Da sind wir sehr erfolgreich, denn es genügt, ein solches Flash-Programm ein einziges Mal zu entwickeln, damit es auf unterschiedlichsten Geräten mit unterschiedlichsten Betriebssystemen funktioniert. Microsoft hat nun als Teil der nächsten Windows-Version eine Technologie namens "Avalon" vorgestellt, die ähnliches leisten soll wie Flash. Aber im Gegensatz zu Avalon unterstützen wir mit Flash so gut wie alle Varianten von Windows, egal wie alt sie sind. Uns ist es wichtig, dass unsere Software auf allen Geräten funktioniert - Microsoft dagegen kommt es ganz offensichtlich darauf an, neue PCs und damit neue Versionen von Windows und Office zu verkaufen. Darauf konzentrieren sie sich, denn das ist ihr Geschäftsmodell.
Natürlich! Das tun wir ja bereits - sehr erfolgreich sogar. Aber es ist für beide Firmen von Vorteil, dass wir uns zusammenschließen, damit wir in Zukunft noch schlagkräftiger sind.
Die Ausbreitung unserer Software auf unterschiedlichste Arten von Technologie: Am Anfang haben wir uns auf CD-Roms konzentriert, dann kam das Internet, und jetzt gibt es immer mehr Geräte jenseits des PCs, die mit Flash umgehen können - Spielekonsolen zum Beispiel, Fernseh-Settop-Boxen, Mobiltelefone. Sogar im Flugzeug werden Sie demnächst Flash-Animationen sehen: Die Lufthansa will Flash bei der Bedienung des Entertainment-Systems an Bord einsetzen.
Keineswegs. Schauen Sie sich Japan an. Dort haben die Kunden unseres Partners DoCoMo gesagt: "Wir wollen aktuelle Nachrichten, wir wollen Live-Ergebnisse von Baseball-Spielen, wir wollen interaktive U-Bahn-Karten."
Aber es ist umständlich, eine ziemlich lausige Erfahrung. Und vergessen Sie nicht: Es gibt Millionen von Menschen, die Flash-Programme erstellen können. Wir sind an dem Punkt angekommen, dass Leute sich Anwendungen einfallen lassen, auf die wir selber nie gekommen wären. In New York zum Beispiel hat jemand die aktuellen Verkehrs-Informationen mit Flash kombiniert und daraus einen Staumelder fürs Handy gemacht.
Flash hat das Potenzial, die Technikwelt zu verändern - einfach deshalb, weil es genügt, eine Anwendung ein einziges Mal zu entwickeln, damit sie auf unterschiedlichsten Betriebssystemen und unterschiedlichsten Geräten funktioniert. Sie können mit Flash einen elektronischen Programmführer fürs Fernsehen entwickeln, aber genauso gut eine neue Bedienoberfläche für ein Mobiltelefon. Das ist einer der Gründe dafür, dass fünf der sechs größten Handy-Hersteller Verträge mit uns abgeschlossen haben, bei denen es um Hunderte Millionen Geräte geht.
Ich will da keine Namen nennen, aber lassen Sie es mich so sagen: Manchmal lassen Unternehmen sich etwas ablenken, wenn sie gekauft werden, und dann geht alles etwas langsamer.