Fliegen lernt man nur durchs Fliegen
Nun geht’s aber los!
Alles neu macht ja bekanntlich der Mai. Erst die neue Stern.de Blogplattform und dann dieses Blog über das Abenteuer Fliegen und eine Reise quer durch Nordamerika. Mit zwei Autoren werden wir hier schreiben: Einmal Alex, der (Noch-)Fußgänger oder eben Pedestrian und auf der anderen Seite Olli, der bereits Pilot ist. Als Startposting haben wir uns entschieden, einen gemeinsamen Eintrag zu schreiben.
Worum geht’s bei Pedestrian2Pilot?
Also das war so… Letztes Frühjahr saßen wir mit zwei weiteren Freunde zusammen auf einer Hochzeits-Party und planten diesen Sommer mit der Trans-Sibirischen Eisenbahn von Peking nach Moskau zu fahren. Die beiden anderen sind dann gegen Weihnachten abgesprungen, also begannen wir über Alternativen nachzudenken. Sonst würde dieses Blog jetzt vielleicht “пешеход по машинист” (Fußgänger zu Lokführer – wenn des Russischen mächtige mitlesen, könnt Ihr gerne in den Kommentaren korrigieren) heißen
Irgendwann schlug Olli vor, zwei bis drei Wochen “Jungs-Urlaub” in der kanadischen Wildnis zu machen. Alex vermutete von Anfang an, dass Olli sehr genau wusste, wie einfach er ihn mit der Idee kriegen kann – und das nicht, weil wir die Mädels zu Hause lassen können
. Amerika war schon immer ein Wunschziel von Alex – insbesondere der hohe Norden.
Da Olli von Beruf Pilot ist und auch privat fliegt, schlug er vor: “Hey, dann können wir uns da doch auch nen Flugzeug mieten und mal ein paar ‘Aus-Flüge’ im wahrsten Sinne des Wortes machen! Und überhaupt: Wieso lernst Du nicht einfach selber fliegen da drüben?”
“Ähm, DARUM?” erwiderte Alex und zeigte auf die Brille auf seiner Nase. “-10 dioptrienige Gründe, die dagegen sprechen, würde ich sagen”. So leicht ließ Olli sich nicht abwimmeln, er wußte ja, wie sehr selber fliegen Alex’ Traum ist: “Hm, also die Amis sind da lange nicht so hart, was die medizinischen Voraussetzungen angeht, wie die Behörden in Deutschland. Geh doch einfach mal hier zu einem Fliegerarzt mit amerikanischer Zulassung”
Gesagt, getan und hier sitzen wir nun und schreiben vom Projekt “Pedestrian2Pilot – die Lizenz zum Fliegen in 100 Tagen”. Wir verbinden den Aufenthalt in den USA mit Alex Flugausbildung. Das bedeutet, dass Alex zunächst mal in Alaska seine Flieger-Ausbildung machen wird, um dann nach fünf bis sechs Wochen zusammen mit Olli in ein Abenteuer über ca. 7.000km zu starten: In einer klassischen zweisitzigen Maschine von Alaska zum größten Fliegerfest der Welt nach Oshkosh in Wisconsin.
Und jetzt kommt der Punkt, wo ihr – die Leser – ins Spiel kommt: Wir möchten dieses Abenteuer mit jedem von Euch erleben und teilen, indem wir hier auf stern.de und auf pedestrian2pilot.net von unserem Projekt berichten und euch zum “digitalen Mitmachen 2.0″ animieren wollen. Verfolgt unser Projekt also gerne hier, auf der Projekt-Homepage, per Twitter (Alex als @probefahrer, Olli als @holyolli), auf Facebook oder wo auch immer
Gebt uns Anregungen, diskutiert mit uns, korrigiert wenn sich mal irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat und genießt einfach die Reise und das Abenteuer fliegen lernen mit uns.
Per eMail könnt ihr uns unter alex@pedestrian2pilot.net und olli@pedestrian2pilot.net gerne Kommentare, Anregungen und/oder Feedback schreiben, wenn ihr es nicht hier per Kommentar schon getan habt.
