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13. April 2010, 18:12 Uhr

Betriebssystem war nur ein Video

Das unter großem Medieninteresse in Berlin vorgestellte WePad hat auf der Pressekonferenz nicht funktioniert. Die Entwickler haben zugegeben, aufgrund technischer Probleme auf dem Tablet-PC ein Video statt des echten Betriebssystems gezeigt zu haben.

WePad, iPad, Neofonie, Tablet-PC

WePad-Entwickler Helmut Hoffer von Ankershoffen zeigte kein funktionierendes WePad© Andreas Rentz/Getty Images

Zweifel am deutschen Tablet-PC WePad: Entgegen der Angaben der WePad-Macher lief das Betriebssystem Windows auf dem Mini-PC und nicht Linux, als es am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Das bestätigte einer der beiden WePad-Entwickler, Helmut Hoffer von Ankershoffen, im Online-Netzwerk Facebook. Wegen Problemen beim Zoll hätte er das Gerät "nur sehr kurz vor der PK" bekommen, schrieb Hoffer von Ankershoffen. Bei der Pressekonferenz hätten die WePad-Macher ein Video in einer Endlosschleife gezeigt, das über Microsoft Media Player gelaufen sei. Neofonie, eines der beiden Unternehmen, das das WePad entwickelt hat und dessen Geschäftsführer Hoffer von Ankershoffen ist, wollte sich zunächst nicht äußern.

Das WePad war am Montag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden. Es ist eine deutsche Variante des iPad von Apple, das seit Anfang April in den USA auf dem Markt ist und innerhalb einer Woche 450.000 Mal verkauft wurde. Neben Neofonie ist auch der Münchener Touchscreen-Spezialist Tore Meyer von 4tiitoo an der Entwicklung beteiligt. Das WePad soll ab Juli in Deutschland verkauft werden, doch am Montag gab es noch keinen ausgereiften Prototyp zu sehen. Damit scheint das Ziel, einen iPad-Konkurrenten auf den Markt zu bringen, in die Ferne zu rücken. Hoffer von Ankershoffen hatte angekündigt, dass das WePad seinen Nutzern "Offenheit, Barrierelosigkeit und faire Bedingungen" bieten solle. Anders als das iPad soll der deutsche Tablet-Computer USB-Anschlüsse, eine Kamera und einen Steckplatz für in Europa gängige Sim-Karten besitzen. Sein Preis soll bei 450 Euro für ein einfaches und 570 Euro für ein aufwändigeres Modell betragen, wie Hoffer von Ankershoffen sagte.

AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
cosmo_kramer (15.04.2010, 03:29 Uhr)
PeePad
Bin ja kein Fan von Apple, aber bei einer Produktvorstellung können sie das Produkt wenigstens auch präsentieren, mit angepriesener Hard - und Software!
Solche lächerliche Aussagen wie aufwändigeres Modell kostet 570 Euro, HALLO, sind auch irgendwelche Daten verfügbar, oder ist das alles nur ein April Scherz??
Gruss an Franjo Pooth, ne das wird nix!
also_ne... (14.04.2010, 10:22 Uhr)
ich frag mich eh, was für den Kauf eines i / wePads spricht, wenn es bereits weitaus günstiger Miniatur Notebooks gibt, die wenigstens noch was können außer Videos abspielen und Bilder / Texte anzuzeigen...
Liamsi (14.04.2010, 10:00 Uhr)
Lesbarkeit
Was mir bei dem ganzen Tablet-Hype etwas untergeht ist folgendes: kann ich mit den Dingern eigentlich auch im Garten sitzen und dort ganz entspannt surfen, lesen und arbeiten? Wohl nicht, oder? Und das wäre ein feature der ein Tablet erst wirklich interessant machen würde. Also warte ich lieber mal auf Adam von Notion Ink. Was das WePad angeht: alleine der Name stößt mir sauer auf. Der direkte iPad Vergleich wird so sehr forciert, dass es schon jetzt dem Untergang geweiht ist.
bigcpoint (14.04.2010, 09:45 Uhr)
Weit weg vom Business
In Berlin kommt man mit allem durch....!
tobix (14.04.2010, 08:56 Uhr)
Nicht schlecht
Anscheinend läuft Windows passabel drauf. Ist doch schonmal etwas.

Da wird man doch ein Linux-Derivat auch noch zum Laufen bringen,

Mich wundert dieser Artikel etwas, weil stern.de ja erst so riesig begeistert war - wohl, weil der Verlag dahinter als einer der ersten dabei ist - und jetzt kommt es so rüber, als lasse man das WePad wie eine heiße Kartoffel fallen.

Ich persönlich bin auch skeptisch, die Zielgruppe von dem Teil scheinen die Verlage zu sein und nicht der Benutzer. Aber warten wir's ab.
neyzen (14.04.2010, 08:33 Uhr)
Eyyy...
das ist ja mal peinlich peinlich,omann...auf groß machen und nix dahinter nur heise luft...lernt mal von apple was jungs...die habens drauf..
gesox (14.04.2010, 08:21 Uhr)
Videos
Es ist in der Softwarebranche keineswegs unüblich, statt perfekt funktionierender Software nur ein Video zu zeigen, häufig auch, ohne daß die Zuschauer darüber informiert werden. Manchmal kommt die Entwicklung einfach nicht mit den hohen Erwartungen des Publikums hinterher. Insofern ist die Aufregung unnötig - das hat Apple auch schon so gemacht.
iosono (14.04.2010, 08:19 Uhr)
von Ami's lernen.....
da der dreamliner von boeing auch nicht fliegen konnte und nur vage zusammengeklebt war bei seiner erstvorstellung.........ist das WePad da schon viel weiter.
zummindestens fliegt es.-)
es ist sowieso seit jahren eine amerikanische eigenart ,alles erstmal gross anzukündigen und dann virtuell vorzustellen-und da Ami's meister in sachen ''Show'' sind,ist an der präsentation des WePad's nicht's auszusetzen.
denn von Ami's lernen heisst..........
Doc_D (14.04.2010, 01:15 Uhr)
Und wenn's mit dem WePad nicht klappt,
dann können diese Profis ja noch bei Lets Dance antreten.
Wintermute101 (13.04.2010, 22:51 Uhr)
Bitte etwas sauberer recherchieren.
"Es ist eine deutsche Variante des iPad von Apple"

Entschuldigung, aber ein Minimum an Recherche würde nicht schaden. Die Hardware: Gefertigt in China, wahrscheinlich identisch mit oder sehr ähnlich zu bereits von OEMs angebotenen Systemen ("ExoPC Slate"). Das (geplante!) Betriebssystem: eine angepasste Version des in weltweiter Teamarbeit entwickelten Linux. Da steckt nicht viel "Deutschland" drin. Außer der Hybris, sich im Kielwasser des iPad-Hypes mit einer (misslungenen) Technik-Demo produzieren zu wollen, die (wenn sie jemals zum Produkt wird) vor allem als Vehikel für Großverlage fungieren soll. Schön auch die Realsatire, die gerade in der WePad-Gruppe bei FaceBook läuft ... Ich bin sehr für Innovationen aus D-Land, aber das hier ist - ein We-Trauerspiel.
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