Wer jetzt denkt, es geht um Reisen oder ähnliches, den muss ich an dieser Stelle „a bisserl“ enttäuschen. NATÜRLICH geht es mal wieder nicht um das, was die Überschrift so hergeben könnte. Aber das ist ja hinlänglich bekannt
Worum geht es also dann? Um ein Buch. Und um was für ein Buch? Ein schönes. Hoffentlich. Denn der „Schönheitsgrad“ hängt natürlich davon ab, ob das, was ein potentieller Leser erwartet, dort auch wieder zu finden ist.
Das Konzept ist nicht neu, User-generierte Themen oder Inhalte mit einzubeziehen. Der Kollege Bully Herbig traf so seine Entscheidung, ob „Schuh des Manitu -Teil 2“ oder „(T)Raumschiff Surprise“ gedreht wird. Und da dachte ich mir, was dort im Großen funktionierte, sollte doch im kleinen auch zu ansehnlichen Ergebnissen führen. Ne?
Was ist also der „Auftrag“? Oder vielmehr die Frage an die geneigte hiesige Leserschaft?
Im Wesentlichen zielt meine Frage darauf ab, heraus zu bekommen, was der einzelne, einige oder gar viele für „behandelswert“ hielten, wenn es darum geht, ein Buch zum Thema Porträtfotografie zu gestalten.
Dabei soll es jetzt weniger um Layouts oder Aufbau gehen, sondern eher um die jeweiligen Facetten, die man zu dem Thema bedenken, behandeln, bearbeiten oder gar weglassen könnte. Also von motivischen Tricks und Kniffen über technische „Must-have´s“ bis hin zu Bildbeispielen, die auch einfach nur mal so zum Ansehen sind.
Wer sich also berufen fühlt, dazu ein paar Gedankensplitter hier zu lassen, sei herzlichst eingeladen, eben dieses auch zu tun. Sei es stichwortartig oder in Prosa. Ich bin gespannt
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Nicht nur um dem Namen der ganzen Veranstaltung hier Rechnung zu tragen, sondern auch einfach, weil es mal wieder an der Zeit war, genau das zu tun, was schon seit längerem in der Pipeline gärte.
Zum einen, um endlich den Riemen auf die Orgel zu schmeissen und das Projekt aus dem schwärenden Sumpf der Theorie an die praktische Luft zu lassen. Zum anderen, um den mittlerweile schon zweieinhalb Jahre alten Plan, mit der Dame auf den hiesigen Bildern etwas an den Start zu bringen.
Und was läge da also näher, einen Blick in den Kalender zu werfen, um im Fast-November draussen Bilder zu machen. Bei gülden-oktobrigen 17 Grad und Windstille haben wir heute mal kurzerhand das Parkdeck unseres Schloss-Placebos zur Freiluftbühne gemacht.
Anbei nur ein paar kleine Vorgeschmackshäppchen, was in nächster Zukunft in der Richtung über den Chip perlen wird. Ich will nicht sagen, dass sich hier ein Epizentrum der Unter-freiem-Himmel-Tanzerei bilden könnte, aber wenn sich lokale Tanzfähige jeglicher Stilrichtungen – und gerne auch überlokale – bewogen fühlen, sich in dieses Projekt einzubringen. Na, dann nur zu. Alleine heute bei der Aussicht erspähte mein Äuglein mindestens 4 bis 7 neue Locations, die schön für solche fotografischen Kurztrips herhalten können. Ihr müsst nur hier antanzen
Also, auf die Positionen Mesdames et Messieurs!
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Nicht zu 100% verlässlich, aber doch mit großer Wahrscheinlichkeit beschert uns der Endseptember mal wieder herrlichstes „Indian Summer“ Goldgepränge am Firmament.
„Zuckerlicht“ quasi, dass geradezu danach schreit, die letzte wirkliche Schönwetterperiode des Jahr fotografisch abzugreifen. Der eine kraucht durchs dicke Dickicht, um taubehangene Spinnweben mit symbolträchtiger Altweibersommer-Ornamentik im opulenten Gegenlicht zu fixieren.