Bis bald also,
Alex & Olli







Hallo,
dieses Thema interessiert mich brennend, darum werde ich Euren Blog mit viel Interesse verfolgen.
Viel Glueck
Es tut mir wirklich leid, an dieser Stelle Eure Euphorie ein wenig bremsen zu müssen:
Das größte Land mit der größten Wucht an Ausbeutung der Erde wird nun von der größten Katastrophe heimgesucht: Öl in bisher nicht bekannten Ausmassen wird dieses Land für die nächsten Jahrzehnte mit der gleichen Kraft bedrohen, wie es dort seit Jahrzehnten ohne Bedenken verschwendet wurde.
Da solltet Ihr euer Projekt noch einmal überdenken.
Tut mir wirklich leid.
Was sind Sie denn fuer ein Miesmacher ?
………..und deutsche Rechtschreibung lernt man durch richtiges Schreiben. Leider seid ihr aber auch von der allseits grassierenden Apostrophitis (kommt wohl bei dem Namen auch aus Griechenland) befallen, die man im STERN eher nicht vermuten würde, da man sich in Händen von Profis wähnt. Ich fliege bei euch lieber nicht mit ….wenn’s nicht einmal mit der RS klappt, versagen bei euch vielleicht auch wichtigere Bauteile.
MfG
GG
Hallo zusammen!
Eines vorweg: Ich hoffe es geht in Ordnung, wenn ich hier in den Kommentaren duze. Wer gerne mit Sie angesprochen werden möchte, läßt es mich einfach wissen.
Buffalo69, freut mich, dass Dich das Thema interessiert!
Hast Du selbst auch einen Bezug zur Fliegerei?
Hallo lautleise, Du hast schon Recht: Die Ölpest im Golf von Mexiko ist erschütternd und schrecklich – gar keine Frage. Die tatsächlichen Ausmaße und Auswirkungen werden wir sicher erst in den nächsten Jahren feststellen können.
Natürlich lässt mich die Katastrophe nicht kalt, ich mache mir meine Gedanken darüber und ziehe meine persönlichen Schlüsse (zum Beispiel bzgl. Spritverbrauch) daraus.
Unabhängig davon wie sehr uns ein solcher Unfall schockt, geht das Leben aber für mich, wahrscheinlich auch für Dich und alle anderen Menschen, die nicht direkt von den Vorgängen im Süden der USA betroffen sind, erst mal so normal wie möglich weiter.
Ein langfristig gefasstes Ziel wie das unsere, in das bereits viel Arbeit, Leidenschaft und Zeit geflossen ist, jetzt aufzugeben kann für mich (und da kann ich auch für Olli sprechen) nicht die richtige Lösung sein. Das würde weder jemandem helfen, noch die Situation verbessern.
Und noch einmal Buffalo69: Ich interpretiere die Anmerkung von lautleise gar nicht als Miesmacherei. Es ist durchaus berechtigt, sich in einer Situation derart globalen Ausmaßes solche Gedanken zu machen. Und jeder zieht seine eigenen Schlüsse daraus.
Oh, das geht ja richtig rund hier
Gerfried, Dein Kommentar kam in der Zwischenzeit dazu.
Schade, dass Du uns so schnell abschreibst. Wärst Du so nett Olli und mir kurz zu erklären, wo und wie sich die Apostrophitis genau äußert, die Dich so ärgert?
Ein Hinweis sei aber noch erlaubt: Olli und ich sind keine Profi-Journalisten. Weder haben wir eine Ausbildung in diese Richtung genossen, um uns als Profis zu bezeichnen, noch bekommen wir eine Entlohnung für diesen Blog hier (Bezahlung ist schließlich ein wesentliches Merkmal eines Profis).
Vielmehr ist das gesamte Projekt ein Lernprozess. Neue Menschen, Orte, Fähigkeiten, Wissen und vieles mehr. Und wenn ich durch das Schreiben hier (mit Deiner Unterstützung) auch noch meine Rechtschreib-Fähigkeiten signifikant verbessern kann, würde mich das persönlich natürlich freuen. Ich denke Olli sieht das genauso.
