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20. Oktober 2009, 14:15 Uhr

Wer hat Angst vor Steve Jobs?

Fans haben schon Namen für Newcomer

Als heißester Tipp für den nächsten Apple-Angriff gilt der Tablet-Computer. Ein kleiner, leichter Rechner mit berührungsempfindlichem Bildschirm würde das Produktprogramm optimal ergänzen. Preislich soll der Mini irgendwo zwischen dem teuersten iPod (379 Euro) und dem billigsten MacBook (949 Euro) angesiedelt sein.

Die Apple-Fangemeinde hat schon mal Namen für den vermeintlichen Newcomer kreiert: iPad oder MacPad könnte er heißen. Auszeichnen sollen ihn die Apple-typische Benutzerfreundlichkeit, eine lange Batterielaufzeit und ein schneller Internetzugang zum Herunterladen von Spielen, Filmen oder Musik aus dem Internet. Spätestens Anfang 2010 dürfte es so weit sein, erwarten Analysten.

"Jobs braucht einen weiteren Home-Run", sagt Peter Sealey, Marketingprofessor an der Peter F. Drucker Graduate School of Management in Südkalifornien. Mit einem tragbaren Minirechner würde Apple nicht nur den Markt der Netbooks aufmischen, auf dem sich Hersteller wie Asus, Dell, HP und demnächst Nokia tummeln. Auch Anbieter von digitalen Lesegeräten wie Amazon oder Sony müssen sich Sorgen machen, glaubt Sealey, der lange Jahre Marketingchef bei Coca-Cola war. "Das wäre ein Schlag gegen den Kindle und gegen den Sony Reader."

Impulse dringend gesucht

Obwohl der Perfektionist Jobs das Projekt intern schon zweimal abgebrochen haben soll und Apple 1993 mit einem Minicomputer namens Newton Message Pad bereits spektakulär gescheitert ist, gibt sich Zukunftsforscher Saffo geradezu euphorisch: "Ich garantiere, dass der iPad für Filme, Spiele, Zeitungen und Bücher das sein wird, was der iPod für Musik war. "Neue Impulse könnte der bisher eher schwierige Markt für Tablet-Computer in der Tat gut gebrauchen. Die Rechner, die mit kleinen Plastikstiften bedient werden, unterscheiden sich zu wenig von anderen Rechnern, um die relativ hohen Preise zu rechtfertigen.

Derzeit machen sie weltweit lediglich 1,4 Prozent aller Verkäufe bei tragbaren Computern aus, schätzt das US-Marktforschungsunternehmen IDC. "Die Branche zählt auf Apple, einmal mehr eine Kategorie neu zu definieren", sagt Richard Doherty vom Marktforschungsunternehmen Envisioneering. Dass Jobs entsprechende Pläne brüsk dementiert ("Wir wissen nicht, wie man einen 500-Dollar-Computer baut, der nicht ein Stück Schrott ist"), macht sie in den Augen der Beobachter nicht unwahrscheinlicher: Der 54-Jährige hatte früher auch behauptet, sein Unternehmen interessiere sich nicht für Mobiltelefone.

Nicht nur die Netbook-Hersteller haben Anlass, Jobs' Killerinstinkt zu fürchten. Auf dem Markt für digitale Fotoapparate und Videokameras könnte es bald ebenfalls hoch hergehen. Die jüngste Version von Apples iPhone wartet mit einer integrierten Kamera auf, die technisch Knipskisten in anderen Handys zwar deutlich unterlegen ist, dennoch durch eine einfache Handhabung punktet. Zusätzlich hat das Apple-Telefon eine Videofunktion eingebaut. Sicher keine Konkurrenz für eine hochauflösende Spiegelreflex, doch für gängige Kleinkameras oder Camcorder durchaus eine Gefahr. Denn Fotos und Videos lassen sich direkt auf dem Handy bearbeiten und per Mobilfunk oder W-Lan an Freunde oder interaktive Websites wie Youtube verschicken.

