Roller als Parkhindernis und ein fliegender Hemdhändler
Eine ganz normale Woche hinter dem Steuer mit all ihren Verrücktheiten. Und Stellen, an denen man sich zu Recht fragen darf: Wie fährt der denn? Ob mit einem Kasten voller Hemden über sich oder hirnlos beim Abstellen eines Röllerchens.
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Da wäre zum Beispiel dieser Roller, der mir letzten Samstag aufgefallen ist. Wie ist das eigentlich, darf man mit so einem Rasenmäher tatsächlich einen Parkplatz blockieren? Oder muss man es sogar? Gut, in diesem Fall (da Parkuhr) fällt die Frage weg, aber sonst: Was macht man dann mit der Parkscheibe? Da hat sich tatsächlich jemand was einfallen lassen – ist aber schon älter, darauf lässt die D-Mark-Angabe im Artikel schließen…
Mehr Fragen als Antworten hinterlässt auch dieser Aufkleber, der mir in der Tiefagarage auffällt. Wieso bitte soll man Abstand halten, nur weil da ein Hund mitfährt? Sitzt der Hund am Steuer oder was?
Seit der vergangenen Woche habe ich ein neues Hemd. Das Hemd kam durch die Tür der Redaktion, quasi frei Haus, und zwar, ohne dass ich es bestellt hätte. Eines Morgens, kurz vor der Konferenz, klingelt ein etwas älterer, kleiner Mann mit Schnauzbart. Er hat eine handschriftlich geschriebene Tafel aus Pappe bei sich, auf ihr sind akkurat die Hemden seiner Kollektion aufgeführt und als Beweis seiner eigenen Echtheit klebt noch gleich der Personalausweis mit auf dem Riesenschild. Ich denke, Mensch, den kenn ich doch. Der fährt einen riesigen Benz in grünmetallic mit einem lustigen Aufsatz obendrauf.
Tätsächlich sehe ich das Auto am Tag drauf in der Stadt wieder.
Ja, ich habe ihm ein Hemd abgekauft und es sitzt prima.. Die Bezahlungsmehtode hat mich überzeugt. Ich habe einfach einen guten alten Überweisungträger unterschrieben mit dem Betrag für das Hemd. Ich fand das ganz großes Kino, wie der seine Hemden verkauft. Der Herr soll der Ex-Schwiegervater von Otto Waalkes sein, behauptet man hier zumindest. Der Benz hat noch TÜV bis Ende des Jahres, dann muss er weg. Schade, ich finde, das hat Charme.
Ich will mal hoffen, dass die Wirtschaftskrise an den kleinen Mann mit dem Schnauzbart nicht erwischt. Nicht, dass er in Zukunft von diesem Gefährt herunter seine Waren anbieten muss. Zum Schluss noch eine kleine optische Täuschung von der Reeperbahn.
Ich hab früher in der Schule immer Busse gezeichnet und selber mal einen Doppeldecker aus zwei Lego-Chassis-Bausätzen und vielen vielen vielen Steinen zusammengebaut, sogar mit funktionierender Klospülung für meine kleinen Stofftiere. Und nun auf ein Mal dieser lebensgroße Bus – so, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe . Und auch der Name hätte von mir sein können: Komm mit.
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In diesem Sinne auf in den Advent. Das nächste Mal habe ich vielleicht einen Tipp für ein Weihnachtsgeschenk, mit dem Sie (auch als Beifahrer) sicherer unterwegs sein werden. Wetten?
Ihnen allzeit gute Fahrt!




