekt „The Red Couch“ von Horst Wackerbarth, der mittlerweile über 6000 Menschen auf der ganzen Welt auf seinem Sofa hat Platz nehmen lassen. Wobei ja bei genauerem Hinsehen auch das stumpfe Aneinanderreihen völlig zusammenhangloser Bilder an sich schon das Konzept sein kann.
Man muss nur am Ende wen finden, der es versteht. So können ja auch eine Unzahl Fotos von plattgefahrenen Kröten einen Anlass für allerlei Interpretationen bieten, auch wenn man vielleicht aus einer reinen Bierlaune heraus mal damit angefangen hatte.
Denn oft genug ist der Beginn einer „Reihe“ eher ein Produkt der unsäglichen Geschwisterliebe von Zufall und Gelegenheit. So wollte der Zufall es, dass genau an dem Tag, wo diese Bilder hier gemacht wurden, sich das Modell endgültig dazu entschieden hatte, den Maßgaben ihrer Agenturen nicht mehr weiter nachzukommen und drauf geschi…….. hat, dass Aktfotos nicht „erwünscht“ sind.
Ebenso war die Gelegenheit gegeben, ein bestimmtes Möbelstück mit ins Bild einzubeziehen. Der unwägbare Faktor der Improvisation machte es notwendig, das besagte Möbelstück nicht in seiner eignen Funktion als Stuhl zu verwenden, sodass kurzerhand ein abstraktes „Stuhl-Bondage“ daraus wurde.
Für mich sind Accessoires in Bildern immer dann brauchbare, wenn sie eigentlich durch Strukturen, Materialien oder Formen an sich schon „einladen“ das Objekt nur für sich alleine fotografieren zu wollen. Dann „verkommt“ ein Modell schon mal zur Deko. Um so besser, wenn man eines wie die Dame hier grad zufällig in der Nähe hat. Seiner Funktion als Sitzmöbel quasi enthoben kann man so nun zur Tat schreiten und Körper, Objekt und Licht munter nach Gutdünken herum arrangieren.
Was das ganze nun mit einer Serie zu tun? Naja, ganz einfach. Neben der klassischen Definition, dass z.B. ein und dasselbe Accessoire – man denke auch hier z.B. an den Pümpel und das Spiegelei bei Tetsche – trotz unterschiedlichster Personen, Anlässe und Umfelder immer wieder irgendwo im Bild auftaucht, können sich Serien über eine Art Aufeinanderfolge von bestimmten Phasen ergeben. Quasi als ob man in Zeitraffung den Werdegang von etwas dokumentiert.
Der Eindruck stellt sich dann eh schon immer ein, wenn man hinterher eine gewisse Anzahl scheinbar ähnlicher Bilder beim Sichten der Ergebnisse durch die Vorschau flitzen sieht. Welche Bilder dann ausgewählt werden unterliegt manchmal tatsächlichen technischen Belangen. Oft genug aber auch momentaner Stimmung und individueller Sehgewohnheit.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Vielleicht liegt es am allgemeinen Sonnenscheinmangel oder daran, dass ich heute morgen meine Katze der Tortour des Duschens und Einschäumens unterziehen musste, dass ich mir eine meiner favorisierten Knipsdamen zum Anlass nahm, mir über die Thematik mit der Kombination von Fotograf und Modell Gedanken zu machen.
Vielleicht auch die Frage, die mir jemand zu einem Foto stellte. Die Frage nach dem Aufwand der Vorbereitung. Und damit war nicht der technische Aspekt gemeint. Improvisiert? Oder gar schon mal geprobt?
So kristallisiert sich dabei heraus, dass ausser einer Terminabsprache und den im Vorfeld stattfindenden Mailwechseln über Art und Weise des Shooting nichts stattfindet, was man wirklich Vorbereitung nennen könnte. Erstaunlicherweise hat man trotz „steriler“ elektronischer Unpersönlichkeit ein ziemlich Trefferquote in Sachen „Chemie-Deckungsgrad“. Allerdings hat man auch schon mal schnell nach dem dritten Schriftwechsel heraus gefunden, wenn man auf jemanden trifft, der im ruhigsten Fall einfach ein falsche Vorstellung dessen hat, was man mit dem Stichwort „Aktfotografie“ meinen könnte.