Der andere schnappt sich eine junge Dame, um sie alsbald dekorativ im chlorophyll-reduzierten Eichenhain an den lichtumwirkten Waldesrand zu schubsen, auf dass sie in den Orange- und Rot-Tönen des dahinwelkendes Laubes gar wonnig zur Geltung komme. Oder so ähnlich.
Darum nicht viele Worte gemacht. Das beste Licht gibt’s ab Vier. Also nichts wie raus heute. So ein Licht gibt’s erst wieder in 12 Monaten.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Ffffffffffffffff…….Buchstabe „EFF“. Was gäbe es da, was im Zusammenhang mit Fotos von Relevanz wäre, um es in die alphabetische Liste aufzunehmen? F wie „Fotogemeinschaft“?
Über DIE gewisse sich auszulassen wäre eher müßig, weil die Plattform durchaus keine schlechte ist und ursprünglich dem optimistischen heheren Ziel eines Austausches unter Gleichgesinnten folgte. Aber da des Pudels Kern bei Gemeinschaften weniger das Faktum des „geschlossenen, nicht anonymen Verbandes“ ist, sondern der Inhalt per se das „Problem“ dabei darstellt, würde es den Rahmen dieser Veranstaltung hier sprengen über die Irrungen und Wirrungen zwischen den kleinen Knipsameisen dort vor Ort zu referieren.
Gar mannigfaltig bunt ist der Strauß voll Melodeien, wenn man die Skurrilitäten, Entgleisungen, Auf- und Abtritte allerlei Individuen mal auflisten würde und vielleicht setz ich mich in den kommenden Wintermonaten mal hin und schreib darüber mal eine heitere Anekdoten-Sammlung. Für mehrere hundert Seiten hab ich jetzt schon Stichworte im Kopf.
ABER…wir wollten ja das Foto-Alphabet sinnvoll durch einen weiteren Stichpunkt ergänzen. F wie Fensterbilder. Schwülstig und mit der Axt gezwungen könnte ich nun sagen, dass man sich mal mit dem Fenster zur Seele seines Modells beschäftigen könnte. Augen sagen mehr als 1000 Worte. Esoterik-schwangeres Material überlass ich an der Stelle aber den üblichen Modell-Flüsterern und Schön-Knipsern und wende mich der technischen Gerätschaft zum kontrollierten Licht- und Lufteinlass in bauliche Einrichtungen zu. Nämlich dem Fenster an sich. So sagt z.B. das Zwischennetz-Lexikon Wikipedia dazu :
„…Fenster haben den Zweck, natürliches Licht in Gebäude zu lassen und gleichzeitig das Innere der Gebäude vor den Einflüssen der Witterung abzuschirmen. Weitere Zwecke können sein, Belüftung zu ermöglichen oder Hinaus- und Hineinsehen zu ermöglichen…“
Was nun so besonders erwähnenswert an einem Fenster als Fotoobjekt sei? Lässt man mal den architektonischen Aspekt aussen vor, finde ich es persönlich den Passus „natürliches Licht“ ziemlich cool. Das mit dem Hinein- und Hinaussehen nimmt man dabei dann auch gerne billigend in Kauf.
Darüber hinaus kann man auch schön das Fenster in seiner mehr oder weniger etablierten symbolischen Funktion einfach in ein Bild mit einbinden. Man kann von drinnen nach draussen, von draussen nach drinnen oder durchs geöffnete Fenster fotografieren. Melancholischer Standard sind verregnete Fensterscheiben. Wohlfühloptik verbreitet die tiefstehende Sonne, die einen morgens wachkitzelt oder abends relaxen lässt.
Geschlossene Fenster symbolisieren Schutz, aber auch Eingeschlossensein. Naja, ich denke, ich muss die Liste der Allegorien nicht durchhecheln, um verstanden zu werden, oder?
