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Ein habbich noch…
Veröffentlicht in Allgemein,Sonderthemen von Michael Papendieck am 30.12.2010 um 13:59 Uhr

Zum Glück muss ich mir nicht die Haare blondieren, ein Ohr abstehen lassen und im mainstreamigen Moderatoren-Armani-Anzug auf Bild-Niveau die Ereignisse des Jahres 2010 Revue passieren lassen. Ich klicker mich einfach durch die Suchfunktion und schaue, was mir die letzten 12 Monaten an Pixelwerken so auf die Festplatte haben diffundieren lassen. Und wie es sich für ´nen Fotoblog gehört, will ich dabei auch einfach nur die Bilder „sprechen“ lassen. Naja…..wobei, die Bilder ja irgendwie immer nur das Ergebnis dessen sind, was sonst so um einen herum so passiert.

Begonnen mit spontanem Ausstieg aus dem damaligen Studio, musste für das eigene Freizeitgeknipse improvisiert werden. Neben dem umgeräumten Wohnzimmer war schnell mal wieder „draussen“ angesagt.

Der April 2010 bescherte das zweite Buch zum Thema Akt. Und natürlich den Startschuss für das hiesige Geblogge.

 

Der Mai den zweiten Preis beim Trierenberg Super Circuit, den ich eigentlich gar nicht mitmachen wollte, aber der Eyjafjallajökull auf Island eine Fristverlängerung „provozierte“. Auf den letzten Drücker und auch noch falsch einsortiert und auch schon in Vergessenheit geraten spülte der Preis einen warmen Regen in Richtung neue Kamera.

 

Ein paar Online-Veröffentlichungen und ein schickes, wertiges Portfolio im Hochglanzmagazin.

 

Weil man ja sonst nix zu tun hat, stampften wir das OKERWEK in den genau heißesten Wochen des Jahres – ja, auch wenn es mir beim Blick aus dem Fenster auch schwer fällt mich daran zu besinnen, es gab zwischen dem Packeis des Winters 09/10 und der jetzigen Polarattacke tatsächlich so etwas wie eine warme Jahreszeit – aus dem Boden. Parallel war auch noch der eigene Umzug, so dass mir die farbverkleisterte Latzhose Anfang September in Rahmen einer kleinen ambulanten OP entfernt werden konnte.

 

Und dann war endlich wieder Studiogeknipse im Großformat angeblasen. Reiten, Schießen, Peng, Peng, Peng! Den ganzen Tag. Herrlich! :-)

 

Der Herbst war dann auch schon schnell da und die Workshop-Zeit war eingeläutet. Novum hierbei. Endlich mal ein männliches Modell. Und das wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein.

 

Und während sich andere mit dem feuchtkalten Novemberwetter rumbalgten, waren Master Hoppe und meinereiner schwer am Schwitzen, um den Sack Flöhe namens „Wicked-Essensemble“ für den ambitionierten Charity-Kalender in den Kasten zu bekommen.

 

Achja….und ein bisschen Tanzgehupfe und Tuchgeturne war auch mal wieder fein.

Hab ich was vergessen? Wenn ja, weiß ich grad nicht was.

Aber auf alle Fälle steht 2011 im Zeichen des Vollformats!

 

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck

Frisch ans Werk…
Veröffentlicht in Bildgeschichte,Interviews etc.,Sonderthemen,Technik etc. von Michael Papendieck am 30.08.2010 um 11:23 Uhr

DAS OKERWERK…estudio fotográfico rendido!

 

Nicht, dass man ohne nicht könnte, aber länger anhaltende Studiolosigkeit kann einen schon etwas runter ziehen. Irgendwie geht immer was, aber mit ist doch irgendwie geiler.

 

Und so kam es, dass die Kollegen Hoppe und Pietschmann und meiner einer mit der Nase auf dem Boden unser Umfeld Spürhund artig nach einer passenden Räumlichkeit durchkämmt haben.

 

Erstaunliche Feststellung dabei war, dass Braunschweig echt viel Industrieflächen hat, die ich vorher noch nie so wahrgenommen hatte. Leider ist das alles nur nicht wirklich bezahlbar. Der V-Mann Sascha hat aber mal wieder seine Verbindungen genutzt, und nach ein paar Blindschüssen, kristallisierte sich DAS Objekt der Begierde heraus.

