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"Keimfrei Mausen" in Halle zwei

Mädchenkonsolen, Horrorgames und Keyboard-Tuner: Im Business-Center gibt es staunende Blicke, nicht nur wegen der Spiele. Die Highlights des zweiten Tages auf Europas größter Messe für Computer- und Videospiele.

Von Udo Lewalter, Leipzig

Tag zwei im Epizentrum der Videospielwelt verläuft ganz ohne japanische Begrüßungszeremonien und raumfüllende Empfangskommandos. Und doch ist im Business Center auch heute wieder Skurriles zu erleben. Der Peripheriehersteller Speed-Link beispielsweise stellt eine Computermaus mit antibakterieller Oberfläche vor. Da kann der kleine Sohnemann ruhig mal mit seinen Nutella-Fingern stundenlang "World of Warcraft" zocken, ohne dass Papa eine Woche später Hautausschlag bekommt. Passend dazu der Slogan des Herstellers: "Endlich keimfrei Mausen".

Und auch die Tastaturen haben es in sich: kabellos, beleuchtet und aus schickem Chrom. Das sind die meisten. Aber das schwarze Tarantula-Keyboard der Firma Razor ist noch einen Klick voraus. Die Funktionen der Tasten lassen sich nicht nur komplett neu programmieren. Man kann darüber hinaus auch jede Einzelne mit einem kleinen Werkzeug herausnehmen und an einer beliebigen anderen Stelle einsetzen. Vorbei die Zeiten der langweiligen QWERTZ-Anordnung. Der neuste Trend für Keyboard-Fetischisten: eine todschicke USCHIISTLIEB-Belegung.

Atari: Der totale Horror in Episoden

Im Präsentationsraum von Atari strahlt eine junge Frau mit einem breiten Lächeln jeden einzelnen Journalisten an. Sie ist zierlich. Dunkler, südländischer Typ. Große Kulleraugen. Äußerst sympathisch. Aufgrund ihrer zuvorkommenden Art und ihres sicheren Auftretens muss zunächst davon ausgegangen werden, dass sie zur Gattung der Pressesprecher gehört. Doch weit gefehlt. Nour Pollini ist eine waschechte Produzentin, eine seltene Spezies im Reich der Videospielentwickler. Und sie liebt Horrorfilme. Je härter, desto besser. Ihr aktueller Favorit: der Schocker "The Others". Passend dazu ist Nour Pollini auch verantwortlich für die Entwicklung der Fortsetzung des virtuellen Digi-Thrillers "Alone in the Dark".

In Sachen Spielverlauf hat sich Pollini von Episodenserien wie "24" oder "Lost" inspirieren lassen. So wird auch "Alone in the Dark" in rund 40 Minuten lange Abschnitte eingeteilt sein. Zehn bis 15 Kapitel sollen insgesamt im Digi-Schauermärchen enthalten sein. Am Ende jeder Episode gibt es, ganz wie bei den Vorbildern, eine kurze Vorschau auf kommende Ereignisse. Und wenn eine neue Episode gestartet wird, fasst eine minutenlange Sequenz die vorangegangenen Geschehnisse noch einmal zusammen. Nach einer längeren Spielpause kann eine solche Gedächtnisstütze sehr praktisch sein.

Optisch ist das Gezeigte ein wahrer Augenschmaus. Der New Yorker Central Park wurde von den Entwicklern detailverliebt digitalisiert. Gespenstisch wehen die in der Dunkelheit riesigen Äste der Bäume im Wind. Allein das Rauschen erzeugt schon Gänsehaut beim Betrachter. Lampen pendeln an einer Häuserwand, und deren wandernden Lichtkegel erhellen realistisch das näher liegende Umfeld. Auch die Charaktere, Fahrzeuge und Gebäude wirken äußerst lebensnah. Ataris Horror-Titel erscheint für PC, Xbox 360 und Playstation 3. Der Erscheinungstermin ist noch unbekannt. Weiteres Highlight: das PC-Rollenspiel "Neverwinter Nights 2".

Sony: Altes in Pink

Sonys Auftritt ist angesichts des nahenden Playstation-3-Veröffentlichung unspektakulär. Auch im Business Center ist vom neuen Mitglied der Sony-Konsolenfamilie nichts zu sehen. Einzig die pinkfarbenen PSP- und Playstation-2-Modelle sorgen für Farbtupfer in den tristen Besprechungsräumen. Die "Große" ist ab sofort zum reduzierten Preis von 129 Euro erhältlich. Die PSP-Konsole kostet in der Value-Ausführung weiterhin 229 Euro.