Wem dabei auch natürliches Licht zu wenig ist, der kann natürlich auch blitzdingsmäßig nachhelfen. Und sich dann gleich mal mit dem Thema Spiegelung herumbalgen. Ach und eine Sache noch. Wenn es auf klare Sicht ankommt, einfach die Scheiben VORHER putzen, als sich den Wolf am Rechner fummeln
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Siebenschläfer im Kalender und wolkenloses Blau am Himmel. Da bin ich ja mal gespannt, ob das tatsächlich satte 7 Wochen so bleibt. Denn viel Sonne bedeutet viel Licht und da es aus prähistorischen Urtrieben heraus alle Leute dann doch nach draussen zieht, passt zum Buchstaben „ENN“ ja irgend wie am besten N wie natürliches Licht.
Anglifiziert und Trend-orientiert müsste ich natürlich sagen, dass es eigentlich „Available Light“ hiesse. Aber das verfügbare Licht umfasst ja nun mal mehr als das natürliche. Denn – auch wenn ich jetzt Illusionen zerstöre – das Gefunzel aus der Glühlampe ist und bleibt nun mal artifiziell. Und ausserdem fängt „Available“ eben einfach nicht mit N an. So!
(Anm. d. Verf. : N wie Networking wäre sicher auch ein abendfüllendes Programm, aber das heb ich mir für F auf.)
Jetzt werden gleich wieder die Mäkelprinzen vom Dienst losjammern, dass ich aus selbstgefälliger Arroganz heraus versuche, etwas über die Fotografie mit natürlichem Licht zu schreiben, aber selber eigentlich nur im Studio fotografiere. Meine Antwort darauf. Nicht alles was ich mache, findet auch den Weg in die „Öffentlichkeit“. Gut so, meinen die einen, Recht so, sagen die, die ihre „Schätzchen“ nicht an die breite Glotzmasse verplempern.
Wohlwissend, dass ich mich selber immer etwas in den Hintern treten muss, fällt es im Studio natürlich bisweilen leichter, Beleuchtung zu steuern und Wetterunbilden zu umgehen. Aber wer sagt denn, dass man draussen nur was machen kann, wenn Kaiserwetter angeblasen ist? Man muss nicht wie Wilhelm Zwo aus medienwirksamen Gründen die „Sessions“ bei maximal bayrischem Himmel konzipieren. Seltsamerweise wird ein ganzes Studio mit einem Technikerteam in eine Beregnungsanlage umgebaut, wo das „Weg“ vom Wasser die aufwendigere Aktion ist als das „Hin“, anstatt bei einen prächtigen Landregen im Sommer vor die Tür zu gehen. Echte Top-Profis benutzen noch nicht mal mehr „Real-Wasser“, sondern konsultieren die Filterpalette aus dem Hause Adobe.
Wer jetzt schon wieder rumjault, wie er denn dabei verhindert selber nass zu werden, dem sei die Frage gestellt, wie er ohne fremde Hilfe sein bisheriges Lebensalter erreicht hat. Machen ist da angesagt. Nicht rumwundern. Du hast keine Taucherkamera? Macht nichts, nimm nen großen Schirm mit! Und ohne zuviel zu verraten, ein großer Schirm schützt nicht nur vor Regen. Stichwort : Sonnenschirm!
Aber momentan sind ja alle weniger auf Regen aus. Nörgler vielleicht schon, denen jetzt das warme schöne Wetter im Ansatz mal wieder die Suppe verhagelt. Nörgelt ihr mal schön, während wir anderen einfach raus gehen und mit feistem Grinsen sagen:
„Ja, das Wetter ist geil und wir haben Spass!“ Spass am „einfach mal machen“. Denn dazu ist das natürliche Licht doch einfach da. Früher hat man auch fotografiert. Wie vermessen von den notorischen Nörglern (OH, ein Doppel-N) zu meinen, dass erst mit heutiger Technik Probleme auftauchen, die die Knipspioniere gar nicht kannten, weil sie primitive Tretradfahrer und Postkutschenräuber waren und nicht wussten, welcher Rechenalgorithmus hinter einem JPEG steckt oder ob Mehrfeldmessung im manuellen Modus relevant ist oder nicht.