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KOMMENTARE (8 von 8)
 
S7rik3r11 (21.10.2009, 10:19 Uhr)
Ich zitiere
"... Auszeichnen sollen ihn die Apple-typische Benutzerfreundlichkeit, eine lange Batterielaufzeit und ein schneller Internetzugang zum Herunterladen von Spielen, Filmen oder Musik aus dem Internet."

Schneller Internetzugang....? Kann mir das jemand erklären. Steve Jobs entwickelt die n²- WLAN Technik. Dann habe ich eine Rate von 10Gb/s, schade das ich nur eine 16k Leitung habe.....
Freaker (21.10.2009, 09:29 Uhr)
Naja
ich find apple komisch, und ich find auch die leute komisch die ganz stolz auf ihre gekauften apple produkte sind. ich find die produkte auch komisch, ABER mir gefällt die bedienung. die ist echt hammer, und ich finds gut das sich andere an der bedienung eine scheibe abschneiden. was mir aber nicht gefällt sind die sau teuren preise. ich hab mir den neuen shuffle geholt. das einzige apple produkt was ich hab und könnt mich ärgern soviel geld dafür rausgeschmissen zu haben. alles in allem. mein leben ändert sich nur dahingehend das ichs gut finde das sich microsoft bei windows 7 an der leichten bedienung orientiert hat und ich mich über das teure geld beim shuffle ärgere... also allem in allem. danke steve aber nochmal apple kaufen... nope...
jockel_us (21.10.2009, 01:00 Uhr)
Bahnbrechendes Porträt
Die Autorin hat ja offenbar ungehinderten, uneingeschränkten Zugang zum Großen Meister gehabt, durfte womöglich sogar die selbe Luft atmen, im selben Gebäude.

Beeindruckend vor allem die neuen Einsichten und langen Interview-Passagen, in denen einem der Mann so richtig nahe gebracht wird.

Kisch-Preis-verdächtig, sage ich!
acitapple (20.10.2009, 21:16 Uhr)
man muß....
ihm eines lassen: er hat offenbar ein goldenes händchen im business. man denke nur an seinen clou mit pixar und disney !! und ja, auch das iphone. ohne das, gäbe es heute noch kein handy mit touchscreen. vor allem, weil es zu anfang von der konkurrenz belächelt wurde und nun wirds von jedem kopiert... irgendwie niedlich.
Lynx2 (20.10.2009, 20:01 Uhr)
Neidisch?!
Genau wegen solcher Kommentare mag ich Apple. Wer sich so provozieren lässt, muss eine Menge zu verlieren haben.
schreibtherapie (20.10.2009, 19:43 Uhr)
Neues Prdoukt
das gibt es doch schon: http://www.apple.com/de/magicmouse/

Ansonsten ist es mir auch völlig egal, ob Steve sich was ausdenkt oder seine Mitarbeiter ausnutzt, mein Leben wird es nicht beeinflussen.
forever_techno (20.10.2009, 19:40 Uhr)
Man kann von Apple halten ...
... was man will - und meinetwegen auch schimpfen und lästern (zu Recht, vor allem wenn es um die Kompatibilität der einzelnen Produkte zu den Komponenten anderer Anbieter geht). Doch eines darf man bei allem eben auch nicht unter den Tisch fallen lassen: Ob Personal Computer oder Handy, Musik- oder Filmindustrie - Apple hat die Märkte revolutioniert, Meilensteine gesetzt, zum Teil für die Zukunft geebnet - siehe Musik- & Filmindustrie.

Dass Apple - wie jedes andere Unternehmen auch - wirtschaftlich denkt, tja, that's life & business ...
Impaler (20.10.2009, 19:24 Uhr)
Hallo?
Bei der Überschrift kommt es mir ja schon wieder hoch:

"Wenn Steve Jobs über Arbeit oder Freizeit nachdenkt, ändert sich unser Leben."

Mein Leben ändert sich kein bisschen, wenn irgendein Pseudoguru ein neues "Lifestyle-Gadget" vorstellt.

Dieses quasi-religiöse Getue um Apple geht mir ganz schön auf den S...!!
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