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Nach dem Bombenanschlag und dem Massaker mit insgesamt 77 Toten in Norwegen hat die dortige Einzelhandelskette Coop Norge mehrere gewaltverherrlichende Computerspiele aus ihrem Angebot verbannt.
Der Verdacht ist ungeheuerlich: Rund neun Monate sollen Eheleute eine junge Frau als Haussklavin gehalten und misshandelt haben. Nun steht das Paar vor Gericht.
Die Meinung, dass Ego-Shooter die Gewaltbereitschaft erhöhen, ist weit verbreitet. Forscher berichten jetzt, dass solche Spiele auch positive Effekte haben: Geübte Spieler können auch in Alltagssituationen schneller reagieren.
Bei der Trauerfeier in Winnenden hat eine Mutter ein Klavierstück vorgetragen, das sie für ihre ermordete Tochter Viktorija komponiert hat. Viktorijas Vater Jurij beschrieb dem stern vor wenigen Wochen, was das Leben ohne die einzige Tochter bedeutet - und welche Gedanken er sich über den Mörder seiner Tochter macht.
Videospieler sind latent aggressiv, meiden ihre Mitmenschen und verbringen ihr Leben vor dem Rechner. Oder? Die Web-Doku "Bubble Universe" räumt mit diesen Klischees auf und zeigt das ganz normale Leben dreier "World of Warcraft"-Spieler.
Angehörige der Amoklauf-Opfer in Winnenden haben ein Verbot von Killerspielen und einen erschwerten Zugang für Jugendliche zu Waffen gefordet. Im stern.de-Interview plädiert der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer (SPD), in dessen Wahlkreis das Massaker stattfand, ebenfalls für strengere Waffengesetze.
Nach dem Amoklauf in Winnenden sind "Killerspiele" wieder in der Diskussion. Psychologen untersuchen schon länger, wie stark uns Ego-Shooter und Brutalität auf der Leinwand beeinflussen. Ihr Ergebnis: Medial vermittelte Gewaltszenen lassen uns abstumpfen, unser Mitgefühl für den Schmerz anderer geht zurück.
Nach dem Amoklauf von Winnenden ist die "Killerspiel"-Debatte neu entbrannt. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann will "süchtig machende Computerspiele" für Jugendliche verbieten. Doch ist das wirklich die beste Lösung? Zehn Fragen und Antworten für einen vernünftigen Umgang mit Computerspielen.
Warum hat Tim K. 15 Menschen getötet und dann sich selbst das Leben genommen? Was muss in einem Menschen vorgehen, dass er solch eine blutige Tat begeht? Er hatte doch alles, sagen Bekannte. Nur keine Freunde. Die Psychologin Rebecca Bondü sieht Parallelen zum Amokläufer von Erfurt.
Gewaltorgien an Schulen wie jetzt wieder im schwäbischen Winnenden rufen reflexartige Reaktionen hervor: Politiker fordern strengere Gesetze, die Medien machen den Täter zum "Amokläufer", also jemanden, der durchgeknallt und auf jeden Fall anders ist. Doch so einfach ist die Sache nicht.
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