Von A bis Z…..Heute : S
„…Gimme an S!!!…“ Und was läge näher bei „ESS“ als das Thema „Selbstporträt“. Na gut, der eine oder andere würde es weniger unter Selbstporträt denn unter Selbstdarstellung einordnen. Das Ergebnis ist jedenfalls das Gleiche. Bei dem einen macht man es selbst, bei anderen tauscht man die Positionen. Soll heissen, man begibt sich selber vor die Kamera.
Natürlich auch nicht unspannend, weil man jemand anderes einen Blick auf sich werfen lassen muss und kann. Danke an dieser Stelle übrigens an die unnachahmliche S.OLD für den Steinbock.
Herr seiner selbst bleibt man nur beim oft zitierten „Selfpic“. Mal abgesehen davon, dass sich „selfen“ – es lebe die Verunglimpfung der Sprache – total „trendy„ ist.
Das gute alte „Sich-Selber-Ablichten“ ist, denke ich mal, das älteste „Genre“ im Bereich der Fotografie, denn was oder wen hat man immer und sofort da, wenn einem Ideen für bestimmte Bilder durchs Hirn spuken? Richtig! Sich selbst. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass damalige Knips-Pioniere weniger sich selber in Szene setzen wollten, als eher tatsächlich technisch etwas ausprobieren. Mittlerweile gehört es aber scheinbar zum guten Ton, mindestens eine gebündelte Handvoll Eigenablichtungen sein eigen zu nennen.
Ein gerüttelt Maß an Selbstherrlichkeit und Exhibitionismus ist ganz hilfreich auf dem Weg zum bunten Kalaisdoskop voller Visagen-Varianten. Da kann Mann auch mal seine weibliche Seite an sich zu lassen, ohne sich zu homophil vorzukommen.
Und die sich selbst ablichtende Dame kann textilfrei vorm Objektiv rumgrätschen ohne sich beglotzt vorzukommen. Statt dessen lässt man sich nach „Eigenzensur“ später umfassend „begaffen“. Durch eine gewissen Filterung der eignen Betrachtungsweise gibt man dabei eigentlich viel stärker eine Richtung vor, als wenn jemand anders jemand anders fotografiert. So kann sich jemand dabei einfach hinter „Masken“ verstecken. Oder aber völlig entwaffnet und brutal, fast aufdringlich ehrlich sein. Frau Stereo macht es immer wieder eindrucksvoll vor.
So ist von Blödelei bis zum Ausdruck intimsten Betrachtungsweisen – und damit meine ich keine anatomische Präsentation der primären und/oder sekundären Geschlechtsmerkmale – alles möglich.
Der Zweifler mag anzweifeln, ob es dafür genau das Selbstporträt bedarf, denn schließlich könnte ein anderer ja auch genau das ablichten. Die Praxis zeigt aber, dass häufig der spezielle Esprit eines „Selfs“ flöten geht, wenn eine fremde Kamera exakt die gleiche Person, in gleicher Umgebung zur gleichen Zeit in der gleichen (vermeintlichen) Stimmung versucht zu bannen.
Es macht Klick und es ist futsch, was man vorher in den Bildern zu 100 % gefunden hatte. Wodran das liegt, brauche ich wohl nicht auswalzen. Aber es weckt auf der anderen Seite extremst den „Jagdtrieb“, es nicht doch zu schaffen. Den „certain kind of schwupps“ zu erwischen. Naja, und wenn´s beim ersten Mal nicht klappt, dann einfach dran bleiben am Thema. Es lohnt sich. Dabei entstehen nämlich wirklich mal Bilder. Und nicht nur die 1000-fach nachgeknipsten Pseudo-Vogue-Klamöttchen-Spielereien, die überall in allen Foren den Datenstrom verkleben.
In diesem Sinne
Es grüßt der Papendieck
P.S.: Und nicht vergessen…..Fernbedienung ersetzt das hektische Gerenne und ein kleines Stativ den wackeligen Bücherstapel








Ich habe den Artikel nur kurz überflogen, bin aber bei den Bildern hängen geblieben. Die sind echt suuuuper =) Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte.
Das wollte ich nur mal gesagt haben
Endlich mal Mut zum Bild!
Bild Dir Deine Meinung?
Ja, mit diesen Bildern!!!