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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat mehr Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige gefordert. Am Freitag fand in Berlin ein Kongress zu dem Thema statt. stern.de sprach zuvor mit dem Psychologen Kai Müller. "Onlinesucht wird bis jetzt sehr unterschiedlich diagnostiziert, wir brauchen ein einheitliches Verfahren", sagt er.
Das "Wichernhaus" bietet als erstes Kinderkurheim eine Therapie für computersüchtige Kids an. Sie lernen dort, ihren Medienkonsum zu kontrollieren. Gestritten wird allerdings, ob es sich wirklich um eine Sucht handelt.
In Berlin sind am Mittwoch zwei Spezialambulanzen für Kinder- und Jugendliche mit Computer- und Medienproblemen eröffnet worden. Nach Ansicht der Ärzte gewinnt das Phänomen mehr und mehr an Bedeutung.
Viele Computernutzer verbringen Stunde um Stunde vor dem Monitor. Die meisten können jederzeit aufhören, doch in immer mehr Fällen entsteht eine Sucht, die behandelt werden muss. Wie der "Entzug" aussieht, richtet sich dabei nach Alter des Süchtigen und Art der Abhängigkeit.
Ob Chatrooms, Onlinespiele oder Sexseiten - mehr als eine halbe Million Deutsche sind dem Internet krankhaft verfallen. Therapieangebote gibt es, doch die Krankenkassen zahlen nicht.
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