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11. Juli 2008, 16:59 Uhr

Training für den Amoklauf?

Die Bundesregierung hat eine weitere Verschärfung des Jugendschutzgesetzs durchgesetzt. Hauptgrund für die Änderung: die Annahme, dass bestimmte Computerspiele gewalttätig machen. stern.de befragte Computerspieler sowie Experten zu dieser umstrittenen These.

 
 
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Änderung Amoklauf Hauptgrund Jugendschutzgesetz
KOMMENTARE (10 von 37)
 
Yragael (16.07.2008, 13:26 Uhr)
Mal andersrum
Ist denn noch keiner auf die Idee gekommen, dass Computerspiele Amokläufe evtl. sogar verhindern oder zumindest deren Ausführung verzögern? Wäre doch ein schöner Dienst an der Gesellschaft... Und wenn wir schon wieder dabei sind Spiele verbieten zu wollen, verbieten wir doch gleich auch Cowboy und Indianer (Rassismus, Gewalt) oder Verstecken (Terrorismusförderung). Als allererstes sollten wir das Killerspiel Fußball verbieten, der gesellschaftliche Schaden durch dieses Spiel soll ja Legion sein... -seufz- wenn das so weitergeht mit unseren Politikern...
SirDidimus (16.07.2008, 12:28 Uhr)
ein blick ins gesetz
erleichtert die rechtsfindung (hier das Jugendschutzgesetz - man kann alles im Internet finden und sich informieren):
http://www.familien-wegweiser.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Abteilung5/Pdf-Anlagen/jugendschutzgesetz-1-7-08-fliesstext,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf
Malt (16.07.2008, 11:06 Uhr)
Es ist...
...doch immer das Gleiche. Am schlimmsten finde ich, dass nicht EINER (Weder Politiker noch Experten) definitiv sagen kann, WAS ein Spiel zu einem Killerspiel macht. Respektive WELCHES Spiel auf dem deutschen Markt dazu zu zählen wäre. Die Gefahr besteht also, dass hier letztlich willkürlich beurteilt werden wird. Nebenbei: Alle, die bei uns Amok gelaufen sind, waren bereits über 18... warum also in diesem Zusammenhang immer von "Jugendschutz" gesprochen wird ist mir nicht ganz einleuchtend... davon mal abgesehen finde ich es eher kurios, dass ich, sofern ich min. alle 2 Wochen zum Schiesstraining eines Schützenvereins gehe, nach 1 Jahr in der Regel eine Waffenbesitzkarte ausgestellt bekommen könnte, die mich dazu ermächtigt, mir zwei "Selbstladebüchsen" (Halbautomatische Sturmgewehre mit einer Magazinkapazität von max. 10 Schuss - wobei der Kauf von größeren Magazinen im Ausland kein Problem ist) und mehrere Handfeuerwaffen ganz legal kaufen zu dürfen. DAS stimmt mich sehr nachdenklich. Jeder, der mal beim Bund war, ist sich im klaren darüber, dass man mit einem derartigen Arsenal (Zivilversion des G3, G36) richtig Ramba-Zamba veranstalten könnte.... wenn also so ein potentieller Amokläufer ala Steinhäuser mal auf die Idee kommen sollte, seine Planung ca. 1 Jahr im Voraus zu planen, dann möchte ICH nicht in der Gegend sein, wenn's los geht.
rued (16.07.2008, 10:36 Uhr)
Kinderspiele
Viel bedrohlicher finde ich Kinderspiele. Wenn ich mir z.B. bei Supermario ansehe, wie der alte Sanitär-Installateur hilflosen völlig unterlegegen Gumbas auf den Kopf springt, oder bei Pokemon Kinder gar auf Tierkämpfe gedrillt werden ist die Gefahr doch viel grösser.
Naja, mal Spaß bei Seite.
Ich denke auch die Mischung der vielen Faktoren gibt den Ausschlag.
Jugendliche aus sozial schwächeren Umfeldern sind auch hier wieder anfälliger. Die verprügeln Rentner in der U-Bahn, konsumieren häufiger Drogen und tendieren auch so eher zu Gewalt.
Da ist der Nährboden allerdings schon bereitet und das nicht erst durch Computerspiele.
Spiele wie CS hingegen wiedersprechen dem eher, denn wer da seine Waffe nimmt losrennt und sinnlos ballert wird innnerhalb kürzester Zeit als Zuschauer das Ende der Runde verfolgen müssen.
Wenn ich mir hingegen Filme wie the Hitcher ansehe, wo ein Mann zwischen einen LKW und den Anhänger gespannt wird um dort auseinandergerissen zu werden, mache ich mir eher so meine Gedanken.
BiffBoffo (16.07.2008, 09:18 Uhr)
Jetz geht das schon wieder los ...
früher wars das Fernsehn dann der Heavy Metal. Jetz sinds halt Computerspiele. So lächerlich ich kann da nur noch drüber lachen *lol*
Huxley_82 (16.07.2008, 09:04 Uhr)
Ich werd mich dann
bei meinem Amoklauf wundern, warum ich mit mit 4-3 kein Sturmgewehr in der Hand hab...
manndernichtdaist (16.07.2008, 08:45 Uhr)
nicht umsonst sind spiele ab 18
