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Kostenlose DTP-Lösung

Drucksachen aller Art können mittlerweile problemlos am Bildschirm erstellt und dann als PDF-Datei zur Druckerei gesendet werden. Teuer war bei dieser Tätigkeit bislang nur die Anschaffung der nötigen DTP-Software. "Scribus" erledigt den Job zuverlässig zum Nulltarif.

Von der Visitenkarte über die Werbebroschüre bis hin zum gesetzten Buch: Drucksachen aller Art kann inzwischen jeder Anwender direkt am Rechner setzen, wenn er nur ein wenig Ahnung vom Satzspiegel, von der Typografie und dem Bilderimport hat. Der Casus knacksus am Unternehmen DTP Marke Eigenbau ist in der Regel die Anschaffung der Software. Der Branchenprimus QuarkXPress lässt sich sein Gewicht inzwischen in Gold aufwiegen. Und auch die anderen DTP-Programme der gehobenen Luxusklasse sind nicht gerade preiswert. Selbst für den Volks-Layouter CorelDRAW müssen noch für einige hundert Euro bezahlt werden.

"Scribus 1.3.2"

System:

Windows, Linux, Mac

Autor:

Scribus Team

Sprache:

Deutsch

Preis:

Freeware

Größe:

17 MB

Profi-Lösung zum kleinen Preis

Kenner der Szene warten schon länger auf die kostenlose Profi-Lösung aus dem OpenSource-Bereich. Die ist nun da und nennt sich Scribus. Linux- und Macintosh-Anwender kennen und verwenden sie schon länger, für Windows wurde das Programm gerade zum ersten Mal aufgesetzt. Die Software stellt sogar Profis zufrieden und bietet alle wichtigen Funktionen, die beim Desktop Publishing von Bedeutung sind. Eine Vorlagenverwaltung, eine CMYK-Vorschau, der Import von Vektorzeichnungen, die professionelle Farbtrennung und die Ausgabe der fertigen Seiten als PDF-Dateien sorgen für zufriedene Anwender.

Wie leicht es sich mit der Software arbeiten lässt, zeigt sich bereits bei der Anlage einer neuen Layout-Datei. Umgehend fragt das Programm, ob Einzelseiten, Doppelseiten, 3- oder 4-fach gefaltete Seiten zum Einsatz kommen sollen. Der Anwender kann auch gleich das Seitenformat vorgeben, ein Standard-Layout für die Seitenränder wählen, Seitenzahlen aktivieren oder einen automatischen Textrahmen auf jeder Seite aufziehen lassen, der bereits beliebig viele Spalten anlegt.

"Layoutbau" per Maus

Scribus zeigt die Seite 1:1 an und erlaubt es dann, Textrahmen, Bilder, Tabellen oder grafische Formen auf der Arbeitsfläche zu platzieren. Sie lassen sich mit der Maus immer wieder neu anordnen, um auf diese Weise das Layout zu "bauen". Alle Objekte können fast beliebig manipuliert werden. So ist es kein Problem, Bilder zu drehen, sie in mehreren Ebenen übereinander anzuordnen oder sie so zu bearbeiten, dass Texte automatisch um sie herumfließen. Texte lassen sich ebenfalls umfassend formatieren. Mehrere Textrahmen können auch miteinander verknüpft werden, sodass ihre Inhalte automatisch aus dem einen Rahmen hinaus- und in den nächsten gleich wieder hineinlaufen. Interessant ist, dass das Programm sogar Blindtexte in verschiedenen Sprachen anbietet, um auf diese Weise Probe-Layouts zu erstellen.

Fertige Layouts lassen sich in der Druckvorstufenüberprüfung auf Fehler prüfen und dann vierfarbseparieren. Die fertigen PDFs schreibt das Programm mit allen Extras, so etwa mit eingebetteten Schriftarten, einer automatischen Kompression oder mit integrierten Lesezeichen. Um EPS-Dateien zu importieren oder um Postscript-Dateien zu schreiben und zu drucken, wird Ghostscript vorausgesetzt. Scribus belegt 55 Megabyte auf der Festplatte.

Download beim Hersteller: www.scribus.org.uk

Carsten Scheibe

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