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Huawei zeigt sein Macbook, ähm, MateBook

Alles zurück auf Anfang: Der Tablet-Boom ist vorbei, Notebooks sind wieder in. Nun mischt auch der Telefon-Hersteller Huawei mit: In Berlin zeigte der Konzern sein neues MateBook X. Das ist Apples Macbook in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich - leider auch beim Preis.

Das neue Matebook X von Huawei. Die rosa Variante wird es in Deutschland nicht geben.

Das neue Matebook X von Huawei. Die rosa Variante wird es in Deutschland nicht geben.

Es ist Ende Mai, und damit höchste Zeit für die Steuererklärung. Und dieses alljährliche, stoische Ausfüllen von Formularen und Tabellen zeigt uns in aller Deutlichkeit: Tablets konnten den PC nie ablösen. Flachmänner wie Apples mögen perfekte Begleiter für eine lange Zugfahrt oder gar einen Interkontinentalflug sein. Doch wer einmal mit mehreren Dokumenten parallel arbeiten oder große Mengen von Bildern verwalten musste, wird immer noch zum Laptop greifen.

Das liegt auch daran, dass sich die beiden Produktkategorien in den letzten Jahren immer weiter angenähert haben. Tablets bekamen immer mehr Rechenpower, wurden immer schlanker und mobiler. Und mit Windows 10 gibt es mittlerweile auch ein Betriebssystem, das sich sowohl mit den Fingern als auch mit Maus und Tastatur zuverlässig bedienen lässt.

hat in Berlin zwei neue Geräte für den deutschen Markt vorgestellt, die dieses Bedürfnis bedienen sollen. Der stern konnte sie bereits vorab ausprobieren.

Huawei: Das ist das neue MateBook X
Das Matebook X kommt in der grauen Farbvariante nach Deutschland

Das Matebook X kommt in der grauen Farbvariante nach Deutschland

Matebook X: Macbook mit Windows

Das Highlight ist das Matebook X. Dabei handelt es sich um ein ultrakompaktes 13-Zoll-Notebook, das kleiner ist als ein A4-Blatt und auf den ersten Blick frappierend an Apples aus dem Jahr 2015 erinnert. Das Matebook X ist extrem dünn, an der dicksten Stelle misst es laut Huawei 12,5 Millimeter. Mit 1,05 Kilogramm ist es ebenso ein Fliegengewicht wie das Macbook (950 Gramm). Auch der Rand um den Bildschirm ist schmal, das Verhältnis vom Bildschirm zur Gesamtfläche liegt bei 88 Prozent - ein sehr guter Wert. Die Auflösung des 13-Zoll-Displays liegt bei 2160 x 1440 Pixel (2K).

Geladen wird das Matebook X via USB-C.

Geladen wird das Matebook X via USB-C.

Das schmale Design fordert bei den Anschlüssen seinen Tribut: Links und rechts befindet sich jeweils ein USB-C-Anschluss, mit dem das Matebook X auch geladen wird. Eine Kopfhörerklinke ist ebenfalls verbaut. Immerhin ist im Lieferumfang ein Dock-Adapter enthalten, mit dem ein USB-A-, ein weiterer USB-C-, ein HDMI- und ein VGA-Eingang nachgerüstet werden. Apple verlangt für so einen Adapter rund 80 Euro.

Mehr Power als das Macbook

In puncto Rechenpower hat Huawei ebenfalls die Nase vorn: Apple verbaut in seinen Macbooks Intels Core-M-Prozessoren. Die sind zwar stromsparend, aber auch ziemlich schwachbrüstig unterwegs. Videoschnittprogramme und Bildbearbeitung werden da schnell zur Geduldsprobe. Im Matebook X steckt dagegen ein Prozessor der U-Baureihe. Ein Lüfter ist nicht eingebaut, störende Geräusche gibt es also nicht. Ob der Prozessor unter Volllast zu warm wird, muss er in einem längerem Test unter Beweis stellen.

Die Akkulaufzeit wird mit zehn Stunden angegeben - wie realistisch diese ist, muss ein Test zeigen. Gerade bei der Akkulaufzeit schönen die Hersteller häufig ihre Zahlen. Die Kapazität des Akkus liegt bei 5449 Milliamperestunden, Apples 12-Zoll-Macbook hat 5263 mAh.

