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Welcher Browser für welchen Zweck?

Hart ist die Konkurrenz zwischen den Internetbrowsern. Was die Stärken und Schwächen von Firefox, Internet Explorer und Co. sind, hängt auch vom Verwendungzweck ab. Unser Test zeigt, welcher Browser sich wofür am besten eignet.

  Firefox hat in vielen Kategorien die Nase vorn, die Konkurrenz ist aber nah dran

Firefox hat in vielen Kategorien die Nase vorn, die Konkurrenz ist aber nah dran

Der Wettbewerb zwischen den Browser-Anbietern ist größer denn je. Google veröffentlicht eine Chrome-Version nach der anderen, auch Firefox hat sein Innovationstempo erhöht, und Microsoft hat nach Jahren im Hintertreffen den Anschluss wieder gefunden.

Doch welcher Browser ist für welche Aufgaben und Geräte der geeignetste? Im Test wurde auf folgende Browser-Versionen zurückgegriffen: Internet Explorer 9, Safari 5.1, Firefox 9, Chrome 16 und Opera 11.6. (Die Version 10 von Firefox ist kurz nach dem Test erschienen.)

Der beste Browser für Geschwindigkeit

Alle Browser versprechen schnelles Surfen im Web, aber es gibt beispielsweise Unterschiede bei der Verarbeitung von JavaScript, die Auswirkungen auf die Geschwindigkeit haben können.

Im Sunspider JavaScript Benchmark-Test geht Firefox ganz klar als Sieger hervor und stellt die Konkurrenz mit 189,4 Millisekunden in den Schatten. Danach kommt der Safari-Browser mit 219,6 Millisekunden, gefolgt vom Internet Explorer mit 247,9 Millisekunden. Opera kommt mit 254,3 Millisekunden auf den vierten Platz und Chrome bildet mit 291,0 Millisekunden das Schlusslicht. Die Ergebnisse basieren auf einer Neuinstallation der Browser ohne Plug-ins, Erweiterungen oder Add-ons. Denn sobald Extras hinzugefügt werden, nimmt die Schnelligkeit des Browsers sehr wahrscheinlich ab.

Der beste Browser für Add-ons

Man kann inzwischen für jeden Browser Erweiterungen installieren, aber auch hier hat Firefox die Nase vorne. Mit einer hohen Anzahl an Add-ons ist Firefox der am meisten erweiterbare Browser und hat darüber hinaus die besten Syncronisations-Funktionen, beispielsweise um auf verschiedenen Geräten die Favoriten auf demselben Stand zu halten.

Jedoch bieten alle Browser die üblichen Standard-Add-ons wie Werbeblocker, Twitter und Mail-Benachrichtigung, auch wenn sie nicht mit einer riesigen Add-on-Bibliothek aufwarten können. Besonders hervorzuheben ist Opera, denn dieser Browser verfügt über ein integriertes Mail- und Newsprogramm, Lesezeichenverwaltung, einen Download-Manager und den die Surfgeschwindigkeit verbessernden Proxyserver Opera Turbo, ohne das für diese Funktionen Add-ons benötigt werden.

Der beste Browser für Windows 7

Wieder ist Firefox der Favorit, noch vor dem IE. Firefox bietet bei Windows 7 Schnelligkeit und zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten. Der Internet Explorer und Opera funktionieren auch sehr gut mit dem Betriebssystem und machen die Nutzung der Anheftfunktion und Jumplists sehr einfach. Safari ist für Windows 7 nicht zu empfehlen, da es einfach unpassend aussieht und keine Vorteile gegenüber der Konkurrenz bietet.

Der beste Browser für Windows Vista

Der Internet Explorer läuft rasant auf Vista. Mit nur 193,7 Millisekunden überzeugt er im Benchmark-Test, aber Firefox ist mit 192,2 Millisekunden dennoch schneller. Safari benötigt zum Seitenaufbau bei Vista 224,4 Millisekunden, während Chrome 246,6 Millisekunden und Opera 251,1 Millisekunden brauchen. Firefox ist mit Windows Vista nicht nur der schnellste, sondern auch der flexibelste Browser.

