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16. Oktober 2006, 11:31 Uhr

Konzerne erwägen Schadenersatzforderungen

Die Serie an Rückrufen von bei Sony hergestellten Notebook-Batterien reißt nicht ab. Jüngst tauschten Fujitsu und Sharp insgesamt 79.000 Sony-Akkus um. Toshiba und Fujitsu wollen nun offenbar Schadenersatzforderungen gegenüber Sony geltend machen.

Die Akku-Problematik entwickelt sich für Sony zum finanziellen Desaster. Nun drohen Elektronikhersteller mit Schadenersatzforderungen© Getty Images

Der japanische Elektronikhersteller Toshiba erwägt laut einem Zeitungsbericht wegen defekter Notebook-Akkus Schadenersatzforderungen gegen Sony. Auch Fujitsu werde möglicherweise Schadenansprüche geltend machen, schrieb die Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai".

Weitere Akku-Rückruf-Aktionen

Die Serie an Rückrufen von bei Sony hergestellten Notebook-Batterien reißt nicht ab. Vergangenen Freitag kündigte auch der japanische Elektronik-Konzern Sharp den Umtausch von 28.000 Lithium-Ion-Akkus für Personal-Computern an. Betroffen seien Laptops der Serie "Mebius" für den japanischen Markt.

Und auch der Konzern Fujitsu rief unterdessen weitere 51.000 Batterien zurück. Grund für die Rückrufe sei die Gefahr einer Überhitzung. Fujitsu hatte bereits zuvor 287.000 Batterien zurückgerufen. Insgesamt müssen damit bereits mehr als acht Millionen Sony-Batterien weltweit ausgetauscht werden.

Die Lawine war im August ins Rollen gekommen, als Dell 4,1 Millionen Akkus wegen Überhitzungs- und Feuergefahr zurückrief. Später kamen weitere 100 000 dazu. Grund für die Rückrufe der Akkus sind Fehler in der Produktion. Sony trägt die Kosten der Umtauschaktionen. Auch Apple, Hitachi, Lenovo mit der ehemaligen PC- Sparte sowie Toshiba aus anderen Gründen hatten Sony-Batterien zurückgerufen.

DPA/AP/Reuters
 
 
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