Sehr geehrte Damen und Herren,
ich war früher selbst passionierter "Zocker". So spielte auch ich mit meinen Freunden täglich Stunden "Counter-Strike" und co...Häufig spielten wir mit Leuten, bei denen man sich nicht sicher sein konnte, inwiefern sie noch zwischen den künstlich erzeugten Bildern auf dem Monitor und der realen Außenwelt unterscheiden können. Doch eines kann ich ganz genau sagen: Bei ALLEN Mitspielern, wo man dachte "der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank", standen familiäre und schulische Probleme im Hintergrund. DAS sind nämlich die ausschlaggebenden Faktoren für durchdrehende Schüler. Das Spielen ist eine Flucht vor der harten Realität und ist sicherlich nicht gerade förderlich für die Psyche eines labilen Jugendlichen. Aber ein Auslöser für bsp. ein Massaker sind diese Spiele auf keinen Fall. Ich behaupte dies aus meiner eigenen Erfahrung als Spieler sagen zu können. Ein Spieleverbot bringt meiner Auffassung nach nichts. Die Spiele sind im Umlauf, man kann sie sich leicht beschaffen und zur Not spielt man halt alleine zu Hause gegen den Rechner. Der richtige Ansatz zur Problemlösung liegt bei der Familie und in der Schule. Wenn DORT etwas getan wird, haben wir eine Chance, dass sich Erfurt, Emsdetten...nicht wiederholen.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Staff
Berlin
Die Diskussion um Computerspiele ist völliger Schwachsinn, in erster Linie müsste sofort das Waffengesetz verschärft werden. Der Zugang zu Schusswaffen ist immer noch viel zu leicht, jeder kann sich relativ einfach ( auch mit etwas Schmiergeld ) Zugang über einen Schützenverein verschaffen. In Millionen deutscher Haushalte liegen legale Waffen incl. Munition, also was soll die Kampagne gegen Computerschiessspiele.
Volker Siegmann
Sonderhausen
Ein Verbot von Killerspielen ist meines Erachtens Unsinn, denn von den Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die täglich gewaltverherrlichenden und / oder gewalttätigen Video- und Computerspielen, Kinofilmen, Literatur (von Comics bis Horror) und Musik mit entsprechenden Videos sowie erschreckend detaillierter, quotenträchtiger Berichterstattungen über Gewaltverbrechen in den Medien ausgesetzt sind bzw. sich diesen Einflüssen aussetzen, läuft gerade mal alle paar Jahre mal einer Amok. Herzlich wenig und sicherlich nicht auf Killerspiele zurückzuführen.
Per Koeltz
Königstein
Liebe Leser,
Ein Sündenbock wurde gefunden. Jetzt müssen diese Spiele für das Versagen der Eltern und der Gesellschaft herhalten. Ich glaube fest daran, dass wenn die Eltern sich liebevoll um ihre Kinder kümmern, dass diese dann niemals auf andere schießen würden. Was wird in den Nachrichten Tag für Tag gezeigt? Die Brutalität der Welt. Hier einer tot, dort ein anderer erschossen und woanders ein kleines Mädchen vergewaltigt. Die Menschheit interessiert sich leider nur für das Schlechte in der Welt. Unsere Kinder somit auch irgendwann.
Ameer Al-Sabbagh
Landshut
Gerade Ego-Shooter sind durch immer realistischere Grafik und durch ihre Komplexität immer mehr Kriegs- und Tötungs-Simulatiore geworden. "Klassiker", wie Counter-Strike hingegen haben einen Spielhallencharakter, sind im Vergleich simpel aufgebaut. Kaum ein Spieler aber würde eine Waffe im realen Leben zücken. Den meisten geht es um Stressabbau. Das man dabei auf virtuelle Menschen schießt, scheint gefährlich, es ist aber eine Fantasie, die ein normaler Spieler nur im Spiel auslebt.
Frederik Kohleick
Wuppertal