Zwei Abkürzungen könnten das Internet, wie wir es kennen, völlig verändern: Acta und Sopa. Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (Acta) ist ein Handelsabkommen, das den Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsveletzungen vereinfachen soll. Das Abkommen beinhaltet auch Maßnahmen zur Kontrolle des Internet, die weltweit für Kritik und Widerstand gesorgt haben. Zu den unterzeichnenden Ländern gehören auch die USA und Staaten der EU. Allerdings muss Acta in diesem Jahr noch das EU-Parlament passieren.
Der Stop Online Piracy Act (Sopa) ist ein Gesetzentwurf, der zurzeit in den USA für intensive Diskussionen sorgt. Sopa soll es US-Inhabern von Urheberrechten ermöglichen, die Verbreitung Copyright-geschützter Inhalte zu verhindern. Die Gesetzesvorlage sieht für Copyright-Inhaber verschiedene Möglichkeiten vor, gegen Betreiber von Internetangeboten, Bezahldiensten und Suchmaschinen vorzugehen. Große Internetunternehmen wie Google, Facebook und Ebay sowie Journalistenverbände und Bürgerrechtler haben sich zu einer Initiative gegen Sopa zusammengeschlossen.
Sollten beide Initiativen wie geplant in die Tat umgesetzt werden, wären drastische Einschnitte bei der Internetnutzung die Folge. Das Herunterladen und Weitergeben von geschützten Inhalten würde schwieriger und härter bestraft. Kritiker befürchten allerdings, dass auch Zensur um sich greifen würde und unliebsame Inhalte aller Art aus dem Netz verbannt würden. Die Freiheit des Internet werde den privatwirtschaftlichen Interessen der Unterhaltungsindustrie geopfert, kritisieren sie.