Ihr meint, das wäre doch klar? Nein, nein. Das wäre zu offensichtlich. Der einen oder anderen, die auf der Homepage und/oder zwischen anderen dargereichten Beispielen der eignen Arbeit herumstöberte, fällt nicht auf, dass dort in einer Ausschreibung das Wort „Akt“ zu lesen steht oder 95 % der Bilder, Personen zeigen, die alles andere als üppig bekleidet sind. Nur weil es in Großbuchstaben in der Überschrift steht, muss man es doch nicht bemerken. Nebensächlichkeiten, die nur aufhalten. Und Lesevermögen oder den Mangel an selbigem sieht man ja schließlich auf Bildern nicht. Also, was will ich überhaupt?
Umso mehr staunte ich vor drei Jahren, als ich beim „Routine-Rundgang“ durch die Neuanmeldungen der Region, in skeptischer Vorahnung ein Pseudonym las, dass normalerweise einen Teenager verrät, der festgestellt hat, dass er das eine oder andere Fotoforum zum Ausgleich des postpubertären Aufmerksamkeitsdefizits nutzen kann, in dem er/sie sich als sog. „Modell“ anmeldet. GNTM sei dank, dass sich auf einmal jede Rotzgöre, die nur aus einer genetischen Laune der Natur heraus halbwegs proportioniert gewachsen ist, meint, bisweilen gestandene Fotografen mit Starallüren zu überschütten.
So in diesem Falle aber nicht. Des Deutschen, seiner Orthografie und der Interpunktion mächtig, teilte die junge Dame – gerade zarte 18 – in Sätzen, die sogar aufwendig verschachtelte Relativsätze aufwies, mit, dass ihr banale Schmink-und-Verkleidungs-Knipsereien am wohlgeformten Heck vorbei gehen. Abstrakte Bildideen und die Reduktion auf kunstvolle Körperbilder stünden in ihrem Fokus. Anlass genug also, der Lady mal auf den exhibitionistischen Zahn zu fühlen.
Und wie ginge das besser, als sich mit ihr zu verabreden und einfach mal die Bilder machen, nach denen es sie „dürstete“. Frisch angefixt von einer skulpturalen Bildersprache durch den Kollegen Hoppe wurde bei der Frau „Sonnenkatze“ eine Tür aufgestoßen, die – wenn ich mir ihren „Werdegang“ in dem Bereich so anschaue – mittlerweile nicht nur ausgehängt, sondern vielmehr die Zarge gleich mit herausgenommen wurde.
Spräche ich von symbiotischem Aufeinandertreffen klänge das arg schwülstig, aber in die Richtung geht das aber. Selten ergibt es sich, dass sowohl hinter der Kamera als auch davor, einhellige Übereinstimmung darüber herrscht, wie man denn dieses oder jenes angeht, umsetzt, oder gar sein lässt. Intuitive Interaktion, war mal ein Begriff, den ich mal wen von sich geben hören sagen haben tat. Getan, gesägt, getun….*gnsmpf*.
Also was ich eigentlich sagen wollte. Im Zusammenhang mit dieser Thematik nannte jemand das beschriebene „Phänomen“ genau so. Intuitive Interaktion eben. Aber keine Angst, ich fang jetzt nicht damit an, dass das wie beim Tanzen in einem auf einander eingespielten Paar ist, wo jeder den Schritt des anderen vorweg ahnen kann, aber dennoch sofort bereit ist, wenn eine andere Richtung vorgegeben wurde, dieser zu folgen, um gleich darauf wieder intuitiv den nächsten Schritt zu machen, bevor er gedacht wurde. Also, so sag ich es dann mal nicht.
Der Naturkundler kann nur den Begriff Symbiose verwenden. Zwei Individuen gehen eine „Verbindung“ ein, bei der jeweils der eine vom anderen profitiert. Darf man das eigentlich eine Win-Win-Situation nennen? Naja, ist ja auch wumpe. Ich denke, es ist halbwegs klar was ich meine. Und wenn nicht, auch nicht schlimm. Da bleibt jedem einzelnen nur die Selbsterfahrung. Madame wird sich freuen!