Ein Blog lebt unserer Auffassung nach von den Gesprächen mit den Lesern. Von den Beiträgen, die auch von außen kommen. Und auch davon, dass sich Unvollständigkeiten und kleinere Fehler einschleichen können, auf die man dann hinweisen kann.
Ganz im Gegensatz zur Fliegerei: Hier sieht die Welt schon ganz anders aus. Aber dazu später mehr. Du hast mich da soeben auf eine schöne Idee für ein Posting gebracht…
Es ist doch ein erhabenes Gefuehl, so hoch ueber den Wolken zu schweben. Da werden die Probleme des Alltags auf einmal winzig klein.
Es gab mal ein Lied: ueber den Wolken kann die Freiheit so grenzenlos sein.
Hiesss der Saenger nicht Frederic oder so ?
Der Sänger hieß Reinhard May.
Reinhard Mey war das – Wikipedia sagt Reinhard Friedrich Michael Mey. Also lagst Du mit Frederic gar nicht so falsch
Und ja, mit dem befreienden Gefühl hast Du absolut recht. Auch wenn ich das bisher nur als Bei-Flieger miterleben durfte.
Meines Wissens nach hat Reinhard Mey auch eine grosse Karriere in Frankreich gemacht, und da hiess er Frederic oder?
Oui Buffalo69
“Reinhard Meys französisches Pseudonym Frédérik Mey leitet sich von der französischen Version seines Zweitnamens Friedrich ab. Er wählte es, da Reinhard Mey laut eigener Aussage eine ungünstige französische Aussprache mit sich brächte.” (Wikipedia)
Stimmt, habe ich auch schon mal von gehört. Und wenn ich mir eben nach dem Namen noch die Zeit genommen hätte, die Einleitung des Wikipedia-Artikels weiter zu lesen hätte ich das auch gleich mitbekommen
“Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondrascheck und Rainer May.”
So. Jetzt setze ich mich aber erstmal wieder ans Lernen…
@Alex: Ich glaub mit der Apostrophitis ist das “durch’s” im Titel gemeint, das eigentlich ein “durchs” sein müsste. =)
Uebrigens Alex und Olli ist mir irgendwie in Erinnerung geblieben, dass es der Reinhard Mey auch mit der Fliegerei hat.
zumsel: Oh, stimmt! Danke für den Tip. Ich hab zweimal den Text durch gekuckt, aber auf die Idee mal den Titel zu prüfen bin ich auch nicht gekommen
Ist gefixt.
Buffalo69: Jepp, das Lied hat er nicht von ungefähr geschrieben:
“Reinhard Mey erwarb alle für Privatpersonen zugelassenen Fluglizenzen; im Jahr 1984 erwarb er bei Weltmeister Manfred Strößenreuther die Berechtigung zum Kunstflug auf Motorflugzeugen. Mey gründete eine kleine Fluggesellschaft, die sich aber nicht lange hielt.”
Den Pedestrian2Pilot Song hat er allerdings nicht geschrieben
Den kriegt Ihr später zu hören
Miesmacher?
Dass ich dieses Projekt ganz große Klasse finde, habe ich an anderer Stelle den fliegenden Menschen schon klar gemacht.
Alex hat sich meinem Anliegen hervorragend gestellt:
Einfach einen Moment innehalten und Nachdenken. Mehr nicht.
Das Lied von Reinhard May singen wir in unserem Chor, ich im Bass.
Und es macht richtig Spass.
Und Spass soll auch dieser Blog machen – und auch Raum zum Nachdenken.
Tolle Sache, viel Erfolg. Dachte es dauert mehr als hundert Tage um fliegen zu lernen.
Schön wäre es, wenn Ihr bei Gelegenheit noch ein paar Hausnummern hinsichtlich zulässiger Fehlsichtigkeit bei der Fliegerei in den USA und in D angeben könntet.
