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5. März 2007, 13:46 Uhr

Der Laptop als Stereoanlage

Laptop, Fernseher, Stereoanlage und DVD-Recorder: Viele Wohnungen gleichen eher einem Elektrogeschäft. Um für Haus und Partykeller ein einziges Abspielgerät zu haben, wandeln immer mehr Nutzer ihren Laptop zum zentralen Musikspieler um.

Bei Laptops sollte man sich eine externe Soundkarte besorgen, wenn man Musik hören möchte© DPA

Um als Musikgerät zu arbeiten, braucht das Notebook eine gute Verwaltungssoftware für die Plattensammlung und zwei durchdachte Investitionen in die Hardware. Umsonst und weithin empfohlen sei die Software "iTunes" von Apple, die kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann, sagt Christine Tantschinez, Redakteurin bei der Zeitschrift "Audio" in Stuttgart. In Windows-PCs integriert ist der Media Player, der ähnliche Funktionalitäten aufweist, wie Volker Zota von der Zeitschrift "c't" in Hannover sagt. Wer lieber ein Programm kauft, hat eine breite Auswahl: Um die 40 Euro kostet Software wie der "MP3-Maker" von Magix oder ein Programm aus der "Nero"-Familie.

Wie soll es klingen?

Bei der Hardware gilt es hauptsächlich, in den Klang zu investieren - und der beginnt nicht erst bei den Boxen. "Bei den internen On-Board-Soundkarten kann man keinen fantastischen Sound erwarten", sagt Tantschinez. Die Expertin empfiehlt externe Soundkarten, die per USB angeschlossen werden. "Sie haben hochwertige Ausgänge, meist sogar für mehrkanaligen Klang und zudem digitale Audioausgänge." Zwischen 90 und 150 Euro sollte man in die Karte investieren. Die größte Investition allerdings macht in der Regel das Boxensystem aus. Da gibt es im Vorfeld einiges zu überlegen: kleine Boxen oder ein ganzes Surround-System, kabellos oder angebunden, welche Musikrichtung soll vor allem wiedergegeben werden? "Die Auswahl und Preisspanne bei solchen Systemen ist groß - es gibt Sets für 20 Euro und für 2000 Euro", sagt Tantschinez.

Ran an die alte Anlage

Die andere Variante ist der Anschluss des Rechners als externe Signalquelle an die Stereoanlage. Über eine WLAN-Brücke können sich Hifi-Anlage und Rechner anfunken. Beide Geräte können dabei an beliebigen Stellen im Haus stehen. Bei einer solchen Variante braucht es keine neue Hardware. Dabei dient der Computer nur als virtueller CD-Wechsler. Dieses System hat sich etwa der Elektronikkonzern Philips in seinen "Streamium"-Produkten zu Nutze gemacht - "Rechner und Anlage funken hier über ein drahtloses Netzwerk", sagt Sprecher Klaus Petri in Hamburg.

Auch Apple hat das Prinzip für seine Notebooks verfeinert und sie "Airport-Express" genannt. Damit soll das Klinken-Kabel für die Verbindung zwischen Rechner und Anlage endgültig Vergangenheit sein. "Eine Basisstation in der Größe einer Zigarettenschachtel funkt nach dem WLAN-Standard 802.11g mit einer Geschwindigkeit von bis zu 54 MBit pro Sekunde", sagt Sprecher Albrecht.

Mit einem Miniklinken-Anschluss lassen sich beliebige Audio-Geräte an die Basisstation anschließen - und nicht an den Rechner. "Für die drahtlose Übermittlung von MP3- oder AAC-Dateien sorgt iTunes", sagt Albrecht. Die Station empfängt die Daten, dekomprimiert sie und leitet sie als analoge Audiodaten an die Stereoanlage weiter.

Verena Wolff/DPA
 
 
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