Die vorherrschenden Bedingungen vor Ort spontan und mit Improvisationstalent umgehend in den Griff bekommen hat nichts mit steinzeitlicher Instinkthandlung zu tun, sondern etwas mit echter Kreativität. So leid es mir tut, das sagen zu müssen. Zumal viele Leute selbst unter „kontrollierten“ Bedingungen eines Studio nur Fuchskacke produzieren. Ohne Grundverständnis in Sachen Licht- und Schattenwirkung nützt die beste mit 50.000 Euro Equipment vollgepfropfte Provinz-Blitzbude „nüscht“, wenn man über das Stadium des Einstelllicht-Anknipsens nicht hinaus gekommen ist und keine visuelle Kraft sein eigen nennen kann.
Ein wesentlicher Vorteil beim Tageslicht-Fotografieren. Man konzentriert sich noch mehr auf die Person vor der Kamera. Ich behaupte mal ketzerisch, dass viele nur deswegen im Studio shooten, weil der Voodoo-Zauber, den eine over-equiptes Hightech-Blitzanlage macht, dafür sorgt, dass man sich so schön hinter dem ganzen Gedönse verstecken kann und nicht so lästige Dinge wie Mit-dem-Modell-Beschäftigen bedenken muss. Man hat dann ja auch keine Ausrede, wenn die Bilder Murks werden.
„Ja, doof jetzt. Ich glaub, die Sonne ist kaputt und hat irgendwie die falsche Lichttemperatur für meinen Weissabgleich. Deswegen ist deine Haut auch nicht so schön. 6478 Kelvin ist halt ein Standardwert, das liegt jetzt nicht an meiner Kamera…..“ Usw….usw…
Leute, also noch mal an dieser Stelle. Quatscht nicht soviel, sondern geht raus und macht!. Ansonsten ist einmal Klappe halten angesagt. Entweder ihr wollt was mit euern Bildern vermitteln oder ihr wollt teures Spielzeug haben. Dann empfehle ich aber vielleicht einfach ne Bang&Olufsen-Stereo-Anlage mit guten Kopfhörern. Da kommt wenigstens nicht so viel Banales bei raus, mit dem ihr eure Umwelt ungefragt penetriert. Denn wie immer galt die Devise:
„Man kann zwar alles fotografieren, aber man muss nicht alles zeigen!“
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Man kann übrigens auch im Studio mit natürlichem Licht fotografieren. Also in unserem zumindest. OKERWERK macht´s möglich
Was, wann, wie, wo und warum. Alles Fragen für den Buchstaben WEH. Und sicher alles Fragen, die man mal stellen kann. Aber….
Zum Buchstaben „W“ widmen wir wohl weiterhin wissend was Willkommeneres. Nämlich was? Richtig! Wald und Wiese. Dem Allergiker zum Rotze, ist der Aufenthalt im Frühlingswald fotografisch lohnenswerter als der sonnenlichtscheue Studioknipser meinen mag. Die erste Angst beim Schritt ins Sonnenlicht zu Staub zu zerfallen kann man getrost hinter sich und das Equipment bewusst zuhause lassen.
Halbwegs brauchbare Witterungsbedingungen tragen maßgeblich dann schon mal zum Gelingen bei. Vornehmlich stört die Kamera das Feuchte. Das Kalte dabei kommt beim Dekorativen seltener gut an. Geht man aber vom Idealfall aus, sollte einer ergebnisreichen „Vor-der-Tür-Teilveranstaltung“ nicht allzu viel im Wege stehen.
Gut, da sei vielleicht noch der vorsätzliche Aufwand eines bewussten Ortswechsels davor, aber grundsätzlich bedarf es lediglich der Mühe, sein Modell der Wahl zu schnappen und dieseswelches sowohl location- als auch beleuchtungstechnisch in freier Wildbahn attraktivst zu arrangieren.