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Mutter Natur macht es vor und damit kommen die besten Inspirationen auch von dort. Während sich Frau Holle also umfassend den Wolf schüttelt und alles mit einer weißen Decke zu verhüllen sucht, ist des Fotografen Glückseligkeit mit einem Stoffläppchen schnell erreicht.
Nur im Gegensatz zur „fluffigen“ Schneedecke, die eher alles vom Winkel zum Radius formt, macht das Stoffläppchen neben der reinen Verhüllung seinen Job beim Betonen gewisser Formen nach bestem Wissen und Gewissen. Es ist ja dabei z. B. nicht so, dass ein Babybauch an sich noch Betonung bräuchte, wenn ich mir so manche „Murmel“ anschaue, aber das straffe Einspannen in den entsprechenden „Verhüll-Betoner“ führt zu einer entzärtelnden Abstraktion des von der ungeschlüpften Brut bis zur Erstaunlichkeit gewölbten femininen Körpermitte.
Während Mini-Schühchen oder Geschwisterpatschen auf Mamis Bauch zu Quietschanfällen und rührungsfeuchten Augen führen, verschiebt sich die Wahrnehmung hierbei hin zu einer (meist perfekten) Darstellung harmonischer Kurven, Bögen und Wölbungen. Gepaart mit der Eigenstruktur des elastischen Stoffläppchens ein fast zeitloser Klassiker, der auch schon mal den Eingangsbereich einer Hebammenpraxis zieren kann.
Während nun dabei das Stoffmaterial durch sich selbst gestalterisches Element im Bild wird, kann man den simplen „Fetzen“ auch einfach als nebensächliches Accessoire im Bild drapieren, um – wie es in schönem Amtsdeutsch auszudrücken wäre – „bildintensive Individualbereiche“ zu bedecken. Also „unten rum was drüber“, für die Leute, denen das andere wieder zu furchtbar unflüssig ist.
Ob nun schalartig übergeworfen oder als scheinbares Kleidungsstück umhüllend, das Spiel mit Sichtbarkeit und Verborgenem gibt den Bildern eine persönlichere Note, die der eine oder andere als „erotischen Moment“ deklarieren mag.
Das komplette Gegenteil erreicht man abstrakter Verhüllung und der Kombination mit „Dingen“, die unserer logischen Seherwartung nicht entsprechen. Wohl kann man sich vorstellen, mit was man optisch zu rechnen hat, wenn man einen weiblichen (oder auch männlichen) Körper in so einen elastischen Stoffschlauch steckt. Umso interessanter wird es dann, wenn z. B. schon alleine 2 Personen sich darin tummeln. Die individuelle Person gilt dabei als aufgehoben und das „Modell“ stellst sich ausschließlich mit Form und Aktion in den Dienst der Sache.
Drollig wird es dann, wenn man neben einer Person einen (halbwegs) normalen Gegenstand wie z. B. eine Sitzgelegenheit mit hinein stopft.
(Anmerk. d. Verf.: Da man ja tatsächlich ALLES erklären muss, sei folgendes angemerkt. Ja, in den Schlauch passen nur Gegenstände oder Personen, die die Dimensionen desselben nicht überschreiten. Dehnbarkeit ist zwar ein dehnbarer Begriff, aber das Überschreiten der strukturellen Integrität ist dabei nicht Ziel und schon gar nicht der Weg. Mit anderen Worten. Man sollte sich vorher überlegen, in welchen Ausmaßen das Stoffläppchen benutzt werden soll. Die Grenze ist dabei der Horizont und Versuch macht kluch, ne?
Und wo wir schon beim Erklären sind. Das Material ist ein Lycrastoff, der mittels einer einzelnen Längsnaht zu einem Schlauch zusammengenäht wurde. Erhältlich in gutsortierten Handarbeitsläden, beim Haus- und Hofschneider nachfragen kann auch helfen oder in gut ausgestatteten Stoffabteilungen sowie Deko-Läden)
Und wem das zu fipsig ist, der wickelt eben das Modell einfach nur alleine dort rein, und je nach „Verlangen“ straff umwoben oder geometrisch abstrahiert. Ist auch irgendwie nicht schlecht zur jetzigen Vorweihnachtszeit. Da packt man ja auch die Sachen erst nett ein, um sie zur speziellen „Erfreuung“ wieder auszupacken.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Da draußen zurzeit alles richtig weiß wird, könnte man es als hinreichende Begründung für die Weiterwendung des Themas „weiß“ nehmen. Oder?