 

Aber wie es immer so ist, kam es erstens anders, und zweitens als man dachte. Der Raum, dieser, jener, welcher und am Ende wurde es doch ein anderer. Viel Bürokratie, zähes Verhandeln und letztlich einvernehmliche Einigung setzten die Landmarke dort, wo sie jetzt ist. Im Mai war der Handschlag getätigt. Mitte Juli (Neeeee, war nicht warm!) ging es ans „Frisch machen“.

 

Alte Leitungen kappen. Rausreißen. Kabel ab. Boden glätten. Tür zumauern. Neue Tür rein hacken. Lampen weg. Heizung hin. Dreck raus. Material rein. Flächen von knapp 500 qm mussten geweißt werden. Ölflecken, Staub und andere „Schlotze“ waren echte Gegner.

 

Diskussionen über Bodenbelag, Konstruktionspläne für Hohlkehle, Farbauswahl des Laminats, der Vorhänge, der Spülbürste und Art der Wandbeleuchtung und diverse Fahrten zu mittlerweile allen Baumärkten der Stadt waren logische Konsequenz.

 

Achja, falls jemand Interesse hat. Die beste Bratwurst gibt´s beim Brutzel-Stand vorm Hornbach. Sagt Herr Hoppe. Und der hat ALLE Buden durch. UND!!! Niemals, und ich sage es gerne nochmal , NIEMAS Samstagnachmittag zum schwedischen Möbelhaus. Nie, nie, nie….*bäh*. Alle, die da sind, kaufen nämlich nicht ein. Sondern die „gucken nur mal“. Da sag nochmal einer, dass in Deutschlang immer weniger Kinder geboren werden. Ich hatte eher den Eindruck, alle Hechel-Gruppen der Region treffen sich kurz vor der Niederkunft in der blau-gelben Bude zwecks Wurf-Synchronisation. Ist bestimmt auch so ein archaisches genetisches Relikt, dass alle zur gleichen Zeit Welpen bekommen, damit die Masse das Überleben sichert. Aber was soll´s. Da muss man durch.

 

Der Wechsel zwischen großen Fortschritten und lästigem Kleingefummel ließ zwischendurch das Mütchen schwer schwanken. Von „Ich hab kein Bock mehr“ bis „Das wird richtig gut“ hörte man alle „Graustufen“ vom Kollegen Hoppe. Der „Ranschaffer“ und Kollege Pietschmann erfreute sich aufgrund des organisatorischen Mehrstresses eines ständigen Viren-Updates und war teilweise mit der Kanne Fenchel-Tee in der einen und dem Pinsel in der andern Hand zu sehen.

 Beim Anbau simpler Gardinenleisten wünschte man sich das NTV-Filmteam von „Jobs am Limit“ dazu, und weiß nun, was es heißt, in 5 Meter Höhe auf einer Schlacker-Leiter über Kopf in brutalsten Stahl-Beton ein Loch mit schreiender Schlagbohrmaschine zu wuchten.

 

Und ohne die Hilfe von Fachleuten, wie dem Lieblings-Tischler Paelecke, dem farbenfrohen Maler Beyerstedt und dem Spaltmass-Fetischist und Tool-Master Levin sowie dem Trockenbau-Zauberer Olli wäre es nie so pico bello geworden.

 

Und eigentlich haben auch ganz viele andere ihren nicht unwichtigen Beitrag geleistet. Allen voran des Kollegen Hoppes Frau, vor allem durch aufmerksame Dokumentation des Schaffensprozesses und durch Duldung der ständigen Nachtschichten des Geehelichten.  Genauso wie unser knipsendes Mädchen im Bunde, Janet Bilitza, die auch munter mitgewischt hat und zukünftig mitmischen wird. Die anderen grad nicht Erwähnten fühlen sich bitte nicht übergangen, sondern lediglich nur nicht namentlich erwähnt.

 Nachdem dann quasi als Finale die Hohlkehle gestrichen und der Boden abschließend versiegelt war, konnte man tatsächlich das Ende absehen. Und das wichtigste angegangen werden.

 

Das vorgezogene Weihnachts-Paket vom freundlichen Blitzgeräte-Hersteller wollte aus den Kartons. Das Equipment witterte seinen natürlichen Lebensraum und drängte in die Freiheit. Und was soll ich sagen. Wir brauchen ein größeres Studio. Wir haben keinen Platz! :-)

 

Hier nur mal ein paar Fakten: – 140qm Studio- Hohlkehle 6m breit, 6m tief, 5m hoch- zwei Visa Arbeitsplätze- 5 verschiedene Setups und PROFOTO Rent-Equipment.

Ich würde mal sagen : „Feuer frei!“

In diesem Sinne

Es grüßt der Papendieck