Über diese Buchstabiererei bringt man sich ja doch selber in Zugzwang. Ypsilon war schon nicht ohne, aber der Buchstabe „KUH“ ist auch was, wo die Luft dünn wird. Warum mir spontan „Qualle“ einfällt, mag an dem Dreizentner-Zeppelin liegen, den ich vorhin beim Brötchenholen auf einem bis an die Grenze der strukturellen Integrität gebrachten Zweirad hab durch mein Sehfeld wabern sehen. Ich weiß, man soll ja Menschen nicht nach Äußerlichkeiten vorverurteilen, nicht wahr? Wahrscheinlich ist die Dame toooooooooooootal nett. Aber sei´s drum.
Was geht also in Sachen Q? Eines der auch immer wieder auftauchenden Themen. Nämlich Qualität versus Quantität. Bevor jetzt aber wieder die Heulsusen aus ihren Fake-Account-Verstecken perlen wie aufgeschreckte Hornissen aus nem Meisenkasten, sei gesagt, dass ich den Qualitätsmaßstab für mich natürlich anders definiere als jeder andere für sich. Und nein, meine Bilder sind nicht das Maß der Dinge. Und ja, ich finde viele Fotos von allerlei anderen Leuten um vieles besser als meine. Nicht von so vielen, aber immerhin von ein paar.
Qualität definiert sich für mich an dieser Stelle tatsächlich weniger über technische Belange, sondern eher darin, ob ich quasi (auch ein schönes Q-Wort) ins Bild geholt werde. Die Vorüberlegung des Machers für mich erkennbar und nachvollziehbar ist. Steckt ein Konzept, eine Idee dahinter. Oder war es schnödes Runtergeknipse? Inflationäres Gedaddel ist erkennbar, liebe Genossen und Genossinnen!
Sich die Zeit zu nehmen, sein Bild zu „sehen“ bevor es auf den Chip pixelt. Das ist eine echte Herausforderung. Für viele bringt das die gleiche emotionale Kasteiung mit sich wie das Stillsitzen in Kindertagen, wie mir scheint.
In dem Zusammenhang hatte ich mir ernsthaft schon mal überlegt, ob ich bei einem Workshop – bevor überhaupt die erste Kamera ausgepackt wird – Zeichenblöcke zu verteilen, und die Teilnehmer den „klassischen Akt“, den sie gleich ablichten wollen, selber erstmal skizzieren zu lassen. Die Gesichter möchte ich echt gerne mal sehen. Ich glaube, von neugieriger Verwirrung bis hin zu genervter Verweigerung wird alles dabei sein. „Kinderkram“, „Verarsche!“ werden wohl ein paar Stichworte sein, die dem einem oder anderen Digital-Paparazzi durch den Kopf schiessen. Warum? Weil ihnen vor Augen geführt wird, dass sie eigentlich keine Bilder sehen? Die Ideen fehlen? Die eigne „Handschrift“?
Warum aber nicht mal in Namen der Qualität etwas ausprobieren. Jede dritte Auslösung mal auslassen. Stattdessen die Tarnkappe abnehmen. Die Tarnkappe namens Kamera hinter der sich der eine oder andere gerne mal verschanzt. Sich die Schuh kartongroße 6000-Euro-Knipse vors Gesicht halten, nuscheln und sich dann wundern, dass das Modell ins Rätseln kommt und es ihr dann als Anfänger-Nervosität unterjubeln. Daumen hoch, meine Herren!
(Anm. d. Verf. : Quadratisch wäre auch ein schönes Wort und stünde auch irgendwie mit Qualität im Zusammenhang. Drolligerweise werden Bilder mit quadratischem Bildschnitt mit „historischem“ Mittelformat assoziiert. Und da Mittelformatfotografie (meistens noch) analog erfolgt, bedeutet das, dass man eben genau überlegen muss, ob man mit einem leichtfertigen „KLACK“ knapp 2 Euro verbrennt. Also was tun. Bilder quadratisch schneiden, dann sind sie gut +Zwinker+. Aber das nur mal so zwischendurch.)
