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Klobig, braun, aus heutiger Sicht lächerlich langsam - und dennoch eine Legende: Vor 30 Jahren wurde der Commodore 64 vorgestellt. Der meistverkaufte Computer führte eine ganze Generation in die digitale Welt. Und daddeln konnte man mit ihm auch.
"Computerspiele sind Kulturgut", sagt die Bundesregierung und stiftet einen Preis für die besten Games. Doch gewinnen darf nur, wer virtuelle Waffen im Schrank lässt. stern.de-Redakteur Gerd Blank nennt den "Deutschen Computerspielpreis" Etikettenschwindel.
Vor 30 Jahren wurde der Commodore 64 vorgestellt. Der C64 verkaufte sich auch deshalb millionenfach, weil man auf ihm fabelhaft spielen konnte. Hier sind 20 legendäre Games, die 64er-Nostalgie auslösen.
Creamy Ice ist ein schnelles Geschicklichkeits- und Merkspiel für die kleine Pause zwischendurch. Das Casual Game setzt dem Spieler die virtuelle Eismann-Mütze auf. Fortan muss er gegen die Zeit die Eiswünsche der quengeligen Kundschaft befriedigen. Das macht viel Spaß. Ice gehört zu den echten Geheimtipps unter den Spielen, von denen es im AppStore übrigens noch jede Menge gibt. Es lohnt sich eben nicht, immer nur nach kostenlosen Games zu suchen, die dann meist auch unterirdisch schlecht sind. Qualität hat eben ihren Preis. Und 79 Cents für ein schönes Spiel wie Creamy Ice sind doch nun wirklich nicht zu viel verlangt. Das Spiel ist ein klassisches Casual Game in der Tradition von Jane's Hotel oder Jean's Boutique. Der Spieler übernimmt hier die Rolle eines Geschäftsmannes, der gegen die Zeit die Wünsche seiner Kunden erfüllen muss. In Creamy Ice übernimmt der Spieler einen kleinen Eiswagen - und zieht los, um möglichst viel Kohle zu verdienen. Im Karrieremodus ist es zunächst nicht besonders schwer, den eigenen Job zu erledigen. Nach und nach taucht die minderjährige Kundschaft vor dem Eiswagen auf und äußerst ihre Wünsche. Dabei taucht neben den Kiddies eine Sprechblase auf, in der das fertige Eis zu sehen ist, so wie sie es gern haben möchten. Der Spieler muss nun nacheinander mit dem Zeigefinger die erforderlichen Zutaten aus dem Eiswagen-Fundus zusammentippen. Erst die Eistüte, dann eine Vanillekugel, dann auch noch ein Nusseis, am Ende einen Schlacks Sahne - fertig ist das Eis. Vertippt sich der Spieler, so öffnet sich im Eiswagen eine Falltür und das "falsche" Eis verschwindet. Das kostet Ressourcen - und auch Zeit, denn anschließend muss das Eis neu "aufgebaut" werden. Die kleinen Scheißer vor dem Eiswagen sind aber leider auch sehr, sehr ungeduldig. Schnell zeigen ihre Mundwinkel nach unten und erste Gewitterwolken ziehen über ihren Köpfen auf. Kommt der Spieler dann nicht schnell genug in die Pötte, dann zieht die Kundschaft einfach von dannen - vielleicht gibt es um die nächste Ecke ja noch einen anderen Eiswagen. Das Spiel rechnet in Tagen. Jeder Spiel-Tag besteht aus einer bestimmten Anzahl Kunden, die man schnell bedienen muss. Ist der Spieler erfolgreich, so wird er sofort belohnt. Dann stockt das Spiel zwischen den einzelnen Tagen den eigenen Fundus auf. Dann bekommt er neue Eissorten, Schokosauce, Deko-Kirschen und vielleicht auch einen Pappbecher oder ein Glasbecher ins Sortiment gestellt. Klarer Fall: Je mehr Items im eigenen Eisladen zur Verfügung stehen, umso anspruchsvoller werden auch die Eiskonstrukte, die von der Kundschaft bestellt werden. Wer den Karrieremodus des Spiels gemeistert hat, kann auch noch das zuvor blockierte Zeit-Spiel und den Ausdauermodus starten. Eine wunderschöne Comic-Optik in grellen Farben, ein schnelles Zeitspiel und eine solide Herausforderung mit wachsendem Schwierigkeitsgrad: An dem Casual Game hat die ganze Familie sehr viel Spaß. Fünf Punkte gibt es nur nicht, weil die Spielidee nicht an die großen iPhone-Knaller wie Plants vs Zombies oder Giana Sisters heranreichen kann. ( Carsten Scheibe ) Creamy Ice 1.3.2 Entwickler: ThumbFire Größe: 6,5 MB Preis: 0,79 Euro Sprache: Deutsch Wertung: ****/* (4 von 5) Link zur Homepage Link zum AppStore
Der "Commodore 64" war in den achtziger Jahren der digitale Urknall für eine ganze Generation: der erste eigene Computer. Jetzt wird er 25 Jahre alt. stern-Redakteur Sven Stillich erinnert sich an die erste große Liebe seines Lebens.
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