Der beste Browser für Windows XP

Der Internet Explorer schneidet hier denkbar schlecht ab, denn Microsoft hat entschieden, den IE9 nicht mit dem in die Jahre gekommenen Betriebssystem kompatibel zu machen. Chrome benötigt bei Windows XP den geringsten Arbeits- und Festplattenspeicher und ist die beste Wahl für XP-Nutzer. Das bedeutet gleichzeitig, dass Chrome auch der beste Browser für Netbooks ist, da seine geringen Hardwareansprüche sich gut für die abgespeckten Geräte eignen

Der beste Browser für OS X

Unerwarteterweise steht nicht Safari auf dem Siegertreppchen, sondern Firefox. Die Benchmark-Ergebnisse sind: Firefox (153,8 ms), Safari (209,2 ms), Opera (214,7 ms) und Chrome (225,3 ms). Während Safari im Test als zweitschnellster Browser hervorgeht, hat er sich in der Praxis als nicht ganz so anpassungsfähig erwiesen.

Obwohl Firefox mit Geschwindigkeit beeindruckt, wirkt seine Benutzeroberfläche auf OS X allerdings nicht sehr attraktiv. Wer Wert auf schickes Browsen legt, dem seien Opera oder Chrome ans Herz gelegt. Apples hauseigenes Surfbrett Safari ist ein guter Browser, aber die Rivalen haben in unseren Tests noch etwas besser abgeschnitten.

Der beste Browser für Privatsphäre

Alle getesteten Browser boten einen guten Schutz für die Privatsphäre inklusive "Private Browsing" und Warnhinweisen für verdächtige Webseiten. Aber der Internet Explorer hat die Nase ein wenig vorne: Seine Tracking-Schutzfunktion bietet die Möglichkeit, Listen zu führen, die bestimmten Webseiten das Protokollieren des Surfverhaltens nicht erlauben. Microsoft bietet außerdem vorgefertigte Listen zum Download an. Das ist nützlicher als die allgemeine "Do not track"-Funktion.

Der beste Browser für HTML5

Alle Browser unterstützen die wichtigsten Komponenten von HTML5, der aktuellen Version der Sprache, auf der das ganze Web aufbaut. Möchte man jedoch eine möglichste vollständige Unterstützung, eignen sich Chrome und Firefox am besten. Laut der Webseite www.caniuse.com erzielten Chrome und Firefox je 89 Prozent des HTML5-Standards. Es folgten Safari mit 78 Prozent, Opera mit 74 Prozent und der IE mit 52 Prozent. Möchte man zusätzlich CSS-Unterstützung, dann schneiden ebenfalls Chrome und Firefox mit je 87 Prozent am besten ab, gefolgt von Safari mit 83 Prozent und Opera mit 75 Prozent. Auch hier hinkt der IE mit 59 Prozent hinterher.

Der beste Browser für Android

Der Android-Browser ist sehr gut, aber Opera Mobile ist noch einen Tick besser. Er besitzt eine attraktive Benutzeroberfläche, ist sehr schnell, und auch die Synchronisierung mit dem Desktop-Rechner geht problemlos vonstatten. Für Tablets ist der Standardbrowser immer noch die beste Wahl, aber Dolphin for Pad sowie Firefox müssen im Auge behalten werden, denn diese sollen demnächst für mehr Vielfalt im Android-Browser-Angebot sorgen. Diese Browser befinden sich aber noch im Betastadium.

Der beste Browser für iPad

Das Fehlen von Tabs bei Apples Safari führte zu einigem Unmut bei den Nutzern. Apple hat dies jedoch behoben und nun können Nutzer Tabs anlegen sowie sich mit iCloud synchronisieren. Deshalb schlägt auf dem iPad 2 kein anderer Browser das Apple-Eigenprodukt. Safari ist schneller und zuverlässiger als iCab Mobile und bietet eine attraktivere Oberfläche als Atomic Browser. Safari hat gegenüber Nicht-Apple-Browsern außerdem den Vorteil, dass er kaum abstürzt.

Fazit

Firefox hat in fast allen Kategorien mit herausragender Leistung und Schnelligkeit überzeugt. Möchte man jedoch die höchstmögliche Sicherheit beim Browsen oder den passenden Browser für ein Tablet, lohnt sich der Blick auf andere Anbieter.

TechRadar/tr

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