Übergewicht, zu wenig Bewegung, zu viel Zucker im Blut: Diabetes gilt als die Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Aber was genau ist Diabetes, und was passiert dabei im Körper? Der neue

Mediziner sprechen von Diabetes, wenn dauerhaft zu viel Zucker im Blut ist© Colourbox
Glukose ist der wichtigste Energielieferant des Menschen. Ohne diesen Brennstoff, der auch unter dem Begriff Traubenzucker bekannt ist, könnten wir weder denken noch laufen. Allein das Gehirn verbrennt täglich etwa 140 Gramm dieses Einfachzuckers. Das entspricht etwa zehn Esslöffeln Zucker, was aber kein Freischein für hemmungsloses Naschen bedeutet: Denn der Körper kann Glukose aus verschiedenen Lebensmitteln gewinnen, etwa aus kohlenhydratreichen wie Brot, Reis und Nudeln, aber auch aus Gemüse und anderen Nahrungsmitteln.
Damit der Organismus den Zucker überhaupt verwerten kann, braucht er Insulin, ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Das Insulin schafft eine Verbindungsstelle und ermöglicht so den Transport der Glukose in die Zellen.
Dieser Vorgang läuft aber nicht immer problemlos ab. Wenn die Bauchspeicheldrüse selbst gar kein Insulin mehr herstellen kann, ist von Diabetes Typ 1 die Rede. Diabetes Typ 2 liegt vor, wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch ist, die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert oder der Körper nicht mehr auf Insulin reagiert. Oft geht diese Form mit Übergewicht einher. In beiden Fällen reichert sich zu viel Zucker im Blut an und verursacht langfristig Schäden an Adern, Augen und Nieren. Im schlimmsten Fall kann der Betroffene in ein Koma fallen.
Da Diabetes aber zunächst keine Schmerzen verursacht, wird die Krankheit oft erst sehr spät entdeckt. Der neue Ratgeber klärt daher über Symptome von Typ 1- und Typ 2-Diabetes auf, zeigt, wie Altersdiabetes entsteht und welche Rolle die Gene spielen. Daneben erfahren Sie, welche Tests bei einer Diagnose infrage kommen, warum Bewegung so wichtig ist und ob Sie als Diabetiker überhaupt noch Süßes naschen dürfen.
Nicht nur Erwachsene erkranken an Diabetes. Einige Beiträge widmen sich daher gezielt dem Typ-1- und Typ-2-Diabetes bei Kindern. Auf Sonderformen wie Schwangerschafts-Diabetes oder seltene Formen der Erkrankung - etwa wenn fehlerhafte Gene im Erbgut eine Rolle spielen - geht der Ratgeber ebenfalls näher ein.
Betroffene finden hier außerdem eine Fülle von Tipps für den richtigen Umgang mit der Erkrankung: Welche Kontroll-Checks muss der Arzt durchführen? Wie lässt sich der Blutzuckerspiegel konstant halten? Und was darf im Koffer nicht fehlen, wenn Diabetiker verreisen?
Als unabhängiger Experte unterstützt der Diabetologe Prof. Ulrich Müller vom Universitätsklinikum Jena die stern.de-Gesundheitsredaktion. Interessierte haben verschiedene Möglichkeiten, persönlich Rat von ihm einzuholen: Fragen, die Sie ihm in der allgemeinen Sprechstunde stellen, werden gesammelt. Eine Auswahl davon beantwortet er dann hier auf dem Portal. Im 60-minütigen, kostenlosen Live-Chat können Sie direkt Kontakt mit ihm aufnehmen. Zwar werden hier auch nicht alle, aber doch sehr viele Fragen beantwortet. Termine werden auf dem Portal und per Newsletter bekannt gegeben. Individuelle Anliegen beantwortet Professor Müller garantiert in der privaten Sprechstunde - sie ist allerdings kostenpflichtig.
Viele praktische Tipps für den Alltag sowie Checks und Wissenstests runden das Angebot des Ratgebers ab. Als besonderen Service können Sie verschiedene Diabetes-Tagebücher sowie einen Blutdruck-Pass kostenlos herunterladen. Das Tagebuch hilft Ihnen und Ihrem Arzt, einen besseren Überblick über die Erkrankung zu bekommen und eine optimale Behandlung zu finden. Weiterführende Adressen helfen bei der Suche nach Spezialisten und Kliniken. Sonja Popovic