Letzte Woche habe ich mein Archiv durchstöbert, um Beispiele für die Lichtsetzung mit einer Lampe zu finden. Eben gerade suchte ich Beispiele für die Lichtsetzung mit ZWEI Lampen. Und was soll ich sagen? Es hat mich jetzt eine gute Stunde gekostet, auf zwei Festplatten mit 500 GB wenigstens eine knappe Handvoll zusammen zu kratzen. Anscheinend mach ich das wohl nicht so oft. Und wenn dann auch eher unkonventionell.
Wenn ich sage, dass man Licht sowohl direkt also indirekt auf ein „Objekt“ fallen lassen kann, verrate ich sicherlich keine Geheimnisse. Und wie immer ergibt sich je nach Verwendung desselbigen eine unterschiedliche Bildwirkung. Habe ich bei den jungen Herren aus OZ einen beinahe „klassischen“ Porträtaufbau als Ansatz gehabt – also ein größeres Hauptlicht von schräg oben vorne und ein – man höre und staune – KOPFLICHT (!) von schräg oben hinten, so habe ich bei den folgenden Bildern die Lampen gegensätzlich positioniert.
Im Wesentlichen handelt es sich immer mehr oder weniger um den gleichen Aufbau. Variationen in der „Lichtmenge“ am Körper wurden dadurch erzeugt, dass sich das jeweilige Modell etwas weiter nach hinten oder vorne im Set bewegte. Weiter zum Hintergrund, sie wird heller. Weiter weg, es wird „vorne rum“ dunkler.
Damit man mal eine Idee bekommt, einfach mal ein Dokumentationsbild vom Aufbau.
Es werden also einfach direkt auf einen von der Decke hängenden „normalen“ weißen Hintergrundkarton zwei Striplights gerichtet. Je weiter diese auseinanderstehen, um so eher entsteht in der Mitte eine dunklere Fläche hinterher. Also die Boxen weiter eindrehen zur Hintergrundmitte, dann hat man das schnell im Griff. Die Softboxen – es müssen im Übrigen nicht solche dicken Dinger sein, stehen relativ dicht am Karton. Fertig befummelt, sieht es dann so aus:
Ein Vorteil beim weißen, „weg geblitzten“ Hintergrund ist die nicht vorhandene Schwierigkeit via Photoshop den Raum zu vergrößern. Weiß kann man so schön dran basteln. Was auch immer mal wieder in der Vergangenheit zu Zweifeln bei dem einen oder anderen Modell geführt hat, wenn sie das das erste Mal in das „30-qm-Studiöchen“ trat, aus dem die Damen die bisherigen Bilder nur via Foto-Forum in der Endversion kannten.
Alternativ – wenn man keine so langen Softboxen hat – kann man sich auch jeweils links und rechts zwei mannshohe Reflektoren hinstellen, über die man auch z.B. mit zwei entfesselten Systemblitzen indirekt mit sattem „Dampf“ den Hintergrund wegblitzen kann. Diese Reflektoren kann man sich „low-budget“ aus Styroporplatten selber bauen. Rechtwinklig zusammengeklebt bilden sie so ein gleichschenkeliges L, welches – es lebe die Physik – von alleine stehen bleibt. Desweiteren kann man z.B. die Außenseite mit schwarzer Abtönfarbe überpinseln und hat gleich noch praktische „Lichfänger“.
Wie man auch auf dem Set-Bild sieht, ist da nicht wirklich viel Raum im Raum. Natürlich geht das in einer großen Hohlkehle etwas bequemer, aber optisch nicht unbedingt besser. Ein nicht ganz zu vernachlässigender Faktor ist an der Stelle tatsächlich die Deckenhöhe – und auch deren Farbe. Den logischen Zusammenhang zwischen einer weißen niedrigen Decke und der Menge des reflektierten Lichtes überspringe ich mal und baue auf das Grundverständnis der geneigten Leserschaft.