Dem besonnenen Bildersehen gegenüber steht natürlich das vielzitierte „Dauerfeuer“. Ich räume an der Stelle ein, dass es ganz spezielle fotografische Anforderungen gibt, bei dem es tatsächlich notwendig sein kann, die Serienbildfunktion der Kamera zu nutzen. Die Fashion und Sport-Shooter wissen, was gemeint ist. Für alles andere galt :„Da musste ma´ Ruhe ins Pferd bringen!”
Schauen geht vor Klicken. Und Photoshop ist kein Werkzeug in Sachen Bildqualität, sondern nur ein Degenerationsbeschleuniger. Zum einen wählt das Programm ja nicht die „gelungenen“ Fotos aus, und zum anderen kann man eben – nach einem inflationären Zeigefingerkrampf-Geratter – Kacke eben einfach nicht polieren.
Lieber bisschen „Contenance“ gewahrt als hinterher von einem simplen Portrait-Shooting aus 1400 Pixelansammlungen 10 heraus zu mendeln, die was taugen. So ein Auslöse-Tourette ist der Grund, warum 64 Gigabyte-Speicherkarten auf dem Markt sind. Man sollte in die Kamera eine festinstallierte Auslösezahl vorprogrammieren. Schön wie beim guten alten Film, ist dann nach einer gewissen Anzahl Sense. Als Sonderwunsch gibt es dann doch eine Sound-Animation, wo bei den letzten 20 Bildern die Kamera laut „AUA!“ sagt, um dann nach der finalen Auslösung einfach mit einem lauten Röcheln auszugehen.
So wie Frauen Angst haben, dass ihnen spontan der Mund zu wächst, wenn sie mal 30 Sekunden nichts sagen, so haben manche Knipser Muffensausen, dass sie nix hinbekommen, wenn sie nicht 9 Stunden lang die Kamera klacken lassen und Bilderfluten von drei- bis viertausend Stück produzieren. Nach grober Vorsortierung der Blitzgurken und geschlossenen Augen und unfertigen Posen, mittelfeiner Nachsondierung, grober Feinauslese und dreifacher Nachlese, kondensieren und fraktionierter Unterdruck-Destillation kommen letztendlich 5 bis 10 „Werke“ dabei heraus, wovon dann 8 „ganz in Ordnung“ sind , eins „nett“ und eins das „Bild des Tages“. Macht eine Quote (Ha! Noch ein Q-Wort!) von weniger als ein Promille. Das mag als Überlebensstrategie bei Amphibienbrut o.k. sein, aber als Trefferquote für gute Bilder? Ich weiss ja nicht.
Ich könnte jetzt natürlich völlig versnobt sagen, dass ich 130 Bilder mache. Blitzgurken nicht vorkommen. Dank ausreichender Überlegung und Kommunikation mit dem Modell, die Augen auf und die Posen final sind. Und nach einer selbstauferlegten Beschränkung bei 10 Bildern des Tages das Shooting als voller Erfolg gewertet wird. Aber bescheiden wie ich bin, muss ich an der Stelle einräumen, dass mir das auch nicht allzu oft gelingt. Aber immerhin dann, wenn ich mich an meine eignen Worte „erinnere“.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
Ich mag es ja eigentlich nicht, wenn ich Menschen enttäuschen muss, aber jeder, der glaubte, dass heute zum Buchstaben T was über Titten zu lesen (und zu glotzen) wäre, wird leider seine Erwartungen nicht erfüllt sehen. Mässig erfreut wird der Voyeurist unter den Pseudo-Anspruchs-Aktfotografen abwinken, wenn der Papendieck „mal wieder“ Hupfdohlen zum Thema macht. Aber ich kann ja auch nichts dafür, wenn Tanz eben nun mal mit „TEH“ anfängt.
Warum ich das mal wieder herauskrame? Och, da gäbe es wohl allerhand, denke ich.
Ah-tens, weil der Blog schon im Wortsinn nun mal damit verknotet ist.
