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Mit dem Siegezug der Notebooks steigt auch die Gefahr, dass Daten unterwegs ausgespäht und missbraucht werden. Ein einfaches Passwort für das Betriebssystem reicht zum Schutz nicht aus. Um die eigenen Daten auch auf mobilen Geräten effektiv zu sichern, gibt es aber diverse Möglichkeiten.
Die Einführung eines Reisepasses mit biometrischen Daten ist beschlossene Sache. Allerdings verzögert sich die Produktion immer wieder. Das Verfahren zum Kauf der benötigten Fingerabdruck-Lesegeräte ist umstritten.
Neu für digitale Pfadfinder: das Schweizer Taschenmesser mit USB-Stick und Fingerabdruck-Scanner Es gibt sie mit Dosenöffner, Pinzette, Schere, Nagelfeile, Kugelschreiber, Schraubenzieher, Brieföffner, Orangenschäler, Kompass, Kapselheber, Korkenzieher, Wasserwaage, Holzsäge, Drahtabisolierer, Zigarrenschneider und sogar Stech-Reib-Ahle (was auch immer das sein mag): Schweizer Taschenmesser, Multitalente für alle Lebenslagen, vor fast 120 Jahren für die Schweizer Armee erfunden und heute weltweit in mehr als einhundert Varianten erhältlich. Sechs Millionen Stück produziert der Hersteller Victorinox davon Jahr für Jahr, das sind 28.000 Stück pro Tag. Trotz der Vielfalt an Modellen war ich verblüfft, neulich auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas das rot-weiße Firmenlogo der Schweizer zu sehen: umgeben von Kopfhörern, Netbooks, Stereoanlagen, ein großer Stand für Taschenmesser. Wie das? "Wir wollen, dass das Schweizer Taschenmesser mit der Zeit geht", erklärte mir Veronika Elsener, Mitbesitzerin der traditionsreichen Familienfirma. Als Kind, erinnert sie sich, sei sie viel durch den Wald gelaufen, und da war es praktisch, ein traditionelles Messer dabei zu haben, mit den Klingen, Feilen, Sägen und was man in der Natur noch so alles braucht. Aber heute? "Meine Kinder verbringen mehr Zeit vor dem Computer als im Wald, wir mussten das irgendwie aktualisieren." Und so gibt es nun Schweizer Taschenmesser mit Anschluss ans Digitalzeitalter: Schon auf der vorigen CES stellte Victorinox ein Modell mit wasserfestem USB-Stick vor, und diesmal feierte der "Presentation Master" Premiere - eine weiterentwickelte Variante mit Laser-Pointer, Bluetooth-Fernbedienung für Laptops und Fingerabdruck-Scanner, damit die Daten auf dem USB-Stick sicher sind. Erst wenn sich der Besitzer per Fingerabdruck identifiziert, kann auf die Informationen zugegriffen werden. 100.000 Dollar versprach Victorinox demjenigen, der es schafft, das System, mit dem die Daten verschlüsselt werden, zu knacken. Am Ende der CES hatten sich 45 Hacker daran versucht - erfolglos; die Schweizer durften ihr Geld behalten. Im April soll der Presentation Master auf den Markt kommen. Bis zu 32 Gigabyte Speicherplatz bietet der USB-Stick, mehrere Varianten sind geplant, darunter auch solche ohne Messer, Schere und Nagelfeile: Wer viel fliegt, ist mit den Modellen ohne scharfe Klingen besser bedient. Bedingung ist allerdings ein Windows-Rechner, weil sich die Verschlüsselungssoftware nicht mit Macintosh- oder Linux-PCs verträgt. Schade eigentlich. Aber wer nicht auf Windows steht, kann sich vielleicht mit dem "Swiss Army Remote" trösten: Es soll ab Herbst erhältlich sein und vermag per Knopfdruck drahtlos das Garagentor zu öffnen. Die Reaktion auf die ersten Taschenmesser des Digitalzeitalters sei "überwältigend", erzählt Veronika Elsener, und deshalb soll es bald noch mehr davon geben: "Wir sind offen für neue Ideen, und dieser Markt ist unbegrenzt."
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