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11. März 2004, 14:11 Uhr

Weniger Aussteller, mehr Hoffnung

Zum dritten Mal in Folge wird die Cebit einen Ausstellerrückgang verzeichnen - von 6600 auf 6411. BITKOM, der Verband der deutschen IT-Branche, schürt Hoffnung auf ein Wachstum des Marktes.

Am 18. März öffnet die Cebit ihre Pforten© Rainer Jensen/DPA

Der deutsche Branchenverband BITKOM rechnet mit einem Wachstum des Weltmarktes von 4,3 Prozent in diesem und 6 Prozent im nächsten Jahr, sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold in Hannover. "Ab sofort nimmt unsere Branche ihre Position als Konjunkturmotor wieder ein", sagte Berchtold. Die weltgrößte Computermesse selbst verzeichnet in diesem Jahr allerdings zum dritten Mal in Folge einen Ausstellerrückgang von 6600 auf 6411. Es werden mehr als 500.000 Besucher an den sieben Messetagen erwartet nach 560.000 im Vorjahr. Da war die Cebit aber auch einen Tag länger.

"Das Wachstum kommt"

Es werde ein Marktwachstum geben, das deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liege, sagte Berchtold. Der Umsatz werde weltweit auf 2,16 Billionen Euro steigen. "Die dürren Jahre liegen hinter uns. Vor uns liegt eine neue Zeit des Wachstums, in der die Visionen der 90er Jahre Wirklichkeit werden." Diese werde auf der Cebit gezeigt, die am 18. März ihre Pforten öffnet.

Allerdings werden sich die Märkte in Europa und den USA leicht unter den weltweiten Erwartungen entwickeln. Nach wie vor sind die USA mit einem Anteil von 32 Prozent der größte IT-Markt der Welt. Europa liegt auf Platz 2 mit 30,2 Prozent. 2004 sollen die Umsätze in Europa um 3,1 Prozent auf 611 Milliarden Euro, 2005 um 4,4 Prozent auf 638 Milliarden Euro steigen. Die Markterwartungen für Deutschland werden während der Cebit bekannt gegeben.

Erinnerungen an die 90er Jahre

Berchtold sagte, in manchen Bereichen, etwa bei Kamera-Handys, Digitalfotografie, Notebooks oder Sicherheit, werde es Wachstumsraten geben, "die uns an die 90er Jahre erinnern". Durch die Konsolidierung habe die Branche an Reife gewonnen. "Mittelfristig werden wir etwa doppelt so schnell wachsen wie die Wirtschaft insgesamt, und das auf dem erreichten hohen Niveau." Das stärkste Wachstum werde es bei Software und IT-Services geben. Die Hersteller von Geräten und Systemen seien nach einem Umsatzrückgang von 5 Prozent 2003 nun wieder im Plus.

Digital überholt Analog

Bei der Verbraucher-Elektronik habe es im Markt einen grundsätzlichen Wechsel gegeben. Die digitalen Geräte seien 2003 an den analogen vorbeigezogen. 2003 lagen die Umsätze mit Digital- Geräten bei 24,4 Milliarden Euro in Westeuropa, die analogen bei 20 Milliarden Euro. Video- und Kassettenrekorder würden in den kommenden Jahren ihre Bedeutung verlieren. "Die Umsätze mit Digitalkameras liegen heute schon höher als der gesamte analoge Hifi-, Audio- und Video-Bereich", sagte Berchtold. Bei den digitalen Flachbildschirmen werde 2004 ein Wachstum von 68 Prozent erwartet. Schon jetzt haben sie laut Berchtold einen Marktanteil von 12 Prozent.

Boom bei den asiatischen Ausstellern

Zwar werde auch in der letzten Woche vor Start der Messe noch mit weiteren Anmeldungen gerechnet, das Niveau des Vorjahres werde aber vermutlich nicht ganz erreicht werden, hieß es. Besonders in den vergangenen Wochen hätten sich noch zahlreiche Firmen für einen Stand auf der Computermesse entschieden. Nach derzeitigem Stand kommen gut 3400 Aussteller aus Deutschland, der Rest aus 64 Ländern der Welt. Aus Asien gebe es einen regelrechten Boom, sagte Raue. Allein 709 Firmen hätten sich aus Taiwan - damit die führende Auslandsnation - angemeldet. Die Zahl der chinesischen Aussteller sei von 111 im vergangenen Jahr auf 189 gestiegen.

DPA
 
 
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