Beh-tens, weil man in dem Bereich immer Modelle fiindet, die sonst den ganzen Tag nichts anderes machen, als ihren Körper quasi „zu Markte“ zu tragen und das mit meistens mehr Anspruch im kleinen Zeh haben als so manches überschätzte und abknipste Modell, dass in Aushilfs-Tanzmanier den Eindruck eines sich elegant bewegenden nicht angezogenen Menschen durch mangelnde wahre Klasse nur noch weiter in die Richtung verschiebt, wo das Klischee des unzureichenden Portrait-Gesichtes die Ausziehwilligkeit exponentiell nach oben treibt. War zu kompliziert? Dann noch mal simpler. Titten raus ersetzt nicht die fehlende Gesamtqualität. So besser?
Und zeh-tens, weil mir neulich (mal wieder ) auffiel, dass Fotografieren wie Tanzen ist. Nur eben so ohne Anfassen und so. Gerade auch vor dem Hintergrund der Workshops, von denen einer jetzt erst am letzten Samstag war. Technik lässt sich ja bekanntlich recht klar strukturieren. Die Technik des „Mit-dem-Modell-Umgehens“ gestaltet sich aber dann gleich mal wesentlich komplizierter.
Wenn mantra-ähnliches Herunterbeten von Vorgehensweise und „Techniken“ nicht fruchtet, was macht der gute Didakt dann? Richtich! Er erklärt es noch mal. Anhand eines anderen Bildes. Also…
Man stelle sich vor, dass man eine gänzlich (persönlich) unbekannte Person trifft. Bei einer Tanzveranstaltung. Naserümpfende Männer seien mal an dieser Stelle erinnert, dass ihr echt punkten könnt, wenn ihr die Puppe mal zu ner Parkett-Schiebe-Veranstaltung ausführt. Egal, ob ihr ein Fred Astaire seid oder so eine Schranke wie Mario Gomez. Der Symbolcharakter ist dabei nicht zu unterschätzen. Der Versuch zählt! Und genau so ist bei einem Shooting. Versucht wenigstens mit der Dame vor der Kamera in einen gemeinsamen Rhythmus zu kommen. Und wenn´s nur quasi fotografischer Klammerblues mit dem Wanken von einem Bein aufs andere bedeutet. Aber wenigstens macht ihr es zusammen.
Von so Sachen wie „Führung“ will ich ja noch gar nicht sprechen. Erster Gedanke dabei wird wohl bei den meisten sein, das Mädel zu schicken, um sie von da nach dort über hier von da bis hierhin zu bewegen. Das sieht dann aber auch genau so aus. Man erinnere sich nur an diverse Dorfschützenfest-Tanzböden, wo schwer mit sich beschäftigte Hirschkönige mit der Miss Vize-Blaubeer-Prinzessin herumschlingern wie die angeschossene Bismarck und man eh den Eindruck gewinnt, die lassen sich von der Musik nicht aus dem Takt bringen und tanzen eher gegen- als miteinander. Lass euch das mal sagen. DAS ist nicht schön.
Fragt man sich nur, warum das einige Leute beim Fotografieren genauso machen? Er schuckelt den virtuellen Führungsarm in einem Rhythmus , den nur er hört. Sie schaut immer verdutzter aus der Wäsche – wenn sie noch welche anhat. Er bekommt das nicht mit und schuckelt immer stärker, mit dem Auftrag sie endlich dazu zu bewegen, das zu tun, was er eigentlich hinschuckeln wollte. Ich bin mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sicher, dass das einfach in die Hose gehen MUSS!
Warum nicht einfach Kontakt aufnehmen, in dem man sich bewusst macht, dass die Frau vor einem, überhaupt nichts davon weiss, was in Kopf des Kamerahalters vorgeht. Aber bevor man jetzt flutwellenartige Redeschwälle zur Erläuterung über sie ergiesst. Stellt euch doch einfach mal entspannt hin. Steht der Knipser entspannt, ist das Modell entspannt. O.k., nicht zu entspannt, sonst schlackert die Lady durchs Bild, aber ihr wisst, was ich meine, denke ich. Wenn nicht, dann schaut euch ein Video von Monty Roberts an. Was bei so komplizierten Viechern wie Pferden funktioniert kann bei Frauen also auch nicht verkehrt sein. Körpersprache ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.
