Wie Ihr in den letzten Tagen mitbekommen habt, posten wir wieder häufiger. Das Thema Fliegen war durch andere Projekte seit Mitte 2010 etwas in den Hintergrund gerückt.
2011 wird nun das das Jahr des Adlers sozusagen
Ein kurzer Ausblick darauf, was wir vorhaben:
Nächste Woche gibt es zunächst Mal ein Treffen mit Rose, unserer Kontaktperson in Alaska. Sie ist momentan in Deutschland für ein paar Vorträge unterwegs und hat Infomaterial von Flugschulen und Flugzeugvermietern im Gepäck.
Außerdem haben sich mittlerweile noch zwei deutsche Fluglehrer aus Florida gemeldet. Möglicherweise wird es mehr Sinn machen, die Grund-Ausbildung in Florida zu absolvieren. Alleine schon wegen des zuverlässigen Wetters. Damit wären die Stunden in Alaska sehr viel effektiver.
Inhaltlich werde ich hier wieder stärker auf all die interessanten Themen rund um die Fliegerei eingehen, die mir während der Vorbereitung begegnen.
Sobald das Wetter wieder besser wird hier in .de, werde ich von Flugplätzen und Flugveranstaltungen besrichten.
Und dann ist da ja noch der Inhalt dieser Tasche, der gelernt werden will:
Es wird spannend!
Ich muss gestehen, dass mir das Gefühl von Flugangst als Passagier bisher völlig fremd ist – egal wie klein oder groß, alt oder modern das Flugzeug ist. Im letzten Jahr bin ich verhältnismäßig viel geflogen, habe bisher aber noch keine direkte Erfahrung mit Menschen mit Flugangst in der Luft gemacht.
Einzig eine Freundin von mir ist einmal mit Fähre und Zug von Menorca zurück nach Deutschland gefahren, da der Hinflug so wackelig war, dass sie Todesängste ausstehen musste. Seitdem hat sie auch kein Flugzeug mehr betreten.
Auf meinem letzten Flug am Wochenende von Los Angeles nach Frankfurt, saß neben mir ein Herr aus Moskau, der immens mit seiner Flugangst zu kämpfen hatte, die Hände rang, teilweise stark zitterte und sich unentwegt den Schweiß von der Stirn tupfte.
Alle meine Versuche, ihn in ein Gespräch über seinen Job, seine Stadt oder seine wunderschöne Panerai zu verwickeln und damit ein wenig abzulenken fruchteten nicht, da er nur kurz und knapp antworten konnte. Vielleicht war es ihm auch unangenehm angesprochen zu werden und ich habe es nicht bemerkt.
Kurz bevor wir auf Reiseflughöhe waren, klappte er seinen Monitor aus und ich empfahl ihm, sich “Einfach zu haben / Easy A” anzuschauen. Den hatte ich auf dem Hinflug schon gesehen. Nach den ersten paar Minuten hörte ich ihn das erste Mal laut loslachen und anscheinend waren Filme genau die richtige Ablenkung für ihn. Viel mehr habe ich nicht mehr mitbekommen, da ich nach dem Essen direkt in die Liegeposition bin und bis kurz vor der Landung schlafen konnte.
Habt Ihr eine solche Situation selber schon einmal erlebt? Hätte ich etwas anders machen können?
Auch wenn es nicht direkt mit Flugangst zu tun hat: Wenn ich so an Auto- und Motorrad-Fahrschule zurück denke, kann ich mir gut vorstellen, dass ich bei den ersten Flugstunden feuchte Hände haben werde
Die NASA hat Ende 2010 drei Unternehmen beauftragt, sich über zukünftige Flugzeugdesigns Gedanken zu machen: Lockheed Martin, Northrop Grumman und Boeing.
Drei Hauptkriterien sollen dabei verbessert werden:
- Weniger Spritverbrauch
- saubere Abgase
- weniger Lärmentwicklung
Und die Maschinen müssen 85% Schallgeschwindigkeit schaffen, eine Reichweite von 7.000 Meilen haben und zwischen 22t und 45t Zuladung schaffen.
Northrop Grumman schlägt ein Doppelrumpf-Design vor:
Boeing designt einen Delta-Flügel, wie man ihn sonst eher von Militärjets kennt:
Lockheads Überlegung erinnert an einen A380 mit nur einem riesigen Hecktriebwerk
Welche Technik letztendlich in diesen Studien verwendet werden wird, geht bisher genauso wenig aus den Design hervor, wie die geplante Leistungsfähigkeit. Hierzu werden die drei Unternehmen in 2011 nun forschen, Tests machen und Simulationen fahren.
Boeings Vorschlag ist für mich sowohl der hübscheste als auch der interessanteste. Der Doppelrumpf macht den Eindruck als würde er jeden Moment in der Mitte einknicken und die Lockheed ist optisch nicht sonderlich innovativ.