Worauf man speziell achten sollte? Naja, vielleicht, dass man darum weiß, ob das Modell der Wahl vom Heuschnupfen gebeutelt ist oder empfindlich auf Insektenstiche reagiert. Und damit meine ich nicht das Teenie-Gequietsche bei Anwesenheit eines harmlosen Arthropodens mit Lokomotionsorganen für den Luftverkehr, sondern Michélin-Männchen-artiges Anschwellen der durch entsprechend hartnäckige Schadinsekten malträtierten Extremitäten.
Gelingt einem das geflissentlich zu ignorieren, bietet Mutter Natur ein Füllhorn der Möglichkeiten, sich in Sachen „Verfügbares Licht“ im grünen Tann und in der Au wohlfeil zu verlustieren. Das Spiel mit flirrendem Gegenlicht in wehendem Geäst lädt genauso ein, wie blanke Weite wogender Weizenfelder.
Eigentlich frei im Geiste und mit nahezu unbeschränkten Möglichkeiten kann man so das größte Studio der Welt benutzen. Wenn man sich damit arrangieren kann, dass Wind und Wolken manchmal ungefragt von eben auf jetzt die Lichtverhältnisse nach eignem Gutdünken variieren. Und je nach „Schussfestigkeit“ des schmückenden femininen Knips-Anlasses kann man überlegen, wie öffentlich der auserwählte Fotoort sein soll. Bisweilen stört sich doch die eine oder andere Joggerin daran, eine Geschlechtsgenossin unvermittelt und leichtbekleidet im Buchenforst aus der Dickung streichen zu sehen. Aber vielleicht ist´s auch mal schön was zu machen, wo die Kleidung eine Rolle spielt.
Minimiert auch die Stechrüsselattacken-Dichte nachhaltig
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Mit der kleinen Bauernkutsche in die große Stadt. Oder so ähnlich. Man verzeih mir das Ka-Eff-Zett-lastige, aber irgendwie bot sich das frühlingshafte Strahlemann-Wetter an, die Karre mal nicht nur als rollbaren Witterungsschutz gegen winterliche Unbilden zu betrachten.
Und wenn die ganzen Snob-Bubis, den weissen Pseudo-Segel-Pulli mit dem dunkelblauen Kragenstreifen, lässig um die Schulter geworfen, Mamas Cabrio aus dem Hause „Carrus Populi“ weltwichtig durch die ohnehin schon verstopfte „Innenstadt“ kutschen, akribisch darauf achtend, dass man auch den arisch gemeisselten Blondschopf-Scheitel in der klaren Aprilluft blinken sieht, ja, dann kann ich auch meine Eins-Komma-Drei-Tonnen Schwabenstahl schneepflugartig durch die ausgehfeine Landeier-Ansammlung drücken.
Mit Wonne war ich so herrlich dekadent unökologisch. Solange es noch geht eben. Da muss ich mein urbanes Arbeitsgerät doch für verschwenderische 50 Cent einfach in einem Parkhaus rumfahren und mit Absicht nicht wirklich parken. Wie ein Alien wird man betrachtet, wenn man nur die Karre von einem passenden fotogenen Platz zu anderen jongliert. Kurz aussteigt, das Auto fotografiert, wieder einsteigt und das ganze wiederholt. Nur um an anderer Stelle das ganze noch einmal zu tun.
Zweifelnde Blicke, die zwischen dem eignen, vehement vom Munde abgesparten Vorzeige-Werksfahrzeug mit dem Charme eines 200-Meter-Strandabschnittes Dänemarks im tiefsten November und dem angedengelten High-Rider mit dem lautmalerischen Mädchennamen des Erfinders der selbigen Marke hin- und her schwappen und sich fragen, was denn an ihrem Statussymbol wohl so uninteressant sei, im Verhältnis zu dem impala-metallic-farbenen Sternträger im Brotkasten-Design. Naja. Ein Blick genügt, denke ich mal, nech ?
Nach 15 Minuten die Stahlnase durch die Betonspirale wieder nach unten gekurbelt, ein paar drollige Bildchen im Kasten, ging´s dann ab ins Café. Bringt ja nix nur wie die von ihren biologischen Vorgesetzten gesponsorten Bachelor-Studenten mit dem Klein-Cabrio im Eduscho-Look davor rum zu gurken.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Versprochen! Jetzt kommt erstmal nix mit Autos und so.