Ich weiss, dass das eigentlich noch komplizierter für den einen oder anderen als zu Sprechen, aber auf diesem Wege kann ich mein Modell bewegen, ohne ein Wort sagen zu müssen. Warum das geht. Weil das Modell nämlich aufmerksam sein muss, was ich tue. Auf was konzentriert sich die Dame also? Richtig! Auf mich. Und schon entsteht ein Austausch. Eine Verbindung. Also eben wie beim Tanzen. Ich machen einen Schritt. Passt die Dame nicht auf, trete ich ihr auf den Fuss. Passt sie auf und ich trete sie trotzdem, habe ich vergessen, ihr mitzuteilen, wo ich hin will.
Probiert´s mal. Ist ganz einfach. Und wem das zu komplex ist, der kaufe sich mal ein Pferd und übe solange damit, bis der Gaul ihm hinterher kommt. Ohne dass man ihm akustische Signale gegeben hat. Es klappt! Glaubt mir.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
1000 km mehr auf der Uhr, aber um ein Paar Freunde reicher, ging das letzte Wochenende beim Workshop in der Fotofabrik Gaggenau schnell rum. Anstatt den Workshop in der heimatlichen Butze abzuhalten, war diesmal „work&travel“ angesagt.
So verschlug es mich diesmal gen Süden. Hinein ins mehr als frühlingshafte Badische, wo man am Fuße des Schwarzwaldes durch die Baumblüten durchzogene oberrheinische Tiefebene schuckelt. Für enthusiastische Fussball-Fans habe ich als Braunschweiger quasi schon mal einen Antrittsbesuch gemacht, wenn dann nächstes Jahr der KSC gegen „Unser Eintracht“ kicken muss.
Anlass war aber natürlich der Workshop in Sachen „Grundlagen im ästhetischen Akt“. Und neugierig wie ich nun mal so bin, bin ich ja immer ganz gespannt, wie andere ihr Studio „equippen“. Und der fahrbare Licht-Galgen im Baustil einer Robin-Hood-Aufbaumel-Apparatur ist schon ne echt geile Nummer. Und wenn das Ding selbst ´nen Harzer hält, dann ist das Hinhängen eines Modells ja easy.
Früher selber benutzt, dann durch rustikalen „Missbrauch“ geschrottet, war ich auch ganz freudig erregt, eine 2 x 3 m große Milch-Plexyglasplatte vorzufinden. Ich muss unbedingt mal wieder einkaufen fahren, denke ich
Bestens organisiert vom Familien-Unternehmen Hofbauer blieben keine Wünsche offen an dem Wochenende und unser Modell Kristin aus Heilbronn hat den „Rookies“ gezeigt, wie einfach „Fine Art Nude“ sein kann, wenn man sich nur mal die Zeit lässt, mit Bedacht im Thema „Ein-Funzel-Lichtaufbau“ Raum zu lassen für wohlüberlegte Posings.
Von der Studio-Jungfrau bis zum langjährigen Berufsfotografen waren alle mit Spass dabei, weil Akt zwar eine gewissenhafte Sache ist, aber bestimmt keine ernste. Bei weitem erhebe ich ja dabei nicht den Anspruch aus dem Heiligen Gral der Erkenntnis getrunken zu haben, aber das Wesentliche versuche ich immer zu vermitteln.
Nämlich die Augen offen zu halten. Nicht blosses Technik-Gewichse oder Klischee-Nackich-Geturne. Wer denkt, dass er /sie mit einer 16 GB-Speicherkarte voll Bilder nach Hause dackeln kann, der unterschätzt den Aspekt des „Arbeitens“. Im individuellen Einzelshooting kann jeder gerne zuhause mit seinem Modell shooten bis der Spiegel klimpert, aber bei so einer Veranstaltung geht’s aber auch schwerpunktmäßig um fotografische „soft skills“.
