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8. Mai 2008, 19:52 Uhr

Bundestag verschärft Jugendschutzgesetz

Kindern und Jugendlichen wird der Zugang zu bestimmten Computerspielen erschwert. Der Bundestag beschloss gegen die Stimmen der Opposition eine entsprechende Änderung des Jugendschutzgesetzes. Die Kriterien für die Indizierung von Spielen ändern sich - und die Altersfreigabe-Aufkleber.

Die Altersangaben auf den Packungen sollen besser sichtbar sein

Der Bundestag hat das Jugendschutzgesetz verschärft, um Jugendlichen den Zugang zu gewaltverherrlichenden Filmen und Computerspielen zu erschweren. Die Gesetzesnovelle, die gegen die Stimmen der Opposition verabschiedet wurde, erweitert die Kriterien, nach denen Gewaltvideos und sogenannte Killerspiele als jugendgefährdend auf dem Index landen.

Darüber hinaus müssen die Altersbeschränkungen auf CDs und DVDs vergrößert werden, damit sie beim Kauf künftig auf den ersten Blick ins Auge fallen. "Damit machen wir Jugendschutz sichtbar", sagte die CDU-Abgeordnete Antje Blumenthal.

FDP, Linke und Grüne bezeichneten das Gesetz hingegen als unzureichend und mahnten zusätzliche Regelungen für den Online- Bereich an. Der FDP-Medienexperte Christoph Waitz warnte, im Internet könnten sich Kinder und Jugendliche indizierte Spiele weiterhin ohne jede Altersprüfung herunterladen. Auch der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Krüger, kritisierte, mit der Neuregelung treibe man die Jugendlichen "vorsätzlich ins ungeregelte Internet".

Die Linke mahnte eine Stärkung der Medienkompetenz bei Kindern und Eltern an. "Medienkompetenz ist die Schlüsselkategorie", sagte Lothar Bisky. Der jugendpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Kai Gehring, forderte darüber hinaus verschärfte Kontrollen im Handel sowie höhere Bußgelder bei Verstößen gegen den Jugendschutz.

Ursprünglich hatte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Einsatz jugendlicher Testkäufer geplant. Damit sollten Händler überführt werden, die Schnaps, Zigaretten oder Gewaltvideos unerlaubt an minderjährige Kunden verkaufen. Nach heftiger Kritik von SPD und Opposition war dieser Vorschlag aus dem Gesetzentwurf gestrichen worden. Gehring erklärte, damit hätte man Kinder zu "Lückenbüßern" für mangelnde staatliche Kontrolle gemacht.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
ganzbaf (10.05.2008, 08:01 Uhr)
Bei Tom....
& Jerry gibt es keine Toten und kein Tropfen Blut. Außerdem ist die Darstellung bisschen "quasirelistisch".
Vergleich verfehlt... ;-P
.
@Eisenbär
Daher brauchen wir eine konsequente "Hardware-FSK 14"! Damit wenigstens die unter 14-Jährigen weitestgehend vor solchem Erwachsenenmüll geschützt sind.
Eisenbaer (09.05.2008, 17:53 Uhr)
Form und Aussehen...
...hat "man" wohl von den Gefahrzetteln nach der GGVSE und dem RID ein wenig abgekupfert. Na, ob sich das als sehr zielführend erweist oder ob sich die USK hiermit nicht selbst ein Bein stellt, bleibt abzuwarten.

Zudem habe ich mir sagen lassen, dass es genügt wenn einer aus einer Clique ein solches Programm von wem auch immer erhält. Die anderen ziehen sich dann Kopien und schalten diese mit im Internet kursierenden Freischaltcodes (spätestens nach eigen Fehlversuchen) dann frei. Diesen Kiddies geht eine solche Kennzeichnung doch am Hosenboden vorbei...
wwwilly (09.05.2008, 16:49 Uhr)
toll...
Bestimmte Computerspiele verbietet man für alle weil etliche Eltern nicht kontrollieren was ihre Kids sich da antun...aber Schnaps, Pornos und andere Dinge wo der Staat dran verdienen kann gibts trotzdem ab 18. Ich habe btw. die Tage erst gelesen das jeder 16 jährige schon Erfahrungen mit hartem Alkohol gemacht hat. Was ist das für eine Doppelmoral? Oder eher mal wieder blinder Aktionismus?
sportartmakler (09.05.2008, 11:36 Uhr)
wieder kritiker à la ganzplatt unterwegs
die von tuten und blasen keine ahnung haben. wenn ich schon lese spiele wo es nur um mord- und totschlag geht. gegner zu besiegen ist nunmal bestandteil von actionspielen bzw. egoshootern. dabei gibt es extrem wenige, meist zurecht auch indizierte spiele die den tod selbst vielleicht in den mittelpunkt stellen und dadurch sehr brutal wirken. du bist doch sonst der erste der nach selbstbestimmung und macht dem volke quatscht, hier bei den pösen pösen killerspielen da rufts du natürlich nach einschränkung.
im übrigen können die pixel wegen mir lebensecht sein, 99,99% der spieler wissen das sie ein spiel spielen und verspüren nicht das bedürfnis szenen nachzustellen.
havranek (09.05.2008, 11:29 Uhr)
Comics?
Was ist eigentlich mit den ganzen blutrünstigen und gewaltverherrlichenden Comics im Vormittagsprogramm?
Also ich bin dafür das man Tom & Jerry erst ab 18 Jahren sehen darf, gibt es da auch eine Selbstkontrolle für die Kinder?
zaxxon (09.05.2008, 11:28 Uhr)
@Dudu
welche ironie meinen sie? meinen sie, es reicht aus hinter jeden mist ein ;-) zu setzen das es ironie ist? fakt ist, deutschland hat die schärfsten jugendschutzgesetze der welt. das ist gut so. ü18 spiele haben in kinderhänden nichts zu suchen.ihre behauptung über das tv programm teile ich nicht, "früher" war nicht alles besser!
haben Sie schon mal ein "killerspiel" gespielt? wissen sie überhaupt, wovon sie reden? ich bezweifel das...
und nun noch ironie "sind nach dem spiel ausgerstet"?
Dudu (09.05.2008, 10:51 Uhr)
Die
Hemmschwelle sinkt von Jahr zu Jahr immer weiter und das nicht blos bei PC/Online Spielen.
Die angebliche Selbstkontrolle der Medien ist ein Witz, man muss nur mal schauen, was heute im Fernsehen auch in Kinderprogrammen Vormittags/Nachmittags läuft. Filme, die vor 10 Jahren nicht vor 22 Uhr ausgestrahlt worden wären.
Und da möchte wirklich jemand behaupten, wir bräuchten keine gesetzlichen Regelungen?
Dudu (09.05.2008, 10:47 Uhr)
Ironie
ist wohl nicht Jedermanns Sache oder @zaxxon
zaxxon (09.05.2008, 09:36 Uhr)
nun denn...
erläutere ich ihnen Ihre kommentare...tss.
wenn meine hardware indiziert wird, nenne ich das "totale kontrolle" weil meine persönliche freiheit eingeschränkt wird...dann fordern Sie die abschaffung des staates usw, allgemein als anarchie bekannt...ich hoffe Sie konnten folgen...
ganzbaf (09.05.2008, 09:31 Uhr)
Ver...
gewaltigungs, Folter und Pädo-Software ist bereits komplett verboten, also auch für Erwachsene. Und das ist gut so.
Aber auch wo es - quasirealistisch - nur um Mord- und Totschlag geht, sollte es zu einem Totalverbot kommen. Schließlich werden diese "Pixel" immer realistischer und die Technik ist noch lange nicht asgereizt.
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