Ich habe derartige Gedanken -möglicherweise zu unrecht- angesichts der Glasbausteine vor meinem Gesicht nämlich auch von vornherein begraben. Wenn das doch geht wäre das schon sehr interessant.
“Einfach einen Moment innehalten und Nachdenken. Mehr nicht.”. Ja, das macht jetzt wirklich Sinn. Gut, dass wir mal darüber nachgedacht haben.
Ich möchte demnächst alle Dönerbuden in meiner Stadt durchtesten. Mit meiner Handy Kamera würde ich darüberhinaus beeindruckende Bilder von jedem Döner liefern. Bekomme ich jetzt auch einen Stern Blog? Ohh, wait. Da gab es doch diesen Dönerfleischskandal. Jetzt sollte ich einen Moment innehalten und nachdenken. Mehr nicht. Passiert, so, auf geht es zum fröhlichen Döner Essen.
@Nuri: Danke!
Das mit der Dauer hängt davon ab, wie intensiv das Ganze betrieben wird. Rein Fliegerisch kann man mit dem entsprechenden Training nach zwei Wochen seinen ersten Alleinflug (unter Aufsicht) machen.
Wenn du hingegen die Flugausbildung nur an Wochenenden machst, dann kann das schon mal deutlich länger dauern.
@Martin: Ein paar grobe Infos über die Flugtauglichkeit findest du bei Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Pilot_certification_in_the_United_States#Medical_certification_and_requirements
und http://de.wikipedia.org/wiki/Medizinisches_Tauglichkeitszeugnis#Flugtauglichkeit_und_Fehlsichtigkeit
Bei Detailfragen musst du aber auf jeden Fall einen Fliegerarzt aufsuchen – zumindest in Deutschland gibt es hier und da Wege zu einer Sondergenehmigung.
Ich würde anstelle des Azubi erstmal für eine gute Ersatzbrille sorgen – minus 10 Dioptrien sind dann doch wirklich kurz vor Maulwurf, und Brehms Tierleben berichtet von Maulwürfen nicht als guten Piloten
Ansonsten: Im Simulator üben – ein Kollege von mir hat einen Teil seiner Ausbildung vor dem PC absolviert, zumindest war er im Flugzeug selber nicht mehr so sehr mit der Suche nach dem richtigen Instrument, Hebel oder Schalter beschäftigt.
lautescheisse – mehr war das auch nicht!
Prima Sache. Wünsche immer eine handbreit Luft unter und über den Tragflächen!
Das Flanell-Hemden Abenteuer mit Grizzlybären hätte ich aber auch gerne gelesen.
Ich finde die Idee echt super und würde das auch gerne machen. Ich freue mich auch über konkrete Zahlen zu diesem Abenteuer und konkrete Hinweise auf Flugschulen da drüben. Ich wünsche euch beiden eine super Zeit über den Wolken.
Ich fliege bis dahin weiter im Simulator.
@lautescheisse
Du müsstest Dir dabei aber mindestens den Finger in den Arsch stecken.
Dann wird es was….und den Song nicht vergessen.
@Alex&Olli !
Haltet immer Eure Hoehe………..
Mit dem Himmel ist noch niemand zusammengestossen.
This really?!
[...] Gespräch zu kommen, andere Meinungen zu hören und Anregungen zum Nachdenken zu kriegen (Das hat lautleise ja bereits im zweiten Kommentar geschafft *g*). Darüber gerät man schnell über dies und das ins plaudern. Klar, wir geben schon ein [...]
[...] ich Sonntag für das stern.de Blog mal zusammen gestellt. Ist allerdings erst einmal nur sehr grob – vor allem weil Google bei [...]
[...] in den Kommentaren zum ersten Posting bereits mehrmals drum gebeten wurde, hier also ein paar detaillierte Infos (für wirklich valide Aussagen schaut [...]
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[...] Leben noch nicht. E-Mails schreiben, Telefonieren, Meetings bis Meppen. Es war zwar nicht die Ölpest, wie lautleise ja schonmal vermutete, die uns die Zeitplanung durcheinander brachte, sondern die Aschewolke. Und zwar nachhaltiger, als [...]