„Reds´ du nisch mit de´ Frau, dann nix gut Bild!“
Mit ein bisschen optischer Akklimatisierung in Sachen unklassischen klassischen Akt, schärft sich der Blick doch recht schnell dafür und die Beschäftigung mit der Dame vor der Kamera wird zum eigentlichen Thema. Und dann kann man auch mal im 15-Minuten-Zeitfenster ein paar „Lichttests“ raushauen, und dabei dennoch ein paar Treffer landen. Gerne auch mit der “Hausherrin”, die abends selber noch mal ran musste
Wer´s nicht glaubt, einfach mal ausprobieren. Ist eh besser als nur lesen oder im Internet surfen.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Auf diesem Weg noch mal mein allerherzlichsten Dank für die tadellose Organisation in der Foto-Fabrik Gaggenau ans Team Hofbauer, Maggiore, Hofbauer, und an Kristin, die ins kalte Wasser musste mit mir, die Teilnehmer und auch zusätzlich nochmal für die herzliche „Bemutterung“ von Babs. Wer noch mehr Making-ofs und Ergebnisse vom Workshop sehen möchte, kann dies auf der Seite der Foto-Fabrik tun unter http://www.foto-fabrik-gaggenau.de .
Großkampftag am vergangenen Wochenende. Am Samstag und Sonntag war mal wieder Workshop angesagt. Von alten Häsinnen, die ihren Tellerrand bewusst erweitern wollten bis hin zu jungfräulichen Erst-Tätern in Sachen Studio und Aktfotografie waren ein bunter Strauss an Melodeien dabei.Mit sehr ansehnlichen Ergebnissen wie ich finde.
Der eine ins kalte Wasser geworfen durch das Weihnachtsgeschenk in Form des Seminars, die nächste fühlte sich in ihrer Arbeit „festgeknipst“ und war begierig auf neue Einflüsse. Der „klassische“ Werdegang vom Analog-Draufhalter in Jugendtagen über konzeptionelle Dunkelkammerarbeit und Strandung im Digitalzeitalter war vertreten.
Genauso wie der digitale Neueinsteiger und „Ich-mach-alles-Enthusiast“ oder der „Ich-krich-ne-Krise-mit-dem Licht-Haderer“. Erfrischend bunt gemischt in Sachen „Laufbahn“ und Geschlecht, waren aber alle in einem Punkt beieinander. Die Lust am Machen und am Sehen.
Wir beschäftigten uns mit dem Notwendigsten in Sachen Theorie, überliessen es aber dem Auge, die Dinge zu erkunden und die Ergebnisse zu beurteilen. Dem Zweifler mag das Arbeiten mit einer Lichtquelle zu „primitiv“ erscheinen. Doch 6 Stunden Workshop reichen nicht mal im Ansatz, alle Facetten und Spielarten der Eine-Funzel-reicht-Nummer adäquat auszuloten. Wer was anderes behauptet ist entweder verdammt schnell und gut oder doof
Zwei hervorragende Modelle machten es den Teilnehmern bei Fragen und beim Ausprobieren mit ihrer Erfahrung und ihren nicht zu übersehenden Qualitäten einfach, sich dem Thema Akt im klassischen Sinne zu nähern, aber auch mit simplen Accessoires sich in Richtung Inszenierung zu bewegen. Und dabei ging es eher um Spiel mit Form und Licht, denn um erotisch motivierte Darstellung weiblicher Attribute. Wobei das ja eh im Auge des Betrachters usw. , sie wissen schon…..
Spannend von meiner Seite ist dabei wie unterschiedlich so ein Tag „abläuft“ und welche Ergebnisse sich jeder einzelne dabei heraus arbeitet. Nun bin ich in der Tat kein Vorkauer, versuche aber soviel wie möglich den besagten Zwischenraum zwischen den Zeilen zu füllen und zu erläutern.
Technisch ist man schnell an einem Punkt, wo das Prinzip klar ist. Die sog. „weichen Fertigkeiten“ – neudeutsch „softs skills“ sind es, die den Unterschied ausmachen, warum der eine zuhause ein blosses Foto von einer nicht angezogenen jungen Dame macht und der andere durch unmittelbare Kommunikation mit der Person vor der Kamera genau den entscheidenden „Unterschied“ erzeugt.
