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Sie wollten einmal selbst erfahren, was die Jugendlichen an diesem Ego-Shooter so fasziniert. Doch nicht alle Kinder sind von der ersten "Eltern LAN" begeistert. Sie befürchten das Ende der Revolution im Kinderzimmer.
Es ist ein erschütterndes Dokument - das Tagebuch des Amokläufers Sebastian B., das sternTV und stern.de vorliegt. Es zeigt einen Jugendlichen, der von seiner Wut, seinem Frust, seinem Weltschmerz, seiner Egozentrik und seinem Selbstmitleid zerrissen wurde.
Statt eines Verbots bestimmter Computerspiele schlagen einige Experten das Gegenteil vor: Besonders gelungene Games sollten Prädikate erhalten. Vorbilder für eine solche Auszeichnung gebe es bereits.
Die Polizei hat einem Gymnasium in Kaarst keine Anzeichen für einen geplanten Amoklauf gefunden. Nach "vagen Hinweisen" war die Schule zunächst gesperrt worden. Die Schüler sind geschockt: "Ich habe Angst, dorthin zu gehen", sagte eine 17-Jährige zu stern.de.
Nach dem Amok-Alarm an einem Kölner Gymnasium und dem Selbstmord eines verdächtigen Schülers ist die Polizei weiter massiv unter Druck geraten. Ein neuer Vorwurf lautet: Der Schüler sei der Polizei entwischt.
Die großkoalitionären Politiker wissen es, die Journalisten des Boulevard wissen es, irgendwann werden es die Experten auch noch wissen. Am Amoklauf von Emsdetten sind die »Killerspiele« schuld. Diese »Machwerke« ( O-Ton Stoiber) gilt es abzuschaffen, Fragen nach dem Umfeld des Täters, den benutzten Waffen, den Kontakten im Internet, der Rolle von Lehrern und Mitschülern verbieten sich von selber. Da müsste man ja auch zu tief in die Fachebene einsteigen. Schneller und effizienter ist es, die notwendigen »Fakten« zu Belegung der These rasch aus der Luft zu greifen. Die Kollegen von der Bild etwa wissen genau , was Sebastian B. in seiner Freizeit so getrieben hat: »Nächtelang rannte er per Joystick durch die virtuellen Schulflure, versuchte, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Lehrer und Schüler zu erschießen.« Klingt natürlich auch besser als »einige Mitschüler vermuten, der Täter habe die eigene Schule mit dem Counter-Strike-Editor nachgebaut«. Wobei sich die Geschichte mit dem Nachbauen der Schule übrigens ohnehin als Mythos entpuppt hat. Und die Forderung des Herrn Schönbohm aus Brandenburg, »Daher muss konsequent gegen Spiele vorgegangen werden, die Gewalt verherrlichen.« macht sich in Medienzitaten natürlich markiger als die den Tatsachen entsprechende Feststellung, dass Gewalt verherrlichende Spiele in Deutschland nach wie vor nicht erlaubt sind. Und die Behauptung, US-Militärs würden Spiele zum Tötungstraining ihrer Truppen benutzen (zuletzt verbreitet von Dr. Günther Beckstein), ja, die wird natürlich lieber als O-Ton hergenommen als »In den USA wurde versucht, die Militärs durch solche Computerspiele zu schulen. Es hat nicht funktioniert.« (Prof. Bernd Schorf , Leipzig). Da ist das Missverständnis um die Rolle der USK (die die Spiele auf Jugendverträglichkeit prüft) fast ein Klacks. Denn wenn diese Institution wirklich »versagt« hat, wie derzeit gerne kolportiert wird, dann hat auch die Politik versagt -- denn die Vergabe der Alterskennzeichnungen ist auch jetzt schon Aufgabe der Länder, die zu diesem Behufe Vertreter in die zuständigen Gremien entsenden, ohne die keine Entscheidung fällt. Aber naja. Darauf kommt es auch nicht mehr an. Das Problem ist nur: Einiges vom weißen Rauschen wird hängen bleiben, egal, wie ausgewogen die Qualitätsmedien berichten. Weiterlesen: Wie schlecht Medien zum Thema Spiele recherchieren Die Ausführungen des Herrn Pfeiffer, kommentiert Nachtrag: Als ich die Worte in diesem Beitrag geschrieben habe, hatte ich die WDR-Sendung »Hart aber fair« von gestern abend noch nicht gesehen. Die setzt noch einmal einen drauf: Fehlinformationen, Tendenzjournalismus, Diffamierung, so etwas Unglaubliches habe ich im öffentlich-rechtlichen TV noch nicht gesehen. Übertrifft alles. Die Sendung im Netz Kommentar zur Sendung
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