Auch wenn die Konzepte in anderen Flugzeugtypen bereits realisiert wurden, frage ich mich, ob 15 Jahre reichen, um so deutliche Veränderungen wie v.a. in den Beispielen von Northrop Grumman und Boeing umzusetzen. 15 Jahre hat ja in etwas schon die Entwicklung des A380 benötigt – geht man von Wikipedia aus, sogar noch länger: Die Entwicklung des Airbus A380 geht bis in die 1980er-Jahre zurück,…
via CNNgo
Leider sitze ich nicht selber in einer der netten Cottages irgendwo anderthalb Meter hoch eingeschneit. Ähm Moment mal…
Also ich sitze nicht in ALASKA. Aber der Rest passte eigentlich schon ganz gut
Hallo erst einmal wieder. Long time no read.
Nachdem wir unser Projekt ja auf 2011 verschoben haben und ich diese Woche seit August die erste vollständige Woche wieder am Schreibtisch verbringen konnte (musste) habe ich mich aber sowas von gefreut, über den kleinen alaskanischen Gruß, der heute Morgen im Briefkasten lag:
Rose von Euro Alaska Tours, die uns bereits in unserer diesjährigen Vorbereitungsphase mächtig mit Informationen und Kontakten unterstützt hat, schickte mir ein kleines Paket. Einen wunderbaren Fliegerkalender aus Alaska, einige Postkarten für die Büro-Wand und eine wunderbare Weihnachtskarte mit der Aurora Borealis – den Nordlichtern am Mount McKinley:
Vielen Dank für die schöne Überraschung und bis nächstes Jahr. Wir wollen zusehen, dass wir uns im Januar in Deutschland treffen und dann alles weitere besprechen können.
Zum Unternehmen vom Fußgänger zum Piloten kann ich sagen: Wir arbeiten wieder dran und haben einige interessante Optionen bekommen, die das ganze sehr spannend machen werden, wenn es klappt. Aber dazu später mehr.
Gleich fahre ich erstmal zu Olli und bring ihm die Karten mit. Der Kalender hängt nämlich schon hinter mir an der Wand
(Rose schrieb allerdings auch, dass sie für 17 Euronen noch welche mitbringen kann. Wenn also noch jemand möchte… Ich glaube Sarah Pallin Kalender gibt es bei dem Verlag auch *g*)
Hallo zusammen!
Endlich komme ich dazu, ein kurzes Lebenszeichen zu geben. Olli ist schon wieder am Arbeiten nach unserem Kanada-Ausflug und für mich ging nach einer Woche die Reise direkt weiter.
Bis Mitte Oktober werde ich unterwegs sein und die Küste Europas umrunden. Sorry, dass ich mich jetzt erst gemeldet habe, aber die Vorbereitungen zu Ori10k.de haben mich komplett in Beschlag genommen.
Die Nachberichte zu Kanada kommen genauso garantiert, wie es im Oktober dann in die heiße Phase für Pedestrian 2 Pilot 2011 geht.
Aber im Moment bin ich eben damit beschäftigt, täglich rund 200-250km Küstenstraße entlang zu fahren und nach interessanten Geschichten zu suchen. Aktuell sitzen wir in einem wunderschönen Landhotel an der Normandie-Küste und haben endlich etwas Zeit zum Schreiben gefunden.
Würde mich freuen, wenn Ihr auf unserem Facebook Profil vorbeischaut. Wir freuen uns v.a. über Vorschläge für Ziele die wir auf unserer Reise besuchen können, die sich nicht so einfach finden lassen. Wenn Ihr also an der europäischen Küste lebt oder jemanden entlang unserer Route kennt, wo wir einen kleinen Besuch abstatten können, würden wir uns mächtig über eine Mail oder einen Zettel an der Facebook Pinnwand freuen
Dort findet Ihr auch unsere vorläufige Route, die wir an neue Vorschläge anpassen. Wichtig ist nur, dass die Vorschläge an der Küste Europas liegen.
Vielleicht bis bald irgendwo in Europa oder spätestens im Oktober wieder hier und dann geht’s ans Fliegen lernen für mich.
Wie Olli im letzten Posting schon sagte, braucht es beim Fliegen immer einen Plan B, damit man im Falle einer auftretenden Unwägbarkeit den Start abbrechen kann. Ich habe an anderer Stelle vor kurzem auch gelernt, dass man den Plan B nicht nur für plötzlich auftretende Entscheidungen beim Start, sondern natürlich auch während des Flugs und bei der Landung benötigt.
Unser Plan B besteht aus mehreren Parts: Zum einen haben wir den Start der aktiven Phase des Projekts wie letztens ja schon beschrieben auf Juni 2011 verschoben und bleiben Euch damit länger erhalten.