Um die obligatorischen Lichttests komm ich ja immer nicht herum. Das schöne dabei ist, dass manchmal gerade wegen des Hauruck-Faktors ganz „nette“ Sachen dabei herauskommen, die bisweilen aber auch mal gegen die Bilder der Teilnehmer abstinken können.
Irgendwie hab ich grad so eine “bläuliche Phase” wie mir scheint?
Klar ist dabei auch, dass man in der Kürze der Zeit nicht vom Nektar der Erkenntnis schlürft und ich bei weitem nicht der Messias des abstrakten Aktes bin, aber so ein Workshop dient dazu, sich mit Dingen zu beschäftigen, die sonst nicht auf dem Zettel stehen. Nämlich die Interaktion mit dem Modell in einer gewissen Form und die Interaktion mit den „Mitfotografanten“. Oft genug murkst man im stillen Kämmerlein vor sich hin und beisst sich fest. Vielleicht lernt man nix epochal neues, aber man tut die Dinge einfach mal anders.
So wie ich das demnächst auch machen werde. Nämlich nicht die „eingeschliffenen“ Workshops in der heimischen Blitzbude machen, sondern quasi „auf Tournee“ gehen. Karlsruhe – genauer gesagt Gaggenau – und Dresden sind da im März Stationen, worauf ich schon sehr gespannt bin und dann auch von „unterwegs“ berichten werde.
In diesem Sinne
Es grüßt und bedankt sich bei den Modellen und den Jungs & Mädels vom Wochenende - auch fürs “Überlassen” einiger Ergebnisse
der Papendieck
P.S.: Wer genaueres über die Auswärtsspiele wissen möchte, kann sich gerne per Mail melden.
Nun ist es amtlich. Össelwetter in ganz Deutschland treibt die Knipser aus den zugigen Hinterhöfen ins mollig warme Studio. So auch dieses Wochenende, wo mal wieder ein schicker Workshop zum Thema „Ästhetischer Akt“ angesagt war. Anbei mal ein kleiner Lichttest, bei dem lediglich ein einzelner Spot von fast direkt oben einen schönen Bühnenlicht ähnlichen Charakter erzeugt.
Im Wesentlichen ging es dabei um Grundlagen wie Benutzung einer Blitzanlage – und dem Faktor „Reproduzierbarkeit“ mit einfachen Mitteln für spätere selbst initiierte Shootings zu Hause oder in anderen kleinen Studios. Lichtsetzung und Basics in Sachen Bildidee-Entwicklung hatten Anteile, genauso wie der respektvolle Umgang mit einem Aktmodell sowie die Kommunikation und Vermittlung der eignen Vorstellungen.
Die gute Nera hat mal wieder dabei bewiesen, dass ein Anfänger keine Scheu haben muss, mit einem erfahrenen Aktmodell zu arbeiten, denn mit entsprechender Aufmerksamkeit und in ruhiger, entspannten Atmosphäre, schaffte sie mal wieder, Unsicherheiten schnell vergessen zu machen und die Leute zum Selberrumtüfteln zu motivieren.
Ich habe bis jetzt nur einige weniger Endergebnisse von den Teilnehmern gesehen, aber ich denke, wir haben mal wieder bewiesen und gezeigt, dass Platz in der kleinsten Hütte ist und mit dem Verwerfen von Althergebrachtem bzw. mit dem Kombinieren unterschiedlicher Ansätze Fotos möglich sind, die durchaus vorzeigbar sind und etwas abseits des erwarteten Standards sind.
Geschmäcker sind dabei kaum verschiedener, aber letztendlich stelle ich immer ganz gerne den Werkzeugkoffer hin und zeige, was man mit was anstellen kann bzw. warum es manchmal auch Spaß macht, Dinge zweckentfremdet zu benutzen. Immer nach dem Motto:
„Schön, dass es Lehrbücher gibt. Aber man muss sich ja nicht halten.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck


































