Totgesagte leben bekanntlich länger…
Eine gute und eine schlechte Nachricht:
Nein, wir sind nicht in der alaskanischen Wildnis runtergegangen und mussten uns unseren Weg mühsam durch die von liebestollen Bären bevölkerte, nordamerikanische Frühlingstundra kämpfen.
Wir haben ein paar arbeitsintensive Wochen hinter uns und mussten vor einigen Tagen eine Entscheidung treffen: Wir mussten unseren Zeitplan ändern. Das ist die vermeintlich schlechte Nachricht.
In den letzten drei Wochen habe ich rotiert wie in meinem Leben noch nicht. E-Mails schreiben, Telefonieren, Meetings bis Meppen. Es war zwar nicht die Ölpest, wie lautleise ja schonmal vermutete, die uns die Zeitplanung durcheinander brachte, sondern die Aschewolke. Und zwar nachhaltiger, als ich erwartet hätte. Und ganz ehrlich muss ich auch gestehen, dass ich von zügiger getroffenen Vereinbarungen mit Sponsoren ausgegangen bin. Es ist doch etwas anderes, ob Du als kleines Duo – nichtmal als kleines Unternehmen – unterwegs bist. Bisher habe ich entweder für Unternehmen gearbeitet wodurch einige Türen sich einfach schneller öffneten, oder Sponsoren und Werbekunden kamen auf mich zu, ohne dass ich viel tun musste. Aber nun mit mehr Zeit im Rücken, wird das erheblich einfacher.
Deswegen haben Olli und ich die Entscheidung getroffen, den Hauptteil des Projekts – nämlich das Fliegen lernen an sich – auf Juni 2011 zu verschieben.
Warum der Juni so wichtig für uns ist? Ganz einfach:
1. Ist das Wetter dann sehr entgegenkommend in Alaska
2. Sind Juli und August die wichtigsten Monate für die Alaskaner was Tourismus und Fischfang angeht
3. Passt der Juni genau in den Ablauf, was die Reise zum Oshkosh betrifft. Mai wäre zu früh. Juli zu spät.
Die gute Nachricht: Wir bleiben Euch viel länger erhalten
Das Blog hier werden wir über das komplette kommende Jahr weiter führen und den Verlauf des Projekts dokumentieren. Mich freut besonders, dass etwas Ruhe einkehrt und ich mir für das Zeit nehmen kann, was ich besonders gerne mache: Bloggen.
Die letzten drei Monate waren durch den eng gesteckten Zeitplan dermaßen hektisch und angespannt, dass ich kaum zum Schreiben gekommen bin. Und darum geht es ja nun in erster Linie.
Zudem können die bereits angeleierten Sponsorengespräche nun auch gezielt und mit entsprechend sorgfältiger Planung geführt werden.
Klar hätten wir gerne das selbst- (und sehr optimistisch) gesteckte Ziel “In 100 Tagen zur Pilotenlizenz” voll im Plan erreicht. Aber mit das wichtigste, was man als Pilot können muss, ist schwierige und unbequeme Entscheidungen fällen. Besonders wenn man merkt, dass das gesetzte Ziel auf dem geplanten Weg nicht erreichbar ist, muss irgendwann die NoGo-Decision fallen. Dazu in einem späteren Posting mehr.
Ich freue mich auf jeden Fall, hier nun wieder aktiver zu werden und das richte ich auch mal in Ollis Namen aus
Der ist gerade in Indien unterwegs und wird sich nun auch endlich bald mal hier zu Wort melden.
Ein weiterer großer Vorteil fällt mir grade beim Blick in die Blog-Nachbarschaft rüber zu txuwe ein, dass ich die WM-Spiele nun 1. nicht morgens um 9 und vor allem zusammen mit Freunden kucken kann
Man kann sich alles irgendwie schön reden muss sich auch über die kleinen Dinge freuen können





Alex, nette kleine Nachricht: ALLES AUF NULL.
Mehrmals in der Woche zieht ein Segler über unserem Landstrich, nördlicher Westerwald, seine thermischen Kreise, um Höhe zu gewinnen. Und ich vermute mal, dass Du es bist. 
Das kommt dann mal gerade so eben anspaziert. Ja, aber ich kenne die Wahrheit!
Auf diese Art und Weise kannst Du die WM in Bielefeld ( oder so, gibt es ja nicht wirklich…) verfolgen und hast gleichzeitig den schönen Westerwald unter Dir.
Und hast Du mal wieder die Türe nicht zugemacht, landest Du auf unserm Acker und ich ziehe Dich dann mit nem Fiesta von 1986 den Hang wieder rauf.
Versprochen!
Ersetze:
“Alles auf null”
durch
“bei 240 den Fuß vom Gas, von der Autobahn runter auf die Landstraße und mit immer noch zügigen, aber entspannten 70 weiter auf’s Ziel zu und dabei noch rechts und links etwas wahrnehmen.”
Das trifft es dann exakter.
Die Kombination aus Segler, Westerwald und Fiesta klingt durchaus nach einem interessanten Pan C
Die Erfahrung Segelfliegen steht definitiv noch auf dem Pan.
Als pedestrian gestartet und als Fussgänger gelandet…. Hmmm Wie war das nochmal Lautleise…. 6,70 Meter bei den Bundesjugendspielen??? Sind noch keine 2000 aber jeder fängt mal klein an.
Nehmt Euch daran ein Beispiel Jungs und ändert die Sportart. Da kann man auch fliegen, braucht keine Sponsoren und gesund ist es obendrein…
Klasse, Fliegen ist eines der schönsten Erlebnisse, die ich bis jetzt erleben durfte. Das erlernen ist bestimmt nicht einfach und erfordert Konzentration und Entscheidungsfreude.
Sechsmeterfirsichmitsechzehn, aber ich war auch im verein, und da lernt man sich zu bewegen.
11,3 auf hundert meter war auch nicht schlecht und 1,83 hoch hat mir gut gefallen.
heute treffen mich beim spazieren die zecken, das sacht doch alles…
fliegen hab ich auch immer gern getan und sass dabei oft ganz vorne, wegen meiner arbeit mit den fluggesellschaften. man kennt sich – und es war toll!
kommt der pilot, macht pause und sacht: na, herr kollege, wie gehts.
und ich sach: nix kollege, nur agent für luftfracht bei….
lachen wir beide und die stewardress auch…
@lautleise
Agent für Luftfracht? Heisst das, Du sasst da im schwatten Anzug und hattest so Köffersche mit Handschellen dran am Arm?
Dann freu ich mich schon auf nächsten Juni, wenn ich dann lesen darf wie’S euch so in Alaka ergeht.
Ich hab den PPL innerhalb von drei Wochen durchgezogen. Allerdings bei fast immer gutem Wetter in Florida und ich musste mich auch nicht mit Sponsoren rumschlagen.
Vile Spaß wünsch ich schonmal, fliegen ist einfach g**l.
Ein super Blog danke! Gibt es einen Link, wo man über die
Neuigkeiten in diesem Blog benachrichtigt wird?
danke
Thomas Leitzer