Das nimmt zwar zwar den hohen sportlichen Reiz aus dem Projekt, in 100 Tagen ALLES was zum Fliegenlernen gehört durch zu ziehen, damit bleibt mir aber komfortabel Zeit zum weiteren Lernen. Letzte Woche kam ein 8kg schweres Bücher Paket von Jeppesen: Das komplette Wissen für die PPL in einer hübschen schwarzen Pilotentasche. Ich freue mich schon aufs Weiter-Lernen
Allerdings geht das erst im Oktober los.
Denn:
Zunächst haben mir die 8kg Papier als Trainingsgerät für den Trekkingrucksack gedient. Mit dem bin ich die letzten Tage immer für eine gute Stunde um den Teich bei uns gelaufen, um für die Hikingtour vorbereitet zu sein, auf die Olli und ich uns übermorgen machen.

Zur Einstimmung auf die alaskanische Wildnis nächstes Jahr, werden wir 12-14 Tage auf der östlichen Seite von Nordamerika um Toronto herum unterwegs sein. Unsere Outdoor Ausrüstung die uns die Bergfreunde zur Verfügung gestellt haben einweihen und unsere Survivaltauglichkeit testen.

Danach bin ich noch einmal 50 Tage auf einer Tour rund um Europa unterwegs. Deswegen komme ich zum weiter lernen wie es aussieht auch erst ab Oktober.
Dann auch wieder mit ganz regelmäßigen Updates. Jetzt werde ich erstmal meinen Rucksack packen gehen und hoffe, wir bekommen in Kanada irgendwo auch mal Internet für ein paar kleine Postings zu packen.
Hallo zusammen, ich poste den folgenden Artikel sozusagen in Vertretung für Olli:
Alex hatte ja schon in einem vorherigen Posting einen Begriff verwendet, den ich hier nochmal aufgreifen möchte. Er sprach von einer “Go-NoGo-Decision” und ich wollte doch mal in Kürze erklären, was das genau auf sich hat.
Bei der kommerziellen Fliegerei gibt es eine größere Menge mehr an Auflagen und Regularien. Eine davon ist die Forderung, dass jeder Start eines kommerziellen Flugzeuges so durchgeführt werden muss, dass im Falle von einem Triebwerksausfall oder einem anderen größeren Problem der Start folgende Vorgehensweisen zum Tragen kommen: Entweder kann der Start abgebrochen werden und das Flugzeug kommt (im Idealfall) am Ende der Startbahn zum stehen oder das Flugzeug kann problemlos über alle Hindernisse im Abflugsektor hinweg fliegen.Um dies zu bewerkstelligen berechnet man vor jedem Start mit einem speziellen Programm eine Geschwindigkeit, bis zu der ein Startabbruch möglich ist.
Beim eigentlichen Startvorgang hat man also ein “Gate”, bis zu dem man – in der Theorie – problemlos abbrechen kann. Hinter diesem Gate, welches die oben erwähnte, berechnete Geschwindigkeit ist steht die Entscheidung fest: “Go”. Egal was ist, muss nun gestartet werden.Im Umkehrschluss kann man bis zu dieser Geschwindigkeit sich zum Startabbruch, dem “NoGo” entscheiden.
Da beim Start eines Flugzeuges alles recht schnell vonstatten geht, überlegt man sich als Pilot vorher, bei welchen “kleinen” Problemen der Start eventuell trotzdem fortgesetzt werden kann. Diese Entscheidungen werden auch “canned descicions” genannt, da sie im voraus getroffen und “in eine Dose” gesteckt werden. Genau im zeitkritischen Moment braucht man dann muss man keine wertvollen Sekunden mehr zur Entscheidungsfindung aufwenden, sondern zieht ganz einfach die zuvor gefällte Entscheidung aus der Dose.
Vielleicht kennt der/die eine oder andere dies vom Autofahren: Wenn man auf eine grüne Ampel zufährt, gibt es irgendwann einen Punkt, an dem man – auch wenn die Ampel umspringt – weiterfahren und nicht mehr bremsen würde. Diese Entscheidung kann ja unabhängig von der noch grünen Ampel getroffen werden und ist somit ebenso auch eine “canned decision”.
Bei unserem Projekt gab es auch die Entscheidung, die Ausbildung und den Flug im kommenden Jahr zu machen – also eine “NoGo”-Entscheidung für 2010 im übertragenen Sinne. Diese Entscheidung zu fällen fiel umso leichter, da wir einen entsprechenden Plan B vorbereitet haben. Mit diesem können wir das Projekt weiter fortführen ohne bereits mitten im Projekt neu überlegen und entscheiden zu müssen.
Und natürlich werdet Ihr hier auch lesen, was dieser Plan B ist.
Genau. Das übernehme ich gleich wieder – Alex
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Lustige Meldung, die da heute rumgeht: Fliegen mit Google.