Das Huawei Matebook X ist das erste Notebook mit Dolby-Atmos-Unterstützung.

Das Huawei Matebook X ist das erste Notebook mit Dolby-Atmos-Unterstützung.

Dolby Atmos und Fingerscanner

Das Matebook X hat auch ein paar andere Tricks auf Lager: Im An/Aus-Schalter ist etwa ein Fingerabdruckscanner verbaut. Den sucht man bei Apples Mini-Notebook noch vergebens. Für die Lautsprecher hat sich Huawei Schützenhilfe von Dolby geholt. Das Matebook X ist das erste Notebook mit Dolby-Atmos-Unterstützung. Bei dieser Technik wird der Sound nicht nur in der Breite, sondern auch in der Höhe abgebildet. Auch hier gilt: Wie sinnvoll das ist, wird sich zeigen.

In einem ersten Hörtest mit dem Actionspektakel "Mad Max" gefielen uns vor allem die Mitten, die Bässe waren dagegen kaum präsent. Alles andere wäre angesichts der kompakten Maße auch verwunderlich, immerhin brauchen die Tieftöne ein entsprechendes Volumen und ordentliche Membranen. Nicht umsonst ist der Subwoofer bei Hifi-Anlagen häufig entsprechend voluminös.  Dennoch: Für den kleinen Lautsprecher hatte der Sound  eine wahrnehmbare Räumlichkeit.

Im Power-Button ist ein Fingerabdruckscanner eingebaut.

Im Power-Button ist ein Fingerabdruckscanner eingebaut.

Die eingebaute Frontkamera filmt beziehungsweise knipst mit 1 Megapixel. Das ist nicht üppig, reicht aber zum Skypen. Und selbst mit 1 Megapixel macht sie schärfere Aufnahmen als Apples Macbook (Auflösung 480p).

Das Matebook X gibt es in drei Farben (Gold, Rosegold und Space-Grey). Hierzulande wird allerdings nur die dunkelgraue Variante angeboten. Das Release ist im Juni, der Preis beginnt bei 1400 Euro.

Fazit: Das Matebook X ist ein schick designtes, extrem kompaktes Notebook. Vor allem für Vielreisende, die auf Windows als Betriebssystem angewiesen sind, ist das Gerät eine echte Alternative zu Apples Macbook. Wie leistungsfähig der Huawei-Rechner am Ende wirklich ist und wie sich der schnellere Prozessor auf die Akkulaufzeit auswirkt, muss ein Test zeigen. Die Dolby-Atmos-Unterstützung ist eine nette Spielerei, die man im Alltag aber kaum nutzen wird - die meisten Menschen werden Filme unterwegs wohl mit Kopfhörern schauen, zuhause dürfte eher der Fernseher angemacht werden. Der Preis ist mit 1400 Euro unserer Meinung nach etwas zu hoch angesetzt, er wird vermutlich nach ein, zwei Monaten auf 1200 Euro fallen.

Das Matebook E ist dagegen ein klassisches 2in1-Gerät.

Das Matebook E ist dagegen ein klassisches 2in1-Gerät.

Matebook E: Halb Tablet, halb Notebook

Das zweite neue Produkt für den deutschen Markt ist das Matebook E. Dabei handelt es sich um ein klassisches 2-in-1Modell - also um ein Tablet, das mit der dazugehörigen Hülle um eine Tastatur ergänzt werden kann. Im Gegensatz zum letztjährigen Modell wurden zwei Dinge verändert: Der Klappständer auf der Rückseite lässt sich nun stufenlos verstellen, was der Stabilität zugutekommt. Nun kann man mit dem Tablet-Rechner auch auf dem Schoß zumindest kürzere Texte bequem schreiben.

Der 12-Zoll-Bildschirm löst wie beim Matebook X in 2K auf. Ein Fingerabdruckscanner steckt im Power-Button. Im Gegensatz zum Notebook ist hier ein berührungsempfindliches Touchpanel verbaut, damit eignet sich das "2in1" auch für Daddelgames wie "Candy Crush".

Das Tablet läuft ebenfalls mit Windows 10, angetrieben wird es von einem Intel-i5-Chip der siebten Generation. Es gibt aber auch eine Variante mit Core-M-Prozessor. Die Akkulaufzeit liegt bei neun Stunden.

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