Electronic Arts: Masse und Klasse

Am Stand des Branchenführers Electronic Arts gibt es mehr als ein Dutzend neuer Spiele zu sehen. Hervorzuheben ist hier unter anderem die für Nintendos neue Wii-Konsole grandios umgesetzte Football-Simulation "Madden NFL 07".

Selbst wenn man vom komplexen Regelwerk des amerikanischen Volkssports keine Ahnung hat, sorgt die intuitive Steuerung der Spielfigur mit den bewegungssensitiven Eingabegeräten für großen Spaß. Zudem erleichtert der umfassende Trainingsmodus den Einstieg in die Welt des harten Männersports. Nicht annährend so überzeugend zeigte sich die Wii-Fassung des Rennspiels "Need for Speed: Carbon". Die Steuerung des Boliden erwies sich im Testlauf als übersensibel, so dass selbst kleinste Bewegungen nach links oder rechts zum gnadenlosen Crash an der Mauer führten. Die Entwickler unterstrichen jedoch während des digitalen Höllenritts immer wieder, dass in der finalen Version die Sensibilität der Steuerung individuell einstellbar sein wird. Hoffen wir's...

Ein optischer Volltreffer ist EA mit dem dritten Teil der "Command & Conquer"-Serie geglückt. Extrem detailliert werden die Einheiten auf den Schlachtfeldern dargestellt. Und tolle Grafikeffekte stellen Explosionen oder Wasseroberflächen realistisch dar. Ein Augenschmaus. Am Spielprinzip hat sich jedoch nicht allzu viel verändert. Noch immer kämpfen NOD gegen GDI. Gebäude und Fahrzeuge wie der Obelisk oder der Mammut Tank sind weit gehend bekannt. In den futuristischen Krieg wird jedoch noch eine dritte, neue Fraktion ziehen. Weitere Einzelheiten geben die Entwickler jedoch leider erst in den kommenden Wochen bekannt.

Weitere Highlights: der PC-Ego-Shooter "Crysis", die PC-Simulation "Die Sims 2 Pets", der Ego-Shooter "Half Life 2 - Episode 2" (PC, Xbox 360, Playstation 3), das PC-Strategiespiel "Fußballmanager 07" und die Fußballsimulation "Fifa 07".

Ubisoft: Doppelagent und berittene Killer

Sam Fisher, der alte Agenten-Fuchs, schleicht ab Oktober in ein neues Abenteuer. Diesmal muss er für die Guten und die Bösen Aufträge erfüllen. Entsprechende Anzeigen informieren den Spieler darüber, wie viel Vertrauen jede Seite zu ihm hat. Wird er von den Bösen entdeckt oder vermasselt er eine Sekundäraufgabe, so verliert der Geheimdienst NSA den Glauben an seine Fähigkeit. Killt Sam zu viele Böse, so schenken ihm die Terroristen weniger Vertrauen. Ist eine der beiden Anzeigen auf Null, muss der Auftrag neu gestartet werden. Optisch überzeugt "Splinter Cell Double Agent" vor allem auf der Xbox 360.

Leider präsentierte Ubisoft nur einen kurzen Trailer des Playstation-3-Action-Titels "Assassin's Creed". Schauplatz ist das Jahr 1191 nach Christus. Der dritte Kreuzzug verwüstet das heilige Land. In der Rolle des Auftragskillers Altair soll der Spieler dem Konflikt ein schnelles Ende setzen. Mehr war den Entwicklern in Sachen Story nicht zu entlocken.

Und auch was spielerisch zu erwarten ist, kann anhand nur einer gezeigten Spielszene gerade mal erahnt werden: Aus der 3rd-Person-Perspektive wird die Spielfigur durch riesige Menschenmassen und über Dächer der Stadt gesteuert. Nur nicht auffallen. So schleicht man sich näher an die Zielperson heran, um diese schließlich mit einem kräftigen Schwerthieb auszuschalten. Und danach dann schnell wieder zurück in die Menschenmenge. Abtauchen, um den Gesetzeshütern zu entkommen.

Das war's dann auch schon. Nach gerade mal zehn Minuten war die Präsentation vorüber. Am Ende bleibt ein guter erster Eindruck hinsichtlich der optischen Präsentation des Abenteuers. Aber leider auch viele Fragezeichen, was Spielablauf und Geschichte angehen. Weiteres Highlight: das DS-Strategiespiel "Die Siedler".

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