Ganz so ist es nicht. Und klar, das Thema berührt uns hier jetzt auch nur bedingt. Aber:
Ich kann mir das was Google da vor hat durchaus interessant vorstellen. ITA ist eins der führenden Unternehmen, das Fluginformationen auswertet. Und hat sich selbst mal eben auf ne Milliarde Wert geschätzt und von Google gefordert. Mountain View hat den spitzen Bleistift ausgepackt, aus der 1 ne 7 gemacht und ne Null durchgestrichen. Aber 700 Mios für Informationen ist ja trotzdem nen stolzer Preis.
Eine Kooperation hätte für das, was Google vorhat wohl nicht gereicht. Und ich kann mir schon vorstellen, was die vorhaben:
Wenn hier jetzt als Suchergebnis gleich alle möglichen Verbindungen mit den günstigsten Preiskombinationen angeboten würden, wäre das ne coole Sache. Und Reiseseiten wie Expedia (die auch Kunden von ITA sind) dürften ziemlich in die Röhre kucken. Google hat wohl gleich versichert, dass die Verträge bestehen bleiben. Aber konkurrieren natürlich dann direkt mit dem Geschäftsmodell ihrer eingekauften Kunden.
Mal sehen ob wir nächstes Jahr darüber schon die passenden Flüge buchen
Ist ja bekanntlich auch daneben. Und ganz knapp vorbei gekommen bin ich letzten Freitag an den Toren des RedBullAirRace in New York. Ich wusste es ja bereits vorher. Was ich nicht wusste, war, dass ich dem Rennen räumlich SO nah komme und dann zeitlich doch so fern bleibe. Schnüff.
Eine Fahrt vom Hotel in Hoboken auf die anderen Seite des Hudson River haben wir per Boot zurück gelegt. Dabei kamen wir kurz vor der Freiheitsstatue an der frisch präparierten Strecke vorbei. Gemeinerweise unterhielt ich mich dabei gerade mit einem Software-Entwickler für die iPhone App des smart electric drive, der mir prompt erzählte, dass er Karten für das Rennen auf einem der Partyboote direkt an der Strecke hat. Das Leben kann manchmal so grausam sein
Chris, so hieß der gute hat selber die PPL, ist begeisterter Pilot und bastelt gerade an seiner Fluglehrerlizenz. Nicht um damit Geld zu verdienen, sondern weil er meint “Du kannst in einer Sache erst dann wirklich gut werden, wenn Du sie anderen beibringen kannst”. Damit taucht schonmal ein nächstes Langzeitziel am Horizont auf.
Als wir so an Deck das Wassertaxis über Flugstunden und AirRaces schnackten, zeigte er beiläufig noch auf die Stelle, an der Sully Sullenberger vor anderthalb Jahren den Airways Flug 1549 notgewassert hat. Klar – Platz ist im Hudson sicher genug in alle Richtungen, aber bei dem Wellengang, den wir hatten, stelle ich mir so eine Notwasserung mehr als ungemütlich vor.
Hier das Twitpic von Jamis Krums der damals als erster eine Meldung zu der Notlandung schickte. Von der Fähre, die zum Flugzeug fuhr, um die Passagiere einzusammeln:
Beim AirRace durfte Matt Hall übrigens nicht mitfliegen, da der Zwischenfall in Windsor noch untersucht wird. Lediglich am Training konnte teilnehmen.
Soweit erstmal zu meiner kurzen Rückmeldung nach einer stressigen, aber interessanten Woche.
Gestern hab ich noch zu Olli im Skype gesagt “Zum RedBull AirRace fahre ich nur, wenn ich sone Kiste selber mal Fliegen darf”. Hab’s mir justamente wieder anders überlegt
Grade hab ich ein ziemlich spektakuläres Video im Feedreader gefunden vom letzten RedBull AirRace. Der Australier Matt Hall wurde zu langsam, hatte einen einseitigen Strömungsabriss im Kurvenflug – also keinen Auftrieb mehr und das Flugzeug sackte über die Seite ab. In gößerer Höhe führt das normalerweise zum Trudeln. Da er aber nur ein paar Meter über der Wasser Oberfläche war, ist sein Fahrwerk kurz unter Wasser getaucht. Ergebnis: Radabdeckung abgerissen und um Haaresbreite dem Crash entkommen. Einen Tag später hat er noch dieses Interview gegeben. Zum Rennen in New York wird er mit dem Flieger wieder antreten. Schade, dass ich einen Tag vorher wieder aus NY zurückfliege.
Die Jungs vom AirRace haben’s schon drauf, kann man nicht anders sagen. Ich werde meine Luft-Rennsportambitionen erstmal noch etwas hinten anstellen
Gefunden bei Popular Mechanics












