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24. Januar 2007, 11:20 Uhr

Alles Vista, oder was?

Microsoft dominiert mit seinem Betriebssytem Windows den Computermarkt. Vista heißt die neue Version des Programms. Doch es gibt auch Alternativen.

Mit Windows Vista will Microsoft den Markt revolutionieren© Kiyoshi Ota/Reuters

Windows dominiert mit einem Anteil von über 90 Prozent den Markt der Personal Computer. Doch konkurrenzlos ist das Microsoft-Flaggschiff damit nicht. Insbesondere das freie Betriebssystem Linux und das Apple-System Mac OS werden von zahlreichen Computeranwendern als Alternative eingesetzt und geschätzt.

Das vom Finnen Linus Torvalds ins Leben gerufene offene System Linux macht Microsoft im Serverbereich inzwischen ernsthafte Konkurrenz. Bei den üblichen Desktop-PCs spielt das System mit dem Pinguin-Maskottchen aber bislang nur eine kleine Außenseiterrolle. "Wer mit E-Mail, Browser und einem Office-Paket zufrieden ist, kann problemlos unter Linux glücklich werden", schreibt Chris Schläger, einer der Entwickler der Linux-Oberfläche KDE. Allerdings seien bestimmte Spiele, Multimedia-Anwendungen und andere Programme aus der Windows-Welt unter Linux nicht verfügbar, räumt Schläger ein. Außerdem machten etliche Hardwarehersteller den Linux-Anwendern das Leben schwer, da die notwendigen Treiber nicht mitgeliefert würden.

Probleme mit Hardware-Treibern oder Multimedia-Programmen spielen beim Mac OS von Apple kaum eine Rolle, denn die Macintosh-Rechner bieten vor allem beim "Digital Lifestyle" eine echte Alternative zu Windows. Beim "Look&Feel" von Windows Vista haben sich die Microsoft- Entwickler sogar weitgehend am Vorbild Mac OS orientiert. Nur bei Computerspielen und einigen Spezialprogrammen hinkt das Apple-System hinter Windows her. Der Erfolg des Musikplayers iPod von Apple hat in den vergangenen Monaten viele Windows-Anwender zum Umstieg auf einen Macintosh-Rechner bewegt. Da Apple bei der Aufholjagd jedoch von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau gestartet ist, hat Mac OS noch nicht die Schwelle von fünf Prozent Marktanteil weltweit genommen.

Konkurrenz aus eigenem Hause

Der hartnäckigste Konkurrent von Microsoft kommt aus dem eigenen Haus. Unzählige Windows-Anwender sind mit ihrem alten System eigentlich ganz zufrieden und befürchten, dass bei einem Umstieg auf das neue Windows Vista bestimmte Programme nicht mehr laufen, die bislang gut funktionieren. Daher wird sich Microsoft vermutlich in der Werbung für Vista darauf konzentrieren, die Verbesserungen gegenüber den Vorgängerversionen herauszuarbeiten.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
arachno (25.01.2007, 20:57 Uhr)
Linux ist besser!
Zitat: „Allerdings seien bestimmte Spiele, Multimedia-Anwendungen und andere Programme aus der Windows-Welt unter Linux nicht verfügbar, räumt Schläger ein.“ Es gibt für alles eine clevere Linux-Lösung und wenn man ernsthaft Linux verwenden möchte findet man diese auch. Bei Spielen ist das anders, aber auch hier findet man interessante freie Software.
Ich nutze seit vielen jahren Linux und bin rundum zufrieden. Es bleibt also zu sagen, wer seinen Rechner benutzen will sollte Windows benutzen, wer seinen Rechner verstehen will muss Linux verwenden. Und wer möchte schon von der NSA bespitzelt werden?
Karsten L. (Cottbus)
PS. Microsoft versteht soviel von Sicherheit wie ein Gnu vom Stricken!
PhotonBeam (25.01.2007, 20:35 Uhr)
@RomanTicker
Gerade MS Windows bindet seine User mehr als es Apple je koennte:
Bereits jetzt werden Patienten-Aufnahmen im medizinischen Bereichen von der DRM verseucht, eine Weitergabe an Kollegen ist somit unmoeglich. Schoen das Ihre Gesundheit in den Haenden eines SoftwareHerstellers liegt.
Der Phischingfilter in ie7 speichert Personenbezogene Daten und uebermittelt diese an MS Partner. In deutschen Amtsstuben ist das ein Verstoss gegen das Datenschutzgesetz.
Der Windowsdefender darf Software ungefragt von der Platte loeschen: Um welche Software handelt es sich? Viren/Wuermer. Ungeliebte Konkurrenz....
Bei der Entwicklung von Vista wurde der amerikanische Geheimdienst einbezogen: Wie steht Ihnen Orange?? Moegen Sie ein bezahlten Guantanamo Urlaub bei Ihrer naechsten US einreise antreten nur weil Sie Al Jazeehra oder den Beirut Star online gelesen haben, oder sich kritisch zur MS Ueberwachung im Stern Forum geaeussert haben. Viel Spass mit Vista.
Das ist ein dicker Minuspunkt von blinden Anhaengern & Vista Kaeufern. Schade das Stern Vista so unreflektiert hinnimmt.
RomanTicker (24.01.2007, 17:53 Uhr)
Windows ist der Allrounder
Windows ist nun mal der Allrounder, der mit der breitesten Softwarepalette, der größten Hardwarekompatibilität und Spieleunterstützung punkten kann. Das neue Vista wird auf neuen PCs entsprechend weit verbreitet werden und sich schnell durchsetzen.
MacOS ist nur etwas für extreme Apple Freunde, die sich an diesen Hardwarehersteller zu binden bereit sind.
Einzig Linux kann in naher Zukunft zu einer ernsten Konkurrenz werden, denn es wird immer besser und einfacher zu bedienen. So lange es aber so viele unterschiedliche Distributionen gibt, die den Normalverbraucher nur verwirren, und man als Nutzer auch noch Probleme mit Hardwareinstallation und Treibersupport hat, wird es weit hinter Windows zurück bleiben. Und so lange Linux noch so gering verbreitet ist, wird es auch wenig Software- und Spielehersteller geben, die professionell für Linux entwickeln. Das ist dann wieder ein dicker Minuspunkt für Linux...
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