dass wir uns nicht falsch verstehen: amoklauf durch ein computerspiel? nicht möglich. durch katastrophales soziales umfeld? durchaus möglich! die kombination von beiden? auch möglich! wer prügelnde, trinkende eltern hat, auf splatterfilme und gewalt im allgemeinen steht und relativ isoliert durchs leben rennt, bei dem ist so eine geplante Mordserie durchaus drin. da brauchen wir nichts beschönigen. und die computerspiele machen durch die härte natürlich einiges leichter. auch auf youtube kann ich mir videos reinziehen wie us amerikaner taliban abknallen - und man sieht den tod so wie er wirklich ist. grausam. heftig. schockierend. dadurch stumpft man ab und wer psychisch sowieso labil ist, kann dann schon mal ausrasten. ich rede jetzt auch nicht über counterstrike oder so einen kinderkram, da erkennt man ja dass es ein spiel ist.
wenn ich mir aber spiele ansehe wie jericho oder d00m3 oder fear - da kommt der psychofaktor mit ins spiel - schockelemente werden bewusst ins spiel eingebaut, gepaart mit splattereffekten inkl. kettensäge - da muss man sich schon fragen was dieses spiel eigentlich für eine geschichte erzählen will.
klar es macht spass, mir auch, aber ich bin auch ein mensch der in einem sehr angenehmen umfeld lebt und so ein spiel einzuschätzen weiss wie die meisten eben auch.
über cs brauchen wir nicht reden, es sind taktik elemente drin und wenn einer auf einem public server der trottel mit 3:25 statistik ist, der kriegt evtl nen wutausbruch und mosert sein umfeld in der darauffolgenden halben stunde an ("alles sch... cheater hier - ausm weg!!") aber dann ist wieder alles in ordnung. theoretisch ist so ein ballerspiel eigentlich stressabbau, wenn man erfolgreich agiert. aber eben nur dann!
das hauptproblem was die politiker sehen, ist gar nicht der normale schüler/student der hin und wieder zockt. ob erfolgreich oder nicht.
das problem sind die, die isoliert von der gesellschaft nur noch diese ballerspiele im kopf haben, mit niemandem reden, dazu noch schlechte schulische leistungen haben und der trottel mit 3:25 statistik sind. es ist die kombination von allen faktoren die einen austicken lassen könnten.
nur das ist halt einfach die absolute minderheit. deshalb allen den spass am ultimativen mausklicken zu nehmen scheint mir viel zu radikal und nicht richtig nachgedacht.
man muss dort ansetzen wo man das problem am besten anpacken könnte: in der schule. lehrer müssen bessere psychologen werden. wie? nicht meine aufgabe sondern derjenigen die wir gewählt haben.
gmathol (16.07.2008, 03:08 Uhr)
Mit 18 Jahren darf man ja der Bundeswehr beitreten...
...und nach kurzem Training in Afghanistan Amok laufen. Hier kann man dann unbeschwert alle Straftaten: Mord, Vergewaltigung, Gewalt aller Art - begehen und wird noch ausgezeichnet.
Diese Gewalt die die Bundesrepublik und ihre Amerikahoerigen "Realpolitiker" foerdern geht natuerlich voll in Ordnung.
Also warum erst mit Spielchen aufhalten - wenn man doch gleich Voelkermord an Alten, Zivilisten und Schwachen ausueben darf.
jac87 (15.07.2008, 22:24 Uhr)
Immer wieder diesen "bösen" Killerspiele.....
Es ist schon richtig, dass solche Spiele nicht an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden.
Aber mal ehrlich, werden es die Leute den nie müde zu Behaupten, dass Schüler Amok laufen wegen solcher Spiele? Ich selbst habe mit 10 Jahren Doom 95 gespielt und für den N64 007 Goldeneye. Nie habe ich nach so einen Spiel den Drang gespürt meine Mitschüler oder Lehrer umbringen zu müssen.
Die Politik und auch die Medien sollten sich mal lieber mehr um das soziale Umfeld vieler Jugendlicher sorgen, dass trägt wesentlich mehr zur Gewaltbereitschaft bei, als ein "Ballerspiel"
Motzerator (15.07.2008, 21:53 Uhr)
Den Jugendschutz richtig verschärfen!
Letztens im "Geiz ist geil" Markt: Ich bin auf der Suche nach einem neuen Spiel für meine XBOX360, da sehe ich ein vielleicht zehnjähriges Kind samt Mama, er legt ihr das Spiel Bioshock in ihren Einkaufskorb!
Auf meinen gut gemeinten Hinweis, das dieses Spiel zwar sehr gut gemacht, aber keineswegs für die Altersgruppe des Jungen geeignet ist, bekomme ich noch einen blöden Spruch zu hören.
Dabei sind es solche Eltern, Große Brüder oder ältere Schulkollegen, die den kleinen oft diese Spiele besorgen.
Mit dem Effekt, das selbst die Siele ab 18 in Deutschland oft geschnitten sind und man Bioshock zum Beispiel in der östereichischen Fassung erwerben muss, um als Erwachsener in den ungeschnittenen Spielgenuss zu kommen.
Fakt ist: ich spiele gerne sogenannte Killerspiele.
Fakt ist auch: Solche Spiele gehören nicht in Kinderhand, hier muss das Gesetz auch für Eltern, Brüder und Konsorten harte Strafen vorsehen, wenn solche Titel dem Nachwuchs zugänglich gemacht werden.
Fakt ist aber auch: Erwachsene Menschen sollten auch in Deutschland unzensierte Spiele zu kaufen bekommen.
Statt immer mehr Zensur brauchen wir klare Gesetze. Wird der Jugendschutz korrekt umgesetzt, können die Erwachsenen ihre Games spielen und die Kinder kommen damit kaum noch in Berührung.
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