Das Problem sind nicht die Spiele, diese spiele ich selber seit der Geburt diese Genre, vielmehr ist der Umgang mit dem Thema Computer und Multimedia innerhalb der Familie entscheidend. Wenn die kleinsten von ihren gestressten und oft überforderteten Eltern nur noch vor dem Fernseher sitzen und als Hauptbeschäftigung die Teletubis und Pokemon haben sind dass die ersten Wurzeln des späteren Übels. Wo sind die lachenden und spielenden Kinder wie ich sie noch aus meiner Jugend kenne? Wo sind die Jugend -und Kinderhäuser geblieben mit motivierten Erziehern und Sozialarbeitern? Wo die Abenteuerspielplätze mit Baumhaus und Kletterseil? Wo der Bolzplatz im Viertel heute verdrängt durch Aldi oder Lidl? Im Jahr 2006 ist der Abenteuerspielplatz der PC oder der Fernseher, die Helden nicht mehr Pipi oder Michel die meine Generation noch zum Nachspielen draussen animiert haben, sondern Gordon und X-Men. Erziehungsprobleme werden dann in 45 Minuten durch Fernsehpsychologen gelöst. Die Sinne werden durch die Industrie geprägt. Das Phänomen betrifft die ganze Gesellschaft die folgen jedoch sind weitreichender, hyperaktive Kinder, Verwahrlosung von Körper und Geist. Wir berauben die Kinder und letztendlich uns selber der Grundlage einer gesunden und stabilen Gesellschaft.
Christian Schömbs
Frankfurt am Main
Nach jeder Schreckenstat ist es die selbe Prozedur.Ein Sündenbock wird gesucht.Auch diesmal stehen wieder die bösen bösen "killerspiele" im Kreuzfeuer der Justiz.Und auch diesmal wird angereget über ein Verbot solcher Spiele diskutiert.Meiner Meinung nach , wäre ein Verbot ein fataler Fehler,der die Spieler nur noch anregt noch mehr zu spielen. Durch die verteufelung der Medien wird das spiel noch interessanter gemacht und erhält mehr mitspieler, und ein Verbot würde dieses noch steigern. Da ich selber gelegentlich konsument solcher "Killerspiele" bin , kann ich mit guten wissen sagen,dass sie keinerlei schlechten Einfluss auf einen gesunden Menschenverstand haben , und lediglich zur entspannung dienen , und das temporäre flüchten in eine andere Welt ermöglichen.
Christian S.
Ich habe des öfteren grössere LAN-Partys mitgemacht. Wenn man dort mit Spielern spricht die z.B. "Counter-Strike", lernt man Menschen mit einer Leidenschaft kennen, und zwar der Leidenschaft zum Spiel. In all meiner Zeit, in der ich selbst aktiv gespielt habe und andere Spieler kennen lernen durfte (ich bin mittlerweile 30 Jahre alt), habe ich nicht einen einzigen kennen gelernt, der durch "Counter-Strike" oder durch andere derartige Spiele zum Gewalttäter oder gar zum Mörde geworden ist. Das Gegenteil ist der Fall: Meistens sind die Leute, die am besten Spielen, die ausgeglichensten Menschen. Natürlich beinhalten die Spiele eine gewisse Brutalität, aber in 99% aller Fälle achtet kein ernsthafter Spieler auf derartige Details wie Blutspritzer oder ähnliches, meist ist die nur hinderlich.
Sven Ermer
Bayreuth
War der Vater der Amok-Jungen nicht Jäger. In einem der vorangegangenen Fälle war der Vater auch Jäger. Inwiefern stellt es eine Gefahr für die Gesellschaft dar, wenn Jäger Kinder haben? Das Heranwachsen neben einem Waffenschrank und mit Jagdgeschichten erzählendem Papa kann vielleicht auch zu einem gewissen Gewaltpotential führen. Der Jugendliche kann unterscheiden zwischen Realität und Spiel. Das beängstigende sind nicht die Spiele, sondern eben diese Realität. Waffen und Sprengstoff kaufen übers Internet. Kein Problem. Reale Gewalt im Internet, jederzeit. Und dann diese Alibi-Diskussion über Computerspiele. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ich halte nichts von Computerspielen, glaube aber nicht, dass diese zu mehr Gewalt führen.
Wolfgang Bopp
Schopfheim