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The Walking Dead

Veröffentlicht in Entdeckungen von Gerd Blank am 27.12.2010 um 21:38 Uhr

Eine der fesselndsten Comic-Reihen der jüngsten Zeit ist ohne Frage “The Walking Dead”. Demnächst startet die TV-Serie im deutschen Fernsehen. Doch auch wenn es sich um eine gelungene Verfilmung handelt, sollte man unbedingt einen Blick auf die großartige Vorlage werfen.

Was wäre, wenn man aus dem Koma erwacht und die Welt, die man kennt, nicht mehr existiert? Genau das widerfährt in “The Walking Dead” Rick Grimes. Der Polizist wacht in einem menschenleeren Krankenhaus auf und erkennt schnell, das irgendetwas nicht stimmt. Allerdings hätte sich Grimes niemals vorstellen können, wie sehr die Welt aus den Fugen geraten ist.

Fast alle Menschen wurden dahingerafft, nur um als lebende Tote umherzulaufen. Die wenigen Überlebenen versuchen sich ein Stückchen Normalität zu bewahren, die Zombies werden mit der Zeit ein fester Bestandteil ihres Lebens. Eine ständige Gefahr, aber auch nicht schlimmer als Erdbeben, Hurricanes oder wilde Tiere. Man arrangiert sich mit der neuen Situation.

Die Comic-Serie ist ein Hammer. Nach ein paar Seiten ist man komplett gefangen von dieser Welt, in der der Tod zum Alltag gehört. Kaum hat man sich an eine Figur im Kaleidoskop der Überlebenden gewöhnt, muss man auch schon wieder von ihr Abschied nehmen. Nur eine Handvoll Protagonisten werden von Autor Robert Kirkman durch die spannende Story gehetzt. Man nimmt Anteil an deren Schicksal und kann sich der Handlung nicht entziehen.

Die Bücher zu lesen ist so, als würde man sich auf DVD eine Staffel einer TV-Serie anschauen. Jede Episode hat innerhalb des Erzählstranges einen perfekten Spannungsbogen und am Ende gibt es einen Cliffhanger. Kaum hat man einen Band beendet, greift man auch
schon zum nächsten, man kann einfach nicht mehr auhören, das Schicksal der kleinen Gemeinschaft zu verfolgen. Und dem Leser geht es schnell so Rick Grimes und seinen Leuten: Die Zombies gehören dazu, sie wirken nicht mehr besonders beängstigend. Allerdings sollte man nicht darauf reinfallen, denn “The Walking Dead” ist nur vermeintlich harmlos, die Gefahr muss nicht immer nur von den Toten ausgehen…

Den Eisner-Award gewann die Serie 2010 absolut zu Recht. Leider hat der ursprüngliche Zeichner Tony Moore nur die ersten sechs Ausgaben gezeichnet, ab Folge sieben übernahm Charlie Adlard. Aber auch wenn Adlard nicht ganz die Qualität von Moore erreicht, ist die Geschichte so stark, dass man dies in Kauf nimmt.

5 Kommentare für 'The Walking Dead'

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  1. Carsten Scheibe meinte am 29.12.2010 um 10:50

    Lieber Gerd
    habe mir bei Amazon eben die ersten 3 Hardcover (mit je 12 Bänden) bestellt. Bin sehr neugierig, ob die Serie wirklich so gut ist. Ich hab mir aus den USA gerade wieder die neue Miniserie von Groo (Dark Horse) besorgt und könnte mich wegschmeißen über den Humor dieser Kultserie.

  2. Carsten Scheibe meinte am 01.01.2011 um 14:42

    Hi Gerd
    hab mir die ersten 6 Hardcover bei Amazon geholt und bin ebenfalls sehr begeistert. Stimme dir zu: Hätte Tony Moore alle Hefte gezeichnet, wäre es noch besser. Ist die Grafik am Anfang unglaublich atmosphärisch und erstklassig, so nimmt das zeichnerische Niveau dann doch etwas ab. Das ist bedauerlich. Ich denke mal, der gute Tony wird sich beim Erfolg der Reihe nun auch ärgern, dass er nicht geblieben ist.

  3. Carsten Scheibe meinte am 08.01.2011 um 19:23

    Bin mit dem ersten Band fast durch und kriege eine Herzattacke nach der anderen. Selten etwas gelesen mit so einem bekannten Plot (Zombies), aber so unerwarteten Wendungen. Muss nur aufpassen, dass meine Kids das nicht in die Hände bekommen. Die sind zwar abgebrüht, aber das ist echt harter Tobak.

  4. Gerd meinte am 09.01.2011 um 00:53

    Freut mich sehr, dass Dir die Story gefällt. Ich kann Dir sagen, dass ich auch nach zehn Bänden nicht genug habe!

  5. Falcon030 meinte am 16.02.2011 um 11:15

    Seit einiger Zeit lese ich auch die Bände mit wachsender Begeisterung. Ganz neu ist die Idee “Mensch erwacht aus Koma und Welt um ihn herum ist nicht mehr die, die er kannte” ja nun nicht und mit Zombies hat das ja auch schon bei “28 Days later” funktioniert, wobei ich mir gar nicht so sicher bin, wer von beiden eher da war.
    Die Serie geht erfreulich über all das hinaus, was bisher im Bereich Comics und Zombies zu bekommen war (Die Marvel-Zombies sind ja – wohl auch dank Kirkman – recht witzig, aber nichts, was bleibenden Wert hätte) und ich fiebere den nächsten Bänden auch sehr entgegen, zumal hier für meinen Geschmack auch das Verhältnis zwischen Umfang und Preis absolut in Ordnung geht. Adlard ist nicht Moore, das ist richtig, aber die Zeichnungen gefallen mir trotzdem gut (auch wenn die Moore’schen Zombies überzeugender waren) und ich bin eher froh, dass der Wechsel so früh erfolgt ist und nicht erst in der Mitte der Serie – dann wäre es sicher deutlich schwieriger gewesen, sich an den anderen Stil zu gewöhnen.
    Die Verfilmung soll auch sehr gut sein, leider habe ich da noch nichts finden können in Bezug auf eine Veröffentlichung in Deutschland.

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