Sachliche Technikfakten, die den einen oder anderen interessieren, stellen sich dabei so dar, dass (wie immer) eine 1/125sec eingestellt ist. Die Blende relativ weit offen war/ist. Gerne mal nur einen Wert von 2,2 oder 2,8. Dementsprechend regelt man seine Blitze je nach gewünschtem Ergebnis auf passende „Endhelligkeit“ ein. Die Festbrennweite von 50 mm ist auch wie immer an der Kamera festgewachsen gewesen. Außer bei der raumgreifenden Tanz-Dame….da musste aufgrund der beengten Verhältnisse mal 18 mm aufgeflatscht werden.
Denjenigen, die sich fragen, warum ich nicht direkt aufs Modell funzele, um einen Highkey-Charakter zu erzeugen, sei folgende Transfer-Aufgabe zum Weiterausführen eingepflanzt.
Wo befinden sich die dunklen Bereiche am Körper, wenn ich
a) das Licht von vorne auf das Modell richte?
b) das Licht indirekt über den Hintergrund auf das Modell fallen lasse?
Bei anschließender Bearbeitung am Rechner offenbaren einem kleine Reglerverschiebungen im RAW-Konverter, dass die Bilder im „kontrastverarmten Bereich“ selbst in Farbe eine ansprechende Optik haben. Eine junge Dame definierte ihre bei mir so entstandenen Bilder als „luftig bis esoterisch angehellt“. Den Moment gibt es selten, wo ich dem nichts weiter hinzufügen kann, denn sie hat irgendwie recht.
(die Spiegelung kommt im Übrigen von einer weißen Plexiglasplatte)
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
(P.S.: Wer es noch genauer, ausführlicher und hübscher bebilderter möchte, kann es gerne im Buch “Fotoschule in Bildern – Aktfotografie “, erschienen im Galileo-Verlag, tun.)
http://www.galileodesign.de/download/dateien/2241/galileodesign_fotoschule_aktfotografie.pdf
Nun ist es amtlich. Össelwetter in ganz Deutschland treibt die Knipser aus den zugigen Hinterhöfen ins mollig warme Studio. So auch dieses Wochenende, wo mal wieder ein schicker Workshop zum Thema „Ästhetischer Akt“ angesagt war. Anbei mal ein kleiner Lichttest, bei dem lediglich ein einzelner Spot von fast direkt oben einen schönen Bühnenlicht ähnlichen Charakter erzeugt.
Im Wesentlichen ging es dabei um Grundlagen wie Benutzung einer Blitzanlage – und dem Faktor „Reproduzierbarkeit“ mit einfachen Mitteln für spätere selbst initiierte Shootings zu Hause oder in anderen kleinen Studios. Lichtsetzung und Basics in Sachen Bildidee-Entwicklung hatten Anteile, genauso wie der respektvolle Umgang mit einem Aktmodell sowie die Kommunikation und Vermittlung der eignen Vorstellungen.
Die gute Nera hat mal wieder dabei bewiesen, dass ein Anfänger keine Scheu haben muss, mit einem erfahrenen Aktmodell zu arbeiten, denn mit entsprechender Aufmerksamkeit und in ruhiger, entspannten Atmosphäre, schaffte sie mal wieder, Unsicherheiten schnell vergessen zu machen und die Leute zum Selberrumtüfteln zu motivieren.
Ich habe bis jetzt nur einige weniger Endergebnisse von den Teilnehmern gesehen, aber ich denke, wir haben mal wieder bewiesen und gezeigt, dass Platz in der kleinsten Hütte ist und mit dem Verwerfen von Althergebrachtem bzw. mit dem Kombinieren unterschiedlicher Ansätze Fotos möglich sind, die durchaus vorzeigbar sind und etwas abseits des erwarteten Standards sind.
Geschmäcker sind dabei kaum verschiedener, aber letztendlich stelle ich immer ganz gerne den Werkzeugkoffer hin und zeige, was man mit was anstellen kann bzw. warum es manchmal auch Spaß macht, Dinge zweckentfremdet zu benutzen. Immer nach dem Motto:
„Schön, dass es Lehrbücher gibt. Aber man muss sich ja nicht halten.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Da fragte mich doch neulich eine junge Dame, ob es einfacher sei, eines dieser ausgehungerten Modehühner zu fotografieren oder eher was dralles.
Natürlich hat jeder gleich zig Scheinargumente zur Hand, nur um sich selber einen Fitzel besser zu fühlen. Der Dicke sagt, dass rund gesund sei und man ja so schön gemütlich ist, der Dünne sagt, dass er sich ja so fit fühle, der mit nem Kleinen, sagt, dass es auf die Größe nicht ankommt.
Was hat das jetzt mit der Eingangsfrage zu tun? Nix. Oder zumindest indirekt. Denn auf die gestellte Frage, was besser zu fotografieren sei, bleibt nur die salomonische Antwort :
„Das kommt drauf an“. Will ich ein dünngehungertes Modehuhn, naja, dann nehm ich keine proppere Maid. Und umgekehrt. Was aber auf jeden Fall besser geht, sind Fotos mit Formen, Schwüngen, Bögen, Kurven. Und Rundungen gibt es eben nur, wenn auch welche da sind.
Den rechten Winkel sucht man dort vergebens. Man will ihn ja auch gar nicht haben. Jede Ecke würde nur stören. Und nirgends als auf einem Radius macht Licht einen solchen perfekten Verlauf vom Hellen ins Dunkle. Glaub ich.
Wäre also mal wieder an der Zeit, dass die Mädels ohne Sixpack und einem echtem präsenten Hintern mal wieder mehr vor die Kamera kommen, würde ich sagen.
Also, Ladies, ich warte.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
….der kann auch mal lang hängen lassen.
Auf der Suche nach ungewöhnlichen Dingen trifft man hier und da auf Leute, die einen mit etwas überraschen, was man so zwar irgendwie „schon mal gehört hat“ oder „aus dem Fernsehen“ kennt.
Sicherlich keine Weltneuheit und keine Neuerfindung des Rades, aber eine nicht ganz unaufwendige Nummer, die bis dato vor meiner Kamera so noch nicht stattgefunden hatte. Und man muss ja auch immer erst mal einen „Aufhänger“ finden, damit man gepflegt „abhängen“ kann. Denn gut „abgehangen“ ist ja bekanntlich am besten und man vermeidet ´nen „Hänger“. Und mit der richtigen „Hanglage“ ist ja schnell herausgefunden, zu was man so einen „Hang“ hat….aber lassen wir das.
Gut, nun ist es nicht schwierig, ein langes Tuch irgendwo hin zu bammeln, aber findet erst mal eine Dame, die darin so rumturnt. Und vor allem eine, die das ganze OHNE Klamotten macht.
Dank der ausreichenden Raumhöhe im neuen Studio konnten wir das Turntuch prima platzieren und munter drauf los machen. Ich habe ja nur mal ansatzweise versucht darin probehalber rum zu hampeln und muss sagen, dass mein Respekt der „performance“ gegenüber stetig gewachsen ist, denn es erfordert echt eine Menge Kraft und Leidensfähigkeit, sich in das Tuch zu hängen, zu wickeln und dann das Ganze auch noch mit Konzept zu tun, damit es cool aussieht. Vor allem, weil es eigentlich eine „Darbietung“ ist, die normalerweise wenig statische Elemente enthält und ihre Faszination neben der physischen Leistung aus der Dynamik und individuellen Bewegung des Tuches im dreidimensionalen Raum bezieht.
Ich will da auch gar nicht viel zu sagen, denn die Bilder sprechen mal wieder für sich, denke ich. Nur so viel – um den Technikgierigen gerecht zu werden. Wer so was vor hat, einfach ausprobieren. Euch fällt schon was ein.*grins*
Bilder lesen und mit den Augen klauen ist immer ein probates Mittel. Und wenn ihr zufällig ´ne große Softbox dabei habt, dann geht das schon massiv in die richtige Richtung.
In diesem Sinne…
Es grüßt der Papendieck.





















