Die Diva muss weg. Also galt es zu handeln, bevor die schmucke 6-Zylinder-Karosse von dannen zieht. Konsequenz daraus. Rein in das Baby und die 41-jährige Lady noch einmal ins rechte Licht rücken.
Dafür gibt es – nach meiner bescheidenen Meinung – kaum etwas besseres, als leicht diesigen Abendhimmel. Knallsonne macht dabei zu harte Reflexe. Konturen, Linien und Details kommen aber bei der größten Softbox der Welt namens „fast geschlossene Wolkendecke“ also 7/8 quasi – einfach grandios zur Geltung.
Und mit einem Riesenhaufen Kohle bekommt man jede Diva willig. Neben dem kleinen technischen „Wippchen“, dass die feinschottrige dunkle Umgebung so herrlich abschattet, modelliert die schwarze „Naturhohlkehle“ sämtliche Rundungen und Details zu einem optischen Leckerbissen nach.
Ich fürchte, ich werde da mal wieder öfter hinkutschen müssen und das eine oder andere „Ka-Eff-Zett“ auf Zelluloid bannen.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Ach, ehe ich es vergesse. Kennt jemand jemand, der ´nen 500 SEC in Goldmetallic hat?
Inspiriert von der Dame selbst, aber natürlich auch von der Gunst der Stunde, war es quasi unumgänglich, dieser Tage sein “Jagdglück” in der freien Wildbahn zu versuchen.
Solange die Bäume noch unbelaubt, so lange herrschen prächtigste Lichtverhältnisse im kahlen Hain. Grund genug, die musen-gleich-wirkende Dame zu einer freiluftigen Veranstaltung zu nötigen.
Und nach Aussage der “Betroffenen” war es in der Sonne bereits moderat genug, um eine Stunde voll der Frühlings-Poserei in den erwachenden Forst zu zaubern. Auch wenn noppige Aufwerfung im Detail auf allgemeine Verfröstelung hindeuten mögen, aber die Mädels frieren ja immer irgendwie.
Und so schöner, wenn sich eine Lady ihrer größten Sorge, nämlich dem Kalte-Füße-Bekommen derart stellt, in dem sie selbige im übertragenen Sinne nicht bekam bei der Verabredung im großen Freiluft-Studio.
Auf diesem Wege sei mein Dank nochmals formuliert und es grüßt mit wackerer Frühblüher-Allergie-Ignoranz
der Papendieck
Nimm was du hast und mach was draus. Irgendwie komme ich mir manchmal vor, als wäre ich sowas wie einer von den Foto-Aborigines Mit dem, was man in seiner Umgebung findet, das Überleben sichern. Minimaler Aufwand und maximaler Nutzen.
Manchmal ertappt man sich dann dabei, wie man sich an Luxusproblemen verbeisst. Ein Shooting kann dann schwierig werden, weil eine ganz bestimmte Funzel nicht verfügbar ist. Aber wenn man dann mal in seinen MacGyver-Koffer greift und einfach das rustikale Equipment wie zum Beispiel den kleinen ollen Aufsteckblitz benutzt, stellt man mal wieder fest, dass dicke Hose in Studioform kein Garant für kreatives Fotografieren ist.
Mit Macht versuchen, Kack-Bilder zu produzieren ist ein ehrenhaftes Ziel. Gut, der eine oder andere mag jetzt sagen, dass ich das perfekt umgesetzt habe, bei allem, was ich so abliefere, aber ich versichere euch, schlechter geht immer. Wie genügend andere enthusiastisch und nachhaltig immer wieder beweisen
An anderer Stelle definiert man es als “trash”, dann funzt es wieder
Kellerkatakomben und Lastenfahrstühle zu missbrauchen ist ja aber auch nicht so abwegig. Probiert´s mal. Es